Ein Coup in Berlin

Ein Aufstand in Deutschland! Demokratieaktivisten vertreiben Regierung, die als Verräter an den Interessen Deutschlands angesehen wird.... Nicht ganz ernst gemeinter Science Fiction
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Am 2. April 2016 begannen in Berlin, knapp außerhalb der Bannmeile, Demonstrationen gegen TTIP, und für eine Freihandelszone mit Russland und China, und für eine Kooperation mit den BRICS-Staaten.

DER AUSLÖSER

Der Unmut der Demonstranten war über Monate gewachsen, da die Regierung weder etwas gegen die Spionage der NSA getan hatte, noch die Hilfe bei außergesetzlichen Tötungen, mit Hilfe von Drohnen durch die USA, beendet hatte. Und schließlich war bekannt geworden, dass nach dem Austritt Griechenlands aus dem Euro, die Banken den größten Teil ihrer Kredite zurück erhalten hatten, aber die Bundesregierung den größten Teil der Schulden übernommen hatte, und durch Einsparungen im Staatshaushalt, abdecken wollte.

Das Fass zum Überlaufen gebracht, hatte das Bekanntwerden der bis dahin geheim gehaltenen TTIP Vereinbarungen, über eine Freihandelszone mit Nordamerika. Die Vereinbarungen waren so einseitig zugunsten großer Konzerne, und zu Lasten einer politischen Führung Deutschlands ausgegangen, dass die Menschen bei Bekanntwerden von Details spontan auf die Straßen liefen.

Angefeuert wurden die Demonstrationen durch eine 24 stündige Life-Berichterstattung von Russia Today, und durch Besuche von Politikern Russlands und Chinas, bei den Demonstranten, die ihre Solidarität bekundeten. Wie der russische Botschafter stolz erklärte, hatten Nicht-Regierungsorganisationen aus Moskau insgesamt 5 Milliarden Euro in die Aufklärung über TTIP investiert.

DIE DEMONSTRATIONEN

Die Demonstranten errichteten Barrikaden, eine Zeltstadt, und wehrten den Versuch der Polizei ab, die nicht angemeldete Demonstration aufzulösen. Immer mehr Zustrom erhielt der Protest aus den östlichen Bundesländern, wobei bekannt militante Mitglieder der NPD, die Demonstranten systematisch auf eine Straßenschlacht mit der Polizei vorzubereiten.

Am 15. April begannen die Demonstranten Ministerien zu stürmen und zu besetzen, worauf die Regierung die Bundeswehr zur Hilfe rief. Dies löste aber einen Sturm der Empörung in den östlichen Teilen Europas, in Russland und China aus. China drohte mit Handelssanktionen und Russland damit, seine Gaslieferungen zu stoppen, sollte das Militär gegen die Demonstranten vorgehen.

DIE VEREINBARUNG

Am 21. April fand eine Konferenz statt, an der die Anführer der Demonstranten, angeführt vom Vorsitzenden der AfD, der NPD und der Partei Die Linke, mit der Bundeskanzlerin Merkel und dem französischen Präsidenten Francois Hollande als Mediator, verhandelten. Als Zeugen und Bürgen für die Vereinbarung waren die Außenminister Jugoslawiens und Ungarns anwesend.

Die Regierung erklärte sich zu vorgezogenen Neuwahlen im Juni des gleichen Jahres bereit, und auf einen Verzicht des Militärs, zur Räumung der durch die Demonstranten besetzten Plätze, und auf einen Rückzug der aus den verschiedenen Bundesländern herangezogenen Polizeieinheiten. Die Demonstranten verpflichteten sich ihrerseits, die besetzten Verwaltungs-Gebäude zu verlassen.

Vereinbarungsgemäß zog die Regierung das Militär, und die Polizeieinheiten der anderen Bundesländer zurück. Die Vereinbarung wurde jedoch von den militanten Kräften der Demonstranten, die der NPD nahe standen, nicht akzeptiert. Sie brachten inzwischen verschiedene Schusswaffen „zur Verteidigung“ mit auf die Demonstration, und schossen auf die wenigen verbliebenen Polizisten.

