Lutz Herden
16.11.2012 | 13:37 82

Auf der Suche nach Feinden

Israel Mit seiner Gaza-Strategie tut Premier Netanjahu so, als habe sich das arabische Umfeld der Konfliktzone nicht verändert. Nun aber greifen Kairo und Tunis diplomatisch ein

Auf der Suche nach Feinden

Ein Palästinenser trauert über den Tod seiner zehn Monate alten Tochter, die bei einem israelischen Luftangriff getötet wurde

Foto: Marco Longari/AFP/Getty Images

Israel hat sich 2005 aus dem Gazastreifen zurückgezogen und danach das Gebiet mit 1,5 Millionen Menschen auf 360 Quadratkilometern wie eine Quarantänestation abgeriegelt. Wie zu erwarten, stieg der Druck im überheizten Kessel und musste sich irgendwann entladen. Bald flogen die ersten Quassam-Raketen – die Menschen im Süden Israels lebten dadurch nicht sicherer.

In den Jahren 2006 und 2007 wurde der Gazastreifen von der israelischen Luftwaffe mehrfach bombardiert. An Gegenangriffen aus dem Gazastreifen fehlte es ebenfalls nicht – die Menschen im Süden Israels lebten dadurch nicht sicherer.

Zum Jahreswechsel 2008/2009 wurde mit der Operation Gegossenes Blei der Gazastreifen durch Panzer und Infanterie der Israelis in Teilen besetzt und in Teilen eingeäschert. Bald darauf flogen die Raketen wieder. Der Gazastreifen blieb belagert und blockiert. Die Menschen im Süden Israels lebten auch jetzt nicht sicherer.

Es ist weltweit schwerlich eine Regierung vorstellbar, die nach diesen Jahren nicht von der Einsicht übermannt wäre, dass ihre Politik eine andere Idee braucht als: Wir spielen unser militärisches Überwältigungspotenzial aus – alles andere ergibt sich. Was Benjamin Netanjahu stattdessen betreibt, ist die Fortsetzung von Nichtpolitik mit den immer wieder gleichen militärischen Mitteln. Fällt ihm nicht auf, dass sich seit 2010 die arabische Umgebung der Konfliktzone verändert hat?

Besuch des Emirs

Dass heute ein ägyptischer Premierminister im Auftrag des Präsidenten Mohammed Mursi in einer Vorkriegssituation zu einem ausdrücklich als Solidaritätsakt etikettierten Besuch in Gaza-City auftaucht und auch der tunesische Ministerpräsident Gleiches tut, wäre vor vier Jahren unter dem Regime Mubarak undenkbar gewesen. Das heißt nichts anderes, als dass die innerarabische Isolation, teilweise Ächtung, von Hamas durchbrochen ist.

Schließlich hat Scheich Hamad Bin Kalifa al Thani, der Emir von Katar, Ende Oktober, nicht nur den Gazastreifen, sondern ausdrücklich die Hamas-Führung als erstes arabische Staatsoberhaupt in Gaza-City besucht, ohne auf dem Hin- oder Rückweg um Audienz bei Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas in der Westbank zu bitten. Allenthalben wurde das in der arabischen Welt und darüber hinaus als politische Anerkennung der Hamas-Exekutive gedeutet. Bemerkenswert, denn im Syrien-Konflikt hat sich der Scheich bekanntlich klar gegen Präsident Assad positioniert und wird dafür im Westen, besonders in den USA, als Verbündeter betrachtet. Mit anderen Worten, die israelische Führung muss bedenken, wen sie brüskiert und wen sie herausfordert, sollte der eigenen Armee – wie Ende Dezember 2008 – befohlen werden, in den Gazastreifen hinein zu rollen.

Irgendwann sollte es für die Israelis mit der unermüdlichen Suche nach immer neuen Feinden vorbei sein. Denn soviel steht fest, auf die Gaza-Blockade durch Ägypten kann in Tel Aviv nicht mehr gesetzt werden – der Grenzübergang Rafah scheint durchlässig für alles, was gebraucht wird, inklusive des Nachschubs an Waffen und eines Nachrückens an islamischen Kämpfern, die Hamas zu Hilfe eilen, und nichts mehr suchen als die direkte Konfrontation mit dem israelischen Feind. Vieles deutet darauf hin, dass dschihadistische Filialen, die sich dem Einfluss von Hamas entziehen, im Gazastreifen etabliert wurden, militärisch handlungsfähig sind und nicht nur rein palästinensische Paten haben.

Desaströse Stagnation

Während sich also der arabische Gaza-Kontext verändert hat, charakterisiert den westlichen desaströse Stagnation. Es gibt seit Jahren keine Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern, noch nicht einmal die Aussicht darauf. Ändern könnten diesen Zustand nur die USA. Es gibt zwar ein Interesse daran, aber keine Initiative. Bisher hinderte Barack Obama der Wahltermin am 6. November daran, sich zu exponieren und Netanjahu auf die Füße zu treten. Inzwischen ist klar, es wird weiterhin Zeit verloren gehen.

Die US-Diplomatie wartet nach dem angekündigten Ausscheiden von Hillary Clinton auf ein neue Führungsfigur. Zudem dürfte das Weiße Haus den Ausgang der Knessetwahl abwarten wollen. Was nicht unbedingt einleuchtet. Ein Sieg Benjamin Netanjahus mit seiner ultranationalistischen Rechtskoalition steht mehr oder weniger fest – die Demonstration von Härte gegenüber Hamas soll ja helfen, diesen Sieg unausweichlich zu machen. Auch an der ambivalenten Haltung der EU, vor allem Deutschlands, hat sich nichts geändert. Man fordert die Zweistaatlichkeit in Palästina und tut, vielleicht von Frankreich abgesehen, nichts dafür.

Auch die Versöhnung zwischen Fatah und Hamas, vollzogen im Mai 2011 in Kairo, blieb ein symbolischer Akt ohne greifbare politische Folgen – es fehlt eine gemeinsame Administration für Gaza und die Westbank. Je mehr die Verhältnisse in beiden Regionen auseinander driften, desto schwieriger und unwahrscheinlicher wird koordiniertes Handeln einer Regierung aus Fatah und Hamas.

Für die israelische Regierung mag es verlockend erscheinen, aus der westlichen Indifferenz Kapital zu schlagen, aber sicherer wird damit die Existenz des gesamten Landes nicht.

Kommentare (82)

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Ehemaliger Nutzer 16.11.2012 | 14:31

Sie, Herr Herden schreiben das folgend Zitierte. Dazu einige simple Fragen.

Israel hat sich 2005 aus dem Gazastreifen zurückgezogen und danach das Gebiet mit 1,5 Millionen Menschen auf 360 Quadratkilometern wie eine Quarantänestation abgeriegelt. Wie zu erwarten, stieg der Druck im überheizten Kessel und musste sich irgendwann entladen. Bald flogen die ersten Quassam-Raketen – die Menschen im Süden Israels lebten dadurch nicht sicherer.

War also Ihrer Meinung nach ,Herr Herden, der Rückzug Israels falsch? Hätten die da bleiben sollen? Ist Gaza hermetisch abgeriegelt?

Der Druck stieg? Welcher? Und dieser Druck führt dann zum Abschuß von Selbstbaukleinraketen,die aber ,treffen die ein Haus, auch Menschen töten können?

Sind gar die Feierabendraketeneine Art gerechte 2Strafe" für die Israelis?Und wenn ja , wofür? Für den Rückzug -und die Übergabe an die Palästinenser-oder für das strikte Grenzregime?

In den Jahren 2006 und 2007 wurde der Gazastreifen von der israelischen Luftwaffe mehrfach bombardiert. An Gegenangriffen aus dem Gazastreifen fehlte es ebenfalls nicht – die Menschen im Süden Israels lebten dadurch nicht sicherer.

Bombardierten die Israelis aus heiterem Himmel, wegen eines Irrtums etwa oder gar aus Lust am Bombardieren? Und dann gab es die Gegenangriffe mit den Feierabendraketen? War es, Herr herden,nicht doch genau umgekehrt,feuerten nicht die hamas und andere radikale Palästinenser Feierabendraketen nach Israel -und dann bombardierte die israelische Luftwaffe und schossen die Panzerhaubitzen?

Und da Sie den Hinweis auf nicht sicherlebende Irsraelis zum zweitenmal wiederholen: Sind diese Feierabendraketen für Sie irgendwie eine Art Strafe für Israel ,das ja nicht so reagiert ,wie das Teile der deutschen Jeunesse gern hätte?

Auch die Versöhnung zwischen Fatah und Hamas, vollzogen im Mai 2011 in Kairo, blieb ein symbolischer Akt ohne greifbare politische Folgen – es fehlt eine gemeinsame Administration für Gaza und die Westbank. Je mehr die Verhältnisse in beiden Regionen auseinander driften, desto schwieriger und unwahrscheinlicher wird koordiniertes Handeln einer Regierung aus Fatah und Hamas.

Wegen dieser Versöhnung zwischen Hamas und Abbas feuern also Hamas -Leute aus Gaza vor Tagen erste Rakten nach Israel hinein -und der Abbas erkennt mit geschickten diplomatischen Worten Israel an und erntet Lob in aller Welt einschließlich Tel Aviv und nur die Hamas und deutsche Linke kritisieren den Abbas und Abbas erringt bei der UNO diplomatische Erfolge und all das wird gefährdet durch die unstrittig von der Hamas abgefeuerten Raketen- und das nennen Sie, Herr Herder ,Versöhnung zwischen Hamas und Abbas?

Für die israelische Regierung mag es verlockend erscheinen, aus der westlichen Indifferenz Kapital zu schlagen, aber sicherer wird damit die Existenz des gesamten Landes nicht.

Welche westl. Indifferenz meinen Sie, Herr Herder ?

Die rationale Politik der westlichen Staaten ,die im Zweifel und im Notfall natürlich auf Israels Seite wäre samt dem größeren Teil derer Bevölkerungen schon aus rein kulturellen Gründen (das hat gar nichst mit dem Holocaust zu tun- es geht simpel darum , ob man lieber in Haifa oder in Damaskus,Gaza,Teheran,Ramalla oder Kairo auf einer Restaurantterasse sitzen möchte und Kaffeetrinken und Kuchenessen würde.) richtet sich doch nicht gegen Israel, sondern gegen die Gewalttaten solcher Organisationen wie der Hamas und Hisbollah und wie diese leute noch heißen.

Es ist doch glasklar, dass die radikalen Palästinenser den diplomatischen Erfolg des gemäßigten Abbas und dessen en privat erfolgte geschickte informelle Anerkennung Israels , welche die Radikalen ablehnen, SABOTIEREN WOLLEN indem sie Israel provozieren durch Beschuß zu schießen!

Israel mag man für ungeschickt halten sich provozieren zu lassen und nicht vol auf die Karte Abbas zu setzen,egal was die Hamas macht.

Aber das sagt sich leicht -wenn einem 1945 die letzten Raketen (von alliierten Jagdbombern,in der Größe und Primitivität ähnlich diesen Feierabandraketen der Hamas) um die Ohren flogen.

Nichts für ungut, Herr Herder- aber die Fragen mussten schon sein.

angnaria 16.11.2012 | 15:04

S. g. Mr. RedOne,

Sie tun ja beinahe so, als ob Israel die UN-Initiative von Mahmoud Abbas goutieren und nur die Hamas diese Initiative torpedieren würde. Das ist je nach Wissensstand die Unwahrheit oder eine glatte Lüge.

Ganz im Gegenteil: Das offizielle Israel drohte sogar unverhohlen mit der Annektion der Siedlungen im Westjordanland..

Das habe nicht ich mir ausgedacht, das ging mit diesen Worten durch die Weltpresse.

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Ehemaliger Nutzer 16.11.2012 | 15:27

Dann hat man hierorts und haben Sie Verschiedenes gehört-von wem auch immer.

Hierorts hat man aus dem Munde des ja fraglos als reaktionär zu bezeichnendem derzeitigen MP Israels lobende Worte auf die geschickte diplomatische Äußerung des Abbas gehört.

Haben etwaig irgendwelche radikalen Religiösen das gesagt ,was Sie da zitieren?

Also Abbas ist allerorten schwerst dafür gelobt worden -so hat man es hierorts gehört ,gelesen und gesehen.

Auch die Logik sagt einem das,selbst wenn man derzeit in der Antarktis säße:

Warum sollte Israel etwas dagegen haben , wenn Palästinenser Israel anerkennen wollen als Staat-was die Hamas beispielsweise ja nicht will.

Mal im Ernst- welchen logischen Grund sollte es haben ,das Israel seine eigene Anerkennung durch seine Gegner ,die das bisher nicht taten, würde sabotieren wollen ? Das macht keinen Sinn , so etwas zu unterstellen.

Sinn aber macht es zu unterstellen, dass die Teile der Palästinenser, die Israel eben nicht anerkennen wollen , böse sind auf die Pakästinenser, die Israel anerkennen wollen und das dann die Nichtanerkenner Sorge tragen wollen, das die Anerkenner sich politisch nicht durchsetzen. Und wie geht das? Indem man den "Feind" Israel dazu bringt, zu schießen. Und wie macht man das? Indem man ein paar Kassam-Raketen losschickt.

melanie klein 16.11.2012 | 15:37

israel auf der suche nach feinden?

ist das die gedankliche erleuchtung, die einem nach langem büroalltag unterm neonlicht kommt?

diesen staat als unbedingt kriegswillig und zerstörerisch darzustellen, und dabei jegliche provokationen als physikalisches gesetz gleichzustellen, sprich: nicht veränderbar, grenzt an indoktrinierung.

aber man kann sich nunmal nicht die eigene haut abziehen, an der noch die schmiere der vergangenheit klebt, nicht wahr, herr herden?

