Appeasement

Islam, Appeasement Der Film "The Innocence of Muslims" hat weltweit eine Welle der Gewalt ausgelöst. Einmal mehr ist der Westen auf dem Rückzug. Brauchen wir einen neuen Churchill?
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“An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last”.

Jemand dreht einen Film, in dem der Gründer des Islam unvorteilhaft dargestellt wird - allerdings offenbar doch nicht allzu weit von der überlieferten Geschichte entfernt (Vergewaltigung (auch von Kindern), Raubzüge, Ermordung von Gefangenen usw.). Daraufhin greifen in verschiedenen islamischen Ländern wütende Meuten ausländische Botschaften an, darunter auch solche von Ländern, die mit dem Film gar nichts zu tun haben. (Ohnehin bleibt unklar, ob der Mob je von dem Film gehört hat, oder inwieweit der Film wirklich der Auslöser der Geschehnisse ist.) Einige westliche Diplomaten werden ermordet.

Die erste Reaktion der amerikanischen Botschaft in Libyen ist, den Film „auf das schärfste“ (darunter macht es der Appeaser nicht) zu verurteilen. Andere westliche Diplomaten und Politiker verurteilen zwar die „gewalttätigen Demonstrationen“, äußern aber zugleich „tiefstes Verständnis“ für die Motive der rasenden Meute. Der vorläufige Höhepunkt des Ganzen ist die Verhaftung des Mannes, der für den Film verantwortlichist, unter fadenscheinigen Vorwänden, in einem Land, das seit seiner Gründung wie kein zweites Land auf dieser Welt eine Bastion der Freiheit gewesen ist.

Natürlich kommt das alles keineswegs aus dem Nichts. Hier eine kleine Auswahl weiterer Leckerbissen:

  • Wahre Gläubige des Islam fliegen im Land des großen Satans entführte Flugzeuge in Gebäude und ermorden über 3000 Menschen. Eine der ersten Handlungen des Präsidenten dieses Landes (dem Gottseibeiuns des europäischen bildungsaffinen Kleinbürgertums) besteht darin… eine Moschee aufzusuchen.
  • Die Idee, an der Stelle, wo 3000 Menschen im Namen des Islam ermordet wurden, eine Moschee zu bauen, wird von vielen Politikern und anderen Vertretern der öffentlichen Meinung mit Wohlwollen aufgenommen.
  • Wann immer Moslems irgendwo auf der Welt im Namen ihrer Religion entführen, morden, brandschatzen… stets ist ein westlicher Politiker zur Stelle, der mit Inbrunst erklärt, dass dies alles nicht das allergeringste mit dem Islam zu tun habe. Vielmehr sei der Islam eine Religion des Friedens. Das ganze ist ein Vollzeitjob, weil praktisch keine Stunde vergeht, in der nicht irgendwo auf der Welt Moslems im Namen ihrer Religion entführen, morden oder brandschatzen.
  • Mitten in Deutschland finden „pro-palästinensische Demonstrationen“ statt, auf denen von besinnungslosem Hass zerfressene Menschen Parolen grölen, die Adolf Eichmann vor Scham hätten erblassen lassen. Es werden Kleinkinder mit symbolischen Sprengstoffgürteln zur Schau gestellt. Die Polizei ist stets mit einem Großaufgebot vor Ort, sie unternimmt stets: NICHTS.
  • Noch eine „pro-palästinensische Demonstration“; jemand hängt eine Israel-Fahne ins Fenster, der Pöbel droht auszurasten. Die Polizei, kontraintuitiv, dringt in die Wohnung ein und entfernt die Fahne.
  • Ein tollkühner Berliner Opernintendant hat eine Aufführung angesetzt, die vom zuständigen Großmufti noch nicht für Sharia-konform erklärt wurde. In Lichtjahre vorauseilendem Gehorsam wird die Aufführung abgesetzt.

Churchill, der, wie Voltaire, Tocqueville, Atatürk, Schopenhauer e tutti quanti, den Islam verabscheute (“How dreadful are the curses which Mohammedanism lays on its votaries!”), würde das alles fassungslos und mit ungläubigem Staunen zur Kenntnis nehmen. Ist es wirklich wahr, dass Menschen als Kollektive so ganz und gar unfähig sind, aus der Geschichte zu lernen? Muss sich die Geschichte stets alsFarce wiederholen?

18:58 15.09.2012
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Geschrieben von

Lieschen

Lieschens Blog
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