Lutz

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RE: Von der Plage zum Retter | 15.03.2011 | 15:23

So ganz erschließt sich mir der Sinn dieses Verfahrens nicht. Ausgangspunkt scheint doch das Verbrennen von fossilen Brennstoffen, also Kohle, Erdgas oder Erdöl, zu sein. Das dabei entstehende CO2 soll aufgefangen und an die Algen verfüttert werden. Die Algen werden danach, einfach gesagt, noch einmal verbrannt. Im besten Fall kann also jede Energieeinheit, die im fossilen Ausgangsbrennstoff steckt, zwei Mal eingesetzt werden, bevor das CO2 in der Atmosphäre landet. Was ist dabei gewonnen?

Wenn fossile Brennstoffe am Beginn diese Verfahrens stehen, löst dieses das Problem der CO2-Konzentration in der Atmosphäre nicht. Kohle, Erdgas und Erdöl müssen da bleiben wo sie sind: im Boden. Nur dann kann bei ihrer Verbrennung auch kein CO2 entstehen, egal, durch wie viele Algen-Zwischenschritt es auf seinem Weg in die Atmosphäre geht.

RE: Im Dutzend objektiv | 25.02.2011 | 12:26

Ich bin etwas erstaunt über den Untertitel: "Wenn schwache Studien nichts sagen, flüchten Mediziner auf die Meta-Ebene." Dieser Untertitel hat einen abwertenden Ton, der mir nicht recht einleuchtet.

Der Sinn von Meta-Studien ist es nicht, schwache, also methodische schlechte Studien, aufzuwerten, in dem man sie "im Dutzend" zusammenfasst. Im Gegenteil.

Häufig ist es so, dass ein vermuteter Effekt nur schwach, gar nicht, oder sogar gegenteilig ausfällt: Wirkt ein neues Schmerzmittel besser, gleich gut oder schlechter als ein eingeführter Wirkstoff? Hat es weniger, gleich viel oder mehr Nebenwirkungen als dieser?

Bei der Beantwortung dieser Fragen kann es bei verschiedenen Studien zu unterschiedlichen, sich auch widersprechenden Ergebnissen kommen. Oft picken sich Interessierte dann aus einer Menge von Studien dann diejenigen heraus, deren Ergebnis ihnen am besten passt. (Häufig ist diese Selektion übrigens bei den Vertretern sog. "alternativer" oder "komplementärer" Medizin zu beobachten.) Um dieser unvollständigen Betrachtung der Datenlage entgegenzuwirken, werden alle Studien in einer Metaanlyse zusammengefasst und gemeinsam bewertet. In einer solchen Analyse werden die methodologisch hochwertigen Studien stärker gewichtet also solche, die z. B. nur unzureichend verblindet oder randomisiert haben. Sinn des ganzen Verfahrens ist es, die immer vorhandene Gefahr der Selbsttäuschung zu verringern.

Oft genug ist das Ergebnis einer Metaanalyse übrigens, dass eben kein signifikanter Effekt beobachtet werden kann. Wo einzelne Studien noch deutliche beobachten konnten, verschwinden diese bei der systematischen Zusammenschau aller Studie. Das ist das Gegenteil des im Untertitel behaupteten Zwecks von Metaanalysen.

RE: Grüne Angstlust | 19.11.2010 | 16:30

Du meine Güte, das klingt ja furchtbar! Aber leider ist das Gefühl für Stil hierzulande nicht sehr verbreitet.

RE: Grüne Angstlust | 19.11.2010 | 13:16

Schade, dass eleganten, gerne auch teuren Anzügen und weißen Hemden oft mit so viel Vorurteilen begegnet wird. Schöne Kleidung ist ein Kulturwert, der zum Glück auch bei vielen Grünen geschätzt wird. Da spricht dann auch nichts dagegen, wenn zu den Castor-Blockaden Regenjacke und Gummistiefel aus dem Schrank geholt werden. Alles zu seiner Zeit und zum passenden Anlass.

RE: Wenn Politiker zu viel zwitschern | 19.11.2010 | 13:06

Würde ich Tweets von PeaceKaren_25 und HopeMarie_25 als besonders vertrauenswürdig einschätzen? Wie wäre es mit solchen von SchnuckiJutta_23 oder HasiMartha_21? Wohl eher nicht.

Wer, außer Medienvertretern auf der Suche nach Kuriosa aus der schönen neuen Netzwelt, fällt auf so etwas herein? Aber vermutlich ist die Leichtgläubigkeit der Leute doch größer, als man gemeinhin vermutet.