Georg von Grote 16.11.2012 | 16:48

Nicht Israel insgesamt ist auf der Suche nach Feinden, die Regierung Israels aber schon und das ständig.

Warum glauben Sie eigentlich, dass ausgerechnet jetzt die Situation in Gaza und Südisrael ganz bewußt eskaliert wurde? Im nächsten jahr stehen vorgezogene Wahlen an und um ganz sicher zu gehen, dass er an der Macht bleibt, braucht Netanjahu jetzt den bewaffneten Konflikt. Einmal, weil er mit einem wieder einmal "gelungenen" Krieg die Masse der Wähler, auch viele derer, die ihm kritisch gegenüber stehen, hinter sich hat und zum anderen, weil Ende November dank einer geschickten Politik seitens Abbas die Uno über eine völkerrechtliche Anhebung der Palestinenser entscheiden wird und das ist etwas, was Netanjahu überhaupt nicht will. Nachdem ihm bei dem Plan, den Iran zu attackieren die Flügel gestutzt wurden, nimmt er sich nun Gaza vor. Andere Gegener stehen mpmentan nicht zur Verfügung und in den Syrienkonflikt wird er sich hüten offen einzugreifen.

Kritik an der derzeitigen Politik Israels hat nichts mit "Schmiere der Vergangenheit" zu tun, es sei denn man stellt sich bewußt blind und taub vor dem, was im Nahen Osten passiert.

KimKlick 16.11.2012 | 17:32

@Georg von Grote: DANKE!!! Ich kann dieses "Recht auf Verteidigung" echt nicht mehr hören...ich war selbst vor noch 6 Wochen in Israel und den besetzten Gebieten. Man spürt die Besetzung jede Sekunde. Man lebt wie ein Tier dort-wenn man Palästinenser ist. Das alles im Moment so ist, wie es ist, ist pure Strategie. Und wenn man den Mund etwas aufmacht wird man entweder als Anti-Semit abgestempelt oder es wird nochmal an an den Holocaust erinnert...so lächerlich langsam...

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Ehemaliger Nutzer 16.11.2012 | 17:36

Was erwartet man wenn man einen Hamas Führer umbringt und im Syrienkrieg mitmischt? Wenn Israel keinen Frieden schließen kann wenn es stark ist, wann wird es Frieden schließen müssen? Im Dauerpartisanenkrieg nützen mächtige Waffen nicht viel, wenn sie auch noch den Iran angreifen dann wird es zu einem Hexenkessel.

Jordanien steht kurz vor den Fall und die arabischen Massen können sich auch ohne Armee bewegen.

melanie klein 16.11.2012 | 21:29

@grote

mein kommentar ging richtung herden, und der hat hoffentlich verstanden, was ich mit schmiere der vergangenheit meinte

@kimlick

f*** o**, i*****. meinst du es reicht, einmal hinter der mauer zu stehen?

allenfalls kommt dann eine überheblichkeit heraus, die sich als allwissenheit und kontrollwahnsinn tarnt.

hier gehts nicht um jene leute, die wirtschaftlich schlechter gestellt sind oder diese, die im schutzraum in partyklamotten hocken, hier gehts um weltpolitik. und die wird nicht von dir albernen backpacker gemacht, sondern von anderen und von denen, die höchstästhetisierte bilder über einen artikel stellen und dann runterschreiben, das um ein kind getrauert wird. zumindest versuchen letztere journalien mitzumischen. die einleitung dafür hat deren brötchengeber ja nun wirklich schon vor ner weile gestrartet.

Der Kommentar wurde von der Moderation entfernt.

janto ban 16.11.2012 | 22:01

| man redet nicht über Dinge, von denen man schlichtweg keine Ahnung hat oder meint sie zu haben |

Ich rede schon seit Jahren nicht mehr über Dinge, von denen ich meine, eine Ahnung zu haben. Was du mit "Ahnung" meinst, nämlich "unumstößliches Tatsachen-Wissen" ist ein Meinungskiller. Wer Kimlick'sche Ahnung hat, hat in einem Meinungsmedium meiner umstößlichen Meinung nach: Stille Nacht.

albert992 16.11.2012 | 22:33

Sie schreiben wirr: sie reden zuerst über den Antrag der Palästinenser auf staatliche Anerkennung durch die UN (steht bevor), welche Israel bekämpft und sanktionieren will mit Annexion des Westjordanlandes.

Im nächsten Satz reden Sie über die Anerkennung Israels durch die Palästinenser und bemerken nicht, daß es sich hier um 2 unterschiedliche Sachverhalte handelt.

Wollen Sie durch Gerede die Diskussion verunklaren oder verstehen Sie es nicht besser?

Im ersten Fall würde es sich um einen beliebten, aber unfairen trick handeln.

Im zweiten Fall sollten Ihre Enkelkinder sagen: Opa, gerh jetzt ins Bett.

albert992 16.11.2012 | 22:52

"@kimlick fuck off, idiot. meinst du es reicht, einmal hinter der mauer zu stehen? allenfalls kommt dann eine überheblichkeit heraus, die sich als allwissenheit und kontrollwahnsinn tarnt. " Strenger Ton hier, aber Frauen dürfen das scheinbar. Aber: Logisches (und menschliches) Argumentieren ist kein Antisemitismus, das ermüdet. Und: Einmal hiner der Mauer stehen ist schon 1 mal öfters als z.B. ich und wahrscheinlich dern Großteil der Weltbevölkerung. Und trotzdem bild ich mir eine Meinung und glaub sogar ich kann mir ein Bild der Lage dort machen. Oder willst du alle von der Diskussion ausschließen, (und ihnen vlt sogar eine eigene Meinung nicht zugestehen), die nicht mindestens zweimal dort waren?

danki 16.11.2012 | 23:12

Was für ein jämmerlich,verkommener,"demokratischer" Journalismus.Die meisten Nachrichteninfos in diesem "demokratischen Bildungsland" sehen wieder einmal die Palästinenser als die Täter und Israel als ein Land,das sich verteidigen muss.Der "Friedensengel" jenseits des Atlantiks wählte diese Worte.Unsere Presse sah offensichtlich keinen Grund,über den Hintergrund dieses Konfliktes Stellung zu nehmen.Frei nach US-Yankee-Manier,was die USA mit Bin Laden können,können wir mit den Palästinensern schon lange.An der Grenze zum Gazastreifen wurden Duzende von Palätinensern vo israelischen Soldaten als Freiwild getötet.Vor dieser Eskalation wurden hunderte von Palätinensern an der Grenze erschossen,ohne dass jemals von unserer "demokratischen" Presse Stellung,geschweige berichtet wurde.Das letzte Opfer,so berichtet auch die israelische Presse,war ein geistig-behinderter junger Mann.Mit dem von den USA korrumpierten Ägypter Mubarack war es einfach.Jetzt hat sich der Wind aber gedreht.Die Isolation Israels im Nahen Osten wird durch die Kriegstreiberpolitik Netanjahus weiter zementiert.Mein Kommentar ist aber nicht als Unterstützung der Raketenangriffe auf Israel zu werten.Wenn aber Menschen durch Israel wie im Gazastreifen wie wilde Tiere gehalten werden,darf sich Israel nicht wundern,wenn es zu Gewaltausbrüchen kommt."Jedes Land hat seine Juden.Israel hat die Palästinenser",so der ehemalige italienischer Jude Primo Levi.Dem ist nichts hinzuzufügen.

Martin Gebauer 16.11.2012 | 23:26

Gut, wenn ich es tue; schlecht, wenn Sie tun …

Deshalb haben jene Länder Hamas und Hezbollah "Terroristenorganisationen" gebrandmarkt.

Grundlegender politischer gesunder Menschenverstand sagt uns jedoch, dass Streitkräfte einer Nation - ob in den Vereinigten Staaten Russland, China, Brasilien oder Israel - den Zivilführern seines Nationalstaats berichten müssen. Aber was geschieht, wenn, wie die Palästinenser, Ihnen nicht erlaubt wird, einen Nationalstaat zu haben? Wie können Palästinenser gegen Israels systematische Terroristentaktik verteidigen, wenn sie ihren eigenen Nationalstaat und deshalb keine Streitkräfte nicht haben können? Deshalb traten Hamas und Hezbollah ins Bild ein, um die Aussicht von etwas Selbstverteidigung anzubieten.

Sicher, es ist leicht, sie als "Terroristenorganisationen", aber - das Verwenden untauglich zu machen, dass dieselben Kriterien - würden die Westmächte heute den französischen Widerstand während des zweiten Weltkriegs, zum Beispiel, als eine "Terrororganisation" einfach wiederklassifizieren, weil sie sich weigerten, die deutsche militärische Invasion ihres Landes passiv zu akzeptieren? Sollte der Widerstand aufgegeben haben, um den Oberkommando in Berlin zu vermeiden, das sie als "Terroristen" brandmarkt?

Und die Terrorgruppen die ermordeten libyschen Führer Muammar Gaddafi im letzten Jahr oder diejenigen, in Syrien in diesem Augenblick Verwüstungen anrichtend? "Freiheitskämpfer", ich nehme mich heraus, weil sie gewaltsam freundlichen NichtuS-Regimen entgegensetzen?

Der Westen muss dass beides zugleich geht nicht verstehen: Entweder der französische Widerstand, und Irgun und Streng, und Hamas und Hezbollah, die syrischen und libyschen Aufstände sind alle "Freiheitskämpfer", oder sie sollten alle "Terroristenorganisationen".You gebrandmarkt werden kann nicht Ihren Kuchen haben und es auch essen.

Alle Optionen auf den Tisch …

In volle "Kriegstreiber-Weise des Babys Bush" kürzlich eintretend, drohte ein IDF Sprecher nicht nur den Palästinensern, aber der ganzen Welt sagend, dass für Israel, "sind alle Optionen auf dem Tisch …"

Starke Wörter, die aus der einzigen Nation im Nahen Osten kommen, der ein Arsenal von Kernwaffen, und die Verhaltensspur-Aufzeichnung hat, die Vertrauenswürdigkeit ihrer Bereitwilligkeit gibt, sie zu verwenden.

Also, Palästinenser müssen sich auf immer zunehmende Niveaus der Gewalt in den Tagen und Wochen gefasst machen, um zu kommen. Wird dieser letzte Wutausbruch durch Israel als eine Entschuldigung verwendet, das südliche Libanon anzugreifen, wo Hezbollah sein starkes hat, halten (und wo Israel aufgewühlt wurde, wenn sie dauern, fiel in Libanon für die n-te Zeit Mitte 2006 ein)?

Sehen wir crescendo der Gewalt, die zu bewaffnetem Angriff auf Syrien in Verbindung mit der TÜRKEI/NATO und mit der "syrischen Freien Armee" (auch bekannt als, Al Qaeda, CIA, Mossad, MI6) führt?

Ist dieser ganze Teil einer israelischen Strategie, den Bereich "zu sichern", der hat einen einseitigen militärischen Angriff gegen den Iran als Israels echte und endgültige Absicht?

Die mehr verallgemeinerte Gewalt im Nahen Osten wird helfen, Obama (und das US-Militär) zu überzeugen, aufzuhören, ihre Füße auf dem Iran zu schleppen und stark wieder im Gebiet heranzukommen.

Israel nennt diesen letzten Stoß und Ehrfurcht "Angriffsoperationssäule der Verteidigung." Ein Guter OrwellianEuphemismus für das Heftige Schlagen Palästinas.

Wenn sich Israel dafür entschieden hat, die ganze Hölle im Nahen Osten verlieren zu lassen, um den Weg für einen Angriff gegen den Iran zu bereiten, dann wird es klar, dass die Gewalt anfangen sollte (immer wieder!!) im martyred Palästina.

OK, so fängt Israel einen neuen mittelöstlichen Krieg in Palästina, aber … an, wo endet es?

Adrian Salbuchi für RT

-Adrian Salbuchi ist ein politischer Analytiker, Autor, Sprecher und Kommentator des Radios/Fernsehens inArgentina.www.asalbuchi.com.ar

http://rt.com/news/israel-gaza-campaign-hypocrisy-815/

Lieschen 17.11.2012 | 00:55

es ist immer wieder erheiternd, zu lesen, um wie vieles besser als die Israelis selbst deutsche Schurnalisten vom heimischen Bürosessel aus die Situation in Israel einschätzen können. das erinnert so ein bisschen an den Klippschüler, der jetzt mal schnell dem Professor die Relativitätstheorie erklären will.

Zu dem "überheiztem Kessel" Gaza: 1,5 Mill. Menschen auf 320 km^2 ist eine geringere Bevölkerungsdichte als 3,5 Mill. auf 800 km^2 (Berlin). Während allerdings die Berliner wenigstens z.T. noch für sich selbst sorgen können, werden die Palästinenser in Gaza von den Israelis (also denjenigen, die sie am liebsten "ins Meer treiben" würden) großzügig mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt und kostenlos in israelischen KH behandelt. ZUm Dank dafür schicken die Palästinenser Raketen und kleine Kinder mit Bombengürteln nach Israel.

Es sei an dieser Stelle auch noch einmal daran erinnert, dass es Arabern nirgendwo besser geht als im verhassten Israel. Selbst die Situation der Araber in Gaza dürfte besser sein als in den meisten anderen arabischen Ländern.

Israel kann gar nicht anders, als sich gegen den anhaltenden Terror aus Gaza zu verteidigen. Betrachtet man die Situation objektiv, muss man konstatieren, dass die Israelis insoweit bisher außerordentlich zurückhaltend vorgegangen sind.

Da die Araber ohnehin niemals aufhören werden, die Juden zu hassen, und da die Israelis dies wohl nur durch ihre eigene "Abschaffung" ändern könnten, wäre es langfristig möglicherweise sinnvoller, die bisherige vornehme Zurückhaltung aufzugeben und die Situation einer nachhaltigen militärischen Lösung zuzuführen. wie Caligula so schön sagte: "Oderint dum metuant".

