Gefühlspolitik ohne Empathie: Wie Sahra Wagenknecht die Linke blockiert

Debatte Grenzen schließen, Gas-Hahn öffnen? Die Wagenknecht-Linke ist kälter als der drohende Frier-Winter. Eine Replik auf Christian Baron
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 42/2022

Energiekrise, Pandemie, Klimakatastrophe: Die warenproduzierende, wachstumsorientierte Wirtschaftsform zerstört Lebensgrundlagen, beutet Menschen und Umwelt aus, produziert hohe Renditen und grassierende Armut. Nicht neu, auch nicht, dass es darauf kaum eine politische, intellektuelle Antwort von Linken gibt. Die politische Mitte versucht, Krisen von Wirtschaft und Gesellschaft zu moderieren, Rechte präsentieren einfache Antworten, fordern Abschottung, militarisieren Verteilungskonflikte, wollen Elendsgrenzen bewehren. Etliche Linke sind davon nicht mehr weit entfernt.

Es gibt keine politische Partei, der man abnehmen könnte, eine emanzipatorische Alternative zum Kapitalismus glaubhaft zu vertreten – und in ein politisches System überführen zu wollen. Eine Per

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