Helsinki - dein Genius loci wird gebraucht

KOOPERATION STATT KONFRONTATION Egon Bahrs »Wandel durch Annäherung« hatte in der Politik der Evangelischen Kirchen innerhalb der DDR ihre kongeniale Entsprechung - beide zusammen waren Vorboten und Wegbegleiter des KSZE-Prozesses
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Helsinki - der Prozess, dem diese Stadt ihren Namen leiht, beginnt nicht mit dem 1. August 1975, das heißt dem Tage, an dem die Schlussakte unterzeichnet wurde. Er beginnt auch nicht mit den im Juli 1973 auch hier einsetzenden Verhandlungen, sondern er beginnt für mich, so abstrus es klingen mag, an einem Sonntag im August 1961, genau am 13. August, als in Berlin das Monstrum, die Berliner Mauer, errichtet wurde, die in der SED-Propaganda »Antifaschistischer Schutzwall« hieß.

Nachdem die Antihitlerkoalition zerbrochen und die Nachkriegsordnung des Kalten Krieges entstanden war, bedeutete die Errichtung der Mauer die Festschreibung dessen, was später als Status quo bezeichnet wurde. Es bedeutete aber auch das Ende der Nachkriegshoffnung, zumindest der Deutschen,