Martin Gebauer 17.11.2012 | 09:29


Die Säule der Morde ...Von Evelyn Hecht-Galinski

Das israelische Regime hat erneut begonnen, mit Hilfe seiner Propaganda-Abteilung einen blumigen Namen für das gezielte Morden in Gaza zu erfinden: "Die Säule der Verteidigung!" So erfinderisch das zionistische Regime im Erfinden von Mord-Poesie ist, so erfinderisch ist es auch im Verdrehen der Tatsachen, um erneut in Gaza zu morden. Für Netanjahu und seine Mitmörder hat der Wahlkampf mit einem Sturm begonnen, nur ist es nicht wie bei Obama eine Naturkatastrophe wie Sandy, sondern ein mörderischer von Israel selbst gemachter Sturm.

Selbstverständlich rief der eine Friedensnobelpreisträger Peres (der Vater des Siedlungsbaus und der israelischen Atomwaffen) den anderen, nämlich Obama (den Drohnenkönig) an, um sich dessen Unterstützung für die jüdische "Selbstverteidigung" zu holen. Da gab es selbstverständlich kein Stück Papier, was zwischen die Beiden passte, da war der Frieden unter den Beiden so groß, dass es grünes Licht gab für das weitere Morden! Als Netanjahu auch noch anrief, von "Wahlkämpfer zu Wahlkämpfer", gab es kein Halten mehr, man verstand sich wieder!
Es ist eine Schande für die Welt, wie man toleriert und beschönigt, was der jüdische Staat seit Jahrzehnten im Namen der "Selbstverteidigung" anrichtet!
Den kompletten Text findet ihr im Forumsbereich, wo auch gerne über dieses und andere Themen diskutiert werden kann - klick hier

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Ehemaliger Nutzer 17.11.2012 | 11:32

Das Problem ist doch, dass Israel gar keine "Zweistaatenlösung" will! Man will auch die widerrechtlich besetzten Gebiete nicht wieder zurückgeben. Im Gegenteil, es werden immer mehr Siedlungen gebaut.

Auch vor den Waffen der Palästinenser braucht Israel sich mit seiner hochtechnologisierten Armee nicht zu fürchten. Trotzdem scheint man zu planen, die Palästinenser im Gaza-Streifen gezielt vernichten zu wollen. Und die Welt schaut zu und richtet immer nur Appelle an die ach so bösen Palästinenser. Über die Morde und menschenverachtende Bombenterrorpolitik der Israelis wird nicht gesprochen.

aixpaix 17.11.2012 | 15:24

Zum Verständnis der Hintergründe ist der Beitrag des israelischen Vermittlers Gershon Baskin wichtig, der wenige Tage vor der Tötung des Militärchefs der Hamas dessen Einverständnis zu einem dauerhaften Waffenstillstand mit der Hamas einholte. Dieser Beitrag erschien heute in der New York times und gestern in deutscher Übersetzung in aixpaix.de

http://www.aixpaix.de/autoren/baskin/mord.html

aixpaix 17.11.2012 | 15:24

Zum Verständnis der Hintergründe ist der Beitrag des israelischen Vermittlers Gershon Baskin wichtig, der wenige Tage vor der Tötung des Militärchefs der Hamas dessen Einverständnis zu einem dauerhaften Waffenstillstand mit der Hamas einholte. Dieser Beitrag erschien heute in der New York times und gestern in deutscher Übersetzung in aixpaix.de

http://www.aixpaix.de/autoren/baskin/mord.html

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Ehemaliger Nutzer 17.11.2012 | 18:52

Ich kann inzwischen jeden Palästinenser verstehen, der zur Hamas geht! Israel plant den Genozid des palästinensischen Volkes! Und der "Westen" schaut zu. Erinnert mich an die Ausrottung der Indianer durch sogennate "Amerikaner"! Was ist denn wenn deren Überlebende ihr Land zurückbekommen wollen?

melanie klein 17.11.2012 | 20:09

großmutter von den russen vergewaltigt, urgroßmutter gleich mit dazu, großvater, obwohl kommunist, hingerichtet.

selbst russisch in der schule gelernt.

und? was hat das mit der weltpolitik zu tun?

wenn du hier die ebenen vermischst, makro mit mikro gleichsetzt, und dann noch in deiner hybris den leuten das denken verbietest, ist das nurmehr eine offenbarung deines machismo, der emotio ausschließlich über ratio stellt.

was soll`s. viel spaß noch mit nem angstfreien leben, du held.

MS2012 17.11.2012 | 20:18

Offensichtlich findet man in Tel Aviv nicht mehr den Weg zurück. Der scheinbaren Ausweglosigkeit aus der Spirale von Gewalt und Gegengewalt versucht man mit noch mehr Gewalt zu entrinnen. Was die israelische Regierung von der - ja - demokratisch gewählten Hamas-Regierung als Vertreterin des palästinensischen Volkes hält, demonstriert die Zerstörung der Regierungssitzes eindrücklich: nichts. Innenminister Lieberman scheut sich auch nicht, die gezielte Tötung Premier Hanijas anzudrohen. Gezielte Tötungen, extralegal, gehören aber schon längst zum täglichen Geschäft, ob in Tel Avivs oder Washingtons Generalstäben. Demokratiefern, rechtsfern und mit menschenverachtender Grausamkeit geht Israel gegen seine Gegner vor und tötet Zivilisten - Männer, Frauen, Kinder. Das der Krieg mit Sirenengeheul auch nach Tel Aviv und Jerusalem kommt, sollte Anlaß genug für die israelische Bevölkerung sein, die wahren Verursacher dieses Krieges zu benennen: Das Kabinett Netanjahu.

Georg von Grote 17.11.2012 | 22:15

Ich hatte gestern abend ein längeres Skype-Gespräch mit Moshe Kurtz aus Tel Aviv, von dem ich mal erzählt hatte.

Der war sehr aufgebracht wegen der jetzigen Situation und erzählte mir, dass es offenbar im israelischen Militär ziemlich brodeln soll, weil man sich in einen Konflikt gezwungen fühlt, der ganz gezielt von Netanjahu provoziert worden sei. Offenbar sieht man auch in Israel und auch in der israelische Armee, dass man sozusagen Wahlkampfhilfe leisten soll. Er meinte, dass sich die Aktion durchaus negativ für Netanjahu auswirken könnte, falls die Verlustzahlen bei einer Bodenoffensive höher als erwartet ausfallen. Und die Unlust der Israelis scheint von Mal zu Mal zuzunehmen. Er zumindest geht davon aus, dass die Liquidierung des Hamas-Chefs ganz bewußt jetzt erfolgte um die Hamas zu reizen und einen Grund zu haben, in Gaza einzumarschieren.

Es ist aber durchaus möglich, dass Netanjahus Rechnung nicht aufgeht. Die Kritiker der jetzigen Politik der Unversöhnlichkeit in der israelischen Bevölkerung scheinen immer mehr zu werden.

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Ehemaliger Nutzer 17.11.2012 | 23:17

Äh- man sollte sich betreff der Argumentation, warum diese Eskalation dort erfolgte, mal einigen bei denen, welche Israel als den Aggressor sehen.

An die Adresse der Israelgegner und Hamasverteidiger geht daher die Frage:

War es nun dieser im Grenzgebiet zwischen Gaza/Israel tragisch durch Unfall (irriger Aufenthalt im Grenzgebiet des Opfers und irriger Waffengebrauch der Wachposten) passierte Todesfall, der die Hamas lt. hier zu lesenden Statements der Israelgegner berechtigte , die Rakten auf Israel abzufeuern-was dann vorherzuberechnen das Echo der Israelis auslöste?

Oder war es die,schon nach den ersten Raketenabschüssen,erfolgte gezielte Tötung dieses Hamas-Militäraktivisten/chefs, der dann die Hamas lt. den Israelgegnern hier berechtigte ,ihre bis jetzt 300 plus x Raketen nach Israel hineinzufeuern -mit dem vorherzuberechnendem Echo seitens der Israelis?

Das sind rationale klare sachlogisch korrekte Fragen!

Zudem:

Es sind nicht nur die in Kleinfabriken gefertigte "Selbstbauraketen" von der Größe und minderen Qualität der etwa im 2. Weltkrieg von den Angelsachsen mittels ihrer Jagdbomber verwendeten Luft-Boden -Raketen (mit denen die damals, wenn sie trafen,aber auch Brücken,Lokomotiven oder Tigerpanzer vernichten konnten-so "gut" waren die auch.)welche die Hamas aus Gaza abfeuern läßt , sondern es sind auch iranische größere Raketen die sie abfeuern , die durchaus eben bis Tel Aviv und Jerusalem fliegen können und eben durchaus nennenswerten Schaden anrichten können.

Da hier im Blog die Israelgegner und Hamasunterstützer gern behaupten, Gaza sei (unausgesprochen oder gar ausgesprochen von denen) "eingemauert wie das Warschauer Ghetto" (Glückwunsch zu Ihrer aller guten Geschmack!Ironie aus!) -müssen diese Hamasunterstützer und Israelgegner mal erläutern, wie iranische gefährliche Raketen bitte in das angeblich "wie das Warschauer Ghetto abgeriegelte und eingemauerte" von der Außenwelt angeblich abgeschnittene Gaza kommen?

Wie kommen aus Iran stammende industriell hergestellte moderne Kurzstrecken-Gefechtsfeldraketen ins angeblich komplett abgeriegelte Gaza?

Also irgendwas scheint nicht zu stimmen mit der hier im Blog von Israelgegnern behaupteten "Ghettosituation" -keine Maus kommt rein,keine Maus kommt raus- Gazas.

Kurzstrecken-Gefechtsfeldraketen,etwa von der Stärke der V1 mit modernen Steuerungstechniken und moderner Bauart, scheinen irgendwie nach Gaza hinein zu kommen- sonst könnte die Hamas sie nicht, lt. Israelgegenern angeblich " berechtigterweise wegen ... " siehe Frage , aus Gaza abfeuern.

Auch moderne PKW, welche man dort fahren sieht in den TV Bildern und die als Modelle nicht älter sind als ein oder zwei,drei Jahre und also als Neuwagen oder Jahreswagen nach Gaza gekommen sein müssen (anders als auf Kuba,kein Ghetto-aber da kariolen nur alte ,sehr schöne, Amischlitten herum und Russenfiats aus den 80ern) , sind ja nicht nach Gaza hinein gebeamt worden-sondern müssen irgendwie die angebliche "hermetische Abschließung" der Palästinenser in Gaza überwunden haben.

Ach noch was: Die äußeren Grenzen des Gazastreifens entsprechen exactly denen ,die seinerzeit von der UNO festgelegt wurden.

War das für die Hamasfreunde unter den Bloggern wieder zuviel an ganz wertneutralen Hinweisen und Fragen ?

Georg von Grote 17.11.2012 | 23:55

Ich versuchs noch mal mit Ihnen, warum, weiß ich jetzt auch nicht, aber ich versuchs einfach noch einmal. Vielleicht bleibt ja etwas hängen.

Sie offenbaren eine erschreckende Unkenntnis der Lage in Israel, Gaza und der Westbank und ein erhebliches Informationsdefizit.

Versuchen Sie einfach mal Ihre Schwarz-Weiß-Malerei einzumotten und die Sachen eztwas differenzierter zu sehen.

Es geht nicht um Anti-Israel und Pro-Hamas oder vice versa. Die Palästinensrer sind nicht die Hamas und Netanjahuh ist nicht die Israelis. Es geht hier um eine konkrete Situation und die Fragen, die sich die meisten hier stellen, sind die, warum jetzt, warum in dieser Form und wem nützt es. Und diese Fragen sind dieses Mal realitivleicht zu beantworten und die Sicht der Meisten hier deckt sich im Großen und Ganzen mit der Sicht kritischer Israelis in Israel, aber auch gemäßigten Palästinensern.

Die Liquidierung des Befehlshabers der Kassam-Brigaden wurde ganz bewußt just jetzt befohlen, weil man mit der Gegenreaktion rechnete und damit vorgaukeln kann, man habe nun einen Grund eine größere Offensive gegen Gaza zu führen. Es bestand nicht die geringste Notwendigkeit den Hamas-Führer jetzt zu liquidieren, wobei diese "Todesliste" sowieso völkerrechtlich extrem bedenklich ist.

Der Grund. der dahinter steckt ist der, dass Netanjahu sich den nächsten Wahlsieg sichern will, sonst nichts. Und für diese Option ist er sogar bereit, die israelische Zivilbevölkerung in unmittelbare Gefahr zu bringen und das Leben der Soldaten zu opfern. Perfider geht es nicht mehr. Von den palästinensischen Opfern rede ich jertr einmal gar nicht.

Fliegen Sie im nächsten Urlaub mal nicht wieder auf den Ballermann, sondern nach Israel. Und nicht nach Eilat um da mit Delphinen zu knutschen, sondern versuchen sie da einmal über Ihren Schatten zu springen und reden mit den Leuten, Israelis und Palästinensern. Und vor allem hören Sie denen mal zu. Vielleicht lernen Sie dabei ja was.

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Ehemaliger Nutzer 18.11.2012 | 00:34

Äh-Grote:

Sie sind es ,der spekuliert -und eine erschreckende Abwesenheit von Wissen und Realismus kundt tut und auch ein gewisses Ressentiment nicht unterdrücken kann.

Sie spekuieren über die Absichten dieses jetzigen Premierministers.Das Spekulieren ist an sich schon unseriös.

Gleichzeitig spekulieren Sie nicht über die Absichten der Hamas, die ja ganz offen verfeindet sind (bis hin zu blutigen inneren Auseinandersetzungen und Anwendung von Todestrafe in dem " abgeriegeltem" Gaza.Nichts zu futtern angeblich-aber Leute hinrichten. Feine Gesellschaft.) und die gemäßigten Palästinenser bekämpfen.

