Gute Befreier, böse Befreier

Syrien Der Bürgerkrieg scheint entschieden. Dafür ausschlaggebend ist Russlands Gewinn an geopolitischer Statur
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 37/2018
Von links nach rechts: die Stadt Zardana in Idlib 2018, das irakische Mossul und das syrische Raqqa 2017
Von links nach rechts: die Stadt Zardana in Idlib 2018, das irakische Mossul und das syrische Raqqa 2017

Fotos: AFP/Getty Images

Wäre es besser, die Menschen in der Provinz Idlib weiter der Macht von Dschihadisten auszusetzen, die sie als menschliche Schutzschilde missbrauchen und ihnen Fluchtwege abschneiden, indem – wie zuletzt geschehen – Brücken gesprengt werden? Für Mossul war das aus westlicher Sicht nicht besser. Als dort im Vorjahr von der US- wie irakischen Armee monatelang der Islamische Staat (IS) bekämpft wurde, lautete die Begründung, man müsse menschenverachtenden Terror beenden. Weil oder obwohl der IS ohne Rücksicht auf Zivilisten Stellungen in Vierteln der Altstadt unterhielt?

Die US-Luftwaffe flog ständig Angriffe, um diese Bastionen des Widerstandes auszuschalten. Bei der Schlacht um Mossul kamen von Oktober 2016 bis Juli 2017 mehr als 11.000 Unbe