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innen Distanz und außen Mimikry ...
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RE: „Zu wenig Demokratie“ | 10.01.2020 | 15:09

Das "immer weiter so" werden schon die Klimaapologeten übernehmen, einfach mal immer weiter machen, ohne die geringste Ahnung, ob irgendeine der sofort unmittelbar notwendigen Maßnahmen auch nur das geringste mit dem Problem zu tun haben.

RE: 52 Geiseln gleich 52 Ziele | 10.01.2020 | 14:56

Eigentlich ist es doch recht vernünftig, gezielt ein paar wenige Personen zu töten, wenn dadurch ein Krieg vernindert wird, der tausende oder millionen Menschenleben kostet. Wieviele Menschen hätten nicht sterben müssen, wenn auch nur eines der Hitlerattentate gelungen wäre? Oder ist es unsere moralische Pflicht, auch gegen die zu sein?

Natürlich wird die Frage, wer da getötet werden muss, von den gegnerischen Seiten unterschiedlich beantwortet. An Trumps Stelle wäre ich daher in nächster Zeit ein bisschen vorsichtig, außerhalb des Weißen Hauses.

RE: „Zu wenig Demokratie“ | 10.01.2020 | 14:44

Wie oft ist das in der Erdgeschichte schon passiert? Oft. Ganz ohne Menschen.

Was unsere Klimaapologeten eigentlich wollen, ohne es zu wissen, ist, dass ein dynamisches System, das Klima, in einem ihnen genehmen statischen Zustand verharrt.

RE: Eine falsche Dualität | 10.01.2020 | 13:23

Wie sind im Iran die Mehrheitsverhältnisse zwischen Progressiven und Traditionalisten/Konservativen?

RE: „Zu wenig Demokratie“ | 10.01.2020 | 13:18

In jedem Fall scheitern wird allerdings eine Methode, bei der Kinder mit Unterstützung von genauso ahnungslosen Journalisten Wissenschaftlern diktieren, wie die Ergebnisse von deren Arbeit auszufallen haben.

RE: „Zu wenig Demokratie“ | 10.01.2020 | 09:55

Der wissenschaftliche Konsens ist nicht annähernd so groß wie hier dargestellt; lediglich die Mittel, die eingesetzt werden, um unliebsame wissenschaftliche Stimmen zum Schweigen zu bringen, wurden und werden zunehmend effektiver.

RE: Auf der Galeere | 10.01.2020 | 09:09

"ich ich Ihnen genannt habe" muss natürlich heißen "die ich Ihnen genannt habe"

RE: Auf der Galeere | 10.01.2020 | 09:07

Beobachten - wahrnehmen - können Sie Sachverhalte, die in Reichweite Ihrer Sinneswahrnehmungen und in der Gegenwart stattfinden. Was darüber hinausgeht, sind keine Wahrnehmungen, sondern Vertrauen auf Berichte.

||| Wo löst sie sich denn ? |||

Überall außerhalb der Reichweite Ihrer Primärwahrnehmung.

||| Wo müsste sie sich lösen ? |||

Muss sie sich lösen? Das ist doch gerade das Problem, das ich thematisieren. Warum gehen Sie nicht auf die Beispiele ein, ich ich Ihnen genannt habe?

||| Empirie, Evidenz, also belegtes Wissen, historische Fakten oder Quellen, die niemand bestreitet kann |||

Es geht nicht um Bestreiten um des Bestreitens willens, sondern um die grundsätzliche Begrenztheit unserer Primärwahnehmung. Es gibt Gründe, bestimmten Berichten zu vertrauen und Gründe, bestimmten Berichten nicht zu vertrauen. Aber alles, jeder Ort, jedes Ereignis, an dem und bei dem Sie nicht selbst persönlich anwesend sind oder waren, sind nicht Gegenstand Ihrer Wahrnehmung. Sie sind/waren vielleicht Gegenstand der Wahrnehmung anderer Personen, und vielleicht sind darunter solche, denen Sie vertrauen. Das Problem stellt sich in der Frage, anhand welcher Kriterien wir entscheiden, welchen Berichten vertraut werden kann und welchen nicht. Aus eigener Anschauung können wir nur den geringsten Teil aller Informationen prüfen, das geht bei den meisten Menschen weder zeitlich noch vom logistischen Aufwand her. Es nützt uns damit auch nichts, dass viele dieser Aussagen überprüfbar sind, weil wir sie eben nicht überprüfen, sondern es beim Vertrauen belassen.