Also wenn Sie, Grote, schon spekulieren über die Absichten fremder Politiker-dann spekulieren Sie aber ehrlicherweise bei allen involvierten Politikern.

Warum sollte dieser jetzige MP Israels eine Wahl gewinne, wenn er einen - ja für die Wähler durchschaubar dann - Krieg anzettelt? Er würde die Wahl dann eher verlieren-es sei denn ,Sie ,Grote, würden behaupten wollen, dass die Israelis generell Krieg wollen in ihrer Mehrheit. Denn nur dann würden die ja einen Politiker wählen, der erkennbar für sie einen Krieg anzettelte.

Ihre Spekulationen über den rechten MP Israels sind völliger Unfug und ein Beleg über Ihre Ressentiments und Ihren Mangel an Wissen über Politik und wie sie funktioniert.

Gründe für absichtliche Beförderung einer Eskalation hätten höchstens ,wenn überhaupt, die radikalen Hamas-Leute, denen die Felle wegschwimmen würden bei einer UNO-Anerkennung ,erreicht durch den gemäßigten Abbas (ob mit grimmen Blicken der Israelis oder stoischem Schweigen wäre doch sch...egal!) und seinem ,Abbas, persönlichem Erfolg bei den Israelis durch seine geschickte diplomatische Äußerung zur Anerkennung Israels.

Wenn der Mann Abbas Erfolg hätte - wäre Hamas nach den nächsten Wahlen in Gaza GESCHICHTE -und nur noch eine was? Terrororganisation!

Und wenn man überhaupt spekuliert- dann wäre dies vom Verf. dieser Zeilen hier Dargetane noch die logischste und folgerichtigste Spekulation.

Wenn Abbas sich durchsetzen würde - immer weitere Anerkennung Palästinas in der UNO ( egal was derzeit Israel ,USA und EU dazu sagen-die EU bröckelt bereits, Das ist Diplomatie "alter fetter Männer und ebensolcher Frauen" -und davon sollten israelunfreundliche schnelle deutsche Truppen die Finger lassen,davon verstehen sie nichts.) zu erreichen und GLEICHZEITIG innerhalb der Palästinenser die Anerkennung Israels durchsetzen würde bei zudem bereits erfolgter freundlicher Kommentierung seitens Israels- dann wäre doch die Hamas sozusagen "arbeitslos". Deren Radkalismen wären überflüssig-denen würde es so gehen wie allen Terrororganisationen in der Welt: Bei diplomatischer Lösung sind sie dann die Gekniffenen.

Und das will die Hamas verhindern.Um nicht überflüssig zu werden und um nicht in Gaza abgewählt zu werden bei deren nächsten Wahlen dort.

Wie Sie sehen, Grote, haben Sie augenscheinlich wenig Informationen über den Nahen Osten und lassen sich als intelligenter älterer Vertreter gewisser Richtungen eben dann und wann von Ihrem eigenem Ressentiment aufs Eis locken. Nicht beschweren, wenn es unter Ihrem Gewicht bricht.

Georg von Grote 18.11.2012 | 01:01

Lassen Sie mal Ihre gespielte Überheblichkeit stecken. Wirkt nur lächerlich.

Ich habe auch weder Lust mich auf Ihr billiges Stammtischniveau zu begeben, noch will ich wissen, wo Sie Ihr Minimalwissen zusammengeklaubt haben.

Vielleicht noch ein kleiner Hinweis. Sollte Ihr nick auf dem Film basieren, dann ist Ihnen wahrscheinlich auch etgangen, dass der nicht Sam Fullers Film war, Warum nicht, erspare ich mir Ihnen zu erklären, hat ja nicht viel Sinn. Aber inwoweit passt der nick auch wieder. Eine Blindkopie eben.

So und nun Ende Gelände und hasta la vista, greenhorn.

jango-jack 18.11.2012 | 13:02

Ich bin doch überrascht über diesen Artikel zumal es der einzige in einer seriösen deutschen Zeitung ist, der nicht dem gängigen Argumentationsmuster ganz nach Mundart der israelischen Regierung folgt.

Es ist ausschließlich zu lesen, dass der Raketenhagel bzw. konkret ein Treffer, der israelische Soldaten verletzte, durch militante Gruppen aus dem Gazastreifen Ursache für die derzeitige Eskalation sei.

Man macht sich in der herkömmlichen Berichterstattung noch nicht einmal die Mühe die Sichtweise der Palästinenser adäquat nachzuzeichnen. Strukturelle Gewalt durch den israelischen Staat, gelegentliche Tötungen von palästinensischen Zivilisten, durch Siedler oder dem israelischen Militär bleiben also mögliche Ursache für den Raketenhagel unerwähnt. Konkret wird kein Zusammenhang zwischen der Blockade des Gazastreifens, der Besiedlung und damit einhergehend der Vertreibung der Palästinenser aus den Gebieten des Westjordanlandes hergestellt. Auch zivile "Kollateralschäden" auf Palästinenserseite sind offenbar keine möglichen Ursachen.

Der Autor des Artikels fasst dies alles unter dem Begriff "Druck im Kessel" zusammen und trifft den Nagel auf den Kopf.

Völlig offen versuchen die USA und Israel einen Palästinenserstaat unter Hinzunahme von Drohungen, einen Palästinenserstaat um jeden Preis zu verhindern. Europäische Staaten tun es ihnen im Windschatten, aber nicht weniger schuldig gleich.

Was es bringt der Gewalt abzuschwören, davon kann die Fatah im Westjordanland ein Lied singen, nämlich rein gar nicht. Es wird gebaut, westliche Politiker zeigen sich "ernsthaft besorgt" und kümmern sich dann wieder um wichtigere Dinge, praktisch allerdings spielen sie drei Affen. Nichts sehen, nichts hören, nicht sagen. Und wenn von den Palästinensern "Dampf aus dem Kessel" gelassen wird dann hat Israel natürlich das Recht sein Volk zu schützen oder anders ausgedrückt, physische Gewalt anzuwenden. Nur muss man sich fragen wer schützt die Palästinenser vor den Israelis? Der Westen jedenfalls tut es nicht...und will darüber hinaus auch noch als "zivilisierte Welt" Vorbild sein.

melanie klein 19.11.2012 | 20:21

naja, die palästinensische position ist ja gerade von ihrem brötchengeber gut wiedergegeben worden, so gut, dass er gleich gnadenlos alle klischees bedient. ich frage mich, ob sie in ihren redaktionskonferenzen eine vorgabe bekommen. ...auf der suche nach feinden.

aber ich nehme mal, mit diesem fundierten tatsachenbericht gehen sie d'accord?
falls nicht, oder nicht so ganz, lesen sie die putz. auch wenn ich deren schreibe nicht so mag, endlich mal ein mensch, der mir halbwegs den glauben gibt, in der medienwelt sind nicht alle wahnsinnig und irrational geworden. lesenswert auch die faz heute. aber leider nicht ihrer meinung.

melanie klein 19.11.2012 | 20:21

naja, die palästinensische position ist ja gerade von ihrem brötchengeber gut wiedergegeben worden, so gut, dass er gleich gnadenlos alle klischees bedient. ich frage mich, ob sie in ihren redaktionskonferenzen eine vorgabe bekommen. ...auf der suche nach feinden.

aber ich nehme mal, mit diesem fundierten tatsachenbericht gehen sie d'accord?
falls nicht, oder nicht so ganz, lesen sie die putz. auch wenn ich deren schreibe nicht so mag, endlich mal ein mensch, der mir halbwegs den glauben gibt, in der medienwelt sind nicht alle wahnsinnig und irrational geworden. lesenswert auch die faz heute. aber leider nicht ihrer meinung.

Georg von Grote 19.11.2012 | 20:51

Sie wehren sich nur gegen andere Sichtweisen auf diesen Konflikt, die im übrigen auch wesentlich differenzierter sind als Ihre zwei Fronten-Teilung.

Das Problem ist eben dabei, dass man die Hamas nur als eine terroristische Organistaion sehen will, was sie ja auch zum Teil ist, aber eben nicht wahrhaben will, dass es selbst in der hamas verschiedene Strömungen gibt. Von den dschihadistischen Gruppen, die mittlerweile längst eigenständig operieren und nicht mehr unter der Kontrolle der Hamas stehen, mal ganz zu schweigen.

Und so einseitig , wie ihr Standpunkt ist auch der von Ihnen verlinkte Artikel in der FAZ.

Achja: Übrigens, Lachen ist gesund :-)

melanie klein 19.11.2012 | 22:17

ich wehre mich gegen gar nichts. und schon gar nicht gegen andere sichtweise. leider sind es keine sichtweise, die hier präsentiert werden, sondern plumpe propaganda. wenn ich mir die spiegel-kolumnen des freitag-verlegers durchlese, kommt mir, salopp gesagt, das kotzen. das ist jenseits jeglicher journalistischer ethik, das sind nur geistige brandbomben, falsche ausagen, verdreht oder so geschrieben, dass man ihnen eigentlich rechtlich nichts anhaben kann, aber das sie nur ausschließlich eine pervertierte meinung transportieren. tendenziös nennt man sowas. augstein versucht, die weltpolitik als von juden, resp. jüdischen lobbygruppen gesteuert zu erklären. und von dort aus bricht er sich immer wieder seinen weg in einen knallharten antizionismus, der sich vor gar nichts, aber auch nichts sträubt. ab und zu sollte man mal innehalten und sich diesem kompletten wahnsinn, diese totale negierung von komplexität der welt entziehen und das gehirn einschalten. ich weiß nicht genau, was augsteins motivation ist, komplett die propaganda der einen seite zu fahren und immer wieder das geschehen mit worten und adjektiven zu beschreiben, die die isrealis als kollektiven eichmann erscheinen lassen.

sie sagen, dass das ein wehren des anderen standpunkt ist. ich sage, dass das ein kompletter systemausfall eines menschen ist, der unmengen von geld und einfluss geerbt hat, und mit seiner multiplikatorenfunktion alles andere als bewusst und verantwortlich umgeht. (und das ist noch eine ihm eher positiv gesinnte einstellung, alles andere wäre verschwörungsgehabe meinerseits).

das ist nicht nur schlechter journalismus, das ist infantiler, zurückgebliebener dreck.

vergessen sie "meine zwei fronten". die gibts nicht. auch wenn es ihnen leichter fällt, mich da hineinzudrücken.

melanie klein 19.11.2012 | 22:35

nachtrag: und auch wenn der artikel weitaus wertfreier geschrieben ist, sind bilder wie das vom überheißten kessel, der sich "zwangsweise" entladen muss, ebenso tendenziös wie augsteins direkte sätze.

berlin hat eine größere bevolkerungsdichte und hier ist die reibung nicht so groß, dass sich irgendwas zu entladen hat.

eine gesetzmäßigkeit dort zu erkennen, wo es um politik, also um MÖGLICHKEITEN geht, also verhandlungen und nicht physikalische wahrheiten, ist propaganda.

und: feinde sucht man sich nicht, die hat man, oder die bekommt man. ist in diesem artikel eigentlich auch so beschrieben, aber wenn der finger juckt, in der die feder liegt, kratzt man sich eben erst, nachdem man gekritzelt hat. und man will es halt so geschrieben sehen.

Georg von Grote 20.11.2012 | 00:32

Sie wollen jetzt bitte nicht die Situation in Gaza mit der in Berlin vergleichen?

Dann kennen Sie Gaza wirklich nicht. Im Prinzip ist dies ein riesiges Gefängnis. Manch vergleichen es mit den KZs. Das allerdings geht mir dann zu weit, aber man könnte einen Vergleich mit dem Warschauer Ghetto ziehen, aber selbst der würde hinken.

man muss solche Vergleiche auch nicht ziehen, die Situation in Gaza ist für sich schon desaströs. Die Israelis kappen, wann immer sie wollen Wasser, Strom. Lassen teilweise nur das Nötigste ins Gebiet, was gerade reicht zum Überleben.

Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich Jakob Augstein noch einmal in Schutz nehmen würde, aber was ist an der Kolumne auszusetzen? Klar ist die provokant formuliert, aber so geschickt, dass ihm niemand am Zeug flicken kann. Zumal auch die Fakten stimmen.

Der jetzige Konflikt ist ja nicht vor ein paar Tagen einfach so spontan ausgebrochen, sondern wurde von langer Hand vorbereitet.

In der Nacht vom 23. auf 24. Oktober wurde in der Nähe von Karthoum/ Sudan eine Waffenfabrik bombardiert. Es gibt zwar keine offizielle Bestätigung aber auch keine Zweifel, dass es eine israelische Aktion war, denn in dieser Fabrik wurden die Raketen des Typs Faijr-5 zusammengebaut, die der Iran der Hamas lieferte. Bis dahin vermuteten die Israelis zwar, dass die Hamas über diesen Typ verfügte, konnte es aber nicht beweisen.

Nach dem Bombardement aber war offenbar auch der hamas klar, dass die Israelis Bescheid wußten und am 25. 10, sprach Dschabari von einem Waffenstillstandsabkommen.

Das aber wäre den Israelis nicht genehm gewesen, denn auf diese Weise wären die Raketen nach wie vor in Gaza und eine Bedrohung für Tel Aviv und Jeruslem.

Jetzt brauchen sie aber einen Grund um diese Raketen zu zerstören und fingen an zu provozieren und die Hamas, aber auch die Dchihadistischen Gruppierungen ließen sich provozieren.

Jetzt hatte Dschabari am 25.10. nicht in die Luft gesprochen, sondern tatsächlich ein Waffenstillstandsabkommen entwickelt, dass offenbar Hand und Fuß hatte und von den Israelis nur sehr schwer hätte abgelehnt werden können.

