Richard Zietz
04.06.2014 | 12:26 116

Jutta Ditfurth – Fall einer Ikone

Portrait. Sie diskutierte mit Strauß, rechnete mit den Grünen ab. Auf Demos gegen den Kapitalismus ist sie ebenso präsent wie in Talkshows. Aufstieg und Fall einer linken Ikone.

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Richard Zietz

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8c/1644_Jutta_Ditfurth.JPG

Jutta Ditfurth, 2011. Foto: Udo Grimberg. Quelle: Wikipedia / Wikimedia Commons. Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported.

Eine Frage, die sich nach all dem stellen wird: War es das wert? Seit Wochen ist das vorrangigste Thema weniger die Frage, wie man eine funktionierende Friedensbewegung auf die Beine bekommt. Im Fokus steht vielmehr die – potenzielle, vielleicht auch reale – Gesinnung eines bestimmten Spektrums von Friedensfreunden: den sogenannten Montagsmahnwachen. Frage, Linken wie Medien gleichermaßen unter den Nägeln brennend: Wie rechts unterwandert, wie völkisch, antisemitisch und mit Verschwörungstheoretikern durchsetzt ist diese Bewegung? Auslöserin des Ganzen: Jutta Ditfurth – Ex-Grüne, Buchautorin, linke Aktivistin. Initialzündung: ein Interview in der 3sat-sendung »Kulturzeit« Mitte April. Seither überschlagen sich nicht nur auf Ditfurths Facebook-Seite die Tickermeldungen, Kommentare und Flames. Eine Klage von Montagsdemo-Redner Jürgen Elsässer wegen der Etikettierung »glühender Antisemit« hat die Auseinandersetzung zusätzlich beflügelt. Sicher – die Frankfurter Ökolinke erhält eine Menge Zuspruch. Ebenso Plattformen – beispielsweise in der Kolumne »hier konkret« in der Juni-Ausgabe der gleichnamigen Zeitschrift. Allerdings: Da Merkel, Obama, Poroschenko sowie der dänische Neocon-Hardliner und NATO-Generalsekretär Rasmussen kaum warten werden, bis der innerlinke Rosenkrieg made in Germany entschieden ist, fragen sich zwischenzeitlich auch politische Weggenossen: War es das wirklich wert? Ein Artikel in Elsässers Magazin Compact spitzte die Personalia um die – im Beitrag durchaus als verdienstvoll gewertete – Kontrahentin zwischenzeitlich mit einem eigenen Portraitbeitrag zu. Titel: »Die Donna Krawalla der Linken«.

Ditfurths Antimontagsdemo-Kreuzzug

Ist das noch Streit, oder ist das schon Kindergarten? Die Linke veranstaltet derzeit großes Theater. Seit Wochen streiten, mobben, flamen, beleidigen und selbstbestätigen sich Mahnwachen-Anhänger und Mahnwachen-Gegner auf Ditfurths Facebook-Seite in zunehmender Intensität. Live schlagen antideutsche Gegendemonstranten auf, im Gepäck Aluhüte, USA- und Israel-Flaggen. Frage: Braucht die auseinandersetzungsfreudige Frankfurterin tatsächlich dieses Niveau? Und: Ist diese Mischung aus Social-Media-Rumgeflame und Gleichgesinnten-Wärmstube zielführend? Pointiert auf den politischen Punkt gebracht: Wäre es angesichts der wachsenden Kriegsgefahr nicht zweckmäßiger, aufzustehen, sich zu artikulieren, auf eine politische Gegenstrategie zu verständigen? Unabhängig davon, ob diese lautet: Wir wollen mit den Montagsdemonstranten nicht; da sind zu viele aus der nationalkonservativen Ecke dabei. Oder: Wir müssen auch die irgendwie in ein Antikriegsbündnis hineinkriegen.

Unbehagen macht sich breit. Viele würden das Geflame am liebsten per Button-Klick abstellen, zur Tagesordnung zurückrufen, still die Scherben zusammenkehren, die Chose vergessen. Getan ist allerdings getan. Seit Ditfurths 3sat-Interview zieht der Shitstorm stetig weitere Kreise. Wie ein trüber, schmutziger Fluss, der langsam aber stetig ausmäandert, erfasst er immer weitere Kontrahenten. Auch die bekannte Anti-Hartz-IV-Aktivistin Inge Hannemann steht zwischenzeitlich unter Beschuss der Ditfurth-Anhänger. Hannemans Fehltritte: eine nicht genügend eindeutige Abgrenzung von den Montagsdemontrationen. Eine mit dem Antifa-Logo gekennzeichnete Hannemann-Watchseite bei Facebook wirft ihr vor, sich einerseits zwar von rechten Tendenzen distanziert zu haben. Das jedoch, so die Seite, sei nicht genug. So pflege sie – trotz eindeutiger Aufforderungen der Watchseite – weiterhin persönliche Freundschaften mit Personen, die, so die Seite, der neurechten Szene zuzuordnen seien. »Likes« unter dem an schlimmste deutsche Blockwart- und Gesinnungspolizeitradition erinnernden Elaborat: unter anderem Jutta Ditfurth, Autor, und Aluhut für Ken, Gemeinschaft.

Sicher hat die Auseinandersetzung zwei Seiten. Ebenso wahr ist, dass Ditfurth seit ihrem unstrittenen 3sat-Auftritt ebenfalls starken Attacken ausgesetzt ist. Allerdings: Ob die Facebook-Seite der Autorin mehr Hilflosigkeit offenbart im Umgang mit den neuen sozialen Medien oder das Gegenteil, nämlich erwünschte Zuspitzung (respektive Materialsammlung für die weitere Auseinandersetzung), ist schwer zu sagen. Möchte man den Schiedsrichter machen und entscheiden, wer den Krieg im Web gewonnen hat, wäre die aktuelle Tendenz wohl: 2:1 gegen Ditfurth. Auf der Facebook-Seite der Autorin sind die ablehnenden Kommentare geradezu grandios in der Überzahl – wobei einige Einträge eine Kommentarzahl im 500er-Bereich aufweisen. Außerhalb des Webs dürften sich Ablehnung und Zuspruch eher die Waage halten – siehe hierzu auch diesen FC-Artikel. Auch wenn den Schmutzige-Wäsche-Effekt zwischenzeitlich kaum noch jemand leugnen mag: Offensichtlich hat die Diskussion um die Montagsdemos einen empfindlichen Nerv getroffen. Frage so: Welche Nerven genau hat die Intervention von Jutta Ditfurth bloßgelegt?

Du! Sollst! Nie !!! Mit! Rechten! Paktieren! Besagte Regel ist quasi der Urgrund für die aktuelle Anti-Montagsmahnwachen-Echauffierung. Rechts gilt – nicht nur bei der politischen Linken, sondern bis weit in den politischen Mainstream hinein – als die politische Katastrophe schlechthin, der größtmöglich denkbare Super-GAU. Bekanntlich gibt es gerade in Deutschland gute Gründe, Anti-Rechts-Warnungen ernstzunehmen. Wenn es einen politischen roten Faden gibt, der sich stringent durch Jutta Ditfurths politische Biografie zieht, dann ist es dieser. Allerdings gibt es ebensoviel Anhaltspunkte dafür, dass die Frankfurter Ex-Grüne in dieser Frage gern das Kind mit dem Bad ausschüttet – nach dem Motto: Je mehr Feind, desto mehr Ehr’. Sicher – ihre Beobachtungen sind nicht ganz falsch. Oft sogar treffend, prägnant, aufklärerisch im besten Sinn. Der Ton ist es vor allem, der bei der streitbaren Ökolinken oft die Musik macht. Den – oft schmalen – Scheidegrad bildet zwischen brillianter politischer Analyse, politischer Hybris und daraus folgender Mission im Brachialmodus.

Schlagseiten und Löcher hat jedoch bereits die Argumentationsführung. Jutta Ditfurth selbst sieht sich zwar vorrangig als Journalistin, als kritische Buchautorin. Darüber hinaus genießen ihre Werke in linken Kreisen eine bemerkenswert hohe Popularität: nicht allzu kompliziert geschrieben, politisch auf den Punkt kommend; solide Aufklärungsarbeit, stets verbunden mit der »richtigen« message. Die Argumentationstechniken, derer sie sich bedient, haben allerdings stark simplifizierende, holzschnitthafte Schlagseiten. Zwei Muster sind vor allem auffällig: a) die Eigenheit, Kritikpunkte fast ausschließlich aus textlichen Produktionen abzuleiten, also mehr aus diversen Theorieproduktionen als aus dem prallen Leben, b) eine Beweisführung, die oft nach dem Schema der Kontaktschuld vorgeht. Schema: B kennt A. A ist rechts. Also muß B auch rechts sein.

Noch stärker treten die Mankos der Kritik zutage, wenn man die – Ross und Reiter meist unmißverständlich benennende – Darstellung der Bösewichte kontrastiert mit der politischen Utopie, welche die Autorin propagiert, also Emanzipation, Befreiung, Basisdemokratie, die Kontrolle der Produzenten über die Produktionsmittel, Antirassismus, Feminismus. Auffällig hier: Die doch so sehnlich angestrebte Utopie erscheint im Ditfurthschen Oeuvre meist nur in Form von Chiffren, von Allgemeinplätzen, von schablonenhaften, nicht weiter mit Inhalt gefüllten Begrifflichkeiten. Konkreter formuliert: Manchmal hätte man von der Autorin gern eine kleine Landkarte. Wenigstens mit Skizzen, mit Zwischenetappen, wie das schöne Ziel denn erreicht werden könnte. Stattdessen dominiert ein moralisch grundierter Rigorismus, der im Lauf der Jahre fast so etwas wie ihr Markenzeichen geworden ist.

Linke Brüche, linke Selbstgewißheiten, linke Lebenslügen

Frage: Warum polarisiert Jutta Ditfurth so sehr? Die Antwort: weil Jutta Ditfurth – siehe hierzu auch diesen längeren Biografietext bei fembio.org – weitaus mehr ist als eine einfache Personalie. Um ihren Einfluss, ihren Symbolgehalt als linke Ikone zu verstehen, muß man zunächst verstehen, wieso sie zu dem wurde, was sie ist. Ein bezeichnendes Spotlight ist die Elefantenrunde zur Bundestagswahl 1987. Mit am Tisch der Polit-Dinosaurier: eine nicht mehr ganz blutjunge Frau – enerviert, angenehm normal wirkend. Bereits optisch bringt die Vertreterin der Grünen am TV-Pult jene kulturelle Differenz auf den Punkt, welche das grünalternative Milieu vom Rest der Republik unterscheidet. Franz-Josef Strauß, gescheiterter Kanzlerkandidat der Union und CSU-Vorsitzender kann mit Ditfurths Präsenz sichtlich schlecht umgehen; poltert, wird ausfällig, unterbricht, läßt nicht ausreden. Ditfurth hält ruhig dagegen. Auch im Jahr 1987 noch ein Culture Shock. Strauß, der Dinosaurier unter den Dinosauriern, der rechtslastige, aus jeder Pore Stammtisch ausschwitzende Kanzlerkandidat aus dem Jahr 1980 – und dann, als Konterpart, diese Frau …!

