RE: Warum uns eine Impfpflicht in diesem Corona-Winter nicht helfen wird | 27.11.2021 | 14:20

Äm, ja. Und in wiefern widerspricht das meinen Ausführungen? Haben sie meinen Beitrag überhaupt gelesen? "Selbstverständlich ist Impfen nur ein Baustein und selbstverständlich muss die Politik auch viele andere Versäumnisse anpacken."

Meinen Argumente pro Impfpflicht widersprechen Sie in keiner Weise.

RE: Warum uns eine Impfpflicht in diesem Corona-Winter nicht helfen wird | 27.11.2021 | 13:09

" Und, sehr praktisch...die Politik hat dann einen Sündenbock"

Das sehe ich anders: Spätestens wenn wir eine sehr hohe Impfquote haben, gibt es eben keine Ausreden mehr, endlich auch andere Versäumnisse anzupacken. Nur so lange wir bei 70 % rumeinern, kann und muss die Politik immer wieder aufs Impfen verweisen. Noch ein Argument für die Impfplicht.

Es ist unstrittig, dass Impfen gegen de Auswirkungen der Pandemie hilft (wenn Sie das bestreiten, macht eine weitere sachliche Diskussion keinen Sinn mehr). Aber die Welt ist nicht schwarz-weiß: Selbstverständlich ist Impfen nur ein Baustein und selbstverständlich muss die Politik auch viele andere Versäumnisse anpacken.

Die Politik hat viel zu viel Angst Verantwortung zu übernehmen und Pflichten durchzusetzen, weil dann angeblich alle durchdrehen und sich alles spaltet. Ich sehe das Gegenteil: Eine böse Stimmung gibt es vor allem, weil die Verantwortung auf die Bürger abgewälzt wird. Jeder darf die (gesellschaftlich relevante!) Impf-Entscheidung selbst treffen, als gehe es um die Farbauswahl des eigenen Autos.

Resultat sind ausufernde Diskussionen, Ängste, Spaltung durch 2G, Ungleichheit. Moralisierender Impfdruck...alles wegen einer völlig harmlosen Impfung, die man gutem Geweissens jedem verabreichen kann.

Ich sehe eine Impfpflict als völlig harmlos und früher oder später MUSS die sowieso quasi kommen, da fast alle Länder die nächsten Jahre auf 2G und ähnlichem bestehen werden. Aber die Politik drückt sich vor der Verantwortung und setzt weiter auf die "gute Moral". Und kann bei sonstigen Versäumnissen schön auf die niedrige Impfquote verweisen, an der die Bürger schuld seien.

RE: Warum uns eine Impfpflicht in diesem Corona-Winter nicht helfen wird | 27.11.2021 | 11:52

Wo bitte kriminalisiere ich Ungeimpfte oder gebe Ihnen die Schuld "dass das Gesundheitswesen kaputtgespart wurde"? Das wird ja immer absurder.

Ich fordere doch nur eine Impfpflicht und habe noch immer kein Argument dagegen vernommen.

RE: Warum uns eine Impfpflicht in diesem Corona-Winter nicht helfen wird | 27.11.2021 | 10:08

"Dann sind wir vielleicht alle geimpft, das Virus aber ist nach wie vor da. "

Eine Impfpflich beendet die Pandemie nicht (behauptet das irgendjemand?), trozdem hilft sie bei der Eindämmung. Ohne die Ungeimpften auf den Intensivstationen wäre es wenigstens etwas entspannter.

Ist das eigentlich das Hauptargument gegen die Impfpflicht/ das Impfen: Dass es nicht 100 % hilft? Das verstehe wer wolle. Ich sehe nach wie vor kein einziges Argument gegen die Impfpflicht.

Masken schaffen das Virus übrigens auch nicht aus der Welt. Sollen wir sie deshalb lieber weg lassen? Oder nur wer will?

RE: Warum uns eine Impfpflicht in diesem Corona-Winter nicht helfen wird | 26.11.2021 | 21:19

Ja, eine Impfpflicht hilft uns diesen Winter nicht mehr viel. Aber wollen wir in einem Jahr wieder feststellen, dass es für den Winter dann auch wieder zu spät ist mit der Impfpflicht?

Je früher eine Impfpflicht, desto besser gegen die Pandemie. Das steht wohl fest. Also wieso wird denn noch diskutiert? Ich sehe das Argument gegen die Impfpflicht nicht.