Deshalb musste Dschabari weg und wurde liquidiert, wohl wissend, welchen Effekt diese Tat haben würde.

Kein vernünftiger Mensch behauptet, die Hamas wäre ein Haufen von Waisenknaben, aber dieser Konflikt jetzt wurde von den Israelis sorgfältig vorbereitet, einmal aus den oben genannten Gründen und auch wegen der kommenden Wahl, die Netanjahu unbedingt gewinnen will.

melanie klein 20.11.2012 | 09:32

ja, herr grote, ich vergleiche die bevölkerungsdichte berlins mit der von gaza. aus dem grund, da das bild des überhitzten kessel und augsteins vokabular ("zusammengepfercht") aufgrund der dichte der bevölkerung gewählt wurden.

zudem mag es für sie so sein, dass augstein "geschickt" ist. für mich ist ein solches journalistisches verhalten perfide. wenn ich fakten nur halb wiedergebe, mit auslassungen arbeite, einzig allein aus dem grund, weil ich eine stimmung erstellen will, dann ist das unterste propaganda.

wenn sie das nicht sehen, sind sie wohl wirklich auf leute angewiesen, die ihnen für ihren intellekt danken und gleichsam ein zugegebenermaßen verzweifeltes wie chauvinistisches denken offenbaren. mit gesundem menschenverstand, mit weitsichtigem denken, mit der unterscheidung von persönlicher motivation und geopolitschen interessen hat dies alles nichts zu tun.

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Ehemaliger Nutzer 21.11.2012 | 11:58

Für erwachsene Leser:

Wahlen gewinnen durch Krieg oder bewaffnete, kriegerische Handlungen gegen andere? (Wie es hier im Blog dem rechtskonservativem MP Israels und dessen rechtskonservativer Regierungskoslition unterstellt wird,beispielsweise)

Also in Deutschland, Frankreich, Dänemark,Italien,England,den USA,Schweden, Kenia,Südafrika,Brasilen ,Japan,Australien und 50 oder 80 anderen Staaten wo so etwas wie Wahlen stattfinden macht das die Politik anders:

Die versprechen einer oder mehrererwahlentscheidenden Bevölkerungsgruppen bestimmte Wohltaten oder Erfüllung deren Forderungen.

Also etwa:

-den von Arbeitslosigkeit und Sozialkürzungen bedrohten Arbeiternversprechen die keine Kürzungen oder mäßige Kürzungen oder jedenfalls ,dass bei anderen auch gekürzt wird. Schaffung von Arbeitsplätzen.

-den von etwaigen Steuer-und Abgaben und neuen Börsenhandelgesetzen "bedrohten" wirklich reichen Bürgerlichen,dass eben solche kriminellen Börsenhandel einschränkende Gesetze nur bei wirklich beweisbarer krimineller Absicht angewandt werden (zwinker ,zwinker) und das die Steuern nur für Leute erhöht werden, die keine Putzfrau einstellen die Zuschußtransferleistungen erhält (zwinker zwinker).

- den Kleinbildungsbürgern den Erhalt der Pensionen, und 80 Prozent des 13 Monatsgehaltes und des Urlaubs-und Weihnachtsgeldes ,wenn die weniger als 30 tage krank waren und mindestens 1 Kind haben (zwinker ,zwinker).

Und so weiter. So gewinnen in den genannten Ländern Politiker Wahlen.

Ob das dann NACH der Wahl alles auch so eingehalten wird, ist ja keine einklagbare Sache. Aber gewählt werden Politikerin einer sog. bürgerlichen ,kapitalistsichen Demokratie mittels solcher Wahlversprechen.

Warum sollte das ein israelischer Politiker anders machen als seine Kollegen in 60 oder 80 anderen paralemntarischen Demokratien und als einziger von 60 oder 80 einen Krieg anzetteln um Wahlen zu gewinnen. Der bräuchte doch nur den Israelis sowas ähnliches zu versprechen - mehr Arbeitsplätze, weniger Sozialkürzungen, weniger Steuern, keine Börsenhandelsbeschränkungen, mehr Rente und mehr Pensionen, Freibier für alle oder so etwas.

Warum nun ausgerechnet der rechtskonservative Jude Netanjahu in einem demokratischem Staat mit vielen Juden als Wählern anders als in 60 oder 80 anderen Demokratien dessen Kollegen Krieg als Wahlkampfversprechen und Wahlkampfthema absichtlich sich gewollt ausssuchen würde und den auch absichtlich in Szene setzt und das Wahlvolk (fast alles Juden) den deshalb auch wählen würde -sonst würde der es ja nicht so machen wie hier im Blog ihm ja immer unterstellt wird und eben auch den Wählern in Israel unterstellt wird- das entzieht sich jeder Erklärung.

Vieleicht kann mal wer erklären im Freitag in den Blogs ,warum lt. Meinung so vieler Blogger hier im Freitag ausgerechnet der jüdische Ministerpräsident und Politiker Netanjahu und ausgerechnet die jüdsichen Wähler in Israel angeblich die Politikinhalte ,die in 60 oder 80 anderen demokratien der Welt den Wählern wichtig sind und von den dortigen Politikern den Wählern deshalb auch versprochen werden nun ausgerechnet bei den Juden in Israel NICHT wichtig sein sollen und die Israelis stattdessen lieber Krieg als politisches Ziel wünschen und deshalb Netanjahu wählen würden und der deshalb eben Krieg anzettelt - wie hier von vielen behauptet wird im Blog.

Auf eine schlüssige Erklärung derjenigen,die den Kriegswunsch und die Kriegsabsicht wegen der Wahlen die damit angeblich zu gewinnen sind , hier ständig behaupten betreff Israel wartet der Leser.

Grote, Gebauer ,etwaig andere- machen Sie doch mal den Anfang und erklären Ihre Kenntnisse den staunenden lesern, die völlig verblüfft sind , dass in Israel in der Politik und bei Wahlenstcheidungen alles völlig anders sein soll als in 80 anderen parlamentarischen Demokratien und Wahlbevölkerungen rund um den Globus.

Man ist gespannt, welche Gründe für diesen Unterschied die genannten Damen und Herren hier liefern.

jango-jack 21.11.2012 | 12:43

@ TheBigRedOne

Ihre Einleitung ist bereits die falsche...das was sie schreiben in naiv und entbehrt an jeglichem politiwissenschaftlichen Verständnis.

Man gewinnt Wahlen mit "Themenbelegung", und zwar dann wenn man die vermeintlich wichtigsten Themen so belegt, dass sie den Wähler ansprechen.

In den USA ist die Tötung Osama Bin Ladens Obama gut geschrieben worden. In ihrer Logik kann eine Demokratie doch keine Tötung gut finden...offenbar tut sie es schon.

Ob das Thema Krieg oder kein Krieg als positiv oder negativ von dem Wahlvolk empfunden wird, hängt u.a. davon ab wie hoch der Pazifismusgrad einer Nation ist. Israel ist de Facto kein pazifistischer Staat.

In einem Wahlkampf kann man Themen mit anderen vermeintlich wichtigeren Themen überdecken um von den eigenen Schwächen abzulenken. So geschehen in Israel. Die Ausgabenpolitik Israel wird von einem Großteil der Bevölkerung als ungerecht empfunden. Nicht zuletzt deshalt sind etwa 15% der israelischen Bevölkerung physisch auf die Straße gegangen. Dort wurde ein Teil niedergeknüppelt!

Das heißt der Frust sitzt tief. Und die kommenden Wahlen wären eine Gelegenheit die ulranationalistische Regierung Israels dafür abzustrafen. ABER und das ist der Knackpunkt, wenn Israel nun einen Krieg führt, hinter dem zwischen 84 und 90% der Bevölkerung steht, dann schweißt das zusammen und lässt andere potentielle Wahlkampfthemen verstummen. In Israel findet aktuell keinpluralistischer Wahlkampf mehr statt, sondern Regierungswerbung!!!

Lesen sie mal eine Erwachsenenlektüre zum Thema Bismarcksche Herrschaftstechniken. Oder etwas von Niccolò Machiavelli. Denn dort steht kurzum geschrieben...Ein Staat der im Inneren unter Druck gerät kann diesen Außenpolitisch ableiten.

DAS ist was für Erwachsene!

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Ehemaliger Nutzer 21.11.2012 | 13:22

Jango.Jack - welche "Politikwissenschaft2 haben Sie denn "studiert" ,dass Sie hier behaupten, Obama hätte die Prsäsidentenwahl gewonnen weil vor 3 oder 2 Jahren dieser Laden dort gefasst wurde? Oder anders gefragt: Welcher Politikwissenschaftler hat Ihnen, Jango -Jack ,eingeredet, dass Obama die Wahl wegen der Jahre vorher erfolgten Ladensache gewählt wurde -oder ,um im Gegensatz zu Ihnen seriös zu bleiben, irgendeine andere kriegerische Tat der Grund war ,dass Onama gewählt wurde?

Wurde Obama nicht wegen Arbeitsplätzen, Sozialleistungen, Krankenversicherung, Umweltschutz und anderen Themen gewählt?

Na sehen Sie,Jango-Jack.

Und nun zu Israel: Sie Jango behaupten, dass 84 bis 90 % der Israelis hinter dem "krieg" stehen der jetzt geführt wird. (Waren es nicht doch 89 bis 94 % oder doch nur 79 bis 85 %?) Schön.

Und deshalb wählen die Israelis den netanjahu -und Dinge wie Sozialleistungen, Arbeitsplätze, Steuern,Börsenhandelsgesetze, Umweltschutz und andere Dinge sind denen egal ?

Und sagen Ihre Politik-und Rhetorikkorryphäen,die Sie ,Jango-Jack , wohl frequentieren, auch, dass die Unterstützung für eine im Amt befindliche Regierung die eine bewaffnete Auseinandersetzung führt, gleichbedeutend sei mit erstens der Bejahung dieser bewaffneten Auseinandersetzung und zweitens der deshalb erfolgenden Wiederwahl dieser Regierung?

Als Churchill,der Mann der England rettete und sozusagen die meisten deutschen Nazidiener und Nazitäter erledigte , den 2. Weltkrieg mitgewonnen hatte ,hätte er doch nach Ihrer Logik, Jango-Jack, wiedergewählt werden müssen. Er hatte den Krieg ja nun siegreich beendet. Er wurde aber nicht wiedergewählt-sondern ein blasser Labourmann,der außenpolitisch keine gute Figur machte. Den Engländern schienen Arbeitsplätze, Sozialleistungen, Wirtschaft, Steuern wichtiger zu sein als kriegerischer Ruhm! Und England war ja wirklich bedroht-das war kein ferner Kolonialkrieg,die Engländer waren Churchill wirklich dankbar für seine herausragende Leistung-und haben den trotzdem nicht gewählt.

Also Sie ,Jango, haben ganu unerwachsen die gestellte Frage nicht beantwortet, warum als einziges Wahlvolk der demokratischen Welt ausgerechnet die Juden in Israel deshalb einen Politiker wählen würden, weil der einen Krieg angeblich anfängt und führt.

Und Themenbelegung? Nun, Sozialleistungen, Arbeitsplätze, Steuern,Börsenhandelsgesetze,Währungsfragen,Umweltschutz u.v.mehr sind genauso Themen die belegt werden können wie krieg.

Und komischerweise belegen alle übrigen Politiker in 80 Demokratien der Welt eher und sogar nur solche Themen und punkten damit bei ihren Wählern - nur die Israelis belegen ,lt. Ihren, Jango, und anderer Leute Worte hier in Blogs des Freitags, das Thema Krieg und werden dafür ,lt.Ihren ,Jango, und anderer Leute Worte hier in den Blogs des Freitags, dann gewählt.

Sie haben ,Jango, und andere die so argumentieren wie Sie, noch nicht dargelegt und schlüssig bewiesen, warum es diesen Unterschied gibt zwischen 79 Demokratien der Welt und dem dortigen verhalten von Wahlvölkern und deren Politikern und den Israelis.

Das müssen Sie alle, die so denken wie Jango, für die Leser deutlicher herausarbeiten-so wie Jango und andere argumentieren ist das von Jango und denen über die Israelis Behauptete nicht schlüssig.

Das war nicht genügend,Jango.

Dann setze Dich mal wieder hin,Jango!

Georg von Grote 21.11.2012 | 14:11

Liebe Melanie Klein, Sie können natürlich die jeweiligen Bevölkerungsdichten vergleichen, ob mit Berlin Rio, New York , Tokyo oder Shanghai. Nur sagt das nichts weiter aus.

Sie müssen ja nicht unbedingt die Mühe auf sich nehmen und sich die Zustände in Gaza, selbst ohne Kriegsszenario, persönlich ansehen. Sie könnten sich durchaus sehr umfassend und auch neutral von hier aus informieren.

Ihr Vergleich ist keiner, weil sich die Umstände nicht vergleichen lassen. In Berlin haben sie eine perfekt ausgebaute Infrastruktur, sie bekommen im Prinzip alles, wonach Ihnen der Sinn steht. Sie haben sämtliche Annehmlichkeiten zur Verfügung und vor allem haben Sie Frieden. Und wenn Ihnen dann trotzdem einmal die Decke auf den Kopf fällt, dann können Sie sich ein Fleckchen suchen an dem es Ihnen wieder besser geht.

All das gibt es in Gaza nicht. Dort fällt den Menschen im wahrsten Sinne des Wortes die Decke auf den Kopf und dann habe sie nur noch Himmel über sich.

