lerche

Resentment is like drinking poison and waiting for the other person to die.
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RE: Eventuell Sexismus. | 31.01.2013 | 18:28

http://www.ran.de/de/fussball/bundesliga/1301/Bilder/format/guardiola-1000_485x364.jpg

Dieser Herr passt aber bestimmt bestens ins weiblich-heterosexuelle Attraktivitätsraster: reich, sehr ansprechendes Äußeres und dieses gewisse Etwas eben.

Der neue Trainer des FC Bayern liebt Immanuel Kant, Herrmann Hesse und den Fußball als Schachspiel auf grünem Rasen.

Frauen finden den 42-Jährigen mit den Rehaugen einfach nur attraktiv und charmant.;-)

http://www.zeit.de/2013/05/FC-Bayern-Trainer-Pep-Guardiola

RE: Beschneidung: Das Volk und seine „Vertreter“ | 29.12.2012 | 15:24

Mich befremdet u.a. das redaktionelle Ansinnen, sexualisierte Gewalt gegen Kinder, FGM und Zirkumzision in einen Topf zu werfen und kräftig umzurühren.

Mich befremdet etwas ganz anderes: Wie kann man/frau FGM und rituelle Zirkumzision und sexualisierte Gewalt denn nicht mit einander in Verbindung bringen?

Sowohl bei der FGM als auch bei der Zirkumzision werden doch jeweils die Genitalien zurechtgestutzt und das hat selbstverständlich auch einen Einfluss auf die Sexualität der Betroffenen. Der nicht zu übersehende Unterschied besteht doch nur darin, dass die FGM eine viel drastischere, brutalere Maßnahme als die Zirkumzision ist, weshalb sich natürlich auch zuerst dagegen Widerstände formiert haben.

Außerdem wird ja nicht dafür plädiert, dass die rituelle Beschneidung insgesamt verboten werden soll, sondern es sollen nur die entscheidungsunmündigen Kinder davor geschützt werden. Immerhin ist eine religiöse Erziehung auch ohne Beschneidung möglich.

RE: Falsche Gründe gegen die Homo-Ehe | 14.12.2012 | 10:55

Ihre homophoben Verlautbarungen werden ja immer peinlicher. Könnte ich es nicht Schwarz auf Weiß auf meinem Bildschirm lesen, würde ich es nicht glauben, dass noch immer solch krude Ideen im Lande herumgeistern.

Da Sie aber tatsächlich nicht die leiseste Ahnung davon zu haben scheinen, dass sich auch die Heteros nur "von ihren Neigungen leiten lassen", empfehle ich Ihnen dringend sich den folgenden Artikel zu Gemüte zu führen:

http://www.welt.de/wissenschaft/article111946147/Forscher-erklaeren-Mysterium-der-Homosexualitaet.html

RE: Falsche Gründe gegen die Homo-Ehe | 13.12.2012 | 19:08

ich bin nicht für die Abschaffung des Ehegattensplittings, sondern für die Bedingung, diese nur zu gewähren, wenn es tatsächlich Kinder gibt, wenn das noch nicht klar geworden ist.

Nö, das ist wirklich nicht so ganz klar geworden.

Für mich klang es eher so, als wenn du vor allem dagegen wärst, dass der Staat Eheschließungen steuerlich begünstigt, was ja genau dem Tenor des von mir verlinkten Artikels entspricht. Deshalb konnte ich deinem vorletzten Kommentar nicht so ganz folgen.

Ich gebe dir aber Recht - die Ehe ist ein alter Zopf. Wer aus romantischen Gründen heiraten will, der soll das tun, aber steuerlich gefördert werden, braucht eine solch private Entscheidung wirklich nicht mehr.

Ein kinderbezogenes Splitting hielte ich auch für zweckmäßiger, weil wirklich nur diejenigen steuerlich begünstigt würden, die für Nachwuchs sorgen. Ob sich deswegen etwas an der traditionellen Haupt- und Zuverdienerkonstellation ändern würde, halte ich aber für fraglich, denn egal ob verheiratet oder nicht, Kinder machen eine Menge Zusatzarbeit, besonders in der Baby- und Kleinkindphase, wo man außerdem nahezu permanent unter Schlafmangel leidet. Deshalb ist es wohl in den wenigsten Fällen möglich, dass beide Elternteile einem Vollzeitjob nachgehen können. Das bleibt wohl nur wenigen privilegierten Berufsgruppen, vorwiegend den Beschäftigten im öffentlichen Dienst, vorbehalten.

