Nixdorf Medien

Absätze und Auszüge für gehobene Geister
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Anonyme Frage aus dem Netzwerk: Jugendliche sprechen einen fast schon unverständlichen Slang und lassen Wörter ohne Grund weg, wodurch die Sätze größtenteils unverständlich werden und stummelig wirken. Ist die heutige Jugendsprache Ausdruck des Sprachverfalls der deutschen Sprache? Zeigt sie uns, dass die deutsche Sprache auf einem absteigenden Ast ist und immer mehr durchsetzt wird und bald ganz verschwunden ist?

Persönliche Einschätzung: Das hat ganz sicher auch mit digitalen und kolonialen Welten, Werbung, sozialem Status, Erziehung und mit der Privatisierung von Bildungs- und Medieneinrichtungen zu tun. Wem also gebürt ein Vorwurf, wenn's um PISA oder Prosa geht? Andererseits gibt es die vulgäre Sprache (Cockney oder Unterschichtsprache) als darstellerische Ausdrucksform nicht erst seit heute, wie Werke (My Fair Lady) mit Personen (Eliza Doolittle) von klassischen Autoren (G.B. Shaw) u.a. es beweisen. Jener bemerkte zu seiner Zeit: "Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben."

Das Neue Deutschland - eine Kolumne von Matthias Kalle

[...] Und dann starb Deutschland tatsächlich, und niemand hat es gemerkt. Zeitpunkt des Todes: 9. November 1989. Ich saß vor dem Fernseher, so wie damals während der Olympischen Winterspiele, und ich sah Menschen auf der Mauer tanzen und lachen und weinen. Und in den Tagen nach den 9. November, da stürmten die Menschen aus der DDR in das KaDeWe und in die H&M-Geschäfte und in die Pornoläden und nach und nach stürmten McDonalds, BILD und Marlboro in die DDR, die dann auch am 3. Oktober 1990 offiziell aufhörte zu existieren. Ein paar Tage später war ich auf Klassenfahrt in Berlin, aber die Stadt war eine andere als damals, als ich meinen Patenonkel besuchte, und auch das Land war ein anderes geworden. Wie Schlafwandler zogen wir durch die Straßen - halb wach, halb im Traum - und irgendwie auch mit Arroganz: Sie hatten vielleicht die besseren Skispringer, aber jetzt wollten sie hier so sein und so leben wie wir. Ich mochte Berlin nicht mehr, und ich war froh, als ich nach einer Woche zurück war, zurück im Westen, in der Bundesrepublik, in dem Land, das ich kannte aber das es nicht mehr gab, genau so wenig, wie die DDR. [...]

Webtip: http://www.good-bye-lenin.de/kolumne.php

Für den Profit der Wirtschaft ist dieser jedes Mittel Recht!

Die Konzentrationslager für Zivilpersonen (KZ oder KL) wurden in der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 im Deutschen Reich und in den besetzten Gebieten von Organisationen der NSDAP errichtet. Es waren schließlich mehrere Tausend (!) Konzentrations- und Nebenlager und sieben Vernichtungslager.

Sie dienten der Ermordung von Millionen Menschen, der Unterdrückung politischer Gegner, der Ausbeutung durch Zwangsarbeit, medizinischen Menschenversuchen und der Internierung von Kriegsgefangenen. Das Lagersystem stellte ein wesentliches Element der nationalsozialistischen Unrechtsherrschaft dar. Man geht heute davon aus, dass etwa zwei Drittel der sechs Millionen Juden, die der deutschen Judenvernichtung, später Shoah bzw. Holocaust genannt, zum Opfer fielen, in Vernichtungslagern und Konzentrationslagern direkt ermordet wurden oder dort an Folgen von systematischer Aushungerung, den Misshandlungen und an unbehandelten Krankheiten gestorben sind.

Das verbleibende Drittel starb in – von der SS so genannten – Ghettos, bei Massenerschießungen vor allem durch die Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD und auf den so genannten Todesmärschen. Es wurden in den Konzentrationslagern auch viele andere Menschen ermordet, wie politische Gegner, Sinti und Roma, Homosexuelle, Zeugen Jehovas, geistig Behinderte und so genannte Asoziale. Die genaue Anzahl der Toten ist bis heute unklar, da die Mörder längst nicht über alle Opfer Akten führten, am Ende des Krieges keine Ermordungen mehr dokumentarisch festgehalten wurden und viele Unterlagen ebenso wie die Zeugen gezielt vernichtet wurden bzw. durch Kriegsereignisse unwiederbringlich verloren gingen.

Neben dieser industriell organisierten Ermordung von Millionen Menschen starben weitere unzählige Opfer durch Zwangsarbeit, Unterernährung, Seuchen und Krankheiten. Weite Zweige der deutschen Industrie profitierten direkt oder indirekt durch das Lagersystem. (Wikipedia)

Wir sind wieder mittendrin

Bei der ideologischen Beeinflussung der westdeutschen Bevölkerung gewinnen die neonazistischen und militaristischen Zeitschriften, Zeitungen, Bücher und Filme sowie die Sendungen des Rundfunks und Fernsehens immer größere Bedeutung. Wenn der heutige Bonner Innenminister Höcherl erklärt, der Einfluß der neofaschistischen Propaganda sei zurückgegangen, so ist das eine bewußte Irreführung der Öffentlichkeit.

Der gefährliche Einfluß dieser Publikationsmittel läßt sich nicht allein an den Höhen der Auflagen einiger Verlage messen. Er ist vor allem in den Blättern solcher Monopole der 'öffentlichen Meinungsbildung' wie des Springer-Konzerns, in den Programmen von Funk und Fernsehen sowie in der westdeutschen Filmproduktion deutlich sichtbar.

