RE: Hoffen auf Macht | 26.11.2015 | 18:46

Schon verstanden, Herr Jäger. Wer nicht Ihrer oder Magdas Meinung ist, kann nur ein Wichtigtuer sein, der nichts begreift.

Das ist eine gute Gelegenheit, mich vom Freitag zu verabschieden. Ich habe von der Selbstherrlichkeit der FC-Platzhirsche gründlich die Nase voll.

RE: Frage oder Feststellung? | 24.11.2015 | 16:24

Werte Magda,

mir fällt wieder mal auf, dass Sie und ich die gleichen Bücher lesen, obwohl deren Auflage nicht besonders groß ist.

Ob das jetzt für oder gegen die Autoren spricht, weiß ich allerdings auch nicht.

RE: Ein noch immer gültiger Appell | 23.11.2015 | 23:11

Das Buch von Bourdieu ist äußerst lesenswert, auch weil er die "männliche Herrschaft" als paradigmatisch für Herrschaft im Allgemeinen darstellt, die sich gerade auch als symbolische Herrschaft zeigt.

Immer interessant sind die unbewussten, von den Beherrschten verinnerlichten Herrschaftseffekte (bspw. wenn Frauen keinen Mann wollen, der kleiner ist als sie). Dadurch, dass die Frauen selbst die Welt mit dem männlichen Blick sehen, der sich stets als der allgemeine ausgibt, tragen sie zur Aufrechterhaltung der Herrschaft der Männer bei.

RE: Ist Krieg die wahre Kapitulation? | 23.11.2015 | 11:35

Aus welchem Grund wird das Scheitern des sogenannten “War On Terror” nicht offen artikuliert?

Auf die Gefahr hin, als Verschwörungstheoretiker eingestuft zu werden: Möglicherweise wollen einflussreiche Leute in den USA und in Europa genau diesen Krieg.

Die "Bösen", die Krieg, Terror und Hass als Lebensmaxime verinnerlicht haben, sitzen eben nicht nur in den Reihen des IS, sondern auch in westlichen Regierungen, Thinktanks und Organisationen.

Vom Krieg und vom Terror leben viele, gerade auch in den Staaten, die sich als Kämpfer gegen den Terror gerieren.

RE: Endlich frei, gleich, solidarisch | 23.11.2015 | 09:23

Wie andere vor ihm übertreibt er die Rolle des Glaubens an eine Gesetzmäßigkeit, die der geschichtlichen Entwicklung zugrunde liegen soll, im Marx’schen Werk.

Das liegt möglicherweise daran, dass Honneth mehr noch als dem Werk von Marx den Schriften Hegels zugetan ist, was zum Beispiel in seinem Buch "Das Recht der Freiheit" deutlich zu sehen ist.

Eine luzide "Großerzählung" über den heutigen Kapitalismus und möglicher Alternativen ist weit und breit nicht in Sicht. Ob dies an der mangelnden Fassbarkeit des Gegenstands oder am Unvermögen (nicht abwertend gemeint) der schreibenden bzw. geisteswissenschaftlichen Zunft liegt?

Nichtsdestotrotz schätze ich Honneth als Autor, der besonders eindrücklich die sozialen Pathologien unserer Gesellschaft aufzeigt.

RE: Ein noch immer gültiger Appell | 21.11.2015 | 11:55

Aber wichtiger als all das: Was fangen wir denn nun mit der Einsicht, dass Männer statistisch zu mehr Aggressionen neigen, an?

Genau das ist der Punkt. Wobei hier - um einen vielleicht etwas geschmacklosen Vergleich zu bemühen - das Gleiche gilt, wie bei der Pädophilie: Nicht die Neigung verursacht Leid, sondern das Ausleben derselben.

Kein Politiker kann die Neigungen und psychischen oder biologischen Dispositionen von Menschen ändern. Aber er kann durch entsprechende Maßnahmen dazu beitragen, dass Menschen nicht das tun, was sie gerne möchten, wenn sie anderen damit schaden.

Beim Umgang mit Kindern scheint uns das ganz selbstverständlich und dass Kinder ein höheres Aggressionspotiental haben als Erwachsene, veranlasst uns nicht zu ewigen Klagen über die Schlechtigkeit der Kinder, sondern zu Versuchen, der Aggressivität Einhalt zu gebieten oder sie in ungefährliche Bahnen zu lenken.

RE: Ein noch immer gültiger Appell | 21.11.2015 | 09:09

Es gibt schöne Fotos von Sarah Palin mit Tochter auf der Jagd. Aber wahrscheinlich machen das die Frauen nur zum Eigenbedarf, weil der Kühlschrank gerade leer ist.

https://my2bucks.files.wordpress.com/2008/09/palin-daughter-and-caribou.jpg

RE: Ein noch immer gültiger Appell | 20.11.2015 | 18:29

Es gibt eine einfache Konstante, die ich die biologische nennen möchte: Frauen stehen eben für das Leben.

Und Männer nicht? Das ist absurd - Mann und Frau stehen gemeinsam für das Leben. Sie haben offenbar ein etwas verklärtes Frauenbild. Ich mag Frauen ja gerne, aber es gibt keinen Anlass, sie zu Lichtgestalten zu idealisieren. Wenn Hillary Clinton neue US-Präsidentin werden sollte, wird deswegen nicht der Weltfrieden einkehren. Wer glaubt denn wirklich, dass wir in einer weniger gewalttätigen Welt leben würden, wenn alle Staatschefs und Wirtschaftsführer weiblich wären?

RE: Ein noch immer gültiger Appell | 20.11.2015 | 16:22

Damit nicht gleich zu Beginn Missverständnisse entstehen, noch eine Ergänzung zu meinem Kommentar:

Ich denke tatsächlich nicht, dass wir in einer männlichen Gesellschaft leben. Aber mir ist bewusst, dass in den meisten Kulturen, und auch in unserer, Männer herrschen. Das mag nach Spitzfindigkeit aussehen, aber es ist für mich ein entscheidender Unterschied.

Um beim Beispiel von oben zu bleiben - Gewalt üben auch Frauen im Straßenverkehr aus, aber deswegen herrschen sie noch nicht.

Eine andere Frage ist, welche Eigenschaften (und warum) überhaupt als männlich gelten und wie sich das (und wiederum warum) ändert.

RE: Ein noch immer gültiger Appell | 20.11.2015 | 15:39

Ich verstehe nicht, was Sie mit dem Beitrag eigentlich sagen wollen.

Zum Zitat:

"Diese latent-strukturelle Gewalt tritt im Alltag zutage im Autofahrer, der wütend einen Fußgänger schneidet, dem beim Überqueren der Kreuzung die Ampel auf Rot umgesprungen ist.

Dieses Verhalten ist bei (jungen) Frauen ebenso anzutreffen. Meine Frau fährt bspw. deutlich aggressiver als ich, was sie auch selbst einräumt.

Der Fehler des Beitrags liegt meines Erachtens schon in der Behauptung, dass wir in einer männlichen Gesellschaft leben. Da werden einfach alle unerfreulichen Eigenschaften von Menschen zu männlichen Eigenschaften erklärt und schon ist die Wurzel allen Übels gefunden. So einfach kann die Welt sein.