Leander Sukov

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RE: Tussiherrschaft | 09.02.2010 | 14:15

In Anbetracht der langen guten Tradition des Freitag, halte ich es für unangebracht, einen solchen Beitrag unredigiert stehen zu lassen. Nun habe ich gar nichts gegen boshafte Kritiken. Ich liebe sie vielmehr und schreibe sie auch gern. Allerdings soll man sich des Überschreitens der Grenze zur Schmähkritik tunlichst enthalten. Solche Kritik fällt auf den Autor zurück und natürlich auch auf das Medium. Dieses ist übrigens nicht "das Netz", sondern "der Freitag". Der relativierende Zusatz von "anscheinend" vor der "grausamen Tussi" entlarvt sich selbst als Ausflüchtelei. Es ist keine Relativierung gemeint, es handelt sich um eine Art von Atschi-Bätsch-Vorsicht.
Abgesehen davon ist es nicht die Aufgabe von Schriftstellern und Autoren aus dem Gebiet der ehemaligen DDR den Onkel Tom (in diesem Falle die Tante Tom) für die Erwartungshaltung des Westens und der Wossis (jener Spezies von Ex-DDRlern, die sich über die Maßen in Wessis verwandelt haben) zu spielen. Ihre literarische Arbeit unterliegt keinem anderen Schaffensziel als der Entsprechnung der eigenen Vorgaben. So wie bei allen anderen auch.
Ich würde mich freuen, wenn sich der Autor dieses Beitrages dazu aufraffen könnte, die Verbalinjurien zu elemieren. An seiner ganz verfehlten und sachlich unebenen Kritik am Hörspiel und an Daniela Danz mag er festhalten. Vom Freitag würde ich mir wünschen, dass er in eine ergebnisorientierte Diskussion mit dem Blogger eintreten würde.