Marcus Kutsch

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Marcus Kutsch
RE: Jens Lehmann und das Dusch-Problem | 29.01.2014 | 20:58

Ich finde der Autor Peter Rehberg missinterpretiert die Antworten von Lehmann etwas. Nehme ich seinen link zu den Stuttgarter Nachrichten als Quelle, heißt es dort :

"Auf die Frage von Moderator Wasserziehr, wie Lehmann reagiert hätte, wenn er während seiner aktiven Karriere von Hitzlspergers Homosexualität gewusst hätte, antwortete Lehmann: „Komisch, glaube ich. Man duscht jeden Tag zusammen, man hat Phasen, in denen es nicht so läuft. [...]""

Lehmann sagt, er hätte komisch reagiert und das ist die einzige Stelle in der es um Lehmann selbst, Schwule und duschen geht. Daraus "Sinngemäß hat er gesagt, dass er mit einem Schwulen nicht duschen will." zu machen, finde ich nicht ok, finde ich übertrieben.

Ich fand es auch komisch, als ich das erste Mal mit Schwulen geduscht habe, als ich das erste Mal mit Frauen zusammen geduscht habe und als ich das erste Mal der einzige Weiße in einem Bus voller Schwarzer war auch. Bin ich deswegen schwulen-, frauenfeindlich oder Rassist? Nein. Je nach Sozialisation machte das Fremde, Unbekannte, Ungewohnte erst einmal Angst. Das ist normal.

Wie ich mit diesem Gefühl Angst umgehe, macht mich dann zu einem ...phoben oder eben nicht.

Lehmann ist der erste mir bekannte Spieler, der zugibt, dass ihm so eine Situation Angst macht.
Das finde ich nicht skandalös.

Man sollte es als Aufhänger dafür nehmen, worum es eigentlich geht: Um die Unsicherheit der Männer.

Noch einmal Lehmann: "Ich weiß nicht, was ich gedacht hätte, wenn ich mit jemand zusammengespielt hätte, den ich tagtäglich gesehen hätte: beim Duschen, in Zweikämpfen. Niemand kann seine Gedanken kontrollieren"

Ja was könnte man denken?
- Findet der mich attraktiv? Will der was von mir? Schaut er mit auf den Penis? Findet er meinen Penis geil? Hat er sexuelle Fantasien mit mir? -

Mehr ist es ja nicht. (Ein sexueller Übergriff ist ja wohl in diesem Szenario völlig ausgeschlossen). Alles Gedanken, mit denen sich Frauen wahrscheinlich tagtäglich außeinander setzen müssen.

Und diese Gedanken sind es, die die ach so starken Männer nicht aushalten können?
So stark scheinen sie also gar nicht zu sein, die harten Fussballer. Es sieht eher nach einer klassischen Ich-Schwäche und Selbstunsicherheit zumindest im sexuellen Bereich aus.

Gepaart mit schwachen sozialen und kommunikativen Fähigkeiten auf der Beziehungsebene.
"Deine Blicke sind mir unangenehm"
"Ich habe bemerkt, dass du auf mich stehst. Ich will dir nur klar machen da läuft nichts, ich bin hetero"

Vorvor genau haben sie Angst die Fussballer. Das würde mich wirklich interessieren.






RE: Landwirt für drei Tage | 12.10.2013 | 18:38

CSA ist ja in Berlin schon recht verbreitet, ich selbst kann es mir leider nicht leisten. Hier noch ein paar links:

(mit links zu CSA Höfen unten)

http://www.sein.de/gesellschaft/gemeinschaften/versorgungsgemeinschaften-csa-projekte-brauchen-dich.html

http://www.solidarische-landwirtschaft.org/

RE: Der Markt macht dicht | 26.04.2013 | 10:36

Danke für den Artikel. Immer wieder interessant die Interna der Berliner Kunstszene.

RE: Orgastische Potenz im 21. Jahrhundert | 23.03.2013 | 17:44

"ich habe sex weil ich sex brauche"

Und wozu brauchst du Sex?

RE: Orgastische Potenz im 21. Jahrhundert | 23.03.2013 | 14:21

Danke für den Artikel, ein Anstoß endlich mal etwas von Reich zu lesen.

In der Diskussion kommt mir etwas die Hinterfragung der Intention der zB. Selbstbefriedigung, Vergewaltigungsfantasien oder Entspannung duch Sex (eigentlich jeder Ausdruck, jede Regung von Sexualität) zu kurz.

