Onanie für alle

Hörspiel David Foster Wallaces Roman „Unendlicher Spaß“ ist von hunderten Laien eingelesen worden. Sprachlich war er dafür eigentlich nicht gemacht
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 22/2016
Der Autor im New Yorker East Village 2002
Der Autor im New Yorker East Village 2002

Foto: Janette Beckman/Redferns/Getty Images

Bauprojekte werden in China oft beschleunigt, indem auf eine industrielle Reservearmee zurückgegriffen wird. Für den Bau einer Metro werden dann zum Beispiel statt 2.000 einfach 200.000 Arbeitskräfte eingesetzt, um die Bauzeit von zehn Jahren auf eines zu drücken.

Die Musiker Acid Pauli, Andreas Gerth und der Hörspielautor Andreas Ammer produzieren für den WDR gerade ein Hörbuch zu David Foster Wallaces Roman Unendlicher Spaß und wenden dabei die gleiche Methode an. Die deutsche Übersetzung des 1996 in den USA erschienenen Romans ist 1.500 eng bedruckte Seiten lang. Den Text ließen Ammer und Kollegen von Laien einsprechen. Auf der Webseite unendlichesspiel.de konnten diese einzelne Buchseiten auswählen, und ihre Aufnahme hochladen. Das