Gaza ist ein Gefängnis, manchmal von dort lebenden Palästinensern auch "Knast mit Seeblick" genannt. Es ist nur ein Streifen Land, ca 40 km lang und zwischen 5 - 15 km breit. Ein Handtuch für ca 1, 7 Millionen Menschen umgeben von einem Zaun und einem Sicherheitsstreifen, der unablässig kontrolliert wird. Gaza hat null Infrastruktur. Besteht überwiegend aus Sand. Straßen dort verdienen den Namen gar nicht, das sind Holperstrecken aus Sand, Steinen und Erde. In Gza können Sie nicht mal so eben um die Ecke was einkaufen gehen. Die Israelis lassen nur das Nötigste hinein, was die Menschen dort gerade mal zum Überleben brauchen. Den Rest erledigen Sammelstellen von Care. Die meisten Menschen in Gaza hungern. Was über die Tunnel bei Rafah hineingeschmuggelt wird, reicht vorne und hinten nicht. Meist sind das zugegebenermaßen auch Waffen und weniger Lebensmittel.

Durch die ständigen Kämpfe sind viele, wenn nicht die meisten Häuser zerstört. Die Palästinenser leben dort in zerbombten Ruinen. Trinkwasser ist rar und wird immer wieder von den Israelis abgestellt. genauso die Stromversorgung. An guten Tagen haben die Menschen dort für wenigstens 6 Stunden am Tag Strom.

Baumaterialien um die zerbombten Häuser wieder aufzubauen lassen die Israelis nur in geringem Maße nach Gaza.

Sie werden sagen, okay, so sieht es in manchen Gebieten der Erde aus und dort entsteht nicht dieser hass auf die, die die Menschen in diese Situation zwingen. Aber das ist noch nicht alles.

Die Menschen haben dort ständig Angst. Israleische Kampfbomber, Drohnen und Hubschrauber sind ständig über Gaza. Die Menschen sind nie sicher, wann die nächsten Projektile einschlagen. Und das nicht nur in Situationen wie jetzt, sondern seit Jahren. Wenn Sie als Europäer in gaza zu Besuch sind, geht es ihnen genauso. Bei jedem Ton eines Triebwerks zucken Sie zusammen und warten auf den Einschlag. Die Frauen haben Angst, ihre Kinder in die Schule zu schicken, weil sie nie wissen, ob sie sie wiedersehen werden. Sie wissen nicht, wann es einschlägt, wo es einschlägt und wen es trifft. Es gibt keine Bunker, in denen man in Sicherheit ist. Man wartet da ergeben ab, wo man gerade ist.

Die ärztliche Versorgung ist auf einem Nullpunkt. Die Israelis lassen teilweise nicht einmal Medikamente und Verbandsmittel hinein.

Vielleicht muss man wirklich erst einmal selbst in Gaza oder der Westbank gewesen sein um das ganze Ausmaß zu begreifen.

Und dann sagen Sie, das sei kein Hexenkessel in dem der Hass geboren und gekocht werden kann?

Da wachsen Kinder auf, die werden von den Israelis nicht einmal als Menschen 2. Klasse betrachtet, sondern als Trefferziele. Da sind mehrere Generation zusammen, die kennen nichts anderes als verachtet zu werden, als Dreck behandelt zu werden und vor allem kennen sie nichts anderes als Krieg, tote Freunde, tote Mütter, tote Väter und Geschwister. Und Hunger und Angst.

So züchtet man sich Feinde fürs Leben heran und das perfide daran ist, die israelische Politik macht das ganz gezielt und ganz bewußt.

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Ehemaliger Nutzer 21.11.2012 | 14:17

Nachtrag: Gutgemeint ,Jango!

Sie erwähnen, dass Dies und Das bei Bismarck und bei Machiavelli steht -und Sie wissen es jetzt auch, weil es bei den beiden ja geschrieben steht. Schön.

Nur,Jango: Woher wissen Sie , dass Netanjahu auch weiß was bei Bismarck und Machiavelli steht,bzw. woher wissen Sie ,dass er so handelt wie Sie,Jango handeln würden wenn Sie was zu sagen hätten und ja stolz sind zu wissen was Bismarck und Machiavelli geschrieben haben und sich also verhalten würden ,so wie es bei Bismarck und machiavelli geschrieben steht?

Jango-Sie dürfen nicht von sich selbst ,Ihren Wünschen ,Trieben und Zielsetzungen und Vorstellungen auf andere Leute schließen , Ihr Inneres auf andere Leute projezieren. Diese anderen ticken vielleicht ganz anders als Sie,Jango.

Sie Jango ,übetragen auf Netanjahu das, was Sie in sich selbst tragen.

Politik muß man aber völlig anders betrachten,Jango. Man muß seine eigenen Ansichten völlig zurücknehmen-und Fakten sprechen lassen und die dann bewerten,einordnen und einstufen usw.. (Völlig egal,was Sie selbst dabei denken.)

Laufen Sie nicht den antisraelischen Zynikern hier in den Blogs oder anderswo ins Messer mit Ihrer gefühlsmäßigen Duselei.

Bedenken Sie: Die Hamas wird von deutschen Behörden (zu Recht wie man an ihrem Verhalten ablesen kann) als Terrororganisation angesehen, die eine gewisse politische Bedeutung hat .(Ungefähr so wie der illegale,bewaffnete und der politische ,dann legalisierte Arm der IRA -beispielsweise ,um Ihnen das Prinzip zu verdeutlichen.)

Zudem ist die -tatsächlich existierende - Freundschaft zu Israel Staatsräson in der Bundesrepublik aus guten Gründen. Außer den USA hat Israel keinen besseren "Freund" als Deutschland.

Wer also Partei ergreift für Hamas (Terror,ehrlos) und gegen Israel (in aggressiver ,oft verleumdender und geschmackloser ,ehrloser Weise) der ergreift Partei für ,teils,Terroristen und gegen eine deutsche Staatsräson. Auch das muß jeder mit in seine Kalkulationen einbeziehen ,Jango (Sie haben Machiavelli ins Spiel gebracht - werfen Sie es nicht anderen vor ,den auch zu kennen,gelle!)

Und dann ist da ja noch die Logik. Mindestens könnte Netanjahu auch Wahlen gewinnen ,wenn er Arbeitsplätze usw. zu Wahlthemen machen würde -wie die 80 anderen wahlkämpfer in 80 anderen Demokratien auch.

Druck aus dem Kessel lassen? Na, wenn man bei der Ausdrucksweise bleibt: In Griechenland und Spanien und in Deutschland und Frankreich und Belgien und Portigal - da ist auch Druck im Kessel. Wenn Ihre Logik stimmen würde Jango und die Logik anderer hier im Blog die den gleichen Kesseldruckunsinn schreiben- dann mußte Griechenland und müssten andere Länder mit "Druck im Kessel" ja auch in andere Länder einmarschieren.

Machen die aber nicht ,resp. die sind etwas engeagiert in Bündnisangelegenheiten und warend as lange vor dem Entsehen des heutigen Druckes. Wo also bitte sollte Griechenland einmarschieren,Krieg führen,bzw. wieso machen das die unter Druck stehenden griechischen Politiker nicht?Nach de rhier in den Blogs vertretenen falschen Logik müssten die es tun.

Man sieht -zu allem Überfluß kommt zu dtsch. Staatsräson und sinnvollerer Nichtparteinahme für Terroristen (zu eng und zu offen und zu unterstützend ist strafbar!) eben auch noch bare Logik , die einem anempfiehlt zusätzlich, in dieser Frage der Raketenangriffe, der Anschaffung von Angriffswaffen statt Luftabwehrwaffen,Bunkern und Infrastruktur für Gaza durch die Hamas und der Echoantwort Israels im Prinzipiellem an der Seite Israels zu stehen.

Die Logik ist doch eindeutig,Jango und die anderen Israelgegener:

Alle - gemäßigte Palästinesner, Israelis,UNO,internationale gemeinschaft,Nachbarländer,Ölscheichs,Großmächte, globale Wirtschaft ,Bevölkerungen sowieso-könnten gut leben mit einer friedlichen Eingung, der Einhaltung der 1. UNO-Resolution von 1947 (Anerkennung Israels als Staat) durch die Palästineneser und Gründung des Palästineserstaates (Westbank und Gaza) und allen prosperierenden wirtschaftl. Entwicklungen die das hätte.

Einzig diejenigen, die Israel als Staat ablehnen, die Palästineser als Opfer sehen ( die dann bei positiver Entwicklung) ja keine Opfer mehr wären, und ihre Existenz einzig daraus ableiten - die Terrorgruppen mit ihren Untergruppen (gab es bei der IRA auch) - die wären bei einer positiven Entwicklung die Überflüssigen, wären in ihrer Existenz bedroht, müssten sich womögöich für Verbrechen dann verantworten.

Es ist zwingend logisch , wer es ist, der KEIN Interesse an einer positiven Entwicklung haben kann ,weil der dann überflüssig wäre: Die Terroristen von Hamas ,Hisbollah, Al Kaida und wie diese leute noch so heißen mögen. Und sie sind zudem, das kommt dann NOCH HINZU, auch keine wenigstens tapferen Kämpfer die überlegene Feindkräfte angreifen usw. und die man wenigetsen sfür ihrne Mut achten könnte. Nein , die sprengen,noch dazu durch dafür angeworbene Jugendliche Schulbusse in die Luft oder schicken Raketen in Supermärkte. (In Algerien in den Fünfzigern hat die dortige Stadtguerilla zumindest ihre Handtaschenbomben von selbstbewussten modernen jungen Frauen in den Bars und Kneipen der Fremdenlegion und der franz. Fallschirmjäger und der Geheimpolizei abgelegt-und nicht in Kindergärten!)

Die Entscheidung, wessen Seite man als informierter und gebildeter Ehrenmann oder als informierte und gebildete ehrenhafte Frau in Deutschland nach diesen Fakten dann zuneigt , dürfte nicht schwer fallen. Natürlich für Israel in der Hoffnung auf innerer Einkehr bei den Gaza-Palästinensern. (Eine kleine Vorhersage: Es gibt demnächst irgendein Ende der Gewalt. Status Quo-und mühsam bemüht sich dann Abbas und der dann regierende MP Israels um Neuverhandlungen. Gerad edann , wenn die Herrschaften sich beim Verhandeln -unter Vermittlung mit Europäern,Amis ,der UNO oder den Eskimos- etwas näherkommen - wird wieder ein Bombenattentat, ein Granatwerferüberfall oder irgend so etwas stattfinden oder ein Jugendlicher oder eine Schwangere oder ein gehbehinderter wird an einem Grenzübergang unfallbedingt unter nicht mehr nachzuvollziehenden Umständen erschossen. Wie gesagt: WER kann aus seiner Situation und seiner ganzen inneren Ideologie heraus kein Interesse an friedlichen Zustanden haben?

So ist das nun mal. Da beißt keine Maus den,auf Deutschland bezogen, rechtlichen Faden und politischen Faden ab und auf Nah-Ost bezogen den Faden der baren Logik ab!

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Ehemaliger Nutzer 21.11.2012 | 14:33

Na endlich: Grote ist ehrlich!

Zitat Grote aus seinem letzten Satz: Israel züchtet bewusst und perfide palästinensische Feinde heran -fürs Leben.

Weiter oben behaupten Sie noch,Grote, Netanjahu will nur diese Wahlen gewinnen mit dem Krieg. Was denn nun?

Wahlen gewinnen-oder Feinde fürs Leben züchten. (Oder will Ihrer Meinung nach Netanjahu ein Leben lang an der Macht bleiben-der Mann ist auch schon älter. )

Aber immerhin: Grote ist ehrlich und sagt, dass die Israelis gern von Feinden umgeben sein wollen , die ihr rd. 50 km breites und 200 km langes (minus Negev) Land täglich wütend dann , nach Grote und anderen zu Recht angeblich, anschauen und bedrohen. Die Israelis -die im Kampf nicht mal Leichen gefallener Kameraden liegenlassen und mit nach Hause nehmen koste es was es wolle (Chapeau!) - wollen also ständig in Gefahr leben,ständig Opfer von zivilen (Soldaten greifen die Hamas und andere Gruppen ja selten bis gar nicht an) Terroranschlägen zu beklagen haben? Interessant, interessant. Irgendwas müssen die Juden etlichen Leuten hier in den Blogs und in den nicht machtausübenden bildungskleinbürgerlichen Schichten Dtschlds. getan haben - dass diese Deutschen, einst Dichter und Denker, sogar die Gesetze der Logik ausser Acht lassen.

Nun hat er, der Grote, mal Flagge gezeigt. Das ist ein Wort ,Grote, da weiß jeder , wo sie oder er mit Ihnen dran ist. Israel ist lt. Grote generell (..ein Leben lang..) der Aggressor dort in Nah-Ost.