RE: Falsche Gründe gegen die Homo-Ehe | 12.12.2012 | 07:42

Hä? – Worauf bezieht sich denn jetzt diese Schlussfolgerung? – Auf meinen letzten Kommentar sicher nicht und falls doch, dann haben Sie den komplett fehlinterpretiert.

PS: Ich bitte nachträglich noch um Entschuldigung für meinen Freud’schen Versprecher oben: unverheiratete Ehepaare – musste selbst herzlich darüber lachen :)))

RE: Falsche Gründe gegen die Homo-Ehe | 11.12.2012 | 07:30

„Gut, ich beuge mich den Statistiken. Aber mit einem Rest von Zweifel, denn es heißt ja noch nicht, dass 90% der deutschen Kinder mit verheirateten Eltern aufwachsen...“

Nein das heißt es wirklich nicht. Dass über 90 % der Ehepaare Kinder haben, bedeutet lediglich, dass das Ehegattensplitting in erster Linie traditionellen Familien zugute kommt und nicht etwa den kinderlosen Ehepaaren. Allerdings gehen unverheiratete Ehepaare mit Kindern und Alleinerziehende völlig leer aus.

Derzeit wachsen anscheinend etwa 76% aller Kinder in Deutschland in der traditionellen Familienkonstellation auf.

http://www.frauenunion.de/meldungen-von-2011/1253-ehegattensplitting.html

Es wäre nicht nur interessant zu sehen, wie viele Ehen tatsächlich noch geschlossen werden würden, wenn es kein Ehesplitting mehr gäbe, sondern auch wie sich unter dieser Bedingung die Geburtenrate in Deutschland langfristig entwickeln würde.

Hier noch eine ganz andere sehr interessante Perspektive auf das Ehegattensplitting, die Ehe und die Romantik des Heiratens:

http://www.zeit.de/2012/06/Staat-gegen-Liebe

RE: Falsche Gründe gegen die Homo-Ehe | 10.12.2012 | 10:56

Dass über 90 % der Verheirateten Kinder haben, sagt das ja nichts darüber aus, dass die Zahl der unehelich geborenen Kinder neuerdings zugenommen hat.

Ich wollte damit nur darauf hinweisen, dass vor allem Familien vom Ehegattensplitting profitieren und eben nicht - wie du oben nahe gelegt hast– die kinderlosen Ehepaare, denn von denen gibt es gar nicht so viele. Und wenn, dann sind wohl eher beide voll erwerbstätig und verdienen gleich viel, womit sie vom Ehegattensplitting nicht profitieren.

„In der Masse fallen diese Ehen jedoch kaum ins Gewicht, da mehr als 90 Prozent der Ehen, die das Splitting in Anspruch nehmen, mittlere Einkommen und Kinder haben. Eine Reform würde deshalb breite Bevölkerungsschichten treffen. Zudem träfe es in Westdeutschland eine ganze Generation von Ehepartnern, deren Kinder jetzt zwar aus dem Haus sind, in denen die Ehefrau aber noch immer nicht arbeitet, weil sie nach Jahren der Kinderbetreuung keine adäquate Arbeit findet.“

http://www.tagesspiegel.de/politik/vorteil-ehe-spd-will-ehegattensplitting-abschaffen/6988580.html

Auch vom statistischen Bundesamt wird bestätigt, dass Ehen vorwiegend deshalb geschlossen werden, um Familien zu gründen und nicht wie du anscheinend meinst, wegen der steuerlichen Vorteile.

https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressekonferenzen/2009/Kinderlosigkeit/begleitheft_Kinderlosigkeit.pdf?__blob=publicationFile

Frauen mit Partner – insbesondere Ehefrauen –haben öfter Kinder

Der richtige Partner fehlt.“ – in vielen Umfragen ist das eine der am häufigsten genannten Antworten von Frauen, die nach den Gründen für ihre Kinderlosigkeit gefragt werden. Erst danach folgen meist finanzielle oder berufliche Gründe. Die Ergebnisse des Mikrozensus unterstreichen ebenfalls die Bedeutung des Partners, insbesondere des Ehepartners.

