madi

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RE: Zukunft gesucht | 11.05.2014 | 14:48

Spannende Untersuchung der Freidrich-Ebert-Stiftung zu weltweiten Protesten von 2006 bis 2012 auf der Grundlage von Presseauswertungen:

http://www.fes-globalization.org/new_york/new-publication-world-protests-2006-2013/

"Es gab Zeiträume in der Geschichte als große Menschenmengen dagegen rebellierten, wie die Dinge waren, Veränderungen verlangend, wie 1848, 1917 oder 1968; heute erleben wir einen neuen Zeitraum wachsender Empörung und Unzufriedenheit, und einige der größten Protest der Weltgeschichte."

Auswertungen zu Forderungen, Motiven etc. sehr spannend...

RE: Der Gucci-Aufstand | 24.04.2014 | 10:52

Danke, Freitag, für diesen Text. Das deckt sich auch mit den Berichten, die ich von venezolanischen Freunden bekomme. Die Schreckensbilder, welche die Opposition malt und die Agenturen und Korrspondenten an die hiesigen Medien weiterreichen, haben nichts mit der Realität zu tun.

Mein Eindruck ist, dass die wirtschaftliche Situation im letzten Jahr schwieriger geworden ist – vor allem durch die falsche Währungspolitik, die ein Anreiz zum Betrug bietet –, aber insgesamt geht es den Venezolanern deutlich besser als vor zehn Jahren und auch besser als den Menschen in den meisten Nachbarländern....

"Gucci-Aufstand" trifft das Problem genau! Hier ausführlich beschrieben:

Rechte in linkem Gewand

RE: Heftig ineinander verkeilt | 05.03.2014 | 09:33

Brief an die Chefredakteure von ARD-aktuell zur Venezuela-Berichterstattung

Sehr geehrter Herr Dr. Kai Gniffke, Sehr geehrter Herr Thomas Hinrichs,

ich wende mich an Sie, um Sie auf einige Unausgewogenheiten bei der Berichterstattung im Bereich Innenpolitik/Ausland aufmerksam zu machen. Namentlich geht es um die Venezuela-Berichterstattung der ARD.

1. In Ihren Berichten über die Proteste nennen Sie immer wieder die Zahl der Toten – bis zum heutigen Tag handelt es sich um 16 Menschen, die dabei ums Leben kamen. Dies erweckt bei mir als Zuschauer bzw. Zuhörer den Eindruck, es handle sich dabei um durch Polizeimaßnahmen getötete Protestierende. Tatsächlich kamen bisher meines Wissens drei Demonstranten durch Polizeigewalt ums Leben. Die Mehrheit der Todesopfer fiel den Gewaltaktionen der Protestierenden zum Opfer....

weiter:

https://amerika21.de/dokument/98157/brief-ard-aktuell

RE: Revolutionär aus Berufung | 07.03.2013 | 16:35

Venezuela nach Hugo Chávez

Der "Chavismus ohne Chávez" beginnt als ein Projekt, das von der zivilen Linken angeführt wird. Ob diese Tendenz von Dauer ist, hängt auch von ihrer Fähigkeit ab, repräsentative Funktionen im Staat auszufüllen

Der große Integrator geht

Am Dienstag, den 5. März nachmittags, verstarb in Caracas der
venezolanische Präsident Hugo Rafael Chávez Frías. Die
lateinamerikanische Linke trauert um einen Revolutionär, der Staatsmann wurde, ohne seine Radikalität einzubüßen oder seine populare Herkunft abzustreifen.

Ein Freund der Schwachen

Nachruf des ehemaligen Schweizer Botschafters Walter Suter auf
Venezuelas Präsidenten Hugo Chávez Frías (1954-2013)

Ein Junge aus Sabaneta

Chávez hat Venezuela verändert, das Tor zum Aufbau des Sozialismus aufgestoßen und war von seinen Gegnern nicht zu stürzen

RE: Im Tal der Ahnungslosen | 05.03.2013 | 15:26

Der Artikel "Mustang" über die CIA- bzw. Botschaftskontakte von Rainer Eppelmann aus der Zeitung der Bürgerrechtsbewegung "Hoch und Guck" von 1992 ist online:

Aus Horch und Guck, 04/1992

"Mustang" - MfS, CIA und DDR-Opposition

Eine Beziehung pflegte Gregory Sandford jedoch besonders - die zum damaligen Pfarrer der Berliner Samaritergemeinde Reiner Eppelmann. Eppelmann hatte, laut MfS, seit Ende der 70er Jahre ständig Kontakt zu Mitarbeitern des US-Geheimdienstes, aber auch zum französischen Geheimdienst DGSE, der in Person des Diplomaten Jean-Louis Lepetre bei ihm vorstellig wurde.

