Auge um Auge

Russland-Georgien Vor einem Jahr wollte Russland den Gang ins weltpolitische ­Niemandsland aufhalten und ließ sich zu einem Waffengang gegen Georgien hinreißen
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Der Vorgang in der Nacht vom 7. zum 8. August 2008 ist dieser: Der georgische Präsident lässt Elitetruppen zu einem Angriff auf Zchinwali ausrücken. Die sorgen in der Hauptstadt Südossetiens – das sich bereits 1990, noch zu Sow­jetzeiten, zur selbständigen Republik erklärt hatte – für ein Blutbad. Die Rede ist von mehr als 1.000 Toten. Was und wer Michail Saakaschwili auch immer zu diesem Coup getrieben hat, bleibt bis heute rätselhaft. Angesichts des russischen Truppenkontingents rings um Zchinwali scheint er um den Gegenschlag förmlich zu betteln. Der kommt prompt und trifft georgisches Kernland, das für einige Wochen von russischen Soldaten besetzt wird – Tiflis bleibt davon unberührt.

Nasser und Saakaschwili

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