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Was will diese Allianz im 21. Jahrhundert? Der NATO-Gipfel in Bukarest beantwortet die Frage nicht erschöpfend, aber andeutungsweise. Die Strategie der globalen Selbstermächtigung wird um ein paar Facetten ergänzt. Nach dem Strategiewandel 1999 und der Osterweiterung im gleichen Jahr sowie 2004 sind weitere Neumitglieder gefragt - Albanien, Mazedonien, Kroatien, auch die Ukraine und Georgien. In Osteuropa werden Nachkömmlinge, im postsowjetischen Raum Vorboten rekrutiert. Wer könnte sich eine bessere Pflege der Beziehungen mit Russland vorstellen? Die NATO bläht sich auf. Wenn sie demnächst die vereinten Nationen Europas und Nordamerikas präsentiert, heißt das für die Vereinten Nationen in New York: Wir bieten euch ein militärisches Rückgrat, ohne das ihr nicht mehr lebensfähig seid. Im Sicherheitsrat über friedenserzwingende Maßnahmen ohne Rückgriff auf die kriegerischen Mittel der NATO zu entscheiden, wird künftig undenkbar sein. Wer käme sonst in Betracht? Sind damit die Identitätsnöte des Bündnisses geklärt? Vermutlich. Wie die NATO Afghanistan Frieden und Wohlergehen beschert, wird sie künftig auch anderen hilfreich zur Seite stehen.

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Geschrieben von

Lutz Herden

Redakteur „Politik“, zuständig für „Ausland“ und „Zeitgeschichte“

Lutz Herden studierte nach einem Volontariat beim Studio Halle bis Ende der 1970er Jahre Journalistik in Leipzig, war dann Redakteur und Auslandskorrespondent des Deutschen Fernsehfunks (DFF) in Berlin, moderierte das Nachrichtenjournal „AK zwo“ und wurde 1990/91 zum Hauptabteilungsleiter Nachrichten/Journale berufen. Nach Anstellungen beim damaligen ORB in Babelsberg und dem Sender Vox in Köln kam er Mitte 1994 als Auslandsredakteur zum Freitag. Dort arbeitete es von 1996 bis 2008 als Redaktionsleiter Politik, war dann bis 2010 Ressortleiter und danach als Redakteur für den Auslandsteil und die Zeitgeschichte verantwortlich.

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