Ein Höhepunkt, sicher; ein Bild, für das viele sie lieben werden. Allerdings ein Bild, dass nicht die ganze Wahrheit enthüllt. Denn: In Wirklichkeit agieren Ditfurth und ihre Mitstreiter längst auf abgezirkeltem Terrain. Die Realos um Joschka Fischer sind stramm auf dem Vormarsch – auch wenn es noch ein gutes Jahrzehnt braucht, um die Partei als Ganzes auf diesen Kurs festzuklopfen. Vier Jahre nach der Elefantenrunde zieht Jutta Ditfurth die Konsequenz. 1991 tritt sie aus den Grünen aus. Aus der fundamentalgrünen, ökolinken Parteisprecherin wird Jutta Ditfurth, die Abtrünnige. Erst als Neuparteigründerin: der Ökologischen Linken – einer linksgrün orientierten Neuformierung, aus der über Umwege ÖkoLinX wird, Ditfurths persönliche Ein-Frau-Partei. Später als antideutsche Aktivistin, als scharfzüngige, prägnant formulierende Abrechnerin in eigener Sache. Ditfurths Abrechnung mit den Grünen macht sie endgültig zur Ikone. Derjenigen, die den neuen Kurs der Partei nicht mitvollziehen wollen, derjenigen, die politisch heimatlos geworden sind. Derjenigen, die im neuen Jahrtausend zu den Gehartzten werden. Schaut her: Da ist eine, die nicht schwach geworden ist. Eine, die den Verrat nicht mitmacht, stattdessen weiter aufrecht bleibt – antikapitalistisch, empanzipatorisch. Unsere Jutta.

In Wahrheit war die Ablösung von den Grünen ein langer Prozess. Ein Prozess, in dem Ditfurth durchaus auch umstrittene, nicht für jeden nachvollziehbare Wege einschlägt. Beispiel: eine achtteilige Artikelreihe unter dem Titel »Zahltag, Junker Joschka!« – veröffentlicht 1999 in der konservativen Boulevardzeitschrift Neue Revue. Auch im Buchoeuvre der Frankfurter Autorin bleiben die Grünen zentrales Thema. Ein weiteres, für die Zukunft bedeutsames Thema der nunmehr freischwebenden, ex-grünen Aktivistin: die esoterische Szene, welche sich in Folge von 68 in Deutschland herausbildet hat, zwischenzeitlich zu einem eigenen Milieu geworden ist. Auch dieses Moment – in den Auseinandersetzungen mit den Montagsmahnwachen 2014 wird es massiv mitschwingen – ist nicht wirklich zu verstehen ohne einen Blick auf die kulturell-politischen Umbrüche, denen das linke Milieu Anfang der 1990er-Jahre ausgesetzt ist. Pointiert gesagt: Die Linke gibt freiwillig Terrain preis, die Rechte gewinnt hinzu.

In der alten Bundesrepublik war »links« eine sehr heterogene Angelegenheit. Im linksalternativen Milieu der 1970er und 1980er koexistierten unterschiedliche Roots und Scenes: stramme Politleute & Hippies, Ökofreaks und Marxisten-Leninisten. Esoterische Richtungen hatten, wenn auch eher am Rand, ebenfalls ihren Platz in diesem Milieu – bis hin zu den (allerdings bereits damals stark umstrittenen) Anhängern des indischen Gurus Baghwan aka Osho. Ab etwa 1990 ist dann Schluss mit Lustig. Der radikale Teil der verbliebenen Linken vollzieht den großen Bruch. Antideutsch ist angesagt, später Wertkritik-Lesekreise; hinzu schwappen die neuen Gender- und Queer-Theorien über den Großen Teich. Richtungen allesamt, die weniger auf Lebensgefühl, Utopien oder alternative Aufbrüche gepolt sind als vielmehr auf eine abstrahierende Dekonstruktion. Ein weiterer bedeutsamer Umbruch vollzieht sich parallel in den locker mit dem 68er-Aufbruch verbandelten Jugend-, Subkultur- und Musikscenes. Neonazis kapern immer mehr Musikkulturen – oder versuchen dies zumindest. Gothic, Metal, Punk, später sogar HipHop: Auch der Rock’n’Roll ist nicht länger linkes Heimspiel.

Jutta Ditfurth ist in diesen Umbruchsjahren locker assozierte Aktivistin der antideutschen Bewegung – einem politischen Bündnis, dass sich vor allem im Hinblick auf eine befürchtete Dominanz des wiedervereinten Deutschlands formiert hat. Die frühen 1900er – unter anderem ist dies auch die Hochzeit der rechten Pogrome. Hoyerswerda, Mölln, Rostock. Jutta Ditfurth gehört zu dieser Zeit – ebenso übrigens wie Jürgen Elsässer – zum festen Autorenpool der linken Monatszeitschrift konkret. Mehr und mehr ihr Spezialthema: rechte Esoteriker. Wobei die Frankfurter Autorin den Begriff recht weit fasst. In ihrem 1996 erschienenen Buch Entspannt in die Barbarei (hier eine überwiegend positive Rezension) zeichnet sie das Bild eines weitverzweigten Netzwerkes, dass von obskuren neuheidnischen Gruppen über Waldorfschulen bis hin zu pseudoalternativen Ökogemeinschaften reicht. Biozentrismus, Rechtsantrosophie, Ökologismus, so ihre Beobachtung, dockten direkt an an rechtes, an neonazistisches, antisemitisches Gedankengut. Von Rudolf Steiner und dem anarchistischen Freigeld-Theoretiker Silvio Gesell führten, so die Message, direkte Linien zu Himmler und zur heutigen rechtsesoterischen Szene. Ein gefährliches Netzwerk also. Unemanzipativ, autoritär; eines, das man angehen muss.

Wenn man so will, ist Entspannt in die Barbarei eine programmatische Schrift. Ein Buch allerdings, dass, weniger wohlwollend formuliert, geradezu eine Esophobie offenbart. Vielleicht auch Wut auf alte Roots – Roots, die man nunmehr mit Stumpf und Stiel abkappen will. Dabei in Ditfurths Panoptikum des Schreckens: das ZEGG – ein alternatives, stark von Wilhelm Reich beeinflusstes sowie einem 68er-Vordenker, dem ZEGG-Gründer Dieter Duhm begründetes Gemeinschaftsprojekt. Milieukartografisch ist das ZEGG ein entfernter Ableger der Mühl-Kommune – einem zwanzig Jahre zuvor zwar randständigen, zu »68« jedoch irgendwie dazugehörendem Kommuneprojekt.

In den 1990ern ist allerdings Schluss mit Toleranz. Über Jahre wird das ZEGG sowie das dort praktizierte Konzept der freien Liebe zum bevorzugten Attackeobjekt von kirchlichen Sektenbeauftragten, Feminist(inn)en und Antifas. Zeitgleich zu Ditfurths Buch veröffentlicht eine autonome Gruppe einen Reader zu dem Projekt. Titel: »ZEGG-sismus«. Im Unterschied zu der autonom-feministischen Anklagebroschüre, die – bei aller Kritik – zumindest versucht, die hinter dem Projekt stehenden Bedürfnissen mit zu thematisieren, hält sich Ditfurth mit Differenzierungen, mit Widersprüchlichkeiten erst gar nicht auf. Argumentationstechnisch bevorzugt die ehemalige Grüne mehr und mehr die »Methode Schwarzer«: knackige Behauptungen, schnelle Schlüsse, publikumswirksame Verurteilung. Das Zentrum, so gleich die Abschnittseinleitung auf Seite 63, sei, Zitat: »(…) eine autoritäre, esoterische, sexistische Sekte ›mit seiner Idee der freien Liebe.‹« – Noch Fragen?

Talkshow-Queen meets Chicago Boys

Die politische Aktivistin Jutta Ditfurth bietet in den Jahren »nach« den Grünen ein recht durchwachsenes Bild. Auf der Plusseite: vierzehn Bücher mit durchaus heterogener Thematik – neben Grünen und Rechtsesoterikern Titel zur Barbarei des Kapitalismus, zur Perspektive linker Bewegungen, zu Rudi Dutschke und Ulrike Meinhof sowie, last but not least, zu ihrem eigenen Familien-Background. In den politischen Bewegungen der 1990er und 2000er ist die Frankfurter Autorin ebenfalls ein konstanter Faktor – und macht sich nicht zuletzt als auseinandersetzungsfeste Aktivistin einen Namen. Drei Beispiele von vielen: Anti-Atom-Bürgerinitiativen, die sich – so dieser Artikel aus konkret 1997 – nicht entschieden genug von rechtsesoterischen Strömungen abgrenzten, Auseinandersetzungen zwischen veganen Tierschützern und der (rest)autonomen Szene und schließlich posthumer Klärungsbedarf im Demobündnis »Wir zahlen nicht für eure Krise!« in Frankfurt 2009.

Wie sieht es mit dem basisdemokratischen Anspruch in der eigenen Praxis aus? Laut Wikipedia ist ÖkoLinX eine Frankfurter Kleinpartei – überregional aufgestellt in mehreren Städten, mit politischen Mandaten ausgestattet allerdings nur in der Mainmetropole. Programmatisch vertritt ÖkoLinX zwar die guten, alten Essentials der Anfangs-1980er-Grünen – Bewegungsanspruch, Präsenz, Antikapitalismus, gesellschaftliche Partizipation. Die Webseite der Liste rückt allerdings vor allem eines ins Zentrum: Jutta Ditfurth. Exakt vierzehnmal ist Ditfurths Name auf der Homepage aufgeführt. Hinzukommend: die wichtigsten Bücher, eine Plakatabbildung (zur EZB bzw. der Bankenproblematik: »Macht kaputt, was euch kaputt macht«) plus Foto + Biografielink ihres langjährigen politischen Kompagnons Manfred Zieran. Politische Akteure, auch nur halbwegs bekannt, welche die Strukturen unterfüttern würden: möglicherweise vorhanden; benannt werden sie allerdings an keiner Stelle. Basisdemokratie? Pustekuchen! Verglichen mit dem Personenkult der Frankfurter ÖkoLinX ist die CSU ein basisdemokratischer Chaotenhaufen.

Die meisten Bundesbürger und Bundesbürgerinnen dürften die linkslibertäre Aktivistin indess weniger über ihre Bücher und Publikationen oder von Demobesuchen her kennen, sondern vielmehr über über ihre Dauerpräsenz als Talkshowgast. Gefühlt hält die streitbare Autorin in dem Metier den absoluten Rekord. Ob Hart aber fair, Anne Will, Maybritt Illner, Menschen bei Maischberger oder Boulevard-Talker Markus Lanz – kein Format ohne Jutta Ditfurth; lediglich für die Talkshow von Günther Jauch ließen sich via Internet-Schnellrecherche keine Belege finden. Die Gründe liegen auf der Hand: Geht es darum, jemand zu casten, der einen kritischen, linken Konterpart zum Thema setzen kann, ist die Frankfurter Ökolinke eine der ersten Adressen. Wenn man so will: Eine Win-Win-Situation für viele Beteiligte. Zum einen sind im bundesdeutschen Talk-TV so auch linke Positionen »irgendwie« präsent – unabhängig davon, wie gut oder schlecht einzelne solche Formate finden. Zum anderen wohnt dieser Form Präsenz eine Symbolkraft inne, ein unausgesprochenes Signal, das in zwei Richtungen sendet. Vom TV zum linkskritischen Zuschauer: Sieh – wir berücksichtigen auch euch. Vom linkskritischen Zuschauer zu sich selbst: Siehe – auch wir haben eine durchgebracht! Nicht die Wagenknecht mit ihrem modernisierten SED-Flair, sondern die Radikalste, Konsequenteste, Eloquenteste aus dem Lager der Ökolinken. Viva Jutta!