Mit 67 % waren die Ehefrauen deutlich in der Mehrheit. Gleichzeitig bringen sie am häufigsten Kinder zur Welt. 2008 waren 91 % der 40- bis 75-jährigen Ehefrauen Mütter.

Du schriebst:

Ein tödlicher Kreislauf, aber der sicher nicht dahin führt, dass man, sobald die Kinder aus dem Gröbsten raus sind, ernsthaft eine Vollzeitstelle sucht - die Bequemlichkeit wird gefördert vom Staat, also gehen auch Frauen mit großen Kindern nur in Jobs, die ihnen persönliche Entfaltung bringen und Zeit für Hobbies lässt.

Ich würde nicht unbedingt die Bequemlichkeit als Hauptgrund sehen, dass Frauen sich keinen verantwortungsvollen Vollzeitjob suchen, nachdem die Kinder „aus dem Gröbsten raus sind“. Ein großes Problem ist doch schon, dass immer weniger Vollzeitstellen angeboten werden und die Bewerberzahlen für diese zwangsläufig sehr hoch sind. Mittlerweile werden doch vor allem befristete Teilzeit- und Minijobs angeboten.

Gut Qualifizierte können sich es deshalb immer weniger leisten länger aus dem Beruf auszusteigen. Die Entwicklungen in manchen Branchen sind ja teilweise so rasant, dass ein Wiedereinstieg kaum mehr möglich ist –z.B. im der IT-Bereich.

„Die Frauen, die sich Zeit lassen und sich auf dem Gehalt ihres Mannes ausruhen kenn ich nur allzugut…“

Wie meinst du das denn? – Du hast doch hoffentlich keine Vorurteile? ;-)

RE: Falsche Gründe gegen die Homo-Ehe | 09.12.2012 | 22:41

Nun ja, ich denke das sind eher ein paar Ausnahmen.

Die meisten Ehepaare (mehr als 90 Prozent), die vom Splitting profitieren, haben nun mal Kinder.

Also viel Lärm um nichts, was den Ungerechtigkeitsaspekt anbelangt.

Zu deinem ersten Fall:

Frauen, die über lange Zeit hauptberuflich Hausfrau und Mutter waren, haben ja kaum mehr eine Chance auf dem Arbeitsmarkt. Von daher finde ich die Konstellation mehr als nachvollziehbar und überhaupt nicht besonders ungerecht.

Zum 2. Fall:

Auf so etwas lässt sich doch wohl nur jemand ein, der oder die kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat, so dass ich auch das nicht wirklich ungerecht finden kann. Als Langzeitarbeitslose z.B. kämen die der Gesellschaft weitaus teurer zu stehen.

Von ungerecht würde ich allenfalls in den Fällen sprechen, wo ein Super-Gutverdiener durch das Ehegattensplitting Tausende Euros pro Jahr an Steuern spart. Aber mal Hand auf’s Herz, wie viele gibt’s denn wohl von denen?

Nein. Ich sähe das Ehegattensplitting, wie bereits erwähnt, aus rein ideologischen Gründen gerne abgeschafft, denn es fördert das traditionelle Haupternährer-Zuverdiener Modell, was zu finanziellen Abhängigkeiten führt.

RE: Falsche Gründe gegen die Homo-Ehe | 09.12.2012 | 16:33

„Aus meinem direkten Umfeld kann ich dir Dutzende von Gegenbeispielen nennen, die ich für ungerecht halte.“

Die Gegenbeispiele würden mich ja echt mal interessieren.

Das Einzige, was aus meiner Sicht wirklich gegen das Ehegattensplitting spricht, ist, dass es konservative Lebensmodelle unterstützt und somit fördert. Und das ist schon ein sehr triftiger Grund, es endlich abzuschaffen.

RE: „Ich fühle mich wie 40“ | 06.12.2012 | 14:15

Meine feministische Wahrheit eben...

Die Hauptsache ist, Sie glauben feste dran und werden glücklich damit ... ;-)