Karl_lichtenberg

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RE: Sarrazin hetzt | 29.08.2010 | 18:17

Thilo Sarrazin ist Rassist.
Seine dezidiert ausgeführte Meinung, Ausländer aus dem Nahen Osten verderben gesundes deutsches Erbgut ist natürlich völliger Humbug.
Die ganze genetische Diskussion, dass Gerede von Veranlagung und von der durch Vererbung festgelegter Eigenschaften, erst recht „deutscher“ Eigenschaften dient nur einer Politik, die die Herrschaft einer „Deutschen Elite“ sichern soll: Macht, Einfluss und Geld.

Dummerweise ist Sarazin kein neurotischer Einzeltäter, sondern er steht in der Tradition eines Teiles der sich selbst so definierenden Deutschen Elite. Die hat für die Sicherung ihres Herrschaftsanspruches die Zurückdrängung des aus ihrer Sicht unwerten Lebens nie ganz aufgegeben.
Sarazin bedient mit seinen Thesen die Legitimation der rechten Schläger, die Schwarze und Braune aufgrund ihres Aussehens – nicht ihrer vorhandenen oder nicht vorhandenen Intelligenz – zusammenschlagen. Die Schläger braucht man, sie tun das, was die Schlipsträger sich nicht trauen: Sie schlagen drauf.
Die Schlipsträger brauchen die feinere Art der Herrschaftssicherung und Zurückweisung von ihnen nicht genehmen Menschen. Argumente. Ausländerkriminalität, Mangelhafte Schulabschlüsse, muslimische Glaubensrituale, Moscheen statt christlicher Kirchen, deutschen Kulturverlust.
Insbesondere letzteres Argument.
Sarazin ist ein rassistischer Steigbügelhalter für die, die eine Aussonderungs-, eine Ausrottungspolitik etablieren wollen.
Das hatten wir schon einmal.
Ich will einen Rassisten deutschen Blutes zitieren, keinen Hitler-Faschisten, sondern einen mit gutem Deutschen Blut, Gottfried Benn.
Gottfried Benn schrieb u.a. 1933 in seinem Aufsatz: „Geist und Seele künftiger Geschlechter“ (Die Woche 38; 23.9.1933) „Das diese Reinigung des Deutschen Volkskörpers nicht nur aus Gründen der Rasseertüchtigung, sondern auch aus volkswirtschaftlichen Gründen erfolgen muss, wird einem klar, wenn man hört, dass in Deutschland die an sich viel zu geringe Kinderzahl heute nur von den Schwachsinnigen erreicht wird, diese aber überschreiten den Durchschnitt sogar um 64 % und ihr meist auch wieder schwachsinniger Nachwuchs kostet dem Staat enorme Summen: Wenn nämlich der staatliche Aufwand für ein normales Kind jährlich etwa hundertzwanzig Mark beträgt, so für ein schwachsinniges Hilfsschulkind zweihundertfünfzig Mark, für einen idiotischen Anstaltszögling neunhundert Mark.“
Und weiter im gleichen Artikel: „ Verhältnismäßig einfach liegt bei dem Züchtungsproblem die Frage, wovon sich das Volk entlasten muss…Dies Problem wird ja heute international sehr viel diskutiert…Was Deutschland angeht, hält Lenz, ein grundlegender Forscher über diese Dinge, 10 %% Sterilisierungen jeder Generation für eugenisch richtig. Grotjahn schätzt den Anteil Untüchtiger, also auszuscheidender Volksgenossen, noch weit höher ein, nämlich fast auf ein Drittel.“
Herr Sarazin ist Rassist. Herr Sarazin war auch Finanzdezernent. Nach seinem herbeigesehnten Zuwanderungsstopp der braunhäutigen aus dem Nahen Osten sind die alkohol- und zigarettenabhängigen Hartz IV-Empfänger dran. Damit schließt sich sein Ideen- und politischer Handlungskreis.
Die FAZ schreibt am 26.8., dass es keine gute Idee ist, den Bundesbank-Vorstand und SPD´ler als Testfall für die öffentliche Meinungsfreiheit in Deutschland zu nehmen. Ich meine: Doch. Und zwar in dem Sinn, dass Stopp gesagt wird. Diese Person des öffentlichen Lebens gehört von der Öffentlichkeit gestoppt.
Raus aus der SPD; raus aus dem Vorstand der Deutschen Bundesbank. Keine Mehrheit für rassistische Politik.

Karl Lichtenberg, Köln