RE: Regierungsbildung in NRW: Wie ernst ist den Grünen die Klimapolitik? | 17.05.2022 | 23:12

"Die Grünen sind nach der Wahl die Königsmacher. Wenn es ihnen ernst ist mit der Klimapolitik, müssen sie sich für die Ampel entscheiden"

Also nur mit der FDP ... äh?

"Das hieße, die soziale Frage nicht nur anzusprechen, sondern in einem umfassenden Sinn neu zu definieren."

und mit der FDP auch die soziale Frage neu definieren ...

Auweia!

RE: Rücktritt von Deniz Yücel: Ausgerechnet jetzt ist der deutsche PEN außer Betrieb | 17.05.2022 | 22:44

" Wer ihn heute als „krawallig“ darstellt und als Formkritiker seiner Versäumnisse auftritt, ist rasch beim Hinterrücks-Denunzieren und Vermeiden inhaltlicher Auseinandersetzung. Das Vorgehen ähnelt dem Umgang mit dem ukrainischen Botschafter. Seit man die Kommentare von Andrij Melnyks Kritikern mitlesen kann, fühlt man sich in beiden Debatten an das Abstrafen undankbarer Jungs erinnert. Gerade heute, da Diktaturen auf dem Vormarsch sind, ist der Schutz der freien Rede und der Kunst wichtiger denn je."

Ja, das Vorgehen ähnelt dem des ukrainischen Nationalisten Melnyk, der jüngst alle Russe, ausdrücklich auch russische Putin-Gegner zu Feinden erklärt hat. Feinde, nur weil sie Russen sind ... Und Yücel will, dass das Bündnis, dem auch Erdogans Türkei angehört, in den krieg eintritt. Niemand verbietet diesen beiden Kriegern, die Meinung zu äußern. Nur wollen eben viele PEN-Mitglieder nicht, dass diese Meinung IN IHREM NAMEN geäußert wird.

Nora Gomringer sieht die freie Rede in Gefahr, wo diejenigen sich empören, dass in ihren Namen dem Krieg das Wort geredet wird. Wenn Meinungsfreiheit ist, im Namen anderer zu sprechen, dann sage ich im Namen Nora Gomringers (nicht in meinem Namen): "Krieg ist ja so eine saugeile Sache, ganz große Kunst, die man nicht durch Humanität beschränken darf". So richtig, Frau Gomringer?

RE: Das Neun-Euro-Ticket ist eine Zeitenwende für unsere Mobilität | 16.05.2022 | 20:09

Mein Arbeitsplatz ist 6 km entfernt und ich fahre das ganze Jahr mit dem Fahrrad zur Arbeit, übrigens auch früher als es 9km waren. Und trotz gutem ÖPNV in der Großstadt. Als Argument dagegen ist "Denn niemand hat mir vorzuschreiben, wie ich zur Arbeit gelange." etwas arm; dann muss man auch nicht jammern, dass man aufs Auto angewiesen sei.

Zu den reinen Fahrtzeiten sollte man seriöserweise noch die Zeiten hinzurechnen, die man persönlich braucht, um Anschaffung und Unterhalt zu finanzieren, sowie die Zeit, die die Allgemeinheit aufwenden muss, um mit den Folgen für die Umwelt fertig zu werden. Das schreibt man anderen dann selbstverständlich vor ...

RE: Nostalgie ist nicht automatisch reaktionär. Warum wir sie brauchen | 08.05.2022 | 22:30

Ich beziehe mich eigentlich mehr auf Kiesinger. Aber auch Ludwig Erhard war im Dritten Reich aktiv an der Ausbeutung bspw. von Polen beteiligt.

RE: Der russische Selenskyj | 08.05.2022 | 15:50

ach Gottchen, wenn man inhaltlich in der Sackgasse steckt, konzentriert man sich auf die Anrede ... na, wenn es Sie befriedigt, soll es so sein.

RE: Nostalgie ist nicht automatisch reaktionär. Warum wir sie brauchen | 07.05.2022 | 17:26

Ja, damals in den 60er war alles besser, als die Deutschen einen Nazi zum Bundeskanzler hatten; denn Nazis waren ja bekanntlich keine ... Intensivtäter ... sondern ... ganz normale Deutsche ...

