Lizas Welt

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RE: Falscher Alarm um Faruk Hosni | 30.05.2009 | 21:46

Hosni selbst bestreitet das Zitat zur Bücherverbrennung gar nicht (so, wie übrigens auch Ahmadinedjad nie dementieren lassen hat, dass er Israel von der Landkarte radieren lassen will). Das konnte man in der ägyptischen Zeitung Al-Ahram Weekly schon vor einem Jahr nachlesen:

weekly.ahram.org.eg/2008/899/eg3.htm

Zitat:

»He [Hosni] said his remark was hyperbole used in response to a comment by a member of parliament from the Muslim Brotherhood who said Egyptian bookshops and libraries were full of Israeli books. "I denied this and told the MP, using a hyperbole, that if those books existed I would burn them myself," Hosni said. "This was a way of confirming the denial, not confirming the act of burning," he clarified.«

Das heißt: Hosni wollte einen Abgeordneten der notorisch antisemitischen Muslimbruderschaft mit der Versicherung beruhigen, in den ägyptischen Buchhandlungen und Bibliotheken gebe es keine israelischen Bücher. Und wenn doch, werde er sie eigenhändig verbrennen (was er aber nicht müsse, weil dort ja gar keine israelischen Bücher zu finden seien - so ist sein "confirming the denial" wohl zu verstehen).

Würden Sie Al-Ahram Weekly auch als "nicht vertrauenswürdige Quelle" bezeichnen? Oder könnte an dem Appell von Lanzmann, Lévy und Wiesel, die Sie hier als "Alarmisten" verunglimpfen, nicht doch eine ganze Menge dran sein?

RE: Falscher Alarm um Faruk Hosni | 30.05.2009 | 21:45

Hosni selbst bestreitet das Zitat zur Bücherverbrennung gar nicht (so, wie übrigens auch Ahmadinedjad nie dementieren lassen hat, dass er Israel von der Landkarte radieren lassen will). Das konnte man in der ägyptischen Zeitung Al-Ahram Weekly schon vor einem Jahr nachlesen:

weekly.ahram.org.eg/2008/899/eg3.htm

Zitat:

»He [Hosni] said his remark was hyperbole used in response to a comment by a member of parliament from the Muslim Brotherhood who said Egyptian bookshops and libraries were full of Israeli books. "I denied this and told the MP, using a hyperbole, that if those books existed I would burn them myself," Hosni said. "This was a way of confirming the denial, not confirming the act of burning," he clarified.«

Das heißt: Hosni wollte einen Abgeordneten der notorisch antisemitischen Muslimbruderschaft mit der Versicherung beruhigen, in den ägyptischen Buchhandlungen und Bibliotheken gebe es keine israelischen Bücher. Und wenn doch, werde er sie eigenhändig verbrennen (was er aber nicht müsse, weil dort ja gar keine israelischen Bücher zu finden seien - so ist sein "confirming the denial" wohl zu verstehen).

Würden Sie Al-Ahram Weekly auch als "nicht vertrauenswürdige Quelle" bezeichnen? Oder könnte an dem Appell von Lanzmann, Lévy und Wiesel, die Sie hier als "Alarmisten" verunglimpfen, nicht doch eine ganze Menge dran sein?