Unbefriedigte Islamisten

Zerstörte Schriften - Kulturvandalismus aus Freudscher Sicht
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Die radikalen Islamisten haben das Ahmed-Baba-Zentrum, Teil einer Bibliothek in Timbuktu niedergebrannt. Dort befanden sich Tausende von Handschriften von unschätzbarem Wert. Auch Nazis haben Bücher verbrannt. Könnte man deswegen radikale Islamisten mit Nazischergen vergleichen? Vielleicht liegt die Erklärung für die sinnlose und stupide Zerstörung vom Kulturgut näher als man denkt – in der Psyche. Sigmund Freud hätte möglicherweise eine Erklärung.

Unter Kulturvandalismus versteht man erst einmal laut gegoogeltem Wissen die Zerstörung oder Beschädigung von Denkmälern und Kunstwerken, in einem politischen, ideologischen, religiösen oder ökonomischen Kontext. In mancher Auslegung des Islams gibt es einen rigorosen Bilderverbot bezüglich bildlicher Darstellung Gottes. Wahrscheinlich waren da in ein paar der Büchern Mohammed-Karikaturen oder ähnlich unschöne Bilder drin und so musste gleich die ganze Bücherdynastie dran glauben. So einfach könnte es gewesen sein; das wäre dann der religiöse Kontext mit im Spiel gewesen, wo hingegen bei den Nazis dann wohl der ganze ideologische Kramm passend erscheint.

Doch hängt solch mutwillige Vernichtung globalen Kulturguts nicht irgendwie auch mit der Psyche der Täter zusammen? Sigmund Freud würde es gewiss bejahen; in seinem 1930 veröffentlichten Aufsatz „Das Unbehagen in der Kultur“ kommt er zu dem Schluss, dass Kultur eine überaus wichtige Ursache des Unglücks sei. Kultur regelt nämlich einerseits die Beziehungen der Menschen untereinander und zweitens kommt durch die Kultur die Beherrschung der Natur zum Ausdruck. Mit der Natur ist auch – laut Freud – die individuelle Freiheit und die Triebbefriedigung gemeint, die dadurch unterdrückt wird und manchmal in künstlerischer Form ihr Ventil findet. Der berühmte Neurologe und Psychoanalytiker meint, dass Kultur also das Sexualleben beschränkt, was zur Folge hat, dass die Sexualität des Kulturmenschen stark geschädigt ist. Bei den radikalen Islamisten könnte man sich das also folgendermaßen vorstellen: aufgrund von zu viel Kultur – sprich Koranschulen, kulturbezogene Gebote, Verbote, Steinigungen, Handabhacken etc. – haben die Jungs viel sexuellen Frust aufgestaut, den es wieder abzubauen gilt. Diese Versagung der Sexualbefriedigung trägt nach Freud dazu bei, dass der Mensch zum Neurotiker mutiert. Und da haben wir des Rätsels Lösung: neurotische, sexualgestörte Typen, die so viel Kultur in ihrem Leben intensiv verinnerlicht haben, dass sich das „Es“ gegen das „Über-Ich“ auflehnt und das „Ich“ dann einen Kurzschluss bekommt und mal was vom „Über-Ich“ abfackelt, damit das „Es“ befriedigt aufstöhnen kann. Und so ähnlich war es wohl bei den Nazis, die hatten nur eben zu viel braune Kultur konsumiert.

13:24 01.02.2013
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Geschrieben von

Lindnerowski

Nach dem Kacken Bürste packen!
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Lindnerowski

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