RE: Die bürgerliche Klasse gegen die Zukunft | 02.12.2020 | 17:37

Es geht nicht um "konkrete Vorschläge", sondern wie der Autor gesagt hat: Eine Alternative zum System. Aufstände gibt es nur, wenn die Änderung nicht "demokratisch" legitimiert ist. Deshalb muss mit einer wirklich alternativen(revolutionären) Vorstellung geworben werden. Das tut aber eine Partei nicht, die mehr und mehr "eingebunden" ist. Darum müssen die Grünen auch kritisiert werden. Und darum geht es in dem Artikel, nicht um konkrete Vorschläge. Die liegen alle auf dem Tisch. Nur wirkt das System einer Umsetzung mächtig entgegen.

RE: Das Instagram-Inferno | 20.01.2020 | 05:51

Ist das so? Nur für den schnöden Mammon? Oder ist das für die Urlaubsreise, den bequemen Weg auf die Arbeit, die neuen Klamotten, das Häuschen im Grünen? Ja, sicher auch für die 4000 € brutto jeden Monat und die Haushaltshilfe. Uns geht's doch gut. Wer will das aufgeben? Die Welt brennt? Bedauerlich.

RE: Da weinen die Koalas | 20.01.2020 | 02:02

Proletariat und Bourgeoisie sind 2 Seiten einer Medaille. Sie bedingen einander, sind nicht "antagonistisch" und werden gemeinsam untergehen. So oder so.

RE: Es könnte eng werden | 05.04.2019 | 20:53

Ein schlechter Artikel, der das Klischee bedient, dem alle Mainsteam-Medien folgen. Der Russe, mit seiner Agression gegen die Ukraine zwingt uns zu nilitärischer Abschreckung und Aufrüstung. Wir sollten aber nicht vergessen, dass gerade diese Russen massiv bei der Abrüstung in Vorleistung getreten waren, was abernicht goutiert wurde. Die konsultative Einbindung Russlands war nur ein Rauchvorhang, hinter dem die ständige Westausdehnung der NATO erfolgte, obwohl der UdSSR versprochen worden war, dass sich die NATO nicht nach Osten ausdehnt. Der "Kosovo-Einsatz" der NATO war ein brutales Bombardement eines unabhängigen Staates, ebenso wie die Zerschlagung Libyens. Das war der initiale Agressionsakt der NATO und nicht die Annexion der Krim. Bis dahin hat Russland noch immer gute Miene zum bösen Spiel gemacht und sich im Sicherheitsrat, obwohl es sich dagegen ausgesprochen hatte, bei der "Flugverbotszone" über Libyen sich der Stimme enthalten und kein Veto eingelegt. Das Fass zum Überlaufen und zur Änderung der russischen Außenpolitik hat der sog. Raketenabwehrschirm gebracht, der eine immense direkte bedrohung Russlands darstellt. Behauptet wurde zwar, dass der nicht gegen Russland, sondern gegen den Iran(wie lächerlich!) gerichtet sei, aber das Ziel (die Staionen in Polen und Rumänien können nämlich auch atomare Kurz- und Mittelstreckenraketen auf Russland abfeuern) ist wohl jedermann klar. Putin ist nicht Jelzin. Und das Russland ebenso Sicherheitsinteressen hat, blendet die freien deutsche Presse unisono aus.

Ich weiß schon, warum ich den "Freitag" abbestellt habe. ER ist keine linke Zeitung, sondern Teil des neoliberalen Medienprojekts, das der alten amerikanischen Doktrin folgt, wonach Völkerrecht im Zweifel keinen Pfifferling wert ist und UNO hin UNO her, unter dem Deckmantel der "Menschenrechte", oder je nach Belieben dem Besitz von Massenvernichtungswaffen von bösen Diktatoren oder auch nur eines fabrizierten "Hufeisenplans" souveräne Staaten brutal zermalmt werden können. Wenn da Russland keine Schlussfolgerungen gezogen hätte, dann müsste man an ihrem Verstand zweifeln.

RE: Das Plastik-Paradox | 22.12.2018 | 17:18

Ich bin übrigens genau so ein Freak wie Sie. Ich benutze noch Plastebeutel von Retailern, die es schon seit Jahren nicht mehr gibt. Und ich überlege bei allem, becor ich etwas wegwerfe, ob es nicht noch gut für ein "Second Life" sein kann. Oftmals geht es.

RE: Das Plastik-Paradox | 22.12.2018 | 17:12

Ich denke, wir sind uns einig. Gebraucht wird dreierlei: Engagement jedes Einzelnen im "Kleinen", Druck der Einzelnen auf die Politik, damit die, drittens, nationale und globale Lösungen findet und durchsetzt. Alles ist wichtig, was das Nachdenken in diese Richtung befördert. Insofern ist zu hoffen, dass die Plastediskussion noch mehr Leute als die "üblichen Verdächtigen" zum Nachdenken und Handeln bringt.

Ich glaube daran. Der Aufstieg der grünen Partei ist, denke ich, ein Zeichen dafür.

