Aurora ist Museumsschiff und Lenin ist tot

Die Russlandmaden besorgen den Rest!
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https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/wir-lebten-lange-vom-sowjetischen-speck/view

Die „Aurora“ (russisch Аврора, deutsch transkribiert Awrora) ist ein russisches Kriegsschiff der ehemaligen Kaiserlich Russischen Marine und liegt seit 1956 als Museumsschiff in Sankt Petersburg. Das Schiff gilt als Symbol der Oktoberrevolution von 1917, denn am Abend des 25. Oktober gab die „Aurora“ mit einem Platzpatronenschuss aus einer Bugkanone das Signal für den Sturm auf das Winterpalais.

Der Panzerkreuzer Aurora wurde zwischen 1896-1902 in St.Petersburg gebaut, und wurde als großer Kreuzer klassifiziert. Er nahm an der Schlacht bei Tschusima teil, und konnte nach Manila entkommen, wo er interniert wurde. Im 1WK wurde er zu Küstenschutzaufgaben eingesetzt.

Nach der Oktoberrevolution gehörte der Kreuzer zu den wenigen Schiffen, die noch brauchbar waren. Im 2WK war er aber schon zu veraltet, um noch eingesetzt werden zu können und ankerte auf der Newa. Viele der Geschütze wurden ausgebaut und an Land eingesetzt. Das Schiff wurde mehrmals beschädigt. Nach dem Krieg wurde der Kreuzer wieder in Stand gesetzt, und blieb bis heute als Museumsschiff erhalten.

Als Oktoberrevolution (russisch Октябрьская революция в России, deutsch Große Sozialistische Oktoberrevolution) gilt laut Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Oktoberrevolution

Die Perestroika

Textauszug aus: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/wir-lebten-lange-vom-sowjetischen-speck/

Boris Kagarlitzki:

„Leider wird im Westen prinzipiell nicht verstanden, was hier in Russland gerade vorsichgeht. Bei den Menschen, die bei der Präsidentenwahl im März für Putin gestimmt haben, handelt es sich keineswegs um seine Anhänger. Das sind oft Russen, die den Präsidenten mehr hassen als die Oppositionellen, aber Angst haben, dass Leute an die Macht kommen, die genau den gleichen 'neoliberalen Kurs' fahren wie er.“

Kurz erläutert: „Liberal“ bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch eine freiheitliche Gesinnung. „Neo“ davor und schon haben wir die neuzeitliche, also die heutige „kapitale Freiheit“ auf allen Gebieten. Wirtschaftlich, politisch und territorial gesehen. Diese Neoliberalität wird von den (vielfach unterwanderten) „Linken“ der Neuzeit vollkommen akzeptiert bzw. anerkannt!

Die Russlandmaden / Was geschah damals und geschieht heute

Seit 1985 nahm Gorbatschow ein 'Reformprogramm' in Angriff, das von zwei Schlüsselelementen wesentlich geprägt war: die ökonomische und politische „Restrukturierung“ (Perestroika) und die Öffnung (der Kehrseite) gegenüber der Bevölkerung (Glasnost).

(Also vorrangig zurück zu den alten privatwirtschaftlichen Besitzverhältnissen!)

Bedeutet auch: Umstrukturierung oder „Restrukturierung“ wird synonym als Euphemismus für die Entlassung oder sogar Massenentlassung von Beschäftigten eines Unternehmens oder einer Behörde benutzt.