Grote steht im Gegensatz zur dtsch. Staatsräson,steht im Gegensatz zur Einschätzung der Hamas als Terrororganisation (mit politischem Arm) durch deutsche Sicherheitsbehörden -und steht im Gegensatz zur Logik. Das ist Fakt. Das war ein Wort von Ihnen , Grote -eines deutschen Mannes Wort! Nun weiß jeder wo er dran ist bei Ihnen.

melanie klein 21.11.2012 | 14:35

"Israel hat sich 2005 aus dem Gazastreifen zurückgezogen und danach das Gebiet mit 1,5 Millionen Menschen auf 360 Quadratkilometern wie eine Quarantänestation abgeriegelt. Wie zu erwarten, stieg der Druck im überheizten Kessel und musste sich irgendwann entladen. Bald flogen die ersten Quassam-Raketen – die Menschen im Süden Israels lebten dadurch nicht sicherer."

das ist eines der zitate, auf die ich bezug nehme. das andere ist nicht mehr online, weil augstein mittlerweile passagen seines artikels gelöscht hat.

abgesehen davon, dass die grenze zu ägypten nicht undurchlässig ist, also kein kessel, nochmal langsam für sie: ich beziehe mich auf eine monokausalität, die im hier geschriebenen artikel behauptet wird. sprich: weil soundsoviele menschen auf soundsogroßer fläche leben, überhitzt sich der kessel.

ihre ausführlichen kommentare sollte sie daher als anmerkung an herden und augstein richten mit dem hinweis, dass seriöser journalismus nicht mit halbwahrheiten und schlagwörtern daherkommt.

und danke für die reisetipps. da war ich aber schon. und habe, so wie sie, eine veränderte lebens- und zeiteinstellung der bewohner hüben wie drüben wahrgenommen.

und noch einmal ganz langsam: geopolitik und persönliche schicksale haben nichts miteinander zu tun. so hart wie das klingt, so einfach ist das. begründet man das eine mit dem anderen, ist das entweder propaganda oder zynismus. beides hat mit journalismus nicht viel am hut.

melanie klein 21.11.2012 | 14:35

"Israel hat sich 2005 aus dem Gazastreifen zurückgezogen und danach das Gebiet mit 1,5 Millionen Menschen auf 360 Quadratkilometern wie eine Quarantänestation abgeriegelt. Wie zu erwarten, stieg der Druck im überheizten Kessel und musste sich irgendwann entladen. Bald flogen die ersten Quassam-Raketen – die Menschen im Süden Israels lebten dadurch nicht sicherer."

das ist eines der zitate, auf die ich bezug nehme. das andere ist nicht mehr online, weil augstein mittlerweile passagen seines artikels gelöscht hat.

abgesehen davon, dass die grenze zu ägypten nicht undurchlässig ist, also kein kessel, nochmal langsam für sie: ich beziehe mich auf eine monokausalität, die im hier geschriebenen artikel behauptet wird. sprich: weil soundsoviele menschen auf soundsogroßer fläche leben, überhitzt sich der kessel.

ihre ausführlichen kommentare sollte sie daher als anmerkung an herden und augstein richten mit dem hinweis, dass seriöser journalismus nicht mit halbwahrheiten und schlagwörtern daherkommt.

und danke für die reisetipps. da war ich aber schon. und habe, so wie sie, eine veränderte lebens- und zeiteinstellung der bewohner hüben wie drüben wahrgenommen.

und noch einmal ganz langsam: geopolitik und persönliche schicksale haben nichts miteinander zu tun. so hart wie das klingt, so einfach ist das. begründet man das eine mit dem anderen, ist das entweder propaganda oder zynismus. beides hat mit journalismus nicht viel am hut.

jango-jack 21.11.2012 | 14:53

/++theme++freitag.theme/images/avatar_tile.png@ TheBigRedOne

Erst lesen...dann schreiben.

Ich schrieb, dass die Tötung Bin Ladens "gut geschrieben wurde".

Metaphorisch könnte man das auch übersetzen mit, Obama hat ein Tor geschossen, aber das Spiel dauert 90Min und ein Tor muss kein Spiel entscheiden. Aber ein Tor war es dennoch!

Jetzt zum mitschreiben, machiavelli hat die Herrschaftstechniken beschrieben. Bismarck hat sie gegen Dänemark angewandt und es auch mit der Niederschlagung des Hottentottenaufstandes versucht.

Wenn man in Israel mit etwas ganz gewiss Punkten kann, dann mit der "Verteidigung" Israels indem man Gaza angreift.

Interessant wird es, wenn sich die Israelis für ein Wahlkampfthema entscheiden müssen. Denn man spricht in Israel aufgrund der Einsatzkosten und durch den Einsatz bedingte Einnahmeausfälle ( Produktion, Tourismus etc.) schon davon die Mehrwertsteuer zu erhöhen. Sobald die Diskussion dieser Frage an die Oberfläche der politischen Debatte treibt wird es interessant.

Georg von Grote 21.11.2012 | 14:58

Lieben Melanie Klein, Sie versuchen sich jetzt herauszureden.

Ich kann beim besten Willen keine fehlende Passage in Augsteins Kolumne entdecken. Mag mich da villeicht schlecht erinnern.

Und erzählen Sie mir jetzt bitte nicht, Sie seien in Gaza gewesen. Da kommt man nicht einfach mal so mit einem Touristenbus rein, schon 2005 nicht. Wären Sie jemals dort gewesen, würden Sie die Situation kennen und wir hätten diese Diskussion jetzt nicht.

Und natürlich hat man die Palästinenser in dieses Lager gesteckt und die Menschen leben dort, auch wenn es noch landwirtschaftliche Flächen und Brachflächen gibt, zusammengepfercht auf extrem engen Raum und vor allem in Not. Auch nach dem Rückzug der Israelis. Und sie leben dort unter ständiger Bedrohung. Und da ist das Bild von einem siedenden Kessel, der irgendwann dann auch explodiert nicht das verkehrteste Bild.

Was Sie da machen, ist pure Wortklauberei.

Ich beschönige weder die Terrorattacken der Hamas noch übersehe ich die Gewalt, die auch von Gaza selbst ausgeht.

Aber Israel hätte es in der Hand, das zu beenden, wenigstens zu minimiern, allerdings nicht in der Form, wie jetzt, denn das schürt nur wieder die Gewalt und dazu muss man kein Palästinenserfreund und auch kein Israelgener sein um nicht zu sehen, dass dies alles ganz bewußt so praktiziert wird.

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Ehemaliger Nutzer 21.11.2012 | 15:37

Jango- man hatte Ihnen doch begütigend gesagt,Sie mögen sich hinsetzen wegen ungenügender Leistung.

Zum dritten Mal daher die Frage:

WOHER wissen Sie (und andere) , von wem , durch was, angeblich die Sache so liegt in Israel und bei den dortigen Wahlbürgern ,dass man dort vor Wahlen ,also im Wahlkampf, "punkten kann, wenn man Gaza angreift"? Das ist es , was SIE beweisen müssen, Jango-denn Sie (und andere) behaupten das stets und ständig OHNE ES ZU BEWEISEN.

Und danach war gefragt worden.

Nicht wissen wollte man hierorts von Ihnen , dass Sie, Jango auch nicht wissen ,dass in Demokratien die Politik und die Medien mehrere Themen zu Wahlkampfthemen machen - und nicht die Wahlbevölkerungen.Die reagieren nur darauf - zeigen am Wahlabend, ob sich die Politik und deren berater und die Medien irrten etwas zum Thema zu machen oder eben nicht.

Auch wollte man nicht wissen hierorts, dass Sie ,Entschuldigung, keine Ahnung haben vom Deutsch-Dänischem Krieg und seinen Ursachen und seiner Enstehung und auch den Deutsch -Französischen- Krieg nicht kennen. (Den Sie aber , weil Sie mal was von der redigierten Emser Depesche hörten, hier an sich meinten, mit dem Deutsch-Dänischen Krieg aber verwechselten -und sich zudem auch noch in der Einschätzung des Deutsch-Französischen Krieges nicht auskennen.) Und zudem haben Sie augenscheinlich überhaupt keine Ahnung von Geschichte . Zur Zeit Bismarcks WAREN DEUTSCHLAND ,WAR DÄNEMARK, war auch Frankreich, KEINE DEMOKRATIEN ; mediendemokratische "Themenbelegungen" waren erst im Zeitalter der Medien ,also ab Erfindung des Rundfunks nach dem 1. Weltkrieg und vor allem des TV nach dem 2. Weltkrieg für Demokratien nennenswert wichtig.

Also lassen Sie es -und setzen sich wieder hin.

Nebenbei: Die Wichtigkeit banaler ökonomischer, sozialer Alltagsfragen erwähnen Sie zumindest am Rande.

Ihre Einlassungen erklären NICHT Ihre Behauptungen, dass die Israelis durch von Netanjahu angeblich angefangene (wenn, dann haben die anderen angefangen,Entschuldigung, denn die schossen zuerst. ) Kriegshandlungen besonders gern den Natanjahu wählen würden. Und nur wenn das bewiesen würde , dass die Juden in Israel das so sehen , wie hier von Ihnen, Jango und von Grote und anderen behauptet wird, könnte man unterstellen, dass die Wahlkampfstrategen des Netanjahu das auch so kalkulieren würden.

Es ist aber bislang nicht bewiesen worden, man behauptet hier in den Blogs und beweist nichts (außer Zitaten irrelevanter Spinner und Geschichten vom Niveau der berüchtigten zaristischen Geheimdiensterfindung von "den Weisen von Zion" -die ihrerseits auf überlieferte mittelalterliche Pogromstorys zurückzuführen ist. ), und stellt sich beispielsweise gegen die Staatsräson der Bundesrepublik.

Will denn irgendwer behaupten , dass eine Regierung der Bundesrepublik ,egal wer den Kanzler stellt, als Staatsräson die Freundschaft zu einem Staat erklären würde ,von dem sie wüßte

( und die Regierung wird es ja wohl wissen, oder wollen Sie die als desinformiert - bescheuert darstellen ?)

dass dieser Staat (Grote hat es so prägnant formuliert) ein Leben lang sich seine direkten Nachbarn zu Feinden machen will und also logische Folge, ein leben lang Krieg mit denen führen will?

Das kann doch nun wirklich niemand einer Bundesregierung unterstellen.

Sie aber, die Sie alle Israel sowas vorwerfen hier in den Blogs, scheinen behaupte zu wollen , alle besser informiert zu sein als die deutsche jeweilige Bundesregierung, die , wäre es so wie die Israelgegener hier dartun, ja kaum diese Staatsräson so ausgesprochen hätte. (Man wäre dann ja "Mittäter")

Sagen Sie mal, alle Israelgegener die das betrifft: Sind Sie ausreichend krankenversichert?

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Ehemaliger Nutzer 21.11.2012 | 16:58

Man hat kurz mal geschaut in des Besitzers Kolumne-und erlaubt sich daher, dem Herrn Augstein zu mindestens einer seiner dort geäußerten Thesen (andere werden hier im Blog bereits berührt) direkt zu fragen:

Hr. Augstein sagt zu Recht, dass es in Israel auch jüdische religiöse Fundamentalisten gibt. Er beziffert die auf 10 % der israelischen Bevölkerung. Das mag stimmen, er wird das sorgfältig recherchiert haben. Das sind also mehrere Hundertausend Menschen,die sich fraglos merkwürdig benehmen-keine Diskussion, das sieht man hierorts sehr genauso.

Nur: Bilden diese jüdischen Fundamentalisten genau wie muslimische Fundamentalisten rund um den Erdball Gruppen,werben in kulturell völlig anderen Ländern Leute an, werben in ihnen gewogenen Ländern (USA) ,also etwa in New York wo viele Juden leben, Parteigänger an? Nein ! Die Muslime machen das,around the world.

Bilden diese jüdischen Fundamentalisten aus solchen ,ja nur in Israel nennenswert existierenden, Gruppen Terrorgruppen und legen diese jüdischen Fundamentalisten Bomben, sprengen U-bahnzüge oder lassen Hochhäuser einstürzen nach gewissen äußeren Einflussnahmen. (Etwa in Deutschland, böte sich ja mit Hinweis auf den Holocaust an , den Frankfurter Bankenturm XY einkrachen zu lassen,Herr Augstein! Oder sprengen die Mitglieder sich mit Gürtelbomben in Schulbussen,sagen wir in Berlin, in die Luft samt 10 Schülern? Ein gewisses Verständnis müßte man ja -wenn man diesselben Maßstäbe anlegen würde wie bei den Palästinensern- ja dann auch für jüdischen Terrorismus gegen Deutschland haben-denn die Deutschen haben den Vorfahren dieser Leute ja auch Land und Eigentum genommen, vom Leben mal abgesehen! )

Oder schießen die Fundamentalisten bei den Juden in Israel Raketen nach Dtschld.?

Nein , das tun die alles nicht, die blamieren sich nur mit ihren merkwürdigen Verhaltensweisen und Ansichten vor der Welt wenn die das wahrnimmt und vor allem in Israel selbst vor den 9/10 der Israelis, die KEINE Fundamentalisten sind -sondern Leute wie Sie, Hr. Augstein, und Hinz und Kunz in Catsrop-Rauxel und anderswo!

Zudem bekommen diese Fundamentalisten, wenn die ihren Fundamentalistenquatsch in Israel übertreiben, des öfteren mit genau den gleichen Gummiknüppeln und Elektroschockern von der israelischen Polizei die Jacke voll wie auch palästinensische Demonstranten -wenn bei solchen Demos über das erlaubte Maß hin demonstriert wird. Business is usual! All around the world.

Nur eines tun die jüdischen Israelis nicht: Sie legen anschließend keine Bomben in Autobusse - weder in Israel noch bei der eigenen Polizei und auch nicht in Deutschland - auch wenn ihre Krakeelbrüder bei einer Demo-um es auf deutsch zu sagen- von der Polizei die Fresse vollbekamen!

Bei Palästinensern ist das manchmal anders. Da gehen wildfremde Fundamentalisten mit dem Hinweis und Verweis auf zerschlagene Demos nichtsahnender nichtfundamentalistischer normaler Palästinenser in Israel oder am anderen Ende der Welt los -und jagen irgendwas in die Luft!

Also bitte: Was sollte also Ihr Hinweis auf Fundamentalisten bei den israelischen Juden, die natürlich merkwürdige bis abzulehnende Inhalte vertreten -die aber keine Gewalttaten begehen (außer das auch mal Polizisten Keile kriegen bei deren Demos) und sich letztlich nur blamieren ,so dass sich 9/10 der Israelis an sich wohl "für die schämen"! Genau wie unsereins sich über die Mixas dieses Landes schämen würde oder normale Amis über die Betschwestern und Rednecks im Bible Belt!

Was hat Ihr Argument, Herr Augstein, mit den Kräfteverhältnissen und den Interesselagen von israelischen Regierungen, gemäßigten (und leise erfolgreichen) Palästinensern, internationalen Kräften (UNO,Begleitdiplomatie) und den terroristischen Kräften der Palästinenser mit dem einem oder anderem sehr unterentwickeltem "politischen Arm " zu tun?