Allerdings – im Talk-Metier ist der Wurm drin. Stetige Dauerpräsenz nutzt ab; über kurz oder lang tritt der »Blüm-Effekt« ein. Schwerer wiegen dürfte allerdings der Faktor Abgehobenheit. Konkret gefragt, und auf Jutta Ditfurth bezogen: Welche gesellschaftliche Relevanz hat ein TV-Plauderstündchen mit Charlotte Roche, Helmut Karasek und ein paar anderen Gästen über die Sexualität von Erwachsenen? Können die das ohne Sandra Maischberger nicht? Wie kurz der Weg von der Banalität zur »lustischen« Gastdemontage ist, zeigte der Tele-5-Talk Stuckrad-Barre vom 29. November 2012. Was war geschehen? Rückblickend betrachtet erst einmal, dass die erfahrene Medienlinke bei einer Show zu viel zugesagt hatte. Konfrontiert wurde sie in den 45 Sendeminuten allerdings mit einem Format, das weder mit der Behäbigkeit herkömmlicher Polit-Talks zu tun hat noch mit der gelegentlich erkenntnisförderlichen Sendung etwa eines Harald Schmidt. 45 Minuten lang strampelte sich Jutta Ditfurth in einem hermetisch abgezirkelten Medienterrain ab. Einerseits tat Moderator Stuckrad-Barre wirklich alles, politische Inhalte gar nicht erst hochkommen zu lassen. Andererseits zog er aus genau ebendiesen seine Pointen. Im Klartext: Ditfurth bekam die neoliberale Spaßgesellschaft ordentlich beigeweicht.

Highlights der vom ZDF-Nischensender ZDFneo zum Privatfernsehen übergewechselten Jung-und-Wild-Simulation: Stuckrad-Barre spuckte demonstrativ in einen Spiegel, Ditfurth sprühte linke Graffities; am Ende führte Stuckrad-Barre zusammen mit dem Publikum eine Spontandemo durch zu einem benachbarten Aufnahmecontainer, in dem – so Stuckrad-Barre – gerade ein Trashformat abgedreht wurde. Chancen für die sozialistisch-ökologische Ditfurth-Revolution, laut Publikums-Voting – nicht so doll. Brüderle-Faktor der Sendung – Level 4,6. Award für wildgewordene Chicago Boys aus dem neoliberalen ersten Semester für Moderator Benjamin Stuckrad-Barre sowie seine beiden Adlaten Markus Feldenkirchen und Nikolaus Blome – vormerken. Jutta Ditfurth – leider nur die lapidare Feststellung, dass man sich durch die Teilnahme an solchen Sendungen selbst zur Hölle schießt.

Sicher – man mag die Chose mit den diversen Formaten und ihrem Anspruch, krampfhaft originell zu sein, auch lockerer sehen. Dies bezieht teilnehmende Promis selbstverständlich ebenfalls mit ein. Allerdings: Greift man anderthalb Jahre später mit heiligem Furor zur Streitaxt, um eine unliebsame Bewegung zu attackieren, sollte man schon in Rechnung stellen, dass eventuell auch ein paar derjenigen, die nunmehr als Völkische, Antisemiten und Verschwörungstheoretiker am Pranger stehen, die Shows, an denen man mal teilgenommen hat, mitgekriegt haben. Und die sich – das Gedächtnis vergisst nicht –– nunmehr fragen, wieso mit Neoliberalen dass charmante Parlieren funktioniert. Leute jedoch, die sich in Frage Krieg & Frieden große Sorgen machen, die Fascho-Keule gezeigt kriegen. Resummée: Frau Ditfurth, Sie haben ein Glaubwürdigkeitsproblem!

Fazit

Wie wird es weiter gehen? Irgendeine Friedensbewegung wird sich über kurz oder lang zusammenraufen – sofern die Herrschenden, wofür leider wenig spricht, den Konfrontationskurs nicht abblasen. Jutta Ditfurth wird siegen – so oder so. Wie sie das Problem mit ihrer Glaubwürdigkeit regeln wird, soll an der Stelle nicht weiter vertieft werden. Unabhängig davon, wie berechtigt ihre Einschätzungen zum Thema Rechtsesoteriker und Querfrontler sein mögen: Ihre undifferenzierten, nicht oder nur mangelhaft belegten Attacken haben – das zeigt allein ihre Facebook-Seite – zahlreiche Menschen persönlich verletzt und gegen sich aufgebracht. Darüber mag man hinweggehen; vielleicht ist der Stoff ja auch gut für ein neues Buch. Vergleicht man allerdings das Wirken der Frankfurter Ökolinken etwa mit dem von Konstantin Wecker oder auch dem US-amerikanischen Singer/Songwriter und Antiglobalisierungsaktivisten Steve Earle, fällt die Plus–Minus-Rechnung richtiggehend katastrophal aus. Mit ihren Attacken dürfte Ditfurth mehr Menschen von der Linken weggestoßen haben, als Wecker und Earle für sie begeistert, langfristig vielleicht sogar gewonnen haben.

Schlechtes Verhältnis, schlechter Tausch. Einfache Moral von der Geschicht: Nicht jeder ist gleich ein Rechter.

TREFFER-SCORE:

bis 1990: 90:10

1990–2013: 70:30

2014 ff: ??:??

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (116)

wwalkie 04.06.2014 | 13:11

Übrigens ist der Autor des von Elsässer veröffentlichten und hier verlinkten Textes "Die Donna Krawalla der Linken" bei der Jungen Freiheit angekommen. Aber mittlerweile geht alles, schließlich ist die "Zielgruppe" ja der "Mensch".

Eigentlich mag ich mich nicht (mehr) "echauffieren", aber diese stult vorgetragenen Banalismen nerven einfach.

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Ehemaliger Nutzer 04.06.2014 | 13:19

Ich habe die Frau einmal erlebt, als die Grünen (ganz am Anfang) mit "Blut-und-Boden-Ökos" zu kämpfen hatten (vielleicht erinnern ja noch an Gruhl und die Typen mit Runen-Yoga). Das hat einen Grund, warum die Frau allergisch reagiert.

Davon abgesehen finde ich jede Menge Emotionen in einer politischen Diskussion erquicklich, ja sogar zwingend, gerade in einem Land, in dem Frau Merkel jeden Konflikt unter Mutti-Dauergrinsen bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt.

Magda 04.06.2014 | 13:28

"Aufstieg und Fall einer Ikone" - Es ist schon komisch, wenn der Autor am Ende meint: Jutta Ditfurth wird siegen. Ich denke, sie fällt? Was denn nun? Die ist bestimmt eine ziemlich kompromisslose und manchmal schwierige Person, aber das ist dann auch schon alles.

Ob sie so viele Leute von der Linken weggestoßen hat oder wird. Ich weiß es nicht. Es gibt - auch unter den Linken - noch ziemlich viele andere Knallschoten, die mich nicht erschrecken. Aber diese Montags-Rechten, die machen mich wuschig.

Für mich ist die Ditfurth auch keine "Ikone" - das wird schnell an Personen angeheftet, die man anschließen "entikonisieren" will. Kurzerhand - dieser tratschige und eitle Beitrag hier geht mir echt auf den Senkel. Die Ditfurth hat doch auch mal...und da hat sie hier und hat sie da...

Dieser Elsässer ist so ein absoluter, selbstverliebter, eitler und bescheuerter Widerling, mit dem und diesem ganzen Montagspack will ich nichts, aber auch gar nichts zu tun haben. So einfach und schnörkellos ist das.

Ich habe heute erstmal was gespendet für Ditfurths Prozesskosten.

fahrwax 04.06.2014 | 15:46

Der dem Ikonismus Verfallene trägt ähnlich schlimme Krankheitskeime in sich wie der Machtgeile.

Eine Abschließende Bewertung von Ikonen sollte erst nach ihrem Ableben, bei vollkommener Kenntnis ihres Handelns, vollzogen werden.

Ett Jutta lag falsch, weil ett absolutistische Aussagen traf die weder nachvollziehbar, noch im Einklang mit ihren bis dahin antitotalitären Aussagen stehen.

Das Imunsystem stützende Selbstdenke- Abwägerei täte helfen.

Bis vor kurzem schätzte ich Frau Dittfurt sehr, nun ist sie mir vom Söckelchen gepurzelt. Wenn Bekenntnis und Verhalten derart differieren bleibt nur eine Wahl:

lachen........

Der Imperialismus aast vor der Tür und Frau Dittfurt hängt durch. Ich möchte es nicht versäumen ein video ihrer debilen Jünger einzubinden.

Man oder Frau mache sich selbst ein Bild:

MO 04.06.2014 | 16:21

Interessant ist einzig und allein, wie stark eine Bewegung, die gegen etwas gerichtet ist, bekämpft wird. Mit welchen Mitteln und Methoden und von wem.

Zum Beispiel: Was soll mein völlig unpolitischer Nachbar, der Dachdecker tun, wenn er der Meinung ist, dass die Leute, die er gewählt hat, mit dem Feuer spielen und er ihnen klar machen will, dass er damit nicht einverstanden ist?

Wenn man meinen Nachbarn fragt: Was bist du? wird er sagen "Dachdecker". Eine Identifizierung über seine Nationalität oder seine politische Nationalität ("ich bin stolz, ein Linker zu sein", "Links den Linken"...) ist ihm fremd. "Querfront" hat er noch nie gehört. Er ist auch keine Distanzierungs-Lusche, weil er zwischen Ich und Du unterscheiden kann. Für "Pack" haben ihn manche feine Herrschaften, denen er aufs Dach klettert, seit eh und je gehalten. Beeindruckt nicht. Vom Dach gefallen ist auch schon. Also, was soll ihm schon passieren, wenn er für den Frieden demonstriert?

Eher schon ein wenig stolz, wenn Leuten der A. auf Grundeis geht und er und die anderen es schaffen, dass gestandene Sozialisten sich schützend vor die Banken stellen. Da scheint doch was gewaltig faul zu sein.

ebertus 04.06.2014 | 16:35

Der Bärtige mit der Strickmütze sieht ja aus wie ein ehemaliger DDR-Dissident; er scheint jedoch -wie manche andere- voll angekommen zu sein in der Demokratie.

Menschen wie Stefan Heym, würden sich da wohl mehrfach im Grabe umdrehen, war doch gerade Heym nur solange ein guter Dissident wie er drüben und nützlich war. Dann in der Gesamt-BRD und nicht in der Spur laufend wurde ihm genaudas dann sehr schnell klar gemacht.

Aber diese subtilen Wendepunkte sind wohl nichts für systemkonforme Strickmützenträger; außerdem schon lange her...

wwalkie 04.06.2014 | 16:51

Also, ich fand den jungen Mann sehr sympathisch und auch argumentativ nicht schlecht. Und "systemkonform" war doch wohl eher die Volksobsession dieses soignierten weißhaarigen älteren Herrn mit Embonpoint , der immer mehr dem Herrn Mayer-Vorfelder ähnelt. Ihr wisst schon, der Minister, der die Schüler alle drei Strophen unserer Hymne lernen ließ: "DEUTSCHER WEIN und DEUTSCHE FRAUEN..."

Na ja, bald werden diese Sehnsüchte ja kanalisiert. Doch noch ein Grund, sich auf die WM zu freuen.

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Ehemaliger Nutzer 04.06.2014 | 17:10

>> "...dass gestandene Sozialisten sich schützend vor die Banken stellen." <<

> Na das ist doch dann mal eine positive Querfront. <

Nur stört es von den "religiösen Linken" Marke Ditfurth, bei genaurem Hinsehen einem Haufen Neurotiker die ihresgleichen mit ihrer Menschheitsabstraktion zu verwechseln pflegen und sich dann im Dünkel auch noch die Augen reibe, dass sie darob unter die Räder kommen ja keinen, wenn über das Gemetzel in der Ostukraine - natürlich - nicht mehr berichtet wird. Einfach ekelhaft, wenn man sich erinnert, wie diese Bande den Verbrechern vom Maidan Beifall spendeten, gegen den "Diktator" Janukowitsch, der keinen Tropfen Blut vergoss.

