Lieschen

Lieschens Blog
Schreiber 0 Leser 0
Avatar
RE: „Wir müssen raus aus der Isolation“ | 01.02.2013 | 18:59

Ich meinte nicht nur die DDR sondern ich schrieb allgemein von real-sozialistischen Ländern. Es gab eben, vielleicht abgesehen von der kurzen Blütezeit des Kibbuz-Systems in Israel (und wieder waren es die Juden, die es allen anderen gezeicgt haben :D) kein einziges Beispiel in der Geschichte, wo die Einführung des Sozialismus nicht zu einem UNrechtsregime führte. Die DDR war ja tatsächlich eine recht "kommode" Diaktatur, verglichen mit der Sowjetunion Stalins: GULAG-System, große Hungersnot in der Ukraine mit unzähligen Toten, unvorstellbare UMweltkatastrophen (z.B. Aralsee), oder VR China (Kulturrevolution, Großer Sprung nach vorn), Kambodscha (Killing Fields). Die DDR war aber trotzdem nicht ohne: Mauertote (es spricht ja schon fast für Sie, dass Sie die wenigstens zugeben, manche Linke zucken da nur mit den Schultern oder feiern 50 Jahre Mauerbau (junge Welt wars glaube ich)), Bespitzelung, "Zersetzung" Oppositioneller, Mangelwirtschaft, Bitterfeld, Schwedt usw. Wenn man die Linke machen ließe, wären wir schnurstracks wieder da. Dann würden sich die Leute aber schnell Finanzkrise, Bankenkrise, Schuldenkrise und "Pleitegriechen" zurückwünschen.

RE: „Wir müssen raus aus der Isolation“ | 01.02.2013 | 15:21

Schon erstaunlich dass eine Partei, die ein System (wieder)einführen möchte, dass in den Ländern, in denen es installiert war oder ist, unweigerlich zu Diktatur (allerdings nicht des Proletariats), Armut bis hin zu Massenverelendung und Hungersnöten, Mangel an absolut allem, katastrophaler Umweltverschmutzung, politischen Gefangenen, Darngsalierung bis hin zu Terrorisierung der eigenen Bevölkerung usw. geführt hat, dass eine solche Partei also von manchen Leuten nicht gewählt wird. Wie kann das sein?

RE: Die Mitarbeiterin des Monats | 30.01.2013 | 17:05

" Kriegsrecht findet nach völkerrechtlichen Kriterien auch keine Anwendung, denn Schwerverbrecher und Kriminelle wie BL sind keine Kriegsparteien, und eine Großfamilie mit Frauen und Kindern schon mal gar nicht."

Soviel ich weiß ist das umstritten und viele Juristen sind durchaus der Meinung, dass Kriegsrecht anwendbar ist. Naja, zwei Juristen drei Meinungen. Wie auch immer, die Sinnlosigkeit Ihrer Argumentation wird schon daraus ersichtlich, dass die Amerikaner, wenn man IHnen folgt, faktisch gar keine legale Handhabe hätten, der Banditen und Mörder, die in ihrem Land so großes Leid verursacht haben, habhaft zu werden. Wenn das aber wirklich die Realität des Völkerrechts ist, dann ist es keinen Pfifferling wert.

Es ist schon amüsant, wie empfindlich europäische Linke stets reagieren, wenn es irgendwo auf der Welt einem Schurken an den Kragen geht, der ein Feind der USA (oder natürlich auch Israels) ist. Da werden feinsinnig (man sieht förmlich den abgespreizten kleinen FInger) Paragraphen und Philosophen zitiert und die "Moderne" (was immer das sein soll) beschworen. Eine sehr robuste KOnstitution zeigt der Linke dagegen, wenn es um die paar Folteropfer in iranischen Gefängnissen oder die paar mehr INsassen nordkoreanischer Gulags geht. Da kann man dann schon mal alle fünfe grade sein lassen.

RE: Die Mitarbeiterin des Monats | 30.01.2013 | 13:18

@goedzak

"Lieschen klein, guck dir den Film an, du wirst dich amüsieren."

Das glaube ich eher nicht, Ballerfilme sind nicht so mein Ding.

"Es wird nicht nur der Anführer einer anderen Partei (ge)tötet, die (...) den Krieg erklärt und tausende von Zivilisten ermordet hat, sondern auch ein paar Kollateral-Zivilistinnen."

Mitgefangen mitgehangen. Das mit den Kollateral-Zivilisten kennen ja gerade wir Deutschen sehr gut, zumindest aus dem Geschichtsuntericht. So ist das eben, wenn man sich mit Verbrechern ins Bett legt.

"Du stehst auf der richtigen Seite!"

Ja.

RE: Die Mitarbeiterin des Monats | 30.01.2013 | 12:29

Ich lese in dem Artikel drei Mal das Wort "Morden" bzw. "Ermordnung". Laut Wikipedia ist Mord eine besonders verwerfliche Tötung aus niederen Motiven. Eine recht zweifelhafte Wortwahl für einen Fall, in dem eine Partei den Anführer einer anderen Partei tötet, die ihr den Krieg erklärt und tausende von Zivilisten ermordet hat (ja, in diesem Fall ist das Wort angemessen). Hat man Ihnen, Herr Dell, auf der Schurnalistenschule nicht beigebracht, Worte präzise zu setzen (immerhin ist die Sprache Ihr wichtigstes Handwerkszeug)?