Wir schwimmen in einem Meer aus Vertrauen in Berichte und Aussagen, demgegenüber der See der Fakten, für die wir uns persönlich verbürgen können, verschwindend klein ist.

Sie sprechen beispielsweise von Herrschaftsideologie. Zeigen Sie mir bitte Herrschaftsideologie. Sie können mir einen Baum zeigen, ein Auto, einen Menschen, den Mond, whatever. Aber Sie können nirgendwo mit dem Finger hindeuten und sagen "Schau, da läuft eine Herrschaftsideologie über die Straße." Herrschaftsideologie ist eine Interpretation über eine große Menge von Handlungsmustern, deren Zugehörigkeit, Zusammengehörigkeit und Zusammenfassbarkeit in jedenm einzelnen Fall eines Muster bestritten werden kann. Ich spreche gar nicht davon, dass dieses Konzept deswegen unwichtig wäre, lediglich davon, dass wir hier NICHT über Wahrnehmungen reden. Und das gilt für viele derartige Begriffe und somit auch für davon abgeleitete Auffassungen über das Sosein der Wirklichkeit.

RE: Auf der Galeere | 09.01.2020 | 15:23

||| Ist das nicht nur Ihre Interpretation? |||

Da Sie und ich auf Grundlage unterschiedlicher Perspektiven und unterschiedlicher Interpretationshintergründe argumentieren, ist darüber keine objektive Entscheidung möglich. Wenn Sie nichts damit anfangen können, ignorieren Sie es einfach^^

||| Der Fakt, dass es reichlich Belege zur Wahrnehmung "sachlicher Aspekte" des Realen gibt, spricht für sich, ist selbst ein "sachlicher Aspekt". |||

Das gibt Ihre Auffassung wieder. Wenn ich meine Argumentation richtig verstehe, fasse ich den Gehalt der zitierten Aussage als zentralen Aspekt vieler neuerer Probleme auf, da die damit verknüpften Wahrnehmungen in vielen Fällen nicht mehr "einfach" sind. Ihr Blick aufs Thermometer gehört zu der Kategorie einfacher Wahrnehmungen, eine Aussage wie "draußen hat es 28 ºC" ist objektivierbar. Eine Aussage wie "die für die Jahreszeit ungewöhnlichen 28 ºC sind ein Indiz für den menschengemachten Klimawandel" ist nicht objektivierbar, da weder verifizierbar noch falsifizierbar. Sie ignorieren mit Ihrer Argumentation den Umstand, dass ich mich auf die Wahrnehmung komplexer Phänomene beziehe

Ich kann also sehr wohl argumentieren, dass die Wahrnehmung des Realen ein Problem ist, sobald sich dieses Reale von einfacher Objekthaftigkeit löst. Schon eine Aussage wie "sie liebt mich" ist schon nicht mehr aus objektiver Wahrnehmung ableitbar, weil selbst dann, wenn sie Sie zum Wahnsinnigwerden liebt, werden sich Aspekte beobachten lassen, die dem widersprechen. Diesen ganzen Zweig Ihren Grundauffassungen widersprechender Beobachtungsdaten lassen Sie einfach unter den Tisch fallen. Tut man das, ist die Welt freilich ein Beleg für die Konsistenz einer Theorie. Leider erfordert es aber das, was man aus dem religiösen Bereich als sacrificium intellectus kennt (dessen Notwendigkeit von religiösen Menschen mit Inbrunst bestritten wird).

RE: Stimmt ja: #MeToo-Revolution | 09.01.2020 | 14:35

Ein Text, der dankenswerterweise erst gar nicht mehr so tut, als würde er argumentieren, sondern unmittelbar darlegt, dass es nur um die Immunisierung der darin angelegten Sichtweise geht. Mal sehen, was Frau Koester einfällt, wenn Weinstein freigesprochen wird.