Linke Sozialdemokraten und Kommunisten regieren gemeinsam in Sachsen und Thüringen

Zeitgeschichte Einheitsfront 1922/23: Für wenige Monate sitzen KPD und SPD in Dresden und Weimar an einem Kabinettstisch. Dann werden sie durch die Reichswehr gestürzt
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 43/2022

Die beste Parade ist ein kräftiger Hieb. Diese elementare Regel jedes Kampfes beherrscht erst recht alle Schritte der Revolution“, schreibt Rosa Luxemburg am 14. Januar 1919. Es ist ihr letzter Artikel für die Rote Fahne. Einen Tag und eine Nacht später wird sie – nach dem Kopfschuss eines Offiziers der Garde-Kavallerie-Schützendivision – in den Berliner Landwehr-Kanal geschleudert. Die am 1. Januar 1919 gegründete KPD verliert ihre Leitfigur. Und dies in einem Augenblick, da die Partei zu jung ist, um der selbst erteilten historischen Mission gewachsen zu sein.

Im Januar 1919 wird der Revolution vom November 1918 unwiderruflich das Genick gebrochen. Die KPD widersetzt sich der Gegenrevolution mit Hingabe und Opfersinn, doch ihren Parolen fehlt die

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