Gorbatschows „Reformen“ zogen jedoch (zu Recht) die Ablehnung und den Widerstand des linken Flügels der kommunistischen Partei auf sich(, da diese den gesellschaftswissenschaftlichen kommunistischen Lehren eindeutig entgegenwirkten). Der Widerstand zu den Reformen wuchs, als sich die wirtschaftliche und politische Situation verschlechtert hatte(!). Im Juli 1991 wurde der Offene Brief „Ein Wort an das Volk“ (einiger KP-Funktionäre und Literaten) veröffentlicht, der als ein Anti-Perestroika-Manifest verstanden wurde. Des Weiteren erwuchs sowohl Aufruhr bei den nicht-russischen (vorrangig kapitalorientierten) Minderheiten, die nun die Chance einer größeren Selbstbestimmung sahen, als auch die Angst des Sowjetregimes, dass einige oder alle Unionsstaaten von der Sowjetunion abfallen (und somit der Einheit der Sowjetunion als solcher schaden) würden. Nach einigen Verhandlungen stimmten die Republiken einem neuen Unionsvertrag zu, der sie zu unabhängigen Republiken in einer Föderation mit einem gemeinsamen Präsidenten, gemeinsamer Außenpolitik und gemeinsamem Militär machen sollte. Der Vertrag sollte am 20. August 1991 unterzeichnet werden. [...]

Über den aussichtslosen Putschversuch gegen den Reaktionär Gorbatschow (im gesellschaftswissenschaftlichen Sinne betrachtet) und die systematische Zerstörung des Sozialismus (den Kommunismus hat es zu keiner Zeit gegeben, sondern lediglich das Bestreben dorthin durch die schrittweise Erziehung des Menschen zu sozialem Handeln und die Gestaltung dazugehöriger Gesellschaftsstrukturen) etc. lässt sich in unterschiedlichen Quellen Wissen erlangen. Ich selbst nutz(t)e vielfach Wikipedia als allgemein anerkannte Enzyklopädie und selbstredend marxistische Weltliteratur.

Abendländisches Medientheater

Man sollte sich diesbezüglich auch einmal der Frage zuwenden, warum die immense abendländische Medienhetze gegen den russischen Präsidenten tatsächlich erfolgt. Russland ist nämlich - gemessen an den materiellen Rohstoffen - eines der reichsten Länder der Welt (wenn nicht das reichste Land überhaupt). Wenn dieses Land nun als Einheit auftritt, stellt es eine wirtschaftliche und somit politische Weltmacht dar. Logisch! Und das ganze westliche bzw. abendländische Gefasel von Autonomie, Unabhängigkeit, Freiheit und Menschenrecht dient lediglich dazu, diese Macht zu zerstören und in kapitaler Manier profitwirtschaftlichen Einfluss zu erlangen, indem es die Köpfe einfachdenkender Menschen manipuliert. (https://www.freitag.de/autoren/literatmaat/pussy-riot)

Ost und West wieder vereint

„Reformen“ in Osteuropa / Boris Kagarlitzki in Initial - Berliner Debatte (10.04.2000):

Als im Jahr 1989 die Berliner Mauer fiel und die osteuropäischen Staaten sich einmütig in die ausgebreiteten Arme des Westens stürzten (Aufgrund welcher vorab erfolgten restrukturierten Initiativen eines Herrn Gorbatschow?), wollte niemand an die bevorstehenden Probleme und Schwierigkeiten denken. Drei Jahre später, als die Sowjetunion zerfallen und die auf ihren Trümmern entstandene Russische Föderation ihren entschiedenen Übergang zum Kapitalismus erklärt hatte, wußten bereits alle, daß die Veränderungen schmerzhaft sein werden. Davon kündeten die Erfahrung der einstigen Bruderländer in Ost- und Zentraleuropa und die ernsthafte Krise, die die Sowjetwirtschaft durchmachte und aus der man ohne Verluste nicht herauskommen konnte. Weder 1989 noch 1991 zweifelte kaum jemand an der Richtigkeit des eingeschlagenen Weges und daran, daß am Ende der Triumph des Kapitalismus garantiert ist. Mit diesem kommen eine effektive Wirtschaft, Freiheit und Aufschwung. Die Stimmen der Wenigen, die protestierten, wollte niemand hören. [...]

Quelle zum Weiterlesen (wem es nicht schon reicht): http://www.linksnet.de/de/artikel/17768 ...

Nixdorf Medien

12:23 27.08.2012
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Geschrieben von

Literatmaat

Chinesische Diplomatie war zu keiner Zeit eines meiner Fachgebiete. Das liegt schon an der abendländischen Erziehung und am sozialen Charakter ...
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Literatmaat

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