Am 23. April versuchten bewaffnete Einheiten des Berliner Sondereinsatzkommandos, bewaffnete Demonstranten festzunehmen. Daraufhin fallen hunderte von Schüssen. Am Ende des Tages sind 30 tote und 40 verletzte Polizisten, und 40 tote und 55 verletzte Demonstranten zu beklagen. Von Anfang an kursieren unterschiedliche Versionen darüber, wer auf wenn schoss, aber die Demonstranten, unterstützt durch den Botschafter Russlands und Chinas, beschuldigten die Regierung, unangemessene Gewalt angewandt zu haben.

Teile der Polizei solidarisierten sich, angesichts einer absehbaren Machtverschiebung, mit den Demonstranten. In der Stadt wurde Jagd gemacht auf Bundestagsabgeordnete der CDU und SPD. Abgeordnete der Grünen hatten sich auf die Seite der Demonstranten geschlagen.

DIE REVOLUTION

Schließlich stürmten die Demonstranten die Bannmeile, und forderten eine Sondersitzung des Bundestages. Die Parteien AfD, Die Linke, NPD und Die Grünen, vereinbarten diese, wobei viele Vertreter der CDU und SPD von Demonstranten daran gehindert wurden, zu der entscheidenden Abstimmung über eine Sondersitzung vorzudringen.

Am nächsten Tag fand eine Sondersitzung statt. Inzwischen hatten viele Abgeordnete von CDU und SPD Berlin verlassen, verbliebene wurden verprügelt, davon abgehalten zum Bundestag zu kommen. Die Demonstranten hatten inzwischen das Bundeskanzleramt gestürmt, und gedroht Angela Merkel zu verhaften, und einem Tribunal zu übergeben. An der Sonder-Sitzung nahmen schließlich doch einige mutige Abgeordnete der SPD und CDU teil. Als sie sich weigerten, ihre Stimme abzugeben, entwendete man ihnen in einigen Fällen die elektronische Abstimmungskarte, um schließlich in einer turbulenten Sitzung, eine nicht in der Verfassung vorgesehene Abwahl der Bundeskanzlerin vorzunehmen. Diese war inzwischen in die USA geflohen.

Der Bundestag wählte einen Übergangskanzler, den Vorsitzenden der Partei Die Linke. Dieser ernannte Minister einer Übergangsregierung, wobei die NPD das Innenministerium erhielt, die AfD das Finanz- und Wirtschaftsministerium, und Die Linke das Außenministerium. Noch in der ersten Sitzung, sofort nach der eiligen Vereidigung der neuen Regierung, bringt die NPD einen Antrag ein, dass Bayrisch als offizieller Dialekt im öffentlichen Raum verboten werden sollte.

Russland und China erkannten die neue Regierung sofort an, und erklärten ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Sie sandten Berater, die mit der Regierung gemeinsam, über einen schnellstmöglichen Beitritt zur Freihandelszone Eurasiens beraten sollten. Russland übte schließlich Druck auf die übergangs-Regierung aus, den Antrag, Bayrisch als Sprache zu verbieten, zurück zu ziehen.

Bayern aber erkannte die Regierung in Berlin nicht an. Demonstranten stürmen öffentliche Gebäude und besetzen sie. Die bayrische Polizei und dort stationierte Armeeeinheiten solidarisierten sich. Bundeswehrkasernen werden umstellt, und die Soldaten zum Abzug aufgefordert.

Daraufhin erklärt Berlin die Aufständischen in Bayern zu Terroristen, und stellte Einheiten der Bundeswehr zusammen, die sich mit der neuen Regierung solidarisch erklärt hatten. Außerdem wurden Sondereinheiten bewaffnet, die aus den radikalen Kräften bestanden, die schon in Berlin die Straßenschlachten mit der Polizei bestritten hatten.

DIE ANNEXION BAYERNS

Vor den Kasernen der deutschen Bundeswehr in Bayern, traten plötzlich vermummte Bewaffnete auf, die die Soldaten daran hindern, bewaffnet die Kasernen zu verlassen. Es wird allgemein vermutet, dass es sich um US-Militäreinheiten handelte, die in Bayern mehrere Kasernen unterhielten. Das Landesparlament Bayerns trat zusammen und beschloss, am 15. Juni ein Referendum durchzuführen. Darin sollten die Bürger Bayerns entscheiden, ob Sie weiter zur Bundesrepublik gehören wollten.

