l.demir

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RE: Gewinner und Verlierer. Eine kritische Bilanz zu Volksentscheiden | 27.04.2009 | 21:59

Nein, eine Nicht Beteiligung ist nicht = Ablehnung. Nach der Rhein-Neckar Zeitung hat: " Die Initiative 'Pro Nichts' gesiegt. Dem schließe ich mich an. Und die Morgenpost fragt sehr klug: "Das politische Berlin sollte überlegen, ob Volksentscheide in dieser Art wirklich die Demokratie stärken."

RE: Gewinner und Verlierer. Eine kritische Bilanz zu Volksentscheiden | 27.04.2009 | 14:43

Ja, einen überwältigenden Erfolg kann ich das nicht nennen.
Ganze 2,8% mehr Nein-Stimmen. Die Bezirke, die in die Argumentation immer als Hauptargumente angeführt wurden (Zitat: Wir sind eine Stadt mit einer Mehrzahl an Konfessionslosen und das muss in dieser Frage einfließen), genau diese Bezirke haben durchschnittlich eine geringere Wahlbeteiligung -von ca 25%. Es scheint die Konfessionslosen gar nicht so sehr zu interessieren. Warum nur haben sich pro Ethik so leidenschaftlich für diese eingesetzt? Nun, jedenfalls sind die Konfessionslosen dort quasi unter sich. Und das können sie weiterhin gemeinsam. Der Widersinn ist frappierend.
Die Bezirke in denen das Multikulti-Argument greifen sollten, Reinickendorf, Neukölln, wählten in der Mehrzahl Pro -Pro Reli. Was soll das bedeuten? Angenommen, die Reinickendorfer und Neuköllner wissen über ihren Bezirk bescheid, sie kennen ihre Probleme und können durchaus als „Fachleute“ ihrer Bezirke bezeichnet werden. Was hat sie bewogen „ja“ zu votieren? Vielleicht ist ja nun die Diskussion möglich, die bis jetzt nicht gelingen wollte.