Lutz Herden

Redakteur Politik
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Lutz Herden
RE: Vorsätzlich beschädigt | 19.11.2018 | 16:04

Bei Syrien zeigt Putin nicht nur viel Geduld, auch mit Assad, der ja nach dem Tod seines Vaters und Vorgängers einmal sehr viel reformfreudiger war, als ihm das die Entourage der gestandenen Baath-Kader zugestehen wollte. Putin sucht auch den taktischen Kompromiss und die taktische Allianz – mit der Türkei, die sich darum kümmern muss, die islamistischen Hardliner in der Provinz Idlib zu entwaffnen und des Feldes zu verweisen. Dafür hat Erdogan freie Hand gegenüber den Kurden, was Assad nicht unrecht sein muss, ihn aber vor allen in eine Konfrontation mit den Amerikanern treibt, die sich entscheiden müssen, ob sie über die Kurden ihre Syrien-Präsenz behaupten wollen – oder nicht.

RE: Tour de France | 05.11.2018 | 15:00

Kann man aber nur hoffen.

RE: Das große Krachen | 29.10.2018 | 17:23

Das glaube ich eher nicht, aber mit den Szenarien für die Zeit nach Merkel haben Sie sicher recht.

RE: Erdoğan bleibt ein Partner | 27.09.2018 | 15:08

Auf jeden Fall, aber die EU hat sich weder mit den türkischen noch den syrischen Kurden je groß solidarisiert.

RE: Mehr Faschismus wagen? | 21.09.2018 | 17:34

Lieber Herr Linnhoff, es geht um das Signal, nicht den Vorgang

RE: 1973: Auto muss sein | 19.09.2018 | 10:23

Mein Gott, es geht nicht um die Art der Umweltkatastrophe, sondern um den Umgang damit und die Fähigkeit, sie nach Kräften zu beherrschen oder eben nichjt zu beherrschen. Es gibt keinen Smog mehr, ja, aber was ist mit der Luftbelastung durch Dieselfahrzeuge oder durch Kohlekraftwerke. Im Übrigen ist im Text klar gesagt: Es handelt sich um ein fiktives Szenario eines fiktiven Geschehens.

RE: Gute Befreier, böse Befreier | 17.09.2018 | 12:25

Verwiesen sei in diesem Zusammenhang an die im "Freitag" Ende der 1990 er Jahre erschienenen Artikel oder Essays von Kai Ehlers zur "Obschtschina", aus denen sich ersehen lässt, dass tradierte soziale Verhaltensnormen in Russland das Verständnis von Demokratie stark beeinflussen können. Das hat mit westlichen Normativen einer doch vielfach auf das "Parlamentarische" reduzierten Demokratie nicht soviel zu tun.

RE: Flatternde Falken | 12.09.2018 | 11:30

Man sollte sich in diesen Tagen wegen Syrien die Berichte aus Afghanistan genau ansehen, um zu wissen, wohin ein Interventionismus führt, der vor allem eines zum Ziel hat – die politische Fremdbestimmung, für die dem Westen aber zunehmend die Ressourcen und der Rückhalt in der eigenen Bevölkerung fehlen.

RE: Nachholung des Versäumten | 28.08.2018 | 10:47

Das hier teilweise angesprochene "neutrale" Verhältnis zu Russland ist politisch wenig ergiebig, wenn man sich vom erodierenden transatlantischen Verhältnis emanzipieren will. Es sei denn, man pflegt ein Verhältnis zu Russland, wie das Österreich praktiziert. Ein Verhältnis, das entkrampft und nicht so ressentimentgetränkt ist wie in Deutschland üblich.