RE: Wohnen ist die neue soziale Frage | 18.09.2018 | 17:26

Mein Verdacht ist, dass es für die Damen und Herren Abgeordneten keine Sanktionen für Leistungsverweigerung gibt. Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob es für diese Herrschaften einen Arbeitsvertrag gibt, der irgendwie die Leistung beschreiben oder zumindest andeuten würde...so kann man bei Wahlkampagnen versprechen, bei Koalitionsverhandlungen fordern, beim Regieren regieren.

RE: Hase, du bleibst hier | 18.09.2018 | 14:36

Frau Koester, vielen Dank für Ihre Reaktion! Die Ansätze, die Sie nun in Ihrem Kommentar beschreiben klingen plausibler.

In Ihrem Artikel vermisse ich die Gründe für die Abwanderung, die ja (wie in Ihrem Kommentar beschrieben) bestimmt nicht nur in den ländlichen strukturellen Defiziten zu finden sind, sondern auch, direkt nach der Wende, der fehlenden Perspektiven. Ebenso wäre ein Vergleich zur westdeutschen Provinz interessant.

Es ärgert mich, wie fast 3o Jahre nach der Wiedervereinigung die Ostdeutschen als die boshaften Schildbürger dargestellt werden. Es ist leichtgewonnene Polpularität, die man so bekommen kann, aber Medien und Politik sollten verantwortungsvoller sein - es kann für die Gesellschaft brandgefährlich werden.

RE: Hase, du bleibst hier | 18.09.2018 | 13:50

Bin Wessi, und mir stößt dieses Mobbing und Verhöhnen extremst sauer auf. Das hat NICHTS mit Demokratie oder Linksrichtung zu tun, sondern ist pavianisches mit-Kacke-bewerfen. Widerlich!

Leider werden unsere Mitbürger aus dem Osten einmal mehr sehen, wie unverstanden sie sind und ihre Rückschlüsse ziehen - in den Augen des Westens sind sie unnötig und undankbar. Dementsprechend, als ungeliebte und ungewollte werden sie noch mehr ihren alternativen Weg einschlagen...und dann wird das Gejammer über die Wahlerfolge der AfD auch auf diesem Medium sehr groß.

RE: Hase, du bleibst hier | 18.09.2018 | 13:50

Bin Wessi, und mir stößt dieses Mobbing und Verhöhnen extremst sauer auf. Das hat NICHTS mit Demokratie oder Linksrichtung zu tun, sondern ist pavianisches mit-Kacke-bewerfen. Widerlich!

Leider werden unsere Mitbürger aus dem Osten einmal mehr sehen, wie unverstanden sie sind und ihre Rückschlüsse ziehen - in den Augen des Westens sind sie unnötig und undankbar. Dementsprechend, als ungeliebte und ungewollte werden sie noch mehr ihren alternativen Weg einschlagen...und dann wird das Gejammer über die Wahlerfolge der AfD auch auf diesem Medium sehr groß.

RE: Hase, du bleibst hier | 18.09.2018 | 10:24

Noch ein bißchen Öl ins Feuer...diese überheblichen Kommentare, die im Moment zuhauf in allen möglichen Medien (z.B. auf SPON Christian Stöcker, Ostdeutschland: Diese Kolumne ist eine Unverschämtheit) auftauchen, geben den Autoren wohl ein Überlegenheitsgefühl.

Nein, agressives Verhalten (übrigens egal, welcher ideologischen Coleur) ist nicht zu tolerieren, aber dieses pseudoanalytische Gehabe richtet sich ja gegen ganz Sachsen bzw. Ostdeutschland (ist das nicht rassistisch?).

Systemverlust, egal wie gut oder schlecht es war, bringt Existenzängste, die ja dann auch für viele bestätigt wurden (Qualifikation wertlos, Arbeitslosigkeit, sozialer Abstieg). Die Treuhand hat nach den Prinzipien des Kapitalismus agiert - eiskaltes Abwickeln und verscherbeln an westliche Firmen. Und dann dieses ständige Fordern von Dankbarkeit von Westseite...das Gefühl muss sein, man werde ausgenommen, wie eine Weihnachtsgans und muss auch noch Danke sagen.