Nun kehrt das Politische im Sinne Carl Schmitts heim und Frau Ditfurth wird unruhig. I don´t give a damn shit about her feelings.

wwalkie 04.06.2014 | 17:41

Ach, Konfuzikuntz!

Dass Frau Ditfurth "unruhig" wird, ist angesichts dessen, was die Mahnwachleute so von sich geben, mehr als verständlich. Dass letztere selbst hier in der FC relativ viel positive Resonanz erfahren, beunruhigt mich auch. Ich sehe da viele Kontinuitäten - bei Ihnen sowieso. Bisher war Ihr Spenglern ja amüsant. In letzter Zeit aber ist Ihr Ton zu triumphalistisch; sie wittern den Praxistest. Das spornt Sie an. Darum: Ein Satz wie "I don't give a damn shit about her feelings" gegenüber einer Frau, die einen ekligen Shitstorm hinter sich hat, disqualifiziert. Andererseits: Er erzeugt sofort Solidarität mit Jutta Ditfurth.

Woher Sie wissen, dass es die "religiöse Linke" (na ja, ich rechne mich trotzdem mal dazu) nicht stört, dass in der Ostukraine ein Gemetzel stattfindet, ist mir schleierhaft. Allerdings denke ich nicht in geometaphysischen Volks- und Kulturkategorien, sondern sehe das BRD-dominierte Europa genauso involviert wie Russland und die USA, die immer öfter "Der Westen" genannt werden. Da bekommt die "Zielgruppe Mensch" eine etwas andere Richtung.

Was ich nicht ganz verstehe: historisch hielt Ihre politische Auffassung doch eine gewisse Distanz zu allzu plattem völkischen Denken.

ebertus 04.06.2014 | 18:22

Da haben Sie es, Konfuzikuntz...

"Was ich nicht ganz verstehe: historisch hielt Ihre politische Auffassung doch eine gewisse Distanz zu allzu plattem völkischen Denken."

und gar noch aus berufenem Munde. Sehe das, und weil dahingehend bestenfalls halbgebildet, aus etwas anderer Perspektive.

Als Robert Kurz' "Die Antideutsche Ideologie" in 2003 erschien, da bezeichnete der Autor selbige Protagonisten und deren intellektuelle Ghostwriter (mit denen er sich intensiv auseinandersetzte) sehr deutlich als Sektierer, verortete diese Ideologie (S.115) in rechtskonservativen, reaktionären und nationalistischen Tendenzen.

Heute so scheint mir genau diese Ideologie, partiell gepaart mit religiösem Overhead das politisch-großmediale, gar staatsräsonale Credo zu sein, dem sich auch Teile der Linken (als Partei zumindest) nicht entziehen können; über erlebte, gelebte bessere Zeiten stolpernde Ikonen eh' nicht.

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Ehemaliger Nutzer 04.06.2014 | 19:19

Dass Frau Ditfurth "unruhig" wird, ist angesichts dessen, was die Mahnwachleute so von sich geben, mehr als verständlich.

Wobei sie noch übt, ihren überlegenen Intellekt mit der Menschheit justizakzeptabel zu teilen.

Dass letztere selbst hier in der FC relativ viel positive Resonanz erfahren, beunruhigt mich auch.

Mich nicht. Mich freut´s. Die Community hat sich darüber geteilt. Wo das früher hier ein besseres Bildforum war, ist nun echt politischer Geist drin. Natürlich vermissen Sie Ihre Freunde. Wie den prolligen Grote. Vor dem politischen Abendmahl noch ein wenig Florett fechten. Warum denn nicht? Und halten Sie sich den Goedzak warm! Das ist kein Dummer.

Ich sehe da viele Kontinuitäten - bei Ihnen sowieso.

Ich bei Ihnen auch. Und das ist in ganz Europa so. Und ihr werdet wieder verlieren, sogar "erst recht" weil ihr Euch neuerdings sogar Eueren kapitalistischen Feinden an den Hals schmeißt. Wer ist Ihnen denn weltanschaulich näher? Westerwelle oder ich? Also.

Bisher war Ihr Spenglern ja amüsant.

Die Crossovers SIND nette Leute! :D

Sie glauben gar nicht, wie nett es ist, mit mir hier oben zu grillen.

(Dem Spengler bin ich übrigens vom Lebensstil her, charakterlich, sogar teilweise biographisch so ähnlich, dass Sie es kaum glauben würden. Lebensgeschichte schafft Charakter... Mit dem Unterschied, dass ich "von der Musikalität her" als Kunsthistoriker schlechter (da ist er der King!), als Theologe aber durchaus besser bin. Was dazu führen köntte, dass ich vielleicht eher in Indien verschwinde, als den kontempärären Gegnern der rationalistisch-seelenlosen Moderne mit ihren glitzernden und von den Gewerkschaftsclowns mitbestimmten Rückversicherungstürmen bloß die Stichworte zuzurufen.

On verra.

In letzter Zeit aber ist Ihr Ton zu triumphalistisch; sie wittern den Praxistest.

SJein. In Deutschland ja. Außerhalb davon jein.. Denn dort hebt der Praxistest ja gerade an oder findet bereits statt. Russland und Ungarn sind konservative Revolution aus dem Lehrbuch. Wobei auch das nicht immer dasselbe ist. In Russland ist es ein Nationalkapitalismus auf Rohstoffbasis. In Ungarn eher ein gegen die internationalen Konzerne gerichteter Volkssozialismus. Es ist nicht dasselbe. Muss es auch nicht.

Auch wenn Sie sich das nicht vorstellen können, aber wirtschafts- und steuerpolitisch ist Orban linker als die Linkspartei. Das internationale Kapital hasst ihn. Ein Genie des Crossover. 51% (!) bei der Europawahl. Die Jobbikspinner muss Fidesz freilich noch austrocknen. Denn die sind gefährlich. Dürfte es aber hinkriegen.

Und das ist der Unterschied zu um 1930!

Bei Euch hieße das, dass die Pol Pots, die jeden Brillenträger erschossen haben (könnte ja revolutionsfeindliche städtische Intelligenz sein!) außen vor bleiben, aber die mildentschlossenen, legalistisch-parlamentarischen Sozialdemokraten reüssieren.

Es lohnt sich, das politische Spektrum nicht mit dem eigenen Standpunkt zu verwechseln. Vor allem sollte man es nicht moralisch aufladen. Politische Freunde können Ärsche sein und Feinde Freunde.

Ein Satz wie "I don't give a damn shit about her feelings" gegenüber einer Frau, die einen ekligen Shitstorm hinter sich hat

Falsch. Die Frau hat gerade für ihre rhetorische und sittliche Überforderung, die sich in Dreckwerfen flüchtet, höchstrichterlich eine Ansage erhalten, deren Nichteinhaltung 250.000 Euro kostet.

Andererseits: Er erzeugt sofort Solidarität mit Jutta Ditfurth.

Suum cuique.

Woher Sie wissen, dass es die "religiöse Linke" (na ja, ich rechne mich trotzdem mal dazu)

Dumm sind Sie nicht.

nicht stört, dass in der Ostukraine ein Gemetzel stattfindet, ist mir schleierhaft.

Das ist ganz einfach deswegen so, weil ein (altlinker!) Jürgen Elsässer, den das auch stört, zu reichen scheint, um den Jürgen Elsässer, den das auch stört, störender zu finden als die cirka 30 Toten, die der materialistische Imperialismus hervorbringt. (...)

Ja, das ist so.

Allerdings denke ich nicht in geometaphysischen Volks- und Kulturkategorien, sondern sehe das BRD-dominierte Europa genauso involviert wie Russland und die USA, die immer öfter "Der Westen" genannt werden.

Was ist denn das für ein Satz? Klingt so das Parteiprogramm der transatlantisch dienstbaren französischen Sozialisten? ^^

geometaphysisch

Soetwas gibt es nicht!"Geo" ist Ausdehnung. Metaphysik ist Erleben. Für Anfänger: Der Wert auf dem Metermaß gehört einer anderen Ordnung an als der Geschmack von Schokolade. Quantität und "Qualität" (philsophisch "Qualia", Erlebensgealt) Das zusammenzuhauen verträgt sich nicht und mündet in Nazischeiße.

Volks- und Kulturkategorien

Das sind freilich Entitäten, mit denen (allerdings nicht allein) zu rechnen ist. Aber es gibt "Die Mexikaner" oder "Die orthodoxe Welt".

sondern sehe das BRD-dominierte Europa genauso involviert wie Russland und die USA, die immer öfter "Der Westen" genannt werden.

Verstehe ich nicht. Russland und die USA sind nicht "der Westen".

Was ich nicht ganz verstehe: historisch hielt Ihre politische Auffassung doch eine gewisse Distanz zu allzu plattem völkischen Denken.

Wo finden Sie denn "völkisches" Denken in weit über hundert Blogs und zigtausend Kommentaren? Ernsthaft, bitte.

Wenn überhaupt, müssen Sie mir 'vorwerfen', ein Nationalist zu sein. Für die politische Kooperation von Menschen gleicher Kultur und Sprach habe ich etwas übrig, das stimmt. Erst recht, wenn das Gegenteil McWorld heißt und von Kulturmarxisten gelehrt wird. Aber die Stilisierung der keltischen Harfe als überlegenes Instrument werden Sie bei mir nicht finden.

Spenglerianer sind Relativisten, falls Sie es nicht wussten.

Der Untergang des Abendlandes (und seiner Glaubenssätze) verdient ein Achselzucken.

Gruß KK

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Ehemaliger Nutzer 04.06.2014 | 19:45

Da haben Sie es, Konfuzikuntz...

"Was ich nicht ganz verstehe: historisch hielt Ihre politische Auffassung doch eine gewisse Distanz zu allzu plattem völkischen Denken."

Siehe erstens den abschließenden Teil der Antwort an wwalkie.

Und zweitens ist das Kernelement des schmittschen Denkens das Denken in den Kategorien von Freund und Feind, nichts völkisches. "Inside the study" halte ich davon aufrichtig wenig, was Sie mir glauben können oder nicht, weil es dualistisch ist und die Welt in Gut und Böse spaltet. Meine Anmerkung war nicht normativ, sondern deskriptiv zu lesen.

Als zähnenknirschend akzeptiertes Paradigma politischer Wirklichkeit (und in Freund-Feind-Kategorien denkenden "Gegnern", die allen Ernstes Konservative - Beatrix von Storch - in einem "Kampf gegen Rechts" beschießen ) ist es alledings - leider - allzu oft real zur Kenntnis zu nehmen.

Die Einheitsfront, die da entsteht, ist marxismusfrei. Und deswegen fürchtet man sie so.

wwalkie 04.06.2014 | 20:03

geometaphysisch

Soetwas gibt es nicht!"Geo" ist Ausdehnung. Metaphysik ist Erleben. Für Anfänger: Der Wert auf dem Metermaß gehört einer anderen Ordnung an als der Geschmack von Schokolade. Quantität und "Qualität" (philsophisch "Qualia", Erlebensgealt) Das zusammenzuhauen verträgt sich nicht und mündet in Nazischeiße.

Ich habe mir erlaubt, vom Engelschen Metaphysikbegriff auszugehen: Für den Metaphysiker sind die Dinge und Begriffe ... feste, starre, ein für allemal gegebene Gegenstände der Untersuchung. Er denkt in lauter unvermittelten Gegensätzen: seine Rede ist ja, ja, nein, nein, was darüber ist von Übel. Das hat mit Mystischem, mit Erleben weniger zu tun, sondern mit falscher Arbeit am Begriff.

