„Alle Geschenke sind gekauft“

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Interview mit der Society-Expertin Fabienne Kakadé über Weihnachten, Dr. Oetker und Liebescomebacks in der Superstarszene

kulturstadt-hamburg.de: Frau Kakadé, was war gut im November?

Fabienne Kakadé: Der Regen hat mich davon abgehalten, ständig im viel zu großen Draußen umherzuirren. Das Drinnen ist mein Raum geworden, der Winterschlaf hat eher begonnen als in den letzten Jahren. Sogar der Winter schläft.

Was wird besser im Dezember?

Ich werde nicht in das Gewimmel der durchgedrehten Weihnachtsmänner und -frauen eintauchen: Alle Geschenke sind gekauft.

Was schenkt eine Kakadé?

Meine Tochter bekommt das „Back Dir deinen Traummann“-Set von Dr. Oetker. Mein Mann ein Kuscheltier, die Würgeente. Alle anderen bekommen mein neuestes Buch, das noch vor Weihnachten erscheint.

Mögen Sie etwas darüber erzählen?

Ich will nicht zu viel verraten, aber ich habe mich erweichen lassen, noch einmal das Thema der Liebescomebacks in der Superstarszene aufzugreifen. Gerade in der Vorweihnachtszeit eine hochaktuelle Angelegenheit.

Frau Kakadé, der Hamburger Senat hat entschieden, das Kulturbudget trotz des milliardenschweren Haushaltslochs nicht zu kürzen. Stattdessen werden die Tickets für den öffentlichen Personennahverkehr teurer und die KiTa-Gebühren angehoben. Eine gute Entscheidung?

Zum Teil. Ich meine, wer braucht schon die U-Bahn? U steht doch für Unterschicht. Was mich aber wirklich aufregt ist, dass Knöllchen teurer werden. Ich parke doch nicht woanders, nur weil ein völlig überbeliebter schwarzer Bürgermeister von Beust jahrelang schlecht gewirtschaftet hat!

Warum, glauben Sie, ist von Beust immer noch so beliebt?

Er hat diesen glasigen Hundeblick.

Frau Kakadé, ein abschließendes Wort zum Advent?

Ich habe mit Medwedew telefoniert, der möchte seine Schwester grüßen.
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Interview: Walter Pappmann, Redaktion kulturstadt-hamburg.de

09:01 08.12.2009
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Geschrieben von

leolli

Immer einen Schritt zu schnell, immer eine Zeile zu viel. Darüber hinaus zahlender Kunde der Leuphana Universität und trotzdem gar nicht elitär.
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