Salman Rushdie präsentiert sein Buch „Knife“: Triumph des Scherzes

Überleben In Berlin stellte Salman Rushdie sein Buch „Knife“ über das Attentat auf ihn vor. Souverän, ohne jede Larmoyanz und mit so fein dosiertem Humor, dass man es kaum glauben mag
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 21/2024
Feiert sein Überleben trotz bleibender Schäden: Salman Rushdie bei einer Buchpremierenparty in Manhattan im April
Feiert sein Überleben trotz bleibender Schäden: Salman Rushdie bei einer Buchpremierenparty in Manhattan im April

Foto: Amir Hamja/ New York Times

Salman Rushdie beginnt mit einem Scherz. Als der minutenlange Applaus, mit dem der Schriftsteller im Deutschen Theater in Berlin begrüßt wird, verklungen ist, bedankt er sich und fügt hinzu, er könne zwar nichts sehen, aber er nehme an, da sei Publikum. Und der Ton für den Abend ist gesetzt: Die strengen Sicherheitsvorkehrungen – Pass- und Taschenkontrolle, Männer mit verkabelten Ohren an jeder Türe – lächelt und witzelt Rushdie in den nächsten eineinhalb Stunden einfach weg.

Rushdie ist gekommen, um zu tun, was ein Schriftsteller eben so tut: ein Buch vorstellen. Indes, es ist kein gewöhnliches Buch: Knife – Gedanken nach einem Mordversuch ist Salman Rushdies Auseinandersetzung mit jenem fürchterlichen Ereignis, das s