Leo Hoffmann-Axthelm

Leo ist ICAN-Abrüstungslobbyist in Berlin und Brüssel. @leo_axt
Leo Hoffmann-Axthelm
RE: Aufgepasst: Ein Atomwaffen-verbot steht bevor | 14.12.2014 | 18:26

Vielen Dank für die Rüclmeldungen! Das Thema ist weitehrin nicht sehr präsent, aber à priori sollte allen Beteiligten klar sein, dass die deutschen niemals ein Atomwaffenverbot hintertreiben wollten. Das sollte auch die aktuelle Regierung schnellstmöglich realisieren.

Nachlesen kann man die deutsche Erklärung hier:

http://www.bmeia.gv.at/fileadmin/user_upload/Zentrale/Aussenpolitik/Abruestung/HINW14/Statements/HINW14_Statement_Germany.pdf

Der wichigste Paragraph: "We understand the growing impatience and frustration about the perceived standstill with regard to nuclear disarmament. But are there any realistic alternatives to the difficult path of further negotiations? Are there short-cuts to Global Zero? Theoretically yes. Practically and politically: no. There are question marks, if not concerns whether attempts at outlawing or delegitimizing nuclear weapons without including the States possessing them will really get us closer to the ultimate goal of a nuclear weapon free world."

RE: Der Sound der neuen deutschen Außenpolitik | 02.02.2014 | 16:48

Sehr schöner Artikel! Eine so fundamentale Wende in Ton und bald auch Tat deutscher Außenpolitik verdient natürlich eine Analyse dessen, wie konzertiert die Akteure in den vergangenen Tagen und Wochen den Boden bereitet haben. Ihnen ist klar: Das deutsche Volk ist das Haupthindernis gegen das Übernehmen von "Verantwortung" auf der internationalen Bühne. Dass sich Verantwortung nicht in erfolgreicher Diplomatie sondern in möglichst hohen Verteidigungsausgaben widerspiegelt, ist ja ohnehin Grundtenor des transatlantischen Dialogs. Das mit dem Sicherheitsratssitz wird trotzdem nicht klappen.

Aber was soll der Defaitismus: Vielleicht kann sich ein Deutschland, das außenpolitisch aktiver und selbstbewusster auftritt, auch wieder leisten, eigene Standpunkte zu verteidigen. Und nicht länger sämtliche außenpolitische Entscheidung einfach der Bündnistreue unterordnen.

RE: Ägyptens Walk-out im Atomwaffensperrvertrag | 07.05.2013 | 16:09

Lieber Hunter,

häufig mit derlei Vorwürfen konfrontiert, bemühe ich mich redlich um die Vermeidung von Anglizismen. Da wir auf Konferenzen ausschließlich auf Englisch arbeiten, ist das gar nicht so einfach; für den von Ihnen ironisierten Walk-out fällt mir zunächst in der Tat kein deutsches Pendant ein, vielleicht könnten Sie eines vorschlagen?

Im Parlamentarischen Betrieb nennt man das demonstrative Verlassen des Plenarsaals einen "Auszug". Dieser weit minder geläufige Begriff weckt bei mir Erinnerungen ans Kisten schleppen; nicht im politischen Betrieb involvierten dürfte er daher auch nicht weiterhelfen und hat im Titel somit nichts verloren.

Ich bin übrigens nicht der Meinung, dass man sich mit Anglizismen brüsten kann; verwende sie aber aus schierer Faulheit bei Weitem zu inflationär.

Vielen Dank für Ihr Feedback - der Autor höchstselbst

RE: Ägyptens Walk-out im Atomwaffensperrvertrag | 07.05.2013 | 16:09

Lieber Hunter,

häufig mit derlei Vorwürfen konfrontiert, bemühe ich mich redlich um die Vermeidung von Anglizismen. Da wir auf Konferenzen ausschließlich auf Englisch arbeiten, ist das gar nicht so einfach; für den von Ihnen ironisierten Walk-out fällt mir zunächst in der Tat kein deutsches Pendant ein, vielleicht könnten Sie eines vorschlagen?

Im Parlamentarischen Betrieb nennt man das demonstrative Verlassen des Plenarsaals einen "Auszug". Dieser weit minder geläufige Begriff weckt bei mir Erinnerungen ans Kisten schleppen; nicht im politischen Betrieb involvierten dürfte er daher auch nicht weiterhelfen und hat im Titel somit nichts verloren.

Ich bin übrigens nicht der Meinung, dass man sich mit Anglizismen brüsten kann; verwende sie aber aus schierer Faulheit bei Weitem zu inflationär.

Vielen Dank für Ihr Feedback - der Autor

RE: Historische Konferenz zur nuklearen Abrüstung | 12.03.2013 | 17:13

In der Tat!

Für die Modernisierung der B-61 "taktischen" Atomwaffen, die u.a. in Deutschland stationiert sind, geben die USA über die nächsten Jahre 10 Milliarden $ aus. Deutschland modernisiert die Tornado-Jets für 900 Millionen € (bis 2017), aber sobald die B-61 modernisiert wurden müssen sie aufs Neue angepasst werden. 2011 gaben die USA laut Global Zero 61,3 Milliarden Dollar für Atomwaffen aus. Weltweit warn 104 Milliarden (das reiche für Ernährung, Grundschule und sauberes Wasser für alle Kinder der Erde)...