Schwanengesang auf einen Pensionär

KREDITABENTEUER DES IWF MIT RUSSLAND Für den Westen sind die jüngsten Finanzaffären ein willkommener Anlaß, um Weichen für die Zeit nach Boris Jelzin zu stellen
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In Washington wird offen zugegeben, woran seit langem niemand mehr zweifeln konnte. Mit der gegenwärtigen Führung Russlands lassen sich weder Staat noch Geschäfte machen. Natürlich hätte man Boris Jelzin wegen unüberbrückbarer politischer Differenzen die Duz-Freundschaft aufkündigen können, aber nach den schwärenden Wunden, die der NATO-Krieg gegen Jugoslawien gerade Russland zugefügt hat, wäre das zwar ehrlich, aber nicht sonderlich klug. Daher fällt dem Kreml-Clan jetzt sein System der Kleptokratie auf die Füße. Dass Jelzins Familie oder seine treuen Paladine IWF-Kredite in dubiose Kanäle geleitet oder Schweizer Bestechungsgelder genommen haben, darüber kursieren seit langem Gerüchte, aber erst jetz