Wenn wir die Impfpflicht haben, können wir uns endlich auch den müseligen Debatten ums Impfen entledigen. Die Leute sind doch schon genug mit Selbstoptimierungs-Problemen beschäftigt, da kann man sie doch wenigstens beim Impfen und der Wahl des persönlichen Impfstoffs mal entlasten und eine Ansage machen: Jeder impft sich, mit dem was grad verfügbar ist. Ende der Diskusion. Nächstes Thema.

RE: „Es ist unmöglich, auf null zu kommen“ | 02.04.2021 | 22:24

Natürlich bestanden diese Missstände schon vorher. Aber soziale Kontrolle durch vertraute Personen, z.B. durch Lehrer oder Vereinstrainer, spielt eine zentrale Rolle um solche Missstände überhaupt zu erkennen und ggf. einzugreifen. Das Schlimmste ist, wenn es niemand mitbekommt. Dazu sind es gerade solche Kinder, die soziale Kontakte und Bildung vor Ort brauchen. Das ist kaum aufzuholen was da kaputt gehen kann.

RE: „Es ist unmöglich, auf null zu kommen“ | 02.04.2021 | 22:24

Natürlich bestanden diese Missstände schon vorher. Aber soziale Kontrolle durch vertraute Personen, z.B. durch Lehrer oder Vereinstrainer, spielt eine zentrale Rolle um solche Missstände überhaupt zu erkennen und ggf. einzugreifen. Das Schlimmste ist, wenn es niemand mitbekommt. Dazu sind es gerade solche Kinder, die soziale Kontakte und Bildung vor Ort brauchen. Das ist kaum aufzuholen was da kaputt gehen kann.

RE: „Es ist unmöglich, auf null zu kommen“ | 31.03.2021 | 23:00

Ich frage mich bei den Schreianfällen des Kindes meiner Nachbarn manchmal, wie viele Kinder und Jugendliche eigentlich misshandelt werden müssen, bis der Lockdown endlich aufgehoben wird. Das Jugendamt kann auch nicht helfen. Ich fürchte es muss noch schlimmer werden.

RE: „Es ist unmöglich, auf null zu kommen“ | 31.03.2021 | 22:53

"Dann wäre der Spuk nach 2 Wochen vorbei."

Das ist eine große Illusion und ZeroCovid eine radikale Ideologie. So etwas kann in Europa mit demokratischen Staaten (die zudem alle das Recht haben ihren Weg zu gehen) niemals durchgeführt werden und wird es auch nie. Politik ist keine Mathematik. Ihre Zahlenbeispiele sind realitätsfern, falls die tatsächlich ernst gemeint sind.

Woher kommt nur dieser radikale Wunsch einer klinisch-reinen, virenfreien Welt, in der alles diesem Ziel untergeordnet wird? Das hat schon was Religiöses.

Ein gesunder Umgang mit Tod und Krankheit, die beide zum Leben gehören, wäre wünschenswert. Dann könnten wir zukünftige Pandemien ohne Katastrophen-Liveticker mit verhältnismäßiger Alarmbereitschaft hinter uns bringen. Dann könnten wir damit leben, dass ein gewisses Infektionensgeschehen nicht zu vermeiden ist und wir auch mit vielen Maßnahmen abseits eines Lockdowns ein halbwegs normales soziales Leben führen können.

RE: „Es ist unmöglich, auf null zu kommen“ | 31.03.2021 | 22:04

Portugal wird ebenfalls eine vierte Welle bekommen, die Zahlen sind nicht auf Dauer zu drücken. Und die Nebenwirkungen des zweimonatigen harten Lockdowns sind dort immens.

Ich habe bei Ihren Kommentaren dass Gefühl, es gehe darum - um jeden Preis - so viele Corona-Tote zu verhindern wie möglich. Aber um nochmal zu erinnern: Es geht allein darum den Supergau der Überlastung aller Intensivbetten zu verhindern - allein das rechtfertig einen Lockdown mit all seinen Folgen.

Diese Ideologie des "schnell und schadlos aus allem raus kommen" halte ich für gefährlich. Zumal sich "schadlos" allein auf Quantifizierbares und im Grunde auch nur auf Corona-Tote zu beziehen scheint. In einer Pandemie sterben Menschen, das ist normal. Und eine Pandemie ist nicht in ein paar Monaten "besiegt" - auch das ist normal.