RE: Das Plastik-Paradox | 21.12.2018 | 01:46

Es wird aber nicht gehen, die Plaste nur durch andere Materialien zu ersetzen. Die stehen nicht in ausreichender Menge zur Verfügung. Das gilt auch und nicht zuletzt für die "nachwachsenden" Rohstoffe, Holz, Baumwolle, Stroh, die im Artikel genannten Samen für das Waschpulver. Die Anbauflächen müssen für die Nahrungsmittelproduktion vorbehalten werden und ihre Erweiterung kann im Wesentlichen nur durch Vernichtung natürlicher Vegetation geschehen, was wiederum verheerend für das Klima wäre. Es geht nur durch Verzicht, vor allem quantitativen.

RE: Mimesis und Praxis | 14.12.2018 | 23:34

Sie unterstellen mir hier, dass ich etwas nicht wahrhaben will. Sie kenn mich ja gar nicht. Ich weiß schon, was das für ein Gesindel ist. Aber Sie machen es sich zu einfach.

Was hat die DDR damit zu tun und die "Wende"? Das glauben Sie da drüben, eben weil Sie niemanden kennen aus dem Osten; was soll denn "geklöpt" sein? Das ist eine primitive Lautmalerei, in der Art, wie sich die Kolonialherren über das "Pidgin--English" der Eingeboren lustig gemacht haben, eben chauvinistisch. Die Leute in Chemnitz sind nachweislich aus dem ganzen Bundesgebiet angereist und die Führungsriege der AfD sind nachweislich in der Mehrzahl auch keine Ossis.

Uns Mölln liegt wohl auch nicht im Osten. Piefigkeit gibt es überall. Nach der Wende bin ich hunderte Kilometer durch die westdeutsche Privinz gewandert. Ich war entsetzt über die Kriegerdenkmäler. In den bayrischen Gasthöfen hingen schon mal die Fotos "unserer für das Vaterland im 2. Weltkrieg gefallenen Helden" über dem Stammtisch. Der Osten hat das dann kopiert. Natürlich dumm. Und außer Frage sind ostdeutsche Nazis gefährlich. Aber ob die sog. "Prepper" in der Bundeswehr, die offensichtlich Verhaftungslisten Unliebsamer, vor allem Linker für den "Tag X" vorbereitet haben, Ostdeutsche sind, ist mir nicht bekannt.

Ja, die Ostdeutschen Neonazis mögen gefährlich sein. Aber ich bleibe dabei: Die größere Gefahr geht von nicht legitimierten Netztwerken aus, die die Demokratie von innen heraus aushöhlen. Nicht unbedingt das laute Geschrei ist gefährlich.

Und übrigens: Nicht Sie sind es, die im Zweifel ihren Kopf hinhalten, wenn es zur Gegendemo geht. Sie machen es sich zu einfach, indem Sie ganz bequem für sich das Problem nach Osten delegieren. Dieses Wegdelegieren löst keine Probleme. Denn durch Herabwürdigen eines Teils der Bevölkerung nach regionalen Gesichtspunkten ist Teil des Problems. Halten Sie sich bitte selbst den Spiegel vor!

RE: Mimesis und Praxis | 13.12.2018 | 20:09

Es ist doch eher das Gesindel, welches in Form von "Beratern" in Ministerien und Lobbyisten in den Parlamenten vom Europaparlament bis zur Gemeindevertretung und auch indirekte Korruption die Demokratie zerstört. Und da das große Geld nicht im Osten sitzt, ist es wohl nicht ost- sondern westdeutsches Gesindel. "Wir werden uns(sic!) von diesem ostdeutschen(sic!) Gesindel..." Auch eine hässliche Form von Chauvinismus! Schuld sind immer die Anderen, Fremden, die, von denen man nichts oder wenig weiß.

RE: Das Ende des amerikanischen Jahrhunderts | 03.12.2018 | 21:54

"Natürlich haben sich US-Präsidenten selten gescheut, mit Diktatoren zu kooperieren." Natürlich. Was sonst. Macht man doch so. Und als gute USA-freundliche Zeitung findet man da -natürlich- auch nichts dabei. Die USA haben stets nach dem Prinzip gehandelt: Und willst Du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich dir den Schädel ein. "Warum sonst gibt es Allianzen mit mindestens 60 Nationen, die sich von der Macht der USA nicht bedroht fühlen?" Eben weil man sich nicht bedroht fühlrn will. Gladio lässt grüßen. Und die Napalm-Abwürfe in Vietnam sind ein flammender Aufruf, sich doch lieber freiwillig der Allianz mit den USA anzuschließen. Frei nach Göring hatten die USA stets den Leitspruch: "Wer ein Diktator ist, bestimme ich!"

Und die deutsche Antlantikbrücken-Presse hat da auch nie etwas dabei gefunden. Erst jetzt, wo Trump auf seine europäischen Lakaien pfeift, geht bei denen das Fracksausen um, weil sie um ihre Pfründe fürchten und ihnen die sanktionsfreie Orientierung fehlt.