Geschützt durch die vermummten Bewaffneten und bayrische Schützenvereine, konnte das Referendum ohne das Auftreten von Gewalt durchgeführt werden. Wahlbeobachter aus allen westeuropäischen Staaten, sowie Vertreter oppositioneller Parteien osteuropäischer Länder sowie Dissidenten aus Russland, bescheinigten der Abstimmung eine demokratische und rechtstaatliche Durchführung.

Bei einer sehr hohen Wahlbeteiligung sprachen sich mehr als 85% für eine Abtrennung Bayerns von der Bundesrepublik aus. Wenige Tage nach dem Referendum erklärte das Landesparlament, mit einer Gegenstimme, einen Antrag auf Mitgliedschaft, als neues Bundesland Österreichs, zu stellen.

Inzwischen hatte Österreich ein Gesetz beschlossen, das die Möglichkeit eröffnete, Bayern als neues Bundesland anzuerkennen. Und am 22. Juni erklärt das Parlament Österreichs, Bayern als neues Bundesland anzuerkennen. Es sandte zusätzliche Militäreinheiten zum Schutz der Grenzen Bayerns.

Russland und China, sowohl alle BRICS-Staaten behaupteten, dass Österreich Bayern annektiert habe, und dass das Referendum und die Aufnahme als Bundesland völkerrechtlich unwirksam wäre.

In der Zwischenzeit wurden auch in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland, Öffentliche Gebäude gestürmt, und hatten sich lokale Widerstandsgruppen gebildet, die die Regierung in Berlin nicht anerkennen wollten. Unterstützt wurden sie durch die dort stationierten Einheiten der USA und Großbritanniens. Österreich erklärt ausdrücklich, diese Gebiete nicht als neue Bundesländer aufnehmen zu wollen.

DER ANTI-TERROR-KRIEG

Die von Berlin aufgestellten Bundeswehreinheiten, sowie die neuen Spezialeinheiten, bewegen sich in Richtung Süden um einen „Anti-Terror-Krieg“ zu führen. Die Einheiten bestanden aus Panzereinheiten, Artillerie und Infanterie. Unterstützt werden sie durch die Luftwaffe, die Aufklärungs- und Angriffsflüge auf Straßensperren der Aufständischen ausführt.

Anfangs versuchten Menschen die Panzer mit nackten Händen aufzuhalten. Was aber nur kurzfristig Erfolg zeitigte.
Innerhalb der Aufständischen-Gebiete hatten sich einige Bundeswehreinheiten mit den Aufständischen solidarisch erklärt. Gleichzeitig hatten sich viele Freiwillige gemeldet, die mit Waffen aus den Kasernen der aufständischen Einheiten ausgerüstet wurden.

Trotzdem gelang es zunächst der Zentralregierung, einige Städte nach kurzen Scharmützeln mit Aufständischen einzunehmen. Dann stockte aber der Vorstoß und plötzlich wurden erste Einheiten vom Nachschub abgeschnitten und aufgerieben. Obwohl die Aufständischen zunächst zahlenmäßig und hinsichtlich der Ausrüstung weit unterlegen waren, gelang es ihnen, die gesamte Invasion aufzuhalten. Die Zentralregierung machte die USA dafür verantwortlich und behauptete, dass reguläre Panzerverbände und Artillerie eingesetzt worden wäre. Außerdem wären Boden-Luft-Raketen an die Aufständischen geliefert worden, mit deren Hilfe immer mehr Flugzeuge der Zentralregierung abgeschossen wurden.

Schließlich beschränkte sich die Zentralregierung darauf, die aufständischen Städte zu bombardieren, wobei auch Streubomben und Phosphormunition eingesetzt wurde, und mit Artillerie zu beschießen. Was innerhalb von wenigen Monaten zu tausenden Toten unter der Zivilbevölkerung führte. Zogen sich Einheiten der Zentralregierung zurück, hinterließen sie in der Regel nur Ruinen.

Den Rest kennt Ihr. ...

20:26 05.01.2015
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Geschrieben von

LinksPazi

Unter dem Pseudonym Linkspazi bloggt Jochen Mitschka. Links, engagiert und gegen Heuchelei und Krieg. Statt Mainstream wiederholen, ihm antworten.
LinksPazi

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