Für den amerikanischen Geheimdienstler muß Eppelmann eine interessante Quelle gewesen sein. Diese Vermutung lassen die Häufigkeit und die Dauer der Gespräche sowie deren Informationsgehalt bezüglich Kircheninterna, Diskussionen in Oppositionsgruppen und Einschätzung von Personen zu.

Beispielsweise in einem Gespräch, das am 1.10.1986 in Eppelmanns Wohnung stattfand und an dem außer Sandford noch besagter Quigley, mittlerweile auf analytischem Gebiet im CIA-Hauptquartier tätig, teilnahm. Laut MfS-Protokoll sprachen zu Beginn alle drei Teilnehmer über die Innen- und Außenpolitik der USA und der Sowjetunion und deren Verhältnis zueinander.

Sandford und Quigley fragten dann nach Eppelmanns nächsten Vorhaben und konkret nach der Bundessynode der evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg, nach der "Friedenswerkstatt" und der "Friedensdekade". Eppelmann gab dazu ausführlich Auskunft..."

RE: Im Tal der Ahnungslosen | 05.03.2013 | 11:47

@ Herr Eckert und andere: Der Beitrag beschreibt, dass Herr Gysi dafür gesorgt hat, dass anderen längere Haftaufenthalte in der DDR erspart blieben, und dass auch in Fällen wie Herrn Epplemann, bei dem die Ermittlungsbehörden - die Stasi - offensichtlich ziemlich viele Gründe gesehen haben mag, ihn zu verhaften.

Ganz sicher gab es auch andere Leute im Sicherheitsapparat, die gerne kurzen Prozess mit ihren Gegnern gemacht hätten. Der Stern hatte 1992, glaube ich, auch schon darüber berichtet, dass Pfarrer Eppelmann dem US-Botschaftsmitarbeitern ziemlich interne Details aus Kirche und Opposition anvertraut hat - die haben ihr Archiv nur bis 2002 online. Dass die harte Linie sich nicht durchgesetzt hat, ist u.a. Leuten wie Gysi zu verdanken, der darüber hinaus sogar noch die Zulassung des Neuen Forum durchgesetzt hat, wenn ich mich richtig erinnere.

RE: Im Tal der Ahnungslosen | 01.03.2013 | 23:30

hier gehts zum Weiterlesen – auf jeden Fall ein paar Quellen

Auf Wiedersehen, Herr Gauck

Der Freitag 28.04.2000

Das Geheimnis der Tarantel

Der Spiegel, 14.08.2000

Wir haben unterschiedliche Gewalten

Der Spiegel, 13.03.1989

DDR: Wanze im Beichtzimmer

Der Spiegel, 02.01.1989

"Mustang"

Horch und Guck, 04/1992

RE: Gaddafi aus dem Amt schießen | 30.03.2011 | 19:21

Der Übergangsrat ist ein zwielichter Haufen: Gadaffis Innen-, Justiz- und Wirtschaftsminister zusammen mit einigen Royalisten und Neoliberalen aus dem Londoner Exil:

Der merkwürdige Aufstand
Eine Palastrevolte, Großbritannien und die internationale Intervention in Libyen
amerika21.de/analyse/27008/der-merkwuerdige-aufstand

und hinter der Blog-EIntrag von Uwe-Jürgen Ness (Züchtet sich der Westen neue Dschihadisten heran?) muss auch kein Fragezeichen:
Libyan rebel commander admits his fighters have al-Qaeda links
www.telegraph.co.uk/news/worldnews/africaandindianocean/libya/8407047/Libyan-rebel-commander-admits-his-fighters-have-al-Qaeda-links.html