Dass dieses Unvermögen, dialektisch zu denken, in Nazischeiße mündete - und immer in Gefahr ist, dies auch weiterhin zu tun (denken wir an den Volksbegriff eines Elsässer, eines Putin, einer Le Pen, von den ukrainischen Swobodoas zu schweigen), sollte ein Grund mehr sein, vor diesen Mahnwachen zu warnen.

Die Frage nach "völkischem Denken" ist wohl rhetorisch zu verstehen.

goedzak 04.06.2014 | 20:21

Dass dieses Unvermögen, dialektisch zu denken, in Nazischeiße mündete - und immer in Gefahr ist, dies auch weiterhin zu tun.

Damit ist der ganze Schlamassel der nun auch nichtmal mehr "irgendwie" linken "Linken" hier auf den Punkt gebracht. Dagegen ist Herr Kuntz ein leuchtendes Beispiel von Selbsterkenntnis. Er muss nur noch seinen etwas sehr engen Begriff vom Völkischen updaten.

Den Kommentar, mit dem er Dir antworten wird, könnte ich als Ghostwriter schreiben...

Daniel Uxa 04.06.2014 | 20:38

Es ist ja sehr lobenswert von der Frau Ditfurth und ihrem zugehörigen Spektrum, sich so sehr für die idiologische Reinheit jeglicher Proteste einzusetzen, damit das Dagegen auch das richtige Dagegen ist. Aber bei all dem Aktivismus gegen rechtsesoterische Unterwanderung (man könnte generell mal was gegen esoterische Unterwanderung in diesem unserem Lande tun, diverse Krankheiten sind wieder auf dem Vormarsch, weil Eltern ihre Kinder nicht mehr impfen lassen) frage ich mich aktuell immer mehr, warum all der Aktivismus meilenweit an den wirklichen rechtsradikalen Phänomenen vorbeigeht. Die Frage richtet sich auch gleichzeitig an die Antifa und Antideutschen, die sich momentan nicht zu dämlich sind, mit US-Flaggen Gegendemonstrationen zu starten (wer driftet da eigentlich nach rechts??): wie kann man als selbsterklärte Hüter vor dem Nationalsozialismus jahrzehntelang einen rechten Terror und einen tiefen Staat verschlafen? Selbst unterwandert? Alles Verschwörungstheorien? Wie sieht es denn aus mit NATO-Untergrundgruppierungen gegen den Kommunismus, Staatsterrorismus, Gladio, Wehrsportgruppe Hoffmann, NSU und co. - nie was von gehört? Spätestens seit der Wende bekannt! Aber Hermann Scheer ist tot, und wer soll jetzt die Arbeit machen?

Jetzt erleben wir seit Wochen diese groteske Ablenkungsdebatte um nichts und wieder nichts und bald ist WM - same procedure oder was, alles wie immer?

Schön dass Magda den Elsässer so widerlich findet, dass man ihn ruhig beleidigen darf, öffentlich, kein Ding. Spendet man mal eben was für den Prozess. Wenn das Weltbild klar ist, hat der Tag Struktur. Ich hab das auch mal gemacht, als Holger Kreymeier von RTL verklagt wurde. Scheint ja für einige aufs selbe hinauszulaufen.

Und noch was zu Inge Hannemann: mir fällt nichts mehr ein dazu, außer: PFUI! Diese Frau hat sich in jüngster Vergangenheit mehr verdient gemacht im Kampf gegen die soziale Schieflage in diesem Land als alle fahnenschwingenden Gegendemonstranten zusammen, und dann macht Ken Jebsen ein Interview mit ihr und sie wird wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen? Haben die eigentlich eine Ahnung, wie viel die Frau durchgemacht hat?

ebertus 04.06.2014 | 20:59

Ja Danke, zu Inge Hannemann wollt' ich beinahe auch noch etwas sagen, schreiben.

Aber da bleibt einem zunehmend der Mund offen stehen, welche positiven, reaktionären Querfronten sich aktuell und zur gefälligen Systemstabilisierung bilden. Selbst Degenhardt's Schmuddelkinder würden heute wohl als sog. Neurechte durchgehen bzw. qualifiziert.

Sprich: Mit Inge Hannemann ist es in West-Analogie so wie mit dem weiter oben von mir erwähnten Stefan Heym. Sie haben ihre Schuldigkeit getan, aber jetzt steht mehr auf dem Spiel, wird Godwin's Law fläckendeckend ausgerollt, als die scheinbar einzige Lösung noch.

willibald hamster 04.06.2014 | 21:04

"Dialektisches Denken" als nur noch hohle Phrase einer sich hegelmarxistisch korrekt argumentierend dünkenden geistig-moralischen "Elite" ohne Anschauung & Begriff kann doch das Ziel nicht sein. Das ist Dogmatismus, Fetischismus, Sektierertum und keine Dialektik mehr (die Theorie und Praxis denkend und handelnd miteinander in Eins setzt). Zum Montagspack z.B. (mit dem ich auch schon meine Erfahrung gemacht habe) kann man sich durchaus differenzierter, ausgewogener, mithin dialektischeräußern.

Danke für das Portait (?), sehe ich ähnlich.

txxx666 04.06.2014 | 21:30

Wir undogmatischen Linken und die Montagsdemos
Dass die Protagonisten der „neuen Friedensbewegung“ und der allwöchentlichen Mahnwachen in Berlin teilweise (sehr zurückhaltend ausgedrückt) fragwürdige Gestalten sind – geschenkt. Tatsache ist aber, dass viele der Leute, die dort auf die Straße gehen und sich für Frieden und Gerechtigkeit, gegen Unterdrückung und Ausbeutung starkmachen wollen, eigentlich unsere natürlichen Verbündeten sind. Die dargebotenen Analysen mögen schwer unterkomplex und irreführend sein, und daran zu glauben, naiv; aber dürfen wir Linken es uns leisten, einen solchen (oft noch un- oder fehlartikulierten) Protest gegen das System arrogant rechts liegen zu lassen?
Nein, ich meine, wir sollten dort hingehen, wo ja angeblich ein offenes Forum besteht, uns das Mikro schnappen und über die Zusammenhänge des Kapitalismus aufklären – denn sonst landen viele derjenigen, die dort von uns alleingelassen ihre Wut demonstrieren, am Ende tatsächlich bei den ganz Rechten, und das können wir nicht wollen.
Nicht Aus- und Abgrenzung werden uns weiterhelfen, sondern die Leute da abzuholen, wo sie nun einmal stehen, um sie durch gutes Zureden auf einen besseren Weg zu bringen. Das mag möglicherweise wiederum arrogant klingen – aber kluge Köpfe wie Jutta Ditfurth hätten doch durchaus das Zeug, die Leute zu überzeugen, wenn sie nur genügend Geduld aufbrächten.
http://misanthrope.blogger.de/STORIES/2401873/

willibald hamster 04.06.2014 | 21:34

Ach noch was: Sollte es nicht zu denken geben, dass gerade der Elsässer in den 90er Jahren einer der Protagonisten der antideutschen Szene war? Ist der Pfad, der von der "anti-völkischen Antifa" zu bizarren "Querfront"-Formationen führt, nicht zutiefst symptomatisch für das Fehlen eines "dialektischen" Bewusstseins, das interessanterweise bei vielen genau dann auszusetzen schien (oder dessen Fehlen dann offenkundig in Erscheinung trat), als der realsozialistische Gegenentwurf durch eine Kombination aus Implosion & Konterrevolution scheiterte und als innerer wie äußerer Kompass nicht mehr taugte?

Wellenschlag 04.06.2014 | 23:33

Was will die Jutta eigentlich? Die Aufklärung hat inzwischen aufgehört. Die Stammkommentatoren sind da, sie hat Aufmerksamkeit und hetzt. Schade. Hätte mehr werden können. Allerdings schadet sie der Linken und möchtet dieses vielleicht auch. Ihre Unterstützer betreiben sektenartig ihre Aluhut-Seite, um als bisher erfolglose Künstler Fuß zu fassen? Ach ja, und Hannemann kommt dann auch noch dran mit Verbreitungen von Lügen, Diffamierungen usw. über sie. Übrigens die selben Personen. Da darf auch keine Jutta fehlen. Spendenaufruf von Jutta für was? Ihre Bücher verkaufen sich. Für was sammelt sie tatsächlich? Es ist was faul im Staate Jutta. Aber dieNeuen Montagsdemos sind durchaus mit Vorsicht zu genießen. Und Aufklärung IST wichtig, aber nicht mit Jutta. Sondern sachlich, gut recherchiert, souverän und mit Fakten. Und das nächste Buch wird kommen: Kommentare ihrer Seite zusammen gefasst. Juttas Facebook Welt.

theo 05.06.2014 | 00:49

Ich war bis jetzt auf fast allen der Berliner Montagsdemos und habe dort bis jetzt noch keinen einzigen ausländerfeindlichen oder rassistischen Spruch gehört. Und wenn ich etwas derartiges gehört hätte, wäre ich eingeschritten. Ich bin seit über dreißig Jahren Keuzberger und bin in meinem Leben schon mehrfach von Skinheads verprügelt oder beinahe verprügelt worden. Wir haben in den 80ern zeitweise sogar Nachtwachen geschoben in der Nacht zum 20. April, wegen der Faschoüberfälle. Und jetzt steh ich auf den Montagsmagnwachen gerade weil da stand "Für Frieden und gegen die tödliche Politik der Fed"! Die Fed als Symbol für das Schuldgeldsystem. So, Jutta, die marxistische Kapitalismuskritik greift nicht tief genug. Das hat der von Dir so geschmähte Silvio Gesell kritisiert und seine eigene Analyse der Ursachen für diese Umverteilung von unten nach oben dagegen gestellt. Und seitdem wird er vonden linken und jetzt ja auch von Dir in die rechte Ecke gedrängt. Das ist falsch. Die Kritik an der Giralgeldschöpfung durch Privatbanken zeigtdie Usachen für die globalen sozialen Verwerfungen an: 50 % der Weltbevölkerung soll inzwischen in Slums leben lt Statistik. Wenn das stimmt, dann ist schnelles und gemeinsames Handeln gefragter als Dein Streit. Der Marsch durch die Institutionen ist vorbei. Es war wichtig zu erkennen, dass das System mit dieser Art von Geld nicht von innen heraus verändert werden kann. Wir haben heute immer noch Shareholder Value, und nicht People value. Die Kritik an der Fed ist richtig und notwendig. Basta. Das Schuldgeldsystem hat keinen Fehler, es ist der Fehler!

theo 05.06.2014 | 08:28

Ja Jutta, menschenjägerin, das ist schon ein Vorwurf, den Du Dir vorwerfen lassen musst, immerhin hast Du im neuesten Interview wieder alle die da stehen als Homo-, Ausländer- und was weiß ich noch alles feindlich genannt. Pauschale Beschimpfungen und überhaupt keine Argumente gegen meine Kapitalismuskritik. Ich würde Dir gerne mal im Gespräch drei Fragen Stellen zur Volkswirtschaftslehre, die Du sicherlich nicht beantworten kannst. Schade eigentlich, dass das nicht stattfinden wird.

Karl K 05.06.2014 | 14:11

…ein nicht enden wollender Artikel -

der der Überschrift Hohn spricht!

"Fall…" - gesetzt den Fall das alles - von welchem Fall ist denn solchenfalls die Rede - es bleibt des Autors Geheimnis -

daß Juttchen schon mal auch den dicken Stift nimmt - so what - allemal besser, als dieses dicksämige Rumgeeier - Christian Ströbele mal außen vor - ihrer früheren grünen Weggefährten auf der aktuellen Resterampe - da hilft dieses Fliegenbeizählen - die schlechten ins Töpfchen - die guten nonchalance ins Abmeierbüro - kein Stück weiter.

