Freiheitliche Isolation.

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Ich habe gerade zwei Texte im Feuilleton - Teil der FAZ von heute (11.05.2010) gelesen, auf der Seite 35 beschäftigt sich Friederike Haupt in einem Gespräch mit Herrn Prof. Dr. Ernst Pöppel (Professor für Medizinische Psychologie in Münster) mit dem Thema Multitasking.

Die Situation unseres Alltages wird darin als einzige Sinn- und Reizüberflutung betrachtet, die Problematik des Multitasking im Internetzeitalter ist ein komplexes, sicher ein interessantes Phänomen.

Fragen nach dem "Warum", warum Facebook, warum die (Zitat von Herrn Prof. E. Pöppel) "Selbstprostitution auf Basis von Informationsgier", warum kann der Mensch nun nicht Einhalt gebieten, wenigstens zum Selbstschutz. Das Internet als mögliche Ursache zukünftiger Gesellschaftlicher Probleme. Die Situation des Zugangs zu unbegrenzter Informationsfülle scheint nicht unmittelbar so zu laufen wie man sich das gerne wünschen würde, es scheint nicht möglich aus diesem Kontext das meiste und interessanteste Wissen herauszufiltern.

Das Angebot ist nicht nutzbar, eine spätere Erinnerung findet nicht statt. Das Internet passt sich an und bietet Informationen in immer kürzerer und knapperer Länge. Alle Informationen des Tages in 100 Sekunden, es ist schon erstaunlich, dass sich manche Moderatoren bei der Sprechgeschwindigkeit nicht selbst überholen.

Die Informationsgesellschaft hat sich etabliert, nun muss sie noch lernen mit der Informationsfülle umzugehen.

Wilkommen im 21. Jahrhundert?

22:45 11.05.2010
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Geschrieben von

Max Merziger

Interessiert an Naturwissenschaften und Philosophie.
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