Die westdeutschen Massenmedien haben sich die Theorien der Neonazisten längst zu eigen gemacht. Tagtäglich ist die westdeutsche Bevölkerung dieser Flut des Chauvinismus und Revanchismus ausgesetzt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Braunbuch

Anerkannte 'Kunst- und Literaturszene' in der Bundesrepublik Deutschland

Günter Grass - mit 15 freiwillig zur Wehrmacht - mit 17 zur Waffen-SS - Nobelpreis für Literatur
Herta Müller - Vater Mitglied der Waffen-SS - Nobelpreis für Literatur
Arno Breker - bekam von Hitler das Rittergut Jäckelsbruch geschenkt - in den 1970er Jahren - Goldener Ehrenring des rechtsextremen Deutschen Kulturwerkes Europäischen Geistes - 1986 lobte Breker den 'kulturell anspruchsvollen Stil' des rechtsextremen Blattes 'Deutsche Monatshefte' - Nach Brekers Tod trauerte das antisemitische Blatt 'Die Bauernschaft' um seinen Leser Breker ...

WIR, Redakteure wie auch Privatleute, die wir öffentliche Aufklärung betreiben, um zu verhindern, sind längst wieder Geächtete dieser Gesellschaft!

Ist das Volk tatsächlich so blöd? Die allgemeinen Reaktionen auf Links lassen es vermuten! Realität: Tatsächliche Arbeitslosigkeit im Dezember 2010 [Redaktion - Mark Seibert] linksaktiv.de 06.01.2011 (in den Blog kopiert am 18.10. 2012) - Schlechte Meldungen kann die Bundesregierung nicht gebrauchen. Deshalb bleibt sie dabei, die Arbeitslosenzahlen schön zu rechnen. Arbeitslose, die krank sind, einen Ein-Euro-Job haben oder an Weiterbildungen teilnehmen, werden bereits seit längerem nicht als arbeitslos gezählt. Fast alle Arbeitslosen, die älter als 58 sind, erscheinen nicht in der offiziellen Statistik. Im Mai 2009 kam eine weitere Ausnahme hinzu: Wenn private Arbeitsvermittler tätig werden, zählt der von ihnen betreute Arbeitslose nicht mehr als arbeitslos, obwohl er keine Arbeit hat.

Der Bürger K. / Ich kehrte zurück von einem Ort, von dem aus ich auf mich selbst blicken konnte und begriff, dass es vor allem um uns geht! Wir alle sind Mitglieder dieser Gesellschaft, sind ein Bestandteil dieses Systems und wir bewachen uns gegenseitig. Wir alle tragen zur Entstehung der Angst bei, die uns lähmt. Uns allen zuliebe betrat ich ein Terrain, das alle anderen aus Angst meiden, und sah die Aussichtslosigkeit, die Absurdität des Gehorsams. Wie zerbrechlich und leicht zu missbrauchen ist das, was uns angeblich dienen soll. Wir sind keine Nummern, keine biometrischen Daten und werden dennoch zu Figuren der Global Player auf dem Spielfeld dieser Zeit. Wenn wir uns ohne Scham im Spiegel ansehen wollen, müssen wir unser Gesicht wahren! Ztohoven - Ein einziger Big Bang von Künstlern ... (http://www.arte.tv/de/4092554,CmC=4092568.html)

Bedingungslos gehorsam - Der ferngesteuerte Krieger - Streitkräfte weltweit setzen immer mehr Roboter ein, die autonom agieren, und Feinde aus der Ferne zielgenau "eliminieren". Die Aufklärung des Kampfgebietes durch unbemannte Drohnen spielt dabei eine wichtige Rolle. Auch für die Bundeswehr. Für den Einsatz in Afghanistan hat sie das deutsch-israelische Drohnensystem "Heron" geleast. Ein System, das schnell auch bewaffnet werden könnte. Die US-amerikanischen Streitkräfte sind schon weiter. Das Verteidigungsministerium hat das Ziel formuliert, dass bis 2015 ein Drittel der bewaffneten Fahrzeuge und Flugzeuge der US-Armee aus Robotern bestehen soll. (http://www.3sat.de/page/?source=/wissenschaftsdoku/sendungen/161968/index.html)

Kapitalismus pur! Amerika startete 2012 (offiziell) über 300 Lufteinsätze, bei denen (offiziell) wenigstens 3000 Menschen um's Leben kamen. Da spezielle Roboter- bzw. Drohneneinsätze von privaten Geheimdiensten durchgeführt werden und somit keine landesinternen Soldaten gefährdet werden, wird auch das Parlament nicht gefragt. Es gilt halt nicht als Krieg im Sinne von ausgetragenen Völkerkonflikten, sondern ist eher ein Privatkrieg von international agierenden Konzernen. Das ist die so hoch gelobte Freiheit, die unzählige Menschen in idiotischer Argumentation anführen, wenn man versucht, mit ihnen über die Vorzüge des Sozialismus zu diskutieren. Aber bei der Textführung und Fragestellung der kommentierenden Wirtschaftssender kein Wunder. Geistige Beschränktheit wird halt 24h am Tag gezüchtet ...

Nixdorf Medien

00:00 23.09.2012
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Geschrieben von

Literatmaat

Chinesische Diplomatie war zu keiner Zeit eines meiner Fachgebiete. Das liegt schon an der abendländischen Erziehung und am sozialen Charakter ...
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Literatmaat

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