Wahlsieg mit Auflagen

Frankreich Nach dem Wahlsieg von Emmanuel Macron herrscht vielerorts Erleichterung. Doch die Herausforderungen, vor denen der junge Präsident steht, sind nicht kleiner geworden
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Frankreichs amtierender Präsident François Hollande (r.) und sein Nachfolger Emmanuel Macron (l.) bei den Feierlichkeiten zum 8. Mai
Frankreichs amtierender Präsident François Hollande (r.) und sein Nachfolger Emmanuel Macron (l.) bei den Feierlichkeiten zum 8. Mai

Foto: STEPHANE DE SAULTIN/AFP/Getty Images

Welch Symbolik: gestern Abend der Sieg gegen den faschistoiden Front National (FN), heute begeht Emmanuel Macron mit Noch-Amtsinhaber François Hollande die Siegesfeiern des 8. Mai. Und auch jenseits des geschichtsträchtigen Anlasses hat Macron derzeit Grund zu feiern: Im vergangenen Sommer wurde er noch belächelt, am Sonntag wird er der achte Präsident der Fünften Republik. Damals galt er als schriller Emporkömmling, als „chouchou“ der Bourgeoisie, keinesfalls als ernstzunehmender Kandidat. Weniger als ein Jahr später stilisiert man ihn zum Retter der freien Welt.

Man kann es nun rauf und runter lesen: wie jung er ist (das jüngste gewählte Staatsoberhaupt Frankreichs, das viertjüngste derzeit auf der Welt!), wie dynamisch er ist