WER hat da kein Interesse an einer längerfristigen befriedigenden Lösung ( Zwei Staaten ff.) , wer verweigert die Erfüllung der 1. UNO- Resolution von 1947 (Anerkennung des Staates Israel) und wer häte andersherum nur Vorteile von einer befriedigenden Lösung.

Simples Rechenexempel. Feine Leute und altmodische Ehrenmänner konzedieren jedermann dazu noch eine Menge an persönlichen Befindlichkeiten.

Nichts für ungut, Hr. Augstein. Aber die Fragestellung mußte sein!

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Ehemaliger Nutzer 21.11.2012 | 18:43

Randbemerkung

Die heißen Phasen vergangener (Welt) Kriegsvorbereitungen können sehr anschaulich an den sich immer mehr widersprechenden und immer wahnwitzigeren Propagandadiskursen für die Affen daheim studiert werden, mit denen die kommenden Angriffskriege mittels des üblichen Moralschleims schmackhaft gemacht wurden.

Wer Ohren und Augen hat wird feststellen können, dass sich auch daran bis heute nichts geändert hat.

Wo nämlich Deutschland seine bedingungslose Israelsolidarität dadurch unter Beweis stellt, indem es seine Bereitschaft kundtut, einem Land seine grundsätzliche kriegerische Unterstützung zuzusagen, welches nicht nur zu den unterstützenden Hauptsäulen der - vom Westen als „terroristisch“ eingestuften - Feinde Israels (Hamas) gehört, sondern zusätzlich Töne gegen Israel anschlug, die sich nicht wesentlich von denen des iranischen Ministerpräsidenten unterschieden.

Weil weder Israel noch Deutschland diesbezüglich irgendwelcher Irritationen ausgesetzt sind (warum wohl!), die Affen an der deutschen Heimatfront allerdings umso mehr, fielen die türkischen Reaktionen auf Israels jüngstes Blutbad, in der hiesigen Medienmatrix so gut wie nicht statt.

Und das nun überhaupt nicht deswegen, weil die Opfer- und Leichenproduktion der türkischen Nation die der Israelischen Nation locker überholt hat – nicht nur im offenen Vernichtungskrieg gegen die Kurden und den „heimlichen“ Natokrieg gegen Syrien.

melanie klein 21.11.2012 | 18:55

gaza ist nicht das einzige gebiet und bei weitem nicht das mit den schlimmsten lebensbedingungen, von denen, die ich bisher besucht habe.
falls sie aber ernsthaft annehmen, ich benützte ein solches forum für empathiebekundungen und reiseberichte, dann fangen sie einfach noch mal an, meine kommentare hier zu lesen. vielleicht fällt ihnen ja dann auf, um was es mir geht.

für affirmationen ihrer eigentlich haltung gibts in der presse nun genug artikel, foren und dergleichen. da brauchen sie nicht auf meine kommentare mit spekulationen über charakterzüge missionarisch daherkommen.

miauxx 21.11.2012 | 19:18

"Zu dem "überheiztem Kessel" Gaza: 1,5 Mill. Menschen auf 320 km^2 ist eine geringere Bevölkerungsdichte als 3,5 Mill. auf 800 km^2 (Berlin). Während allerdings die Berliner wenigstens z.T. noch für sich selbst sorgen können, werden die Palästinenser in Gaza von den Israelis (also denjenigen, die sie am liebsten "ins Meer treiben" würden) großzügig mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt und kostenlos in israelischen KH behandelt. ZUm Dank dafür schicken die Palästinenser Raketen und kleine Kinder mit Bombengürteln nach Israel."

Scheußlich zynischer Vergleich! Versuchen Sie mal, für sich selbst zu sorgen, wenn Sie von allem fruchtbaren Land (viel gibts davon in Israel nicht) vertrieben wurden, also buchstäblich auf dem Trockenen sitzen, und auch sonst keine Gelegenheit haben, wirtschaftliche Strukturen und Beziehungen in Eigenregie aufzubauen. Bezüglich einer gewissen Versorgung durch Israel von "Großzügigkeit" zu sprechen ist, wie gesagt, zynisch und verhöhnend: Was wollt ihr denn - Israel lässt die Araber, die ja zu doof sind, eigenes auf die Beine zu stellen, immerhin nicht verrecken.

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Ehemaliger Nutzer 21.11.2012 | 19:23

Entlarvt hat sich Herr von Grote schon früher in anderen Blogs, übrigens auch zu anderen Themen. Er versteht sich sozusagen auf jeglichen Gebieten als der absolute Überflieger mit seinem Durchschnittsgeblubber, indem er andere intellektuell abwertet, um sich zu erhöhen. Immer wieder dieselben Mechanismen. Das Traurige an sekundärem Antisemitismus oder Schuldabwehr-Antisemitismus ist die Tatsache, dass diese Menschen sich niemals hinterfragen, eben weil sie sich als Durchblicker sehen. Für Interessierte dazu ein paar Stichworte aus psychologischer Perspektive zum Nachgooglen: Collective Guilt-Phänomen, Dissonanzreduktion (Kognitive Dissonanz, Kausaler Attributionsfehler,…), Social Identity.

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Ehemaliger Nutzer 22.11.2012 | 13:33

Witze machen Sie, Tamirm, -und andere- die wie Sie auch da behaupten, "dass bestimmte von Ihnen behauptete Dinge nicht bewiesen werden brauchen"! Das hat die römische heilige Inquisition auch gesagt, us-amerikanische Rednecks sagten das auch ,wenn sie einen Indianer, Neger, Hispano oder Mittellosen gleich welcher Ethnie-around the world strafbar als Landstreicherei bis in unsere Tage und im Ungeist wieder aufgewärmt als New Labour oder Hartz 4, einschließlich lynchen/totschlagen durch kahlrasierten Mob !!! - im 19.Jahrhundert oder frühem 20.Jahrhundert aufhängten/lynchten an irgendeiner Straßenlaterne ; die Rednecks sagten auch.. das müsse nicht bewiesen werden, das sähe doch jeder das der zu Hängende dies oder jenes getan hätte" !

DAS geht so nicht - nicht in Deutschland, nicht nach der Geschichte Deutschlands, kapiert Ihr das denn nicht? Das wird nicht geduldet! Auch "wir" waren bei dem Verein, können "damit" umgehen.

Wir dulden es nicht, das das humane deutsche Recht kaputt gemacht wird, wieder kaputt gemacht wird, haben einen Eid oder ein Glöbnis abgelegt, das zu verhindern; völlig egal ob "wir" privat Araber, Juden, Katholen,Evangelen,Neger,Weiße, Urdeutsche,Schweden oder Eskimos oder sonstwen auf dieser Welt nun privat leiden können oder etwaig alle Aufgeführten ,privat und auf dem Sofa, und andere zur Hölle wünschen oder auf den Mond geschossen wünschen! Kapiert? Das Recht ,humanes Recht und die ihm innewohnenden logischen Zusammenhänge , sind TABU-und werden durch noch so viel Gegreine bei diesem und bei anderenThemen nicht obsolet gestellt! Sie kapieren anscheinend gar nicht, dass es um grundsätzliche rechtethische Zusammenhänge geht die uns Deutsche und unser Deutschland und dessen innere ,rechtliche also, Verfasstheit betrifft-wenn aus Gründen, die sehr zweifelhaft sind, hier in Sachen Nah-Ost die Logik und grundlegendes ,allgemeingeltendes Recht auf der Strecke bleiben und nur noch gelten soll: Das hat man ja immer schon gewusst, das weiß man eben. Man weiß eben leider gar nichts , bei Ihnen, Tamirm-das ist ja Ihr Problem!

(Ihre angebl. nicht beweisnötigen Dinge: Die generellen angebl. Kriegsabsichten Israels, der Israelis als Bevölkerung , der Regierung -die dann aber wieder nur Wahlen gewinnen will; mithin die Unterstellung,die Israelis planten einen Völkermord.

Soweit wie deutsche Israelgegener gehen nicht mal die palästinensischen Terroristen-die leiten ihre Bombenlegereien in Nahverkehrsbussen "nur" daraus ab das die Familien angeblich einen Bauernhof hatten, den ihnen die Israelis raubten.So ähnlich wie die tausenden von Rittergutsbesitzern, die vor der Roten Armee flüchteten und ihr Eigentum herrenlos zurückließen und Lastenausgleich erhielten.Jemand hat damals mal die angegeben Hektar und Qkm zusammengezählt -und kam auf ein großes Ostpreussen!Die meisten der nach 47 tatsächlich vertriebenen Palästinenser ,die vordem unter Völkerbundaufsicht lebten und davor Jahrhunderte unter osmanischer Herrschaft und also NIE einen eigenen Staat hatten , waren keine selbständigen Unternehmer die den Namen verdient hätten-Bauern/Gutsbesitzer/Landbesitzer/ Bauunternehmer,Arafat war Bauingenieur,wo hat der Mann nur Abi/Unizugangsberechtigung gemacht und dann studiert und erste Erfahrungen gemacht beim Baueingenieuren, größere Ladenbesitzer,Spediteure o.äh.-sondern mittellose Landarbeiter, Arbeiter in Handwerk und Kleinindustrie/Dienstleistung, selbstausbeutende Kleinstunternehmer, und wohnte entweder in Städten zur Miete oder auf dem Lande und hatten dann auf dem Lande, wie damals überall in der Welt, hinterm Hause ihr "Grabeland" , den Nutz/Gemüsegarten mit div. Feldfrüchten für die Familie ,Obst und evtl. ein paar Ziegen zum Melken und ab und an Schlachten und Hühner oder Karnickel oder ein paar Schafe o.äh.! Wie bei uns auch.

Insoweit deren Behauptungen, man hätte denen "ihr Bauerngut" geraubt, etwa so sind ,wie wenn ostpreussische Landarbeiter ,die ihren adligen Grundherrn von Sowieso nicht mit Namen kannten, weil sie den nur mit "gnädiger Herr" anredeten und also ihre vormaligen Besitzer auch Ende des 20.Jahrhunderts noch nicht namentlich kannten - der Verf. kennt solche Vertriebenen,die das zugaben auf Frage, auf wessen Gut die gelebt hatten vor der Vertreibung.und eben antworten mußten:Der gnädige Herr- also grenzwertig. Das entschuldigt nicht deren Vertreibung - weder der Ostpreussen noch der Palästinenser - aber die meisten Palästinenser waren vorher schon Opfer einer sehr archaischen Gesellschaftsordnung ,die in Teilen feudalistisch war! Wenn -dann gehören alle Karten auf den Tisch! Vielleicht unklug von den Israelis, bei denen damals nicht die kameradschaftlich-sozialistische Karte gespielt zu haben,das wären dann heute feste Landsleute. Na ja-wer den deutschen Lagern entkommen war, hatte vielleicht auch andere Sorgen. )

Um Infrastruktur zu generieren und daraufhin Arbeitsplätze und funktionierende Landwirtschaft und Dienstleistung und kleinere Industrie zu schaffen benötigt man -Geld!

Statt Terrorgruppen (oder Insurgentengruppen wem das lieber wäre) mit teuren Waffen auszustatten und teuere Medienkampagnen zu führen mit Zielrichtung "Kampf um die Befreiung der heiligen Stätten" usw. , sollten doch die das zahlenden Iraner, Ölscheichs diverser Ölstaaten, Unterstützer die im Westen leben und Geld haben usw., lieber Geld in die Ökonomie von Westbank und Gaza stecken, damit deren dort lebenden "Glaubensbrüder" und "Landsleute" ein Auskommen haben. Dann würden die auch weniger Leute produzieren, die sich sinnentleert mit Bomben in israelischen Supermärkten in die Luft sprengen.

Man kann den ganzen unlogischen und irrationalen (bzw. ganz hinterhältig-bewussten) Quatsch deutscher ,linker wie rechter , Hamasunterstützer wirklich nicht mehr hören -um das so zu sehen braucht man keinen einzigen Juden liebhaben! Unlogisch, ineffektiv, unökonomisch, unmilitärisch,suizidal, zynisch, deutschen Interessen zuwiderlaufend, ehrlos, kindisch, unhistorisch, psychologisch teils krank und manches Negative mehr sind die kontraproduktiven und rechtsethisch üblen (und deshalb muß man dagegen angehen als in dieser Sache an sich Neutraler) Argumentationslinien der deutschen Palästina/Hamasfreunde.

TamirM 22.11.2012 | 15:45

Sie warnen vor Vorurteilen und fordern Beweise. Aber Sie übertreiben es, Sie stellen alles in Frage, was Ihnen nicht passt und lassen keinen Raum für einen "common sense". Dafür waren die zwei Haaretz-Artikel gedacht, die sollten zeigen, dass die Israelis, die immer wieder kurz vor der Wahl entweder mit einer militärischen Operation oder mit einem Terroranschlag beschert werden, nicht so dumm sind, um das als reiner Zufall zu verstehen. Natürlich waren Barak und Bibi nicht nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Auch das ist für mich offensichtlich.

melanie klein 22.11.2012 | 17:45

abwarten. sind ja noch ein zwei monate. dennoch finde ich es quasi äußerst kurzsichtig, den fokus auf israels wahlen zu richten und dabei zu vergessen, dass es im ganzen nahen osten grade zu einer mächteverschiebung kommt. dieses gerangel nicht in den zusammenhang zu stellen, ist geradezu unseriös. im übrigen, wenn man schon auf der hand liegende spekulationen anspricht, könnte man auch in betracht ziehen, dass der iran sich auch zeit gekauft hat.

im grunde wird dieser konflikt von allen direkt und indirekt beteiligten ausgebeutet. und m.e. ist israel eines der beteiligten, die davon am wenigsten haben. wahlen hin oder her. sie sind die "verlierer" mit oder ohne militärschlag.