RE: Hauptsache, es knallt! | 20.05.2012 | 14:13

ich fand den gegenstand "jünger" in diesem fall interessant, weil man an ihm zeigen kann, dass der drogen- und bewusstseins-idealismus quatsch ist und die versöhnung mit der welt eben nicht alleine in sich selbst vollzogen werden kann.

bei interesse: zum durchaus kritischen potential von rauschzuständen gibt es hier ein interessantes gespräch mit daniel kulla zu seinem kommenden buch "leben im rausch": www.freie-radios.net/48269

RE: Hauptsache, es knallt! | 20.05.2012 | 14:04

sie kann auf eine positive weise verstörend sein, weil auf einmal alles anders ist, als man es kennt. und wenn es schlecht läuft, hat man eben eine stundenlange panikattacke – in jedem fall also eine einmalige erfahrung, würde ich auch sagen…

RE: Durch die Nacht mit Doctorella | 24.04.2012 | 01:39

schön… dann können wir ja bald einen dF-ja,panik-doctorella-fanclub gründen.

RE: Durch die Nacht mit Doctorella | 23.04.2012 | 21:00

… aber die schuhelosen momente sind doch gerade die besten!

RE: In der Meinungszentrifuge | 23.02.2012 | 21:13

die like-kultur ist wohl die spitze dieses eisbergs, das stimmt. aber als junger rentner hätte man doch genug zeit, dem etwas entgegenzusetzen ;)

RE: In der Meinungszentrifuge | 23.02.2012 | 21:06

in diesem sinne war das auch gemeint… ich glaube, die "vertikalspannung" ist leitbegriff in seiner rilke-exegese "du musst dein leben ändern".

ich werde mal wieder erich kästner lesen müssen.

RE: In der Meinungszentrifuge | 22.02.2012 | 13:28

das stimmt natürlich. ich denke nur, dass man tatsächlich immer mehr zur "meinung" genötigt wird, auf kosten dessen, was man im sinne von @cuchulainn vielleicht "haltung" nennen könnte.

aber das soll jetzt nicht zu kulturpessimistisch klingen. man könnte ja auch folgern, dass "wahrheit" - oder wie auch immer man das gewünschte ergebnis dann nennen mag – heute nicht mehr im stillen kämmerlein, sondern über einen beschleunigten meinungsaustausch hergestellt wird.

RE: In der Meinungszentrifuge | 21.02.2012 | 23:42

na, das werden wir – keine sorge ;)

mit dem "dreisprung" meinte ich die synthese aus personalisierung (lieblingsmotiv des journalismus) und unbedingter meinungsäußerung (gründungsgeste des netzes) bei immer schnellerer taktung – vielleicht kann dieser text ja eine anregung sein, dem mal tiefer nachzugehen.

RE: In der Meinungszentrifuge | 21.02.2012 | 22:27

das ist natürlich richtig. man kann das system medien nicht als geschlossenes system beschreiben. aber irgendwie muss man sich auch darin verhalten – und ich glaube, dass die freiheit zur meinung irgendwie zu einer art zwang geworden ist.

RE: In der Meinungszentrifuge | 21.02.2012 | 21:05

das wäre der nächste dreh… ich glaube nicht, dass sich zur überwindung dieser zentrifugalkräfte – um im schwurbel-slang zu bleiben – jene stets von sloterdijk bemühte "vertikalspannung" gebrauchen lässt. es geht also nicht um eine praxis, die man sich durch sorgsame übung auch aneignen kann. stattdessen sollte man sich dieser praxis eher entziehen. ich bin ja naiv, und glaube, dass man immer noch ausgeruhte texte schreiben könnte, die einen gegenstand behandeln – anstatt im meinungsmodus über sie hinwegzufegen. eigentlich hätte ich diesen text also gar nicht schreiben dürfen. aber so ist das ja immer mit theorie und praxis.