Himmlischer Frieden

USA/China Es gilt ein historischer Kompromiss: Zwei Weltmächte bescheinigen sich Ebenbürtigkeit
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 46/2017
Ein frischer Wind weht in den chinesisch-amerikanischen Beziehungen
Ein frischer Wind weht in den chinesisch-amerikanischen Beziehungen

Foto: Nicolas Asfouri/AFP/Getty Images

„Unter Strategen gilt das Wort: Ich wage nicht, als Herr einzutreten, ich komme lieber als Gast. Rücke lieber zurück eine Elle als vorwärts einen Zoll“, schrieb vor zweieinhalbtausend Jahren der chinesische Philosoph Laudse im 69. Vers seines Traktats Daudedsching. Da sich Donald Trump ohne jeden Zweifel für einen Strategen hält, wollte er bei seinem China-Besuch den Nachweis nicht schuldig bleiben. Folglich hatte der „Herr“ vorübergehend ausgedient, während es der „Gast“ verstand, seinen Gastgebern zu gefallen, indem er mehr als nur „eine Elle“ preisgab.

Der US-Präsident räumte im Reich des rosigen Lächelns und der roten Teppiche ein, was zuvor kaum jemand für möglich gehalten hä