OBDACHLOSE IN DEUTSCHLAND

Winternotprogramm Das Leben der Anderen
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Ihr lieben Leute...

Ich möchte euch heute etwas erzählen, was mir sehr am Herzen liegt.

Am letzten Wochenende war ich auf Reisen mit dem Zug.

Ein großer Bahnhof auf dem ich gelandet bin war Frankfurt.

Riesengroß, für so ein „Landei“ wie mich.

Als ich auf den Bahnsteig lief, von dem mein Zug abfahren sollte sah ich in einem „Käfig“ die Schlafstelle eines Menschen.

(normalerweise werden Fahrräder darin abgestellt – vermute ich).

Das hat mich sehr erschüttert, bewegt und traurig gemacht!

Es ist schon so dermaßen kalt geworden und da muss nun ein Mensch mit einer dünnen Decke und eine Art Kopfkissen schlafen?

Wie ist es in einem Land wie unserem nur möglich, dass es so etwas

immer noch gibt?

Wieso wird diesen Menschen nicht endlich einmal NACHHALTIG geholfen?

Alle Welt spricht von Nachhaltigkeit, egal in welchen Bereichen, aber hier?

Hört es denn tatsächlich auf, wenn es um MENSCHENLEBEN geht?

Natürlich werden jetzt Stimmen laut.

Wieso? Es gibt genügend Anlaufstellen, da kann jeder hin, wenn er nur will.

Ja, es gibt diese Anlaufstellen – viel zu wenige!

Meistens müssen immer irgendwelche Voraussetzungen erfüllt sein, damit jemand aufgenommen wird.

Und tagsüber müssen sie dann wieder raus.

Das ist einfach UNMENSCHLICH!

Diesen Menschen MUSS BEDINGUNGSLOS geholfen werden und zwar auf Dauer.

So oft werden diese Menschen im Vorbeigehen mit schlimmen und gemeinen Worten bedacht.

Kaum einer macht sich einmal die Mühe mal kurz stehen zu bleiben und mal nachzufragen.

Fragt doch einmal:

Warum ist das geschehen?“

Was ist mit dir passiert?“

Es sind Menschen – wie DU und ICH!!

In ihrer größten Not hatten sie vielleicht einfach keinen einzigen Menschen mehr, den sie ansprechen konnten oder sie haben sich einfach nicht getraut. Denn wer sucht sich allen Ernstes so ein Dasein aus?

NIEMAND!!!

Es kann UNS ALLE treffen.

Diese Situation verändert die Menschen.

Sie verlieren oft ihr Selbstbewusstsein, sie ziehen sich einfach zurück.

Sagen sich: „Was hab ich noch zu verlieren?“

Mein Leben macht keinen Sinn mehr.“

Wen kümmert es noch?“

Oft nehmen sie sich selber nicht mehr wahr.. und viele Menschen die vorbeigehen erst recht nicht.

Das Schicksal kann in jedem Leben so grausam zuschlagen.

Oft verliert man dann einfach alles.. Sein Hab und Gut.. das Haus, die Arbeit, die Familie. Freunde wenden sich ab, statt zu helfen.

Alles wofür sie so hart in ihrem Leben gearbeitet haben ist unwiederbringlich verloren.

Selbst die Hoffnung wird ihnen genommen, eben durch das Verhalten

des Staates und der Mitmenschen.

Menschen können so seltsam reagieren.

Baut doch mal Vertrauen auf. Versucht doch ein Gespräch zu führen.

Vielleicht will es nicht jeder, aber ich denke mir, dass es wahrscheinlich viel mehr von denen gibt, die nur darauf warten, dass sie angesprochen werden.

Das sie ihre Geschichte erzählen können. Das sich jemand hinsetzt und EINFACH MAL ZUHÖRT!

Ohne Vorwürfe zu machen, ohne zu sagen: „Stell dich nicht so an.“

Tu was – gehe zum Amt.“

Wenn das alles immer so einfach wäre.

Diese Zeiten verändern das ganze Wesen, wenn sie ständig mit Missachtung und auch Verachtung behandelt werden, wie soll man

dann Vertrauen in Mitarbeiter eines Amtes haben?

Diese Menschen haben vermutlich auch Angst – große Angst nicht wahrgenommen zu werden – wieder abgewiesen zu werden.

Es gibt Anlaufstellen – ja.

Aber ist es nicht sinnvoll, diesen Menschen die Möglichkeit in Aussicht zu stellen, wieder in ein halbwegs geregeltes Leben zu kommen?

Einfach nur ein Dach über dem Kopf und eine eigene Dusche zu haben? (zum Beispiel – als Anfang)

Wir müssen einfach versuchen, diesen Menschen zu helfen, denn

von der Politik wird dieses Thema seit Jahren einfach ignoriert.

Vertreibung geht eben einfacher, als mal in die Hände zu spucken und zu sagen, wir packen es JETZT an! Machen die berühmten NÄGEL MIT KÖPFEN!

Bedingungslos, für JEDEN , der diese Hilfe benötigt.

Es gibt viele Menschen, die gerne helfen wollen, oft obwohl sie selber kaum etwas übrig haben.

Leider sind dem Einzelnen oft die Hände gebunden.

Es geht nur GEMEINSAM.

Ich folge schon seit einigen Jahren MAX BRYAN.

Er selbst hat diese bittere Erfahrung der Obdachlosigkeit machen müssen und hat es durch GUTE MENSCHEN, die an ihn glaubten, die ihm einfach vertrauten – geschafft.

Es ist sein herzlichstes Anliegen auch den Anderen zu helfen.

Hoffnung geben und langfristige Lösungen und Hilfen anzubieten.

Das macht mir große Hoffnung, dass unsere Welt doch noch Menschen hat, die völlig selbstlos sich für die Anderen einsetzen.

Zur Zeit läuft eine aktuelle Spendenaktion: EIN HERZ FÜR KLAUS!

Wir wollen zuerst ihm ermöglichen, den kommenden Winter unter einem warmen Dach zu verbringen und wenn möglich auch eine dauerhafte und bedingungslose Unterkunft für ihn bereitstellen.

Wer sich beteiligen möchte kann es gerne tun.

JEDER EURO HILFT!

Folgt dem Link und macht euch ein Bild von der Arbeit des Bloggers MAX BRYAN!

www.maxbryan.de

Zusammen können WIR etwas erreichen und einen Funken Hoffnung schenken.

Diese Menschen sind UNS NICHT egal!!

Lasst uns ihnen den Weg zeigen, dann scheint auch für diese Menschen endlich wieder die Sonne.

Von Herz zu Herz.

Ich danke jedem von Herzen für seine Liebe, seine Spende und das große Herz – das Taten folgen lässt.

DANKE – DANKE – DANKE!!

Eure Luise

Spendenlink:

https://www.leetchi.com/c/hilfe-fuer-klaus

08:28 12.10.2016
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
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