Wer sich nach dieser Normalität zurücksehnt, sieht sich selbst natürlich überhaupt nicht rechts, sondern hält sich für die Mitte ...

RE: Der russische Selenskyj | 07.05.2022 | 13:10

So wie du den Film beschreibst, scheint es ein Werbefilm für Nawalny zu sein: "Wir sehen eine gute russische Familie, kein Alkohol, die Ausbildung der Kinder ist wichtig, die Tochter studiert in Stanford, er gelernter Rechtsanwalt, sie Ökonomin. Alexei Nawalny verkörpert das modere, urbane Russland, das es eben auch gibt."

Also eine weitere Quelle, aber sicher nicht die Quelle, um zu überprüfen, was wahr ist. Was soll man zwecks "Überprüfung" extra in ein Kino gehen, wenn wichtige Fragen nicht beantwortet werden bzw. mit einer wirklich schrägen Begründung:

"Nawalny ist als junger Redner mit nationalistischen und chauvinistischen Sprüchen laut geworden. Der Film streift das Thema nur, für Nawalny ist es Vergangenheit, der Kampf gegen die Korruption sei schon damals das eigentliche Ziel gewesen, außerdem müsse man verschiedene Leute ansprechen, wenn man die Macht erlangen will."?

Also Chauvinismus nur als Mittel zum Zweck, um die Welt zu verbessern? Klar kann man sich solch einen Film anschauen, muss man aber nicht. Wenn, dann um zu verstehen, wie jemand, der seine Meinung zu wichtigen Themen ständig ändert, um allen nach dem Mund zu reden, damit Erfolg haben kann. Der Film ist wohl eher interessant hinsichtlich auch im 21. Jahrundert erfolgreichen Verführung durch Blender.

RE: Der russische Selenskyj | 06.05.2022 | 23:10

"Der russische Selenskyj " ? Dem ukrainischen Botschafter zufolge ist Nawalny ein Feind der Ukraine, wie ALLE RUSSEN, egal ob sie für oder gegen Putin seien. (Quelle: https://www.comdirect.de/inf/news/detail.html?ID_NEWS=1031526712 )

Beim Nationalisten Nawalny dürfte er sogar recht haben (siehe: https://www.sueddeutsche.de/politik/buergermeisterwahl-in-moskau-wie-nawalny-gegen-migranten-wahlkampf-macht-1.1764494-2 ), aber die Fixierung auf Führer-Persönlichkeiten bringt eben nur Führer zu Tage, die jede:r auf seine/ihre Art die Anhänger:innen in den Untergang führen, gemäß dem Motto: Wer Führung bestellt, bekommt Führung und darf dann seinem/ihrem Führer hinterherlaufen ...

RE: Jugend schreibt schlecht | 18.04.2022 | 19:29

Auch Sie entstellen das Zitat durch Weglassen des Kontext. Ich bezog mich ganz konkret auf den Zeitpunkt der Schönschreibübungen, nicht auf generelles Nichtslernen:

"Sicher ist es besser, man lernt Schönschrift, als dass man gar nichts lernt. Aber in der Zeit lässt sich auch anderes lernen und auf eine bessere Art als durch sklavische Wiederholung. Mit einem Stift in der Hand ist so vieles möglich."

RE: Jugend schreibt schlecht | 18.04.2022 | 18:07

Im Ernst: "nach einigen Übungen ... den ersten Brief"? Bei uns war es ungeliebter Zwang. Schön schreiben hatte ich nie gelernt, war aber ansonsten auf der Grundschule (nicht nur) in Deutsch Klassenbester. Im Rahmen eines Schulversuchs schrieben alle Schüler:innen von der fünften bis neunten Klasse das gleiche Diktat zwecks Einstufung in Förderklassen. Als Fünftklässler war ich im besten Zehntel, als einziger Junge. Schönschrift brauchte es dafür nicht.

Sicher ist es besser, man lernt Schönschrift, als dass man gar nichts lernt. Aber in der Zeit lässt sich auch anderes lernen und auf eine bessere Art als durch sklavische Wiederholung. Mit einem Stift in der Hand ist so vieles möglich.