röder

Schreiber 0 Leser 0
Avatar
RE: Der „Freitag“ im „Polizeiruf“ | 06.05.2010 | 05:15

angefangen hat alles mit dem "sonntag", den ich anfang der achtziger jahre als ein unentbehrliches wochenblatt für mich entdeckte und ihn geradezu verschlang. in dieser zeit bereitete ich mich auf ein studium an der rostocker schauspielschule vor. ich las theatertexte und den vorläufer des freitag. aus dem traum von der ostsee wurde nichts, weil ich meinen wehrersatzdienst erst mit 26 hätte antreten können und so zu alt für einen studenten gewesen wäre...... mitte der achtziger landete ich schliesslich in charlottenburg und konnte ohne auflagen meiner leidenschaft nachgehen. ich las wieder texte von autoren, die für die bühne schrieben, spielte sie, und einmal in der woche fuhr ich an den kiosk im unteren bahnsteig der friedrichstrasse , wo es sich so vertraut nach heimat anfühlte und kaufte der dame mit dem sächsischen dialekt den sonntag und zigaretten ab. später wurde der kiosk geschlossen , berlin war wieder eins und der freitag kam. und noch ein paar jahre später wird die szene im rostocker kommissariat auf einer dispo stehen.. in den drehpausen wollte ich den freitag auslesen, für den ich mich am abend zuvor entschieden hatte . also hatte ich das blatt immer bei mir , konnte es nicht mehr aus der hand legen. ...........