Wenn Sex entspannt, war vorher etwas angespannt. In diesem Fall wäre Sexualität Mittel zum Zweck einen angenehmeren körperlichen und psychischen Zustand zu erreichen. Wie andere Suchtmittel auch, befriedet der Konsum einen inneren Konflikt, doch welchen?

Um den Bogen zum Artikel zu schlagen:

"Orgastisch potent meint auch, dass wir täglich fähig sind, zu unserem inneren Kern vitaler Energie vorzudringen, einzukehren, gespürtes In-Sein-All-Sein bewusst zu erleben . Das beinhaltet längerfristig eine liebevolle (zum Teil schmerzhafte) Herausarbeitung deines wahren Selbst."

Ist der Konsum von Pornografie, die Vergewaltigungsfantasie, der schnelle Sex zur Entspannung, die Neigung zu SM (Themen aus der Diskussion) das wahre Selbst? Oder stecken hinter diesen Handlungen vielleicht ganz andere Bedürfnisse und Verletzungen des wahren Selbst, die jetzt nur noch in einer sexualisierten Form ihren Ausdruck finden können?

RE: "Ihre Brötchen waren aber pappig" | 05.02.2013 | 11:21

Die Antwort muss ja lauten :)

"Ort: Berliner Bus"

RE: Ritalin-Wunderdroge oder Drogenrisiko? | 09.01.2013 | 19:43

Hier eine Diskussion im SWR2 vom 11.9.2012 mit dem Thema: "Wie gehen wir mit auffälligen Kindern um? Im Notfall Ritalin."

Zu Gast ist auch Christopher Lauer.

http://swrmediathek.de/player.htm?show=231ec5e0-fc2e-11e1-8b15-0026b975f2e6

RE: Kauft nicht beim Schwaben | 02.01.2013 | 23:55

"Diese Entwicklung ist seit Jahren, das sagt Thierse selbst, an allen Ecken und Enden zu sehen. Warum aber soll man sich so einer Entwicklung verweigern? Was ist schlecht an Entwicklung und wie kann man fordern, die alten Regeln einer fast nicht mehr vorhandenen Minderheit gegenüber den Bedürfnissen der Neuen durchzusetzen?"

Was ist schlecht an Entwicklung? Das kommt drauf an in welche Richtung.

Was ist schlecht an der Entwicklung des heutigen Bankensystems?Was ist schlecht an der Eroberung des amerikanischen Kontinents durch die Europäer?

Nicht jede Entwicklung ist gut, notwendig und dient dem gemeinsamen Zusammenleben. Oder vielleicht ist sie notwendig, um irgendwann erkennen zu können, daß sie eben nicht gut ist und auf Kosten anderer geschehen ist. Um daraus lernen zu können.

Vielleicht um sich zu fragen: Warum bin ich eigentlich in diesen Stadtteil (Prenzlauer Berg) in den letzten 10 Jahren gezogen? Was habe ich damit bezweckt, was wollte ich damit für mich tun?

Für mich kann in einen angesagten Stadtteil zu ziehen Konsum sein.

Konsum im Sinne von, sich mit dem Produkt verbinden, sich selbst in dem Produkt suchen und finden. Das Übertragen des Images einer Marke auf einen selber, einfach weil man ein Produkt dieser Marke besitzt, bzw. in diesem Fall in ihr lebt.
Die Erschaffung einer Identität.

Man kann auch bewußt konsumieren. Man kann sich mit den Auswirkungen seines Konsums auf andere Menschen, Tiere, die Umwelt beschäftigen. Das ist bei Wohnungsmiete und Kauf natürlich noch weniger üblich als bei anderen Produkten.

RE: "Nehmt bitte Euren Müll mit!" | 01.01.2013 | 15:19

Der ftp link geht nicht. Ist die Adresse falsch oder der Server down o.ä.?

Auf youtube gibt es sie auch:

http://www.youtube.com/playlist?list=PLBXmeocYXDfDHqkBZIvUg1ssIhTQbBtjt

RE: „Ich habe mein altes Leben weggelegt“ | 01.01.2013 | 15:12

Ich beneide padeluun. Sich eine andere Adressierungs- Buchstabenreihefolge geben und damit die Identität wechseln würde ich auch gerne können. Doch wie ich mich auch nenne, irgendwie bleibe ich immer der Gleiche.