Während wir hier übrigens über unsere Mitbürger diskutieren, werden von der Regierung weiterhin keine der relevanten Fragen, wie Bildung, Rente, Gesundheit, Finanzen, etc. ordentlich angepackt. Und ich vermute, das hat System.

RE: Flatternde Falken | 11.09.2018 | 17:28

Schön, dass wenigstens einer auf diesem, wie ich dachte, links gerichtetem Medium, etwas dazu schreibt. Denn es ist ein Skandal. Vielen Dank hierzu und ich stimme Ihrer Beschreibung zu, Herr Herden.

Dass Frau von der Leyen und Co hier gerne mitmachen würden, ist für mich weniger erstaunlich. Aber dass mal wieder die Grünen (abgesehen von humanitären Gründen ist Krieg nicht umweltfreundlich) mit dabei sind...für den Wähler bleibt immer weniger Auswahl.

RE: Flatternde Falken | 11.09.2018 | 17:28

Schön, dass wenigstens einer auf diesem, wie ich dachte, links gerichtetem Medium, etwas dazu schreibt. Denn es ist ein Skandal. Vielen Dank hierzu und ich stimme Ihrer Beschreibung zu, Herr Herden.

Dass Frau von der Leyen und Co hier gerne mitmachen würden, ist für mich weniger erstaunlich. Aber dass mal wieder die Grünen (abgesehen von humanitären Gründen ist Krieg nicht umweltfreundlich) mit dabei sind...für den Wähler bleibt immer weniger Auswahl.

RE: Im Reich der Gier | 06.09.2018 | 13:23

"Nur funktioniert das eben nicht, wenn wir uns nicht an die ökonomischen Grundlagen herantrauen. Es wurden schon allzuviele Enttäuschungen produziert um das noch länger auszublenden."

Die Ökonomie ist dazu da, das Leben zu erleichtern (meine Arbeit sollte etwas wert sein und mir ermöglichen davon zu leben) und ist ja auch das Thema dieser Diskussion. Und Politik ist dazu da Ökonomie und Gesellschaft auszubalancieren, was aber leider nicht praktiziert wird - aus Unfähigkeit oder Mutwilligkeit oder beidem...

RE: Im Reich der Gier | 06.09.2018 | 10:21

Was wollen Sie ausreden - schwanger werden oder hierbleiben?

Grob gesagt überlebten unsere Vorfahren verschiedenste Epidemien, Kriege, Revolutionen, Verfolgungen, Katastrophen... so gesehen haben wir es im Moment gut. Ich weigere mich für uns und unsere Kinder nur schwarz zu sehen.

Sehr vieles läuft im Moment falsch, auf sehr vieles haben wir überhaupt keinen Einfluss, aber auch sehr vieles wurde von unseren Vorfahren erkämpft und das gilt es doch zumindest zu erhalten. Es wird immer diejenigen geben, die auf Kosten der Allgemeinheit versuchen (oder auch tun) sich voranzubringen, auch oder gerade über Leichen gehen. Gerechtigkeit ist ein menschlicher Begriff, denn in der Natur trifft man sie nicht an. Deshalb müssen wir als Gesellschaft (wenn wir den Standard halten wollen) die Regeln bestimmen, erhalten und an die Gegebenheiten anpassen.

Auch ich beobachte die Ereignisse mit Sorge und habe das Gefühl, dass es seit ca. 1989 große Verschiebungen im Weltgefüge gibt.

RE: Im Reich der Gier | 05.09.2018 | 16:54

Ja, die Geschehnisse deuten auf Herrn Varoufakis und Ihre (vielen Dank an dieser Stelle für die Ausführlichkeit) Beschreibung hin. Auch die scheinbar unlogischen Handlungen der Regierenden. Vielleicht müssen sie auch wegen Verpflichtungen so handeln (jeder hat schwache Stellen an denen manipuliert werden kann).

Wie könnte Ihrer Meinung nach eine Lösung aussehen? Oder was kann der einfache Bürger dem entgegensetzen und sollte er? Auf was soll man seine Kinder vorbereiten?