Arbeitsrecht

+ Lebensart in Zitaten erläutert
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Solange Eigentum Privilegien birgt, solange bedeutet privilegiertes - also erpresserisches - Eigentum Diebstahl.Richard Wagner (1813-1883)

Denn: Wie kann sich ein an Geist und Körper gesunder Mensch frei fühlen, wenn er nicht das Recht besitzt, durch seiner eigen Hände Arbeit sein Leben sinnvoll zu gestalten und welcher stattdessen auf die Almosen anderer angewiesen ist? Schließlich ist ein gesunder Mensch der Natur wie dem Namen entsprechend kein bedürftiger Mensch - die Bedürftigkeit wird dem Erstgenannten erst durch die entsprechende Gesellschaftsform auferlegt. Wenn nämlich privilegierte Besitzrechte jene Gesellschaft prägen!

Im Corpus Iuris Civilis, den Institutionen des Kaisers Justinian, heißt es dazu: „Die Gebote des Rechts sind diese: Ehrenhaft leben, niemanden verletzen, jedem das Seine gewähren (Inst. 1, 1, 3). und bei Ulpian: „Die Gerechtigkeit ist der beständige und dauerhafte Wille, jedem sein Recht zukommen zu lassen.“ Tribonian stellte diesen Satz als Definition an den Anfang des Gesamtwerkes (Inst. 1, 1, 1).

Auch das abstrakte Prinzip „suum cuique“ (Jedem das Seine) ist eine bereits in der Antike erstellte philosophische Theorie der Moral und Politik, welche Begriffe des Rechts und der Gerechtigkeit, insbesondere der Verteilungsgerechtigkeit, beinhaltet und die besagt, dass jedem Bürger eines Gemeinwesens das zugeteilt werden soll, was ihm gebührt. Somit allem voran gerechter Lohn für geleistete Arbeit und zudem eine gerechte Güterverteilung, was eine Versorgung von Kindern, Kranken und Alten miteinschließt.

Wie oft indes vernunftbegabte philosophische Theorien gesellschaftlich missbraucht und verhöhnt wurden, bewiesen nicht erst der nach innen gerichtete Schriftzug Jedem das Seine“ am Haupttor des Konzentrationslagers Buchenwald oder die Aufschrift „Arbeit macht frei auf dem Wirtschaftsgebäude des KZ Dachau. Aber es hat ja damals wie heute keiner etwas gewusst unter dem Volke? (Sarkastisch, wenn man alte und neue „Schutzstaffeln“ betrachtet, die ja nicht vom Mars stammen!) Kein Wunder allerdings, wenn man bedenkt, dass Meinungs- und Redaktionsfreiheit als geltendes Recht wenig nützt, wenn privatwirtschaftliche Medien diese der Öffentlichkeit verwehren bzw. infame Politiker pausenlos Zusätze erfinden, die es aalglatten Anwälten ermöglichen, diese Freiheiten dem Inhalt ihrer Geldbörse nach kreativ umzugestalten!

Indes: „Müde macht uns die Arbeit, die wir liegenlassen, nicht die, die wir tun.“ ... Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Ich arbeite. Viel ohne jegliche Vergütung, aber dennoch wenigstens ehrenamtlich und patriotisch recht gern. Das ist meine der bestehenden Gesellschaftsform angepasste Lebensart!“ … Literatmaat

Nixdorf Medien

06:43 22.08.2012
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Literatmaat

Chinesische Diplomatie war zu keiner Zeit eines meiner Fachgebiete. Das liegt schon an der abendländischen Erziehung und am sozialen Charakter ...
Schreiber 0 Leser 0
Literatmaat

Kommentare