RE: Welche Revolution? | 30.01.2013 | 03:36

Erinnert sich noch jemand daran, wie alle auf der israelischen Regierung rumgehackt haben, als diese den "arabischen Frühling", der sich binnen weniger Monate zu einem veritablen atomaren Winter gemausert hat, nicht völlig vorbehaltlos und laut jubilierend begrüßt hat? Ich vermisse so etwas wie eine nachträgliche journalistische Rehabilitierung der israeischen Regierung, wenn nicht gar eine Entschuldigung der Schalumeier von damals. Vielleicht sollte man generell ein bisschen mehr auf die Israelis hören, wenn es um solche Themen geht.

Generell scheint es mit dem Berufsethos der hiesigen Schurnalisten nicht weit her zu sein. Es wird immer so getan, als würden die Volksmassen in den arabischen Ländern, aber auch Iran, Pakistan usw. gänzlich gegen ihren Willen von den dortigen Regimen in Geiselhaft genommen. Dabei ist Mursi, der Juden für die Nachfahren von Schweinen und Affen hält, in einer einigermaßen demokatischen Wahl gewählt worden (wurde weiter oben schon ausgeführt). Dito der iranische Präsident, der auch so seine Probleme mit Juden hat. Der Gegensatz böse Diktatoren - herzensgutes Volk lässt sich so also nicht aufrecht erhalten. Signifikante Teile der Volksmassen in diesen Ländern sind offenbar nicht besser als die Kriminellen, von denen sie regiert werden.

RE: Opfer-AbonnentInnen | 22.01.2013 | 16:09

Ich gehe ja auch davon aus, dass da schon was dran sein wird, in diesem speziellen Fall. Dennoch, man muss sich vor Augen halten, dass es bei solchen Vorwürfen ein allgemeines Muster gibt, nämlich eine öffentliche Vorverurteilung. Ich habe nicht alle KOmmentare unter diesem Beitrag gelesen, aber die meisten scheinen sich die Frage, ob Kinski nicht vielleicht doch unschuldig ist, gar nicht zu stellen.

RE: Opfer-AbonnentInnen | 22.01.2013 | 14:47

Alle scheinen davon auszugehen, dass die Vorwürfe stimmen. Wieso eigentlich? Kinski kann sich nicht mehr verteidigen, man kann also im Prinzip alles mögliche über ihn schreiben, ohne eine Widerlegung aus erster Hand befürchten zu müssen. Mir geht das ein bisschen zu schnell.

der Umstand allein, dass KIndesmissbrauch ein besonders widerliches Verbrechen ist, macht einen Beschuldigten doch noch nicht automatisch gleich zum Täter. Diesen Mechanismus hatte man in der Vergangenheit so oft (Wormser Prozesse!), da sollte man mittlerweile schon ein wenig vorsichtiger sein. Vor allem bei jemandem, der sich nicht mehr verteidigen kann.

RE: Opfer-AbonnentInnen | 22.01.2013 | 14:41

Alle scheinen davon auszugehen, dass die Vorwürfe stimmen. Wieso eigentlich? Kinski kann sich nicht mehr verteidigen, man kann also im Prinzip alles mögliche über ihn schreiben, ohne eine Widerlegung aus erster Hand befürchten zu müssen. Mir geht das ein bisschen zu schnell, das hat schon was von einer Hexenjagd.

RE: Das Ende der Zukunft | 03.01.2013 | 15:30

Interessanter Beitrag, aber ein bisschen neben der Spur. Was in dem Beitrag nur hie und da nebenbei anklingt, tatsächlich aber das Hauptthema sein müsste: Die Ängste und der Pessimismus haben kaum eine reale Grundlage sondern sind im wesentlichen nur unreflektierte Gefühlsduselei. Die westdeutsche (im Osten war das kaum ein Thema, trotz Westfenrsehen) Urkatastrophe Tschernobyl, die Sie offenbar in eine ähnliche Stimmung versetzte wie Georg Trakl beim Ausbruchdes 1.WK, ist außer in der Ukraine selbst weitestgehend folgenlos geblieben. Die Endlichkeit natürlicher Ressourcen (ürbrigens eine BInsenweisheit, die nicht erst von Wissenschaftlern "vorausgesagt" werden muss, war global gesehen nie ein Problem und wird höchstwahrscheinlich nie eins sein. Luft, Gewässer und Böden sind heute sauberer denn je, dem toitschen Wald geht es gut usw. Wir leben besser als alle Generationen vor uns, noch der letzte Hartz-IV-Empfänger hat einen unendlich höheren Lebensstandard als Ludwig XIV. Der (sehr geringe) Preis, den wir dafür zahlen, sind so Sachen wie eine gewisse Unsicherheit, gelegentliche Krisen... Diese Petitessen reichen abr aus, um den wohlstandsverwahrlosten Jetztmenschen in tiefe Depressionen zu stürzen. Mein Tipp: Untersuchen Sie doch mal die psychologische Seite des Ganzen, DAS könnte mal ein interessantr Beitrag werden.