Ne, ne - mal selber was machen und dabei auch mal n paar Bolzen drehen - diesen Arsch über so wine lange Strecke in der Hüse - Hüse? - Hose muß frauman erst mal haben - dann sehen wir weiter.

Es wird ihr eher schwer angehen - aber die von ihr kühl prognostizierte Verluderung der Grünen auf allen relevanten Feldern - nur als Beispiel - ist doch messerscharf eingetreten. Und ihr Part im Rahmen der rumdümpelden Friedensbewegung (was cum grano salis für den Großteil der post/fortführ68er-Bewegungen gilt) hat doch seinen Grund nicht zuletzt darin, daß die Gewißheiten der Anbindungen verloren gegangen, neue verläßliche aber nicht in Sicht sind - auch und vor allem auch auf der Seite integrer "Gesichter"

Das mag man beklagen, aber solche Verwerfungen sind normal, die SPD nicht mehr sozial, die Grünen - verbürgerlicht zum Abwinken und die Linke - immer noch mit zuviel KP-Beton am - sorry -Arsch.

Der hier unternommene geschwätzige Abmeier-Versuch ist schlicht und einfach zu billig; durchsichtig und letztlich mit der Melodei gestrickt

- man schlägt den Sack und meint den Esel.

fedup 07.06.2014 | 12:03

@popkontext

Na Sie sind mir ja ein ganz Lustiger - jetzt werden wir auf einmal noch ganz akribisch.

Zur Erinnerung:

JD hat die Montagsdemos pauschal als antisemitisch neurechts usw. diffamiert. Sie hat die Menschen, die sich

dort versammeltem mit ihren lächerlichen Alu-Hut Collagen versucht ins lächerliche zu ziehen und als Spinner und Verschwörungstheoretker zu stigmatisieren.

Und das fanden viele natürlch auch noch ganz doll lustig.

Mit Ihrer Diffamierungs und Rufmordkampagne gegen einige Protagonisten hat Sie dafür gesorgt, dass viele Leute

schon abwinken, wenn diese Namen auftauchen weil Sie ja Bescheid wissen.

Die gr0ße Aufklärerin hat's ja im Fernsehen gesagt.

Mir hat neulich ein Bekannter gesagt er würde die Linke nicht wählen - die wären ihm zu braun - Ergebnis des halben hinhörens, irgendwowas aufschnappen ?

Gut gemacht Fr. D - sie werfen mit Dreck um sich nach dem Prinzip - irgendwas wird ja schon hängenbleiben!

MO 07.06.2014 | 13:52

Natürlich hat sie. Nicht nur das. Sie hat es erfunden. Es mag eine Bildungslücke sein, aber ich wüsste nicht, wann, wo es eine antisemitische (explizit) FED-Kritik der Nazis gegeben hätte. Ich kenne da andere Begrifflichkeiten, nämlich "internationales Finanzjudentum", gepaart auch mit "parasitär".

Als Prantl in der SZ vor einigen Monaten von "parasitärem Reichtum" schrieb, habe ich in einem Kommentar diese Wortwahl kritisiert. Der Kommentar ist nie erschienen, der Artikel nicht (mehr) im SZ-Archiv. Über Googl lässt sich aber noch nachvollziehen, da es wohl noch anderen aufgefallen war und die Kritik noch nachvollziehbar ist. Nun bin ich dennoch weit davon entfernt Prantl auch nur ansatzweise für einen Antisemiten zu halten und würde jedem, der dies tut, des Denunziantentum beschuldigen. Man muss schon sehr um die Ecke denken, um auf Ideen wie Ditfurth zu kommen - oder man denkt nicht um die Ecke, sondern hat dafür andere Motive.

Dass Ditfurth von Persönlichkeitsrechten nicht viel hält, hat sich schon früher bewiesen. Sie ist einfach von ihrem Verhalten her ein absolutes Nogo und wird nur von Leuten verteidigt, die sich keine Vorstellung machen können, was solche persönlichen Diffarmierungen überhaupt bedeuten, weil sie bisher nie in die Lage geraten sind.

MO 07.06.2014 | 16:13

Bei 3sat Kulturzeit:

"Offen faschistische Kreise haben sich überlegt, wie rekrutieren wir bis hinein in alternative und irgendwie linke Kreise und haben sich in ihrer Sprache gemäßigt, haben sich neue Begriffe ausgedacht und diese Codes muss man kennen. Wenn zum Beispiel der Organisator der Friedensdemos Lars Märholz sagt in einer Rede, kann man bei Youtube ja sehen, öhm, dass in den letzten 100 Jahren alle Weltkriege, alle großen Probleme der Menschen rückzuführen seien, und zwar wirklich alle weltweit auf äh die amerikanische Federal Reserve Bank, äh, damit deutet er in diesen Kreisen an: Jüdische Weltverschwörung, das heißt, heute sagen diese Art von Nazis oder Antisemiten, sagen nicht mehr, wir bezweifeln, dass 6 Millionen Juden von den Nazis, von Deutschland vernichtet worden sind, sondern sie deuten an und sagen Ostküste oder sie sagen, die FED ist schuld und dann ist auf diesen Seiten, findet man immer antisemitische Karikaturen, Hassschriften gegen die Rothschilds und was auch immer. Also der Kontext ist sehr schnell entschlüsselbar, man muss aber die Worte kennen, mit denen die agieren."

Fetthervorhebungen von mir. Antisemitische Karikaturen finden sich auf den Seiten der Organisatoren ebenso wenig, wie diese von "jüdischer Weltverschwörung" gesprochen hätten, noch wurde überhaupt eine Verbindung FED zu Juden hergestellt. Reine Erfindung von J.D.

Märholz berief sich vor allem auf den amerikanischen Ex-Präsidentschaftskandidat Ron Paul, der ein Buch geschrieben hat "Schafft die FED ab". Darin wird genau die Kritik geübt, die Märholz einbrachte, auch die, dass Zentralbankgeld für die Finanzierung von Kriegen und damit für Kriege mitverantwortlich ist. (Davon, dass die "Schuld" von der FED ausgegangen sei, war nie die Rede).

Man kann die Einseitigkeit der Kritik an der FED kritisieren (habe ich auch getan), allerdings zeugt es nicht gerade von Kompetenz, wenn man die anhaltende sehr scharfe Kritik an der FED in USA nicht kennt und sich dann einen "Code" daraus konstruiert. Es gibt indes gute Begründungen, warum die FED gegen die amerikanische Verfassung verstößt.

Dass die FED ein Code für Antisemitismus sei, hat Ditfurth erstmals so behauptet (falls nicht bitte Gegenbeweise) und das heißt: sie hat es erfunden.

Wenn auf irgendwelchen Naziseiten "FED" oder "Autobahn" oder "Zinsen" oder "Kapitalismus ist scheiße" steht, kann man daraus schließen, dass Antikapitalismus ein Nazi-Code sei und eigentlich Antisemitismus gemeint ist?

Ein Blogger hat mal die Aussagen Ditfurths mit Nazigrößen in Beziehung gesetzt. Wenn man die Absicht hat, kann man alles mögliche konstruieren. Natürlich wollte der Blogger nicht beweisen, dass Ditfurth eine Nähe zu gewissen historischen Figuren hat, aber es zeigt die Methode.

Hätte Ditfurth nur einfach die Wortwahl kritisieren wollen oder z.B. warnen, dass man sich einer Wortwahl bedient, die falsch verstanden werden könnte, hätte sie sicher anders agieren können. Nein, sie behauptet ja, es handele sich bei den Leuten selbst um faschistische Rattenfänger. Sie erklärt erst, dass FED ein Code ist, weil er in Zusammenhang mit Antisemitismus gebraucht wird - mischt also etwas rein -um dann den "Code" wieder abzutrennen (den Zusammenhang wieder rauszumischen).

Sie injiziert sozusagen in die FED Antisemitismus und schreit anschließend: "FED ist vergiftet". Das ist, was sie macht. Period!

Popkontext 07.06.2014 | 16:34

Sie haben offenbar nicht richtig zugehört - oder es nicht verstanden. Sie sagt ja gerade, dass eben in diesen Kreisen nicht von "Jüdischer Weltverschwörung" gesprochen wird. Fetthervorhebungen von mir. Und es fand sich eben eine antisemitische Karikatur auf Mährholz' Seite, die er wohl nicht gepostet, aber auch nicht gelöscht hat. Also hat es ihn nicht gestört - ebensowenig dass ein von ihm sowohl auf seiner Seite gepostetet Video und über die sozialen Netzwerke gestreute Video mit Kritik an der EU-Ukrainepolitik von dem Nazi stammte. Ein Blogger hat mal die Lügen von Mährholz bezüglich seiner politischen Vergangenheit entlarft.

pleifel 07.06.2014 | 16:35

Folgendes Beispiel:
100 Texte von J.D. liegen vor, davon gibt es genau einen Text, der zur Argumentation herhalten muss, auch wenn 99 Texte was anderes sagen.

Ausgerechnet Facebook als Medium kritischer Diskussion zu betrachten und daraus noch Wertungen abzuleiten erscheint mir eher unzweckmäßig (unangebracht).

Und um mir gleich Bashing abzuholen, wenn man immer wieder beim 1x1 aufsetzen muss, geht mir auch schon mal der Geduldsfaden verloren.

Popkontext 07.06.2014 | 16:43

"Märholz berief sich vor allem auf den amerikanischen Ex-Präsidentschaftskandidat Ron Paul." Eben. Sie wissen, wer das ist? Ein Rechtslibertärer. Und genau das gehört zu dem ganzen Konglomerat der Neuen Rechten, die eben nicht nur klassische Nazis sind, sondern auch extreme Marktliberale / Rechtslibertäre und braune Esoteriker ( die es allerdings auch schon in der ersten Nazigeneration gab) etc.

wwalkie 07.06.2014 | 16:50

Googeln Sie einfach einmal auf den "Honigmann" (ich weiß, es es ist noch schwerer, als eine BILD vom Postkasten in den Mülleimer zu transportieren):"Honigmann FED" reichen. Schon haben Sie eine ellenlange Ausführung über "Die Methode vom Pfund Fleisch". Der Autor berichtet zunächst von Aktivitäten bestimmter Banker, kommt aber im Nu zu folgendem Satz: "Dies leitet die Gedanken auf den Juden, Shylock, (an beachte die Kommata) in Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig" hin, der sein vertragliches Pfand am Herzen des Kaufmanns haben wollte, a ls er seine Schulden zu Wucherzinsen nicht bezahlen konnte."

Dann zitiert er einen Adrian Salbucchi, Russia Today, 1. März 2012: Die heutigen Bankster untescheiden sich nicht von Shylock", um dann selber fortzufahren: "Shylock und seine talmudischen Bankster-Landsleute hassen die Goyim."

Etwas weiter unten: "Das stärkste Mittel für eine solche Räuberbandepolitik sind die Zentralbanken, die unter dem Kommando von Rothschilds Zentralbank der Zentralbanken, der BIZ in Basel stehen. Das Musterbeispiel dessen, was sich da abspielt, ist die US Federal Reserve (FED)."

Ich habe dann nicht mehr weiter gelesen. Es gibt Grenzen der Frustrationstoleranz. Aber klarer geht es im Jahre 2014 wohl nicht mehr. So etwas werden wir bei den Organisatoren nicht finden, aber auch sie personalisieren, auch sie sind verschwörungsideologisch (Ron Paul findet sich natürlich auch bei unserem Honey), auch sie deuten an oder behaupten Unbelegbares. Strukturelle ökonomische Kategorien möchten sie der "Zielgruppe Mensch" wohl nicht zumuten.

