lajam

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lajam
RE: Wer schützt meine Gefühle als Agnostiker? | 01.12.2012 | 05:00

Ich bin offen und ehrlich auch mit meinen Gefühlen.

Zunächst was mich hergeführt hat:

Ich habe eine muslimische fromme Frau kennengelernt. Ich bin selbst halbherzig katholisch erzogen worden. Ich kenne die Furcht vor Gott, habe aber im Lauf meines Lebens gelernt, dass er mein Freund ist und mich auch respektiert, wenn ich in meinen dunklen Tage bin. Aber wie den meisten Freunden, will ich ihnen nicht zu sehr zu last Fallen. In der Hinsicht habe ich Angst vor Nähe.

Je mehr ich diese Frau versucht habe zu verstehen, umso zorniger wurde ich über mich selbst und meinen negativen Gefühlen. Dies und ihre abweisende Haltung mir gegenüber entwickelte sich zu einen Teufelskreis, wie man so gerne sagt.

Auch wenn sie mich nie danach drängte oder es nur erwähnt hat, habe ich eigentlich schon früh erkannt, dass meine Konvertierung zum Islam ein Zusammensein unkompliziert machen würde. Zumindest auf ihrer Seite, denn was ich in Erfahrung gebracht habe über Islam in den arabischen Ländern, damit ist nicht zu Spaßen. Furcht ist ein wesentlicher Bestandteil unter den Menschen und wird ganz natürlich erfahren und hingenommen.

Nun habe ich erkannt was den Teufelskreis brechen könnte, aber zufrieden macht mich es nicht und deswegen habe meine Hoffnungen in den Agnostizismus gesetzt für eine Alternativlösung.

Meine Optionen im Überblick:

Mein Schicksal zu akzeptieren (nach den Lehren der Stoa z.B.), also zum Islam konvertieren

Mich von ihr abwenden auch wenn es ihr und mein Herz brechen wird.

Ihr weiterhin versuchen zu vermitteln, dass der Islam nicht unbedingt der wahrhaftige Weg ist, wie auch viele andere Religionen, was den Teufelskreis wahrscheinlich fortsetzen wird.

Wie schon vorher wurde Faust erwähnt, man kann das hier auch mit der Gretchenfrage vergleichen. Wie die meisten wissen handelt es sich hierbei um eine Tragödie.

Ich muss ehrlich sagen, dass das fliegende Spaghettimonster mich sehr aufgeheitert hat für ne Weile.

Ich bedanke mich generell für diesen Artikel und den Kommentaren und ich würde euch allen Liebe schenken, wenn ich Gott wäre, aber ihr wisst es besser bzw. wollt es nicht wahrhaben wollen so wie ich selbst.

Ich strebe nach Freiheit, aber will nicht nur die Einsamkeit ernten.

Ich sehe ein Problem unter den Agnostikern, was meine Hoffnung auf eine Alternativlösung ein wenig schwanken lässt. Sie sind zu sehr mit sich selbst und dem Rechthabenwollen im nicht Rechthabenkönnen beschäftigt, dass eine Diskussion komplizierter erscheint als unter den Weltreligionen selbst.

Auf eine individuelle innere, seelische, geistige oder psychische Lösung kann ich bei euch hoffen aber eine äußerliche scheint schwierig.

Dennoch auch wenn es nicht hierher passt und ich nicht auf eine Antwort hoffen kann werde ich Fragen was man eurer objektiven Ansicht nach machen kann um einen möglichst verlustfreien Kompromis zu erreichen.

Wie kann man einen überzeugten Menschen davon überzeugen, dass das nicht überzeugt sein besser, wahrscheinlich gewaltfreier und friedlicher ist.

Ihr könnt euch vielleicht vorstellen wie schwierig das Thema Sex im annäherenden ist. Hahaha. Ein Abenteuer sag ich euch nur darüber zu reden.

Nun denn ich wünsch euch Frieden, denn nur er ermöglicht euch sicher und frei eurem Geist freiem Lauf zu lassen. Vielleicht werdet ihr auch Mal etwas dazu beitragen!? Vielleicht tut ihr es sowieso!? n_n

Ich wünsch euch was. Sayonara Compadres.