Popkontext 07.06.2014 | 17:22

Ja, das ist eben gerade der Punkt: Dass eine bestimmte Art die FED zu kritisieren und der Begriff "Ostküste" in bestimmten Kreisen ein Code für die "Jüdische Weltverschwörung" sind, weil man weiß, das man das lieber nicht offen sagt. Das ist keine Erfindung von Frau Dittfurth. Wenn Sie sich mit dem Thema nicht auskennen, nicht einfach behaupten, sondern sich schlau machen. Es gab ja sogar reihenweise "Experten", die behaupteet haben, Dittfurth hätte sich den Begriff "Neue Rechte" ausgedacht. Weil sie nicht mal 30 Sekunden googlen könne (oder wollen).

fedup 07.06.2014 | 18:44

Oh mein Gott , es ist schon wieder soweit

Schaue ich mir die letzten Kommentare an,

läufts mir kalt den Rücken runter und mich be-

schleicht wieder diese gruseliges Gefühl,

dass diese Montagdemos / Mahnwachen derzeit

das grösste Problem auf diesem Globus sind.

Die geheimen Zusammenkünfte der Bilderberger,

die Kriege die überall auf der Welt geführt werden

(ohne offizielle Kriegserklärung), Fukushima, TTIP-TISA

alles Tinnef gegen die Gefahr die von diesen homophoben,

antisemitischen Montagsdemonstrieren ausgeht - die noch nicht mal merken, wie sie von Demagogen die gar Böses im Schilde führen hinters Licht geführt werden.

http://www.youtube.com/watch?v=u4gd5EVVUMs

MO 08.06.2014 | 05:06

Mich interessieren die Texte nicht und ich muss die nicht lesen. Ich lese auch keine Texte von Sarrazin, um mitreden zu können. Ich hätte zu Ditfurth auch nie ein Wort geschrieben, wenn ich nicht etwas eklatant Falsches hätte richtig stellen müssen. Ich beurteile auch nicht Ditfurth in ihrer Gesamtheit, sondern ihr Verhalten in Bezug auf eine Sache. Und das kann man sehr wohl.

Mopperkopp hat ja irgendwo geschrieben, dass er sie schätzt. Das soll er tun. Ich werde da nicht widersprechen. Soll Frau Ditfurth die Welt erklären, solange sie sich zwischenmenschlich so verhält, werde ich das nicht durch Buchkauf noch unterstützen. Auf mich wirkt sie wie eine Protagonistin des uns allen bekannten "Spalte- und-herrsche-Spiels" und das auch, weil sie sehr forsch mit Urteilen war, nämlich als die Montagsdemos gerade im Entstehen waren. Auch in der Vergangenheit hat sie bei mir lediglich den Eindruck des sehr forschen Aburteilens anderer auf Kosten dieser anderen hinterlassen. Mir reicht es nicht, wenn jemand Toleranz fordert. Eine Forderung ist noch nicht die Moral. Die muss man leben.

Ich gebe auch zu, dass mich nicht gerade überzeugt, wenn jemand, der sein Leben dem Kampf des Kapitalismus gewidmet hat, von Geldsystem nichts wissen will, alle, die das Geldsystem in Frage stellen, mit Antisemitismus in Verbindung bringen (die Kritik an z.B. Gesell gehört dazu) und zwar einen Klassenkampf zwischen Bäcker und Geselle fordert, aber die Banken und die Akkumulation von Reichtum, der in diesem Maße nur durch die "Geldproduktion" möglich ist, außen vor lässt.

MO 08.06.2014 | 05:17

Also, mein lieber Popkontext, so geht es natürlich nicht. Sie erklären erst. Das hat die D. ja alles ganz anders gesagt. Dann zeige ich anhand der Zitate, was sie gesagt hat, und sie erklären einfach. ja stimmt ja auch. Gut, wenn Sie die Meinung haben, bitte. Aber dann bleibt es dabei: FED wird als antisemitischer Code für "jüdische Weltverschwörung" behauptet. Sie hatten nämlich erklärt, nein nein, das sagt die D. nicht. Sagt sie aber eben doch. Ansonsten mache ich es wie sie, nämlich mir einfach und sage irgendwas und dann: Googeln Sie selbst. "Neue Rechte" ist keine Erfindung von D., dass FED ein Code für "j. W." sei wohl. Googeln Sie doch. Und bitte immer schön die zeitliche Schiene beachten. Inzwischen haben das viele aufgegriffen.

Und im Ernst: Sie halten Märholz für einen Antisemiten?

MO 08.06.2014 | 05:31

Sie werfen souverän mit Zuschreibungen um sich, aber konkret gibt es bei ihnen nur heiße Luft. Welche Position von Ron Paul gefällt ihnen nicht, dass er für die Legalisierung von Drogen ist? Dass er für eine Nichteinmischungs-Außenpolitik der USA ist? Dass er von Anfang an gegen den Irak-Krieg war und dagegen gestimmt hat (wo doch hierzulande immer noch Obama als der Softie und die Republikaner als die Kreigstreiber hingestellt werden) Oder gefällt ihnen nicht, dass man Ron Paul der Graswurzelbewegung zuschreibt? Konglomerate helfen da nicht weiter. Die Breis, in denen sie denken, treffen auf Menschen selten zu. Man muss nicht die Positionen von Ron Paul teilen, ihn aber über irgendwelche behaupteten Nähen oder irgendwelche Begriffe, in denen das Wort "Rechts" auftaucht "out of democracy" hinzustellen, ist einfach nur lächerlich.

Wie erwähnt ist es Volkssport, sich mit nicht genehmen Positionen erst gar nicht auseinander zu setzen, sondern alles, was "out of system" ist mit "rechts" zu etikettieren und alle mit dem Etikett "Rechts" ist dann auch mal eben schnell auf "antisemitisch" umetikettiert.

Grundgütiger 08.06.2014 | 10:13

Ich bin nach lesen dieses zusammenhanglosen und mehr als zwanzig inneren Widersprüchen leidenden Artikels zu dem Schluss gekommen, das Strom einfach zu billig ist.

Weil mehr Verschwendung hab ich noch nicht gelesen.

Eine Intention wäre noch der Versuch von Verunsicherung, Desinformation oder auch Destruktion.

Dafür kommt er aber ein wenig zu platt rüber.

pleifel 08.06.2014 | 12:42

Gut, ich hatte ein wenig provoziert. Sarrazin muss man wirklich nicht lesen, da verhalte ich mich genau so. Denn jede Aufmerksamkeit ist genau dass, was man ihm nicht liefern sollte: also am besten ignorieren.

J. D. polarisiert, ist mir auch klar. Ich habe einiges von ihr gelesen und konnte sie auch ein wenig persönlich kennenlernen. Lassen wir die Unterschiede in der Einschätzung einfach stehen. Sie sehen mehr das Trennende, ich das Gemeinsame.

Da ich die Facebook-Auseinandersetzung mit J. D. nicht mitbekommen habe, kann ich dazu auch nichts sagen. Wenn J. D. verkürzte Aussagen macht, dann bietet sie auch Anlass für Kritik.

fedup 08.06.2014 | 13:55

@mo

"Wie erwähnt ist es Volkssport, sich mit nicht genehmen Positionen erst gar nicht auseinander zu setzen, sondern alles, was "out of system" ist mit "rechts" zu etikettieren und alle mit dem Etikett "Rechts" ist dann auch mal eben schnell auf "antisemitisch" umetikettiert. "

.. es lag mir auf der Zunge , Danke!

Hier übrigens ein interessantes Interview mit Susanne Witt Stahl zu ihrem neuen Buch : Antifa heißt Luftangriff

http://news.dkp.de/2014/06/deutsche-antideutsche-staats-antifa-und-die-buergerliche-mitte/


theo 08.06.2014 | 16:14

"Ditfurth: Der kleinste gemeinsame Nenner dieser höchst unterschiedlichen neurechten Gruppen ist das Motto: »Wir sind für Frieden und gegen die jüdische Weltverschwörung«. Bei diesen neurechten »Friedensdemos« treffen sich Antisemiten, Völkische, Homophobe, Antifeministen, Reichsbürger und AfD-Anhänger/innen im Einsatz, aber auch NPDler und andere Nazis."

So, ein Originalzitat aus der Juniausgabe Konkret. Pauschale Abstempeln der Demoteilnehmer

Ich bin schon in den achtzigern auf Demos gegen IF, Weltbank, Reagan und Haig in Berlin gewesen. Aber jetzt bin ich ja als Demoteilnehmer rechtsnationalen Demagogen aufgesessen?

Nein, Jutta, Du bist jetzt Kopfgeldjägerin geworden, also nimm Deine 30 Silberlinge.

drei Fragen: Was ist in Deutschland gesetzliches Zahlungsmittel?

Wer darf das ausgeben? Was ist Giralgeld, auch Buchgeld genannt und wer gibt das aus? (kann man z. B. auch in den Schulungsbriefen der Bundesbank nachlesen.)

Ich sage: das allgemeine Wissen in bezug auf die Volkswirtschaftslehre ist auf Vorschulniveau. Wie soll ich denn mit einer Rede auf einer Demo erklären, dass wir unsere Inflation in die dritte Welt exportieren? Oder dass die IWF eine monetäre Massenvernichtungswaffe ist? usw. Liebe Leute, informiert euch über Geld, und Ihr werdet sehen, Das weltweite Bankensystem ist Betrug. Wir bräuchten eine Weltkartellbehörde, dann wären alle Banken weltweit sofort als kriminelle Vereinigung abgeschafft.

Aber was Macht Jutta? Kopfgeldjagd. Danke Jutta, in die rechte Ecke gestellt zu werden als Demoteilnehmer, das tut weh, sehr weh. Ich möchte Dir nix böses, aber gefühlsmäßig bin ich schon sehr sauer.

Theo Waldschrat

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Hunter S.T. 14.06.2014 | 09:57

Montagspack? Was ist das denn für eine menschenverachtende Einstellung? Bei kaum einer Gruppe, wie den Besuchern der Montagsdemos, ist es wohl so dermaßen unangebracht alle in einen Topf zu werfen. Da gehen die unterschiedlichsten Leute hin, von Links bis Rechts und vor allem dazwischen. Da manche ja unbedingt eine Schublade brauchen, wo man noch andere reinstecken kann, kommt noch die Querfront hinzu (dazu würde ich dann wohl auch gezählt...). Ganz wichtig auch immer eine Keule, die man schwingen kann, um einer zielgerichteten Diskussion auszuweichen. Die 'Antisemitismuskeule' ist ja schon so perfektioniert worden, dass man nicht mal mehr die Fed kritisieren darf (laut SpiegelTV ist Fed nämlich der geheime Code für eine jüdische Weltverschwörung) ohne in die Rechte Ecke gestellt zu werden, einfach nur pervers. Die 'Verschwörungstheoriekeule' soll als nächstes etabliert werden, klappt aber nicht so richtig, weil es so viele Verschwörungstheorien gibt, die Hand und Fuß, was jeder merkt, der sich unvoreingenommen damit beschäftigt (911, Gladio, MKUltra usw.)' deswegen mal lieber zur Sicherheit alle noch als Antisemiten beschimpfen. Ich persönlich bin stolz ein Wahrheitssuchender zu sein, auch wenn dadurch viele Linke und durch die Systempresse geprägten Menschen getriggert werden. Die Antideutschen können einem eigentlich nur leid tun, selten so ein verblendetes Zeug gehört...

Hunter S.T. 14.06.2014 | 10:18

Von Links nach Rechts hat doch nichts mit einem fehlenden dialektischen Bewustsein zu tun, sondern ist einfach eine Weiterentwicklung. Es gibt doch schon lange den Spruch 'Wer in der Jugend nicht Links ist hat kein Herz und wer im Alter nicht Rechts ist hat keinen Verstand'. Ich hätte mich früher auch der Linken zugeordnet, habe diesen dogmatischen Zustand aber zum Glück überwunden und bin jetzt Wahrheitssuchender (von mir aus auch Verschwörungstheoretiker, wenn Sie so wollen).

Hunter S.T. 14.06.2014 | 10:28

In dem Artikel finden sich doch gar keine stichhaltigen Argumente, nur wieder der gleiche Mist wie bei SpiegelTV (Fed gleich Judentum, was für ein Quatsch). Mir kommt es vor, als müssten die Linken ihren Begriff von Rechten immer weiter fassen, da die Rechtsradikalen kaum mehr eine Rolle spielen und die Linken aber eine Daseinsberechtigung und vor allem ein Feindbild brauchen. Ich denke Psychopathen (Politische Ponerologie), die ungedecktes Geld aus dem Nichts erschaffen und verzinsen (Fiat-Geld, Ponzi-Schema) sind das größte Problem...

willibald hamster 14.06.2014 | 11:52

Die Wahrheit aber liegt nicht einfach nur hinter diversen Verschwörungspraxen verborgen, die es selbstverständlich aufzudecken gilt, sondern ist an ein ökonomisches System geknüpft, das eben nicht von der Fed "kontrolliert" wird (Jelpke hat hier vielleicht ein wenig überzeichnet, gelangt am Ende aber m.E. zu einem tagbaren Schluss). Mit dem Terminus des "staatsmonopolitischen Kapitalismus" ließe sich hier noch recht gut hantieren, bringt er doch den Aspekt des "blind wütenden Wertgesetzes" mit den Versuchen der Akteure, innerhalb desselben Kontrollmechanismen zu etablieren (über Kartelle z.B.), unter einen Hut.

Und was speziell Elsässer angeht: der hat doch im Großen und Ganzen nur die Vorzeichen seiner Ideologie vertauscht, folgt weiterhin blind der Logik, wonach der Feind meines Feindes mein Freund sei, huldigt einem deutschen Nationalismus (schon als antideutscher Antinationalist hat er sich total auf "die Nation" versteift), der doch aber gleichzeitig mit Ursache für das Anwachsen der Ungleichgewichte, der Armut & des Niedergangs der Demokratie-Rudimente ist.

In Ländern des imperialistischen Zentrums bildet die Linke auch nur die soziale, ökonomische, politische & ideologische Struktur ihrer Gesellschaft ab und ist gerade hier anfällig für Vereinseitigungen der einen oder anderen Art. In vielen anderen Regionen der Welt, die direkt vom Imperialismus betroffen sind, sind solche oft weltfremde Diskussionen gar nicht nachvollziehbar, für sie bilden Kapitalismus, Imperialismus & mithin Verschwörungspraxen eine Einheit, in der sich ihre Elemente gegenseitig bedingen.

Hunter S.T. 14.06.2014 | 13:12

Wie gesagt, ich denke es ist mehr ein Problem mit Psychopathen, als mit einem bestimmten System. Jedes politische Sytem hat seine Vor- und Nachteile (mal so, mal so) doch essentielle Psychpathen haben kein Problem damit (sofern sie die entsprechenden Fähigkeiten mitbringen), sich den verschiednsten Systemen anzupassen, sich nach oben zu arbeiten und eine ganze Armee von sekundären Psychopathen zu erzeugen. Ohne jegliche Moral ist es halt einfach Gegner aus dem Weg zu schaffen. Man bedenke nur die beiden US-Präsidenten, die erschossen wurden, nachdem sie staatliches Geld ausgeben haben. Mit Elsässer habe ich mich kaum beschäftigt, ich glaube teilweise stimme ich mit seinen Thesen überein, teilweise nicht (wie das halt oft ist). Mir ist nicht ganz klar inwiefern 'deutscher Nationalismus' für Armut und noch weniger Demokratie verantwortlich sein soll? Das Kapitalismus, Imperialismus und Verschwörungspraxen eine Einheit bilden würden viele Besucher der Montagsdemos wahrscheinlich unterschreiben...

Hunter S.T. 14.06.2014 | 13:24

'ich hasse Montage' Ihnen wurde ja bereits an anderer Stelle aufgezeigt, dass Sie nicht an ernsthaften Diskussionen interessiert sind... 'höchst nachdenklich'? Na da hätte ich aber einen gehaltvolleren Kommentar erwartet^^ Wenn ich jetzt noch 'Autobahn' sagen würde, hätten Sie den eindeutigen Beweis, dass ich rechtsradikal bin. Jetzt mal im Ernst, es ist doch alles andere als zielführend, sich ständig neue Trigger zu überlegen, die man nutzt, um Leute in die Rechte Ecke zu stellen. Tun Sie mir doch bitte den gefallen und beschäftigen sich ausgiebig mit der Politischen Ponerologie. Wenn Sie die in diesem Feld vertretenen Thesen unterstützen, könnten Sie konstruktiv dazu beitragen, diese Probleme aufzuzeigen. Sie können ja trotzdem weiterhin von mir denken, dass ich Pack wäre, wenn es Ihnen dann besser geht :)

willibald hamster 14.06.2014 | 13:55

Psychopathen können aber nur durch Verfügungsgewalt über Produktionsmittel, Kommunikationskanäle usf. das anrichten, was sie momentan anrichten. Und psychopathisches Bewusstsein ist auch im nicht geringen Maße gesellschaftlich, von der Klassenzugehörigkeit determiniert.

"Deutscher Nationalismus" meinte ich im Zusammenhang mit Verelendung, Ent-Demokratisierung usw. innerhalb Europas eher im materiellen Sinne, d.h. von der Seite, dass mit der sog. "Wiedervereinigung" und später mit Schröders "Agenda 2010" sich ökonomisch ein deutscher Hegemon in Europa herausbildete, der nun dem Rest Europas mittels Euro & EU neoliberale Schrumpfungskuren quasi aufokroyiert- da spielen auch die Aktivitäten der achso unpolitischen EZB (auch wenn hin und wieder Dissonanzen zwischen EZB & Deutscher Bank anklingen) mit rein. - Und wenn man dann wie Elsässer & Co. dauernd die Mär von der Fremdbestimmheit Deutschlands durch NATO & USA wiederholt, unterschlägt man völlig den "europäischen Aspekt". Ich wage sogar zu behaupten, dass eine Stärkung der Rolle der BRD objektiv Hand in Hand geht mit einer Intensivierung der US-amerikanischen Präsenz in Europa (ökonomisch, politisch & militärisch) und dass das z.B. auch die Beziehungen zu Russland nicht verbessern wird (die Ära Schröder war nur ein kurzes Intermezzo der Annäherung).

Magda 14.06.2014 | 14:10

Sie können ja trotzdem weiterhin von mir denken, dass ich Pack wäre, wenn es Ihnen dann besser geht :)

Mir gehts so oder so gut, keine Sorge.

Ihnen wurde ja bereits an anderer Stelle aufgezeigt, dass Sie nicht an ernsthaften Diskussionen interessiert sind... '

Ernsthafte Diskussionen würden bedeuten, dass man tatsächliche Zusammenhänge und Tatsachen von wilden Spekulationen trennt. Aber, das ist hier nicht zu erwarten. Ihre Anregung, ich sollte mich mit Politischer Ponerologie befassen, hat mir Ihren eigenen geistigen Hintergrund auch gleich nochmal erhellt. Nee, vielen Dank. Ich bin selbst gern böse - auch politisch-pathologisch-poneroligisch. Ich brauch da keine Aufklärung. Vor allem Montags nicht.

theo 14.06.2014 | 18:58

Ich habe bereits beschrieben, dass man nur eine (echte) Weltkartellbehörde bräuchte, um die Banken in nullkommanix als kriminelle Vereinigung zu erkennen. Und von wegen Tatsachen, was ist denn mit dem abgehörten Telefongespräch von FucktheEU-Nolan? 20 Minuten gespäch im Internet anzuhören, in den Medien tauchte nur FuckEU auf. Was sagte diese Nolan noch? Die beiden Abgehörten besprachen wer am besten an die Präsidentenstelle gehieft wird, immerhin habe man ja 5 Mrd Dollar allein in den letzten Jahren in die Ukraine Investiert. Aha, Tatsache? Es gibt in Russland und der Ukraine über 600 NGOs mit einem Etat von über einer Mrd Dollar jährlich. Und welche davon sind von den gnadenlosen Geheimdiensten unterwandert? Die Geheimdienste sind weltweit nicht nur am schnüffeln, sondern auch aktiv am agitieren, aufbauen, morden, infiltrieren, stören, zerstören usw und zwar in einem Ausmaß, das keine Grenzen mehr kennt. Der Zweck heiligt ja die Mittel. Snowden weiß davon nix, denn der war ja nur in der Abhörabteilung und diese Abteilungen laufen ja streng getrennt. Ja, die Ukraine wurde gezielt zunächst von der IWF "monetär destabilisiert" um dann von den restlichen Gruppierungen "balkanisiert " zu werden um diesen Maidan Scheiß erst richtig durchziehen zu können. Schon die Orangene Revolution vor ein paar Jahren war geplant und durchgeführt von diesen Geheimdiensten.

Aber Sie brauchen ja keine Aufklärung, Sie wollen Ihre Ruhe haben, denn Ihnen geht es ja gut. 50 % der Weltbevölkerung leben inzwischen in Slums, im Pazifik schwimmt ein Plastiksee und ca 460 Atomkraftwerke kokeln vor sich hin. Die Wasserkriege in den heißeren Zonen der Welt beginnen sich am Horizont abzuzeichnen und Ihnen geht es gut. Wir exportieren unsere Inflation in die dritte Welt, damit esIhnen gut geht. Kein bischen schlechtes Gewissen Frau Magda? Na ja, ich wünsche einen frölichen Weltuntergang! Am besten Montags.

Ums mal mit einer Umdichtung von Weckers Lied zu sagen:

Gestern ham's an Willi derschlogn,

Und heut und heut derschlogn's die Friedensbewegung.

Vielen Dank dafür Frau Magda.

Hunter S.T. 14.06.2014 | 20:03

Mir geht es ja gerade darum, den Psychopathen jegliche Verfügungsgewalt zu entziehen. Ich denke der Erfolg von Menschen mit psychopathischem Bewusstsein hängt auch von der Klassenzugehörigkeit ab, aber nicht die Häufigkeit ihres Auftretens (es werden meist Zahlen zwischen 2 und 6% genannt, in Bezug auf essentielle Psychopathen, quer durch alle Schichten). 'eine Stärkung der Rolle der BRD objektiv Hand in Hand geht mit einer Intensivierung der US-amerikanischen Präsenz in Europa' aber das passt doch damit zusammen, dass die BRD durch das US-Imperium gelenkt wird. Wird der Vasall stärker, nützt das auch dem Taktgeber. In der BRD sollte sich meiner Meinung nach einiges politisch ändern, bevor sie gestärkt wird, sonst geht es nur wieder in Richtung Full Spectrum Dominance der USA.

willibald hamster 14.06.2014 | 21:02

Mit "Vasall" schiebt man doch nur die Verantwortung über den großen Teich. BRD & EU sind ganz klar ein selbstständiger Akteur im "Konzert der Mächte", wenn auch von geringerer Bedeutung als die USA oder die VRCh. In der Ukraine hat die EU ebenso ihre Finger im Spiel, durchaus auch aus eigenen Motiven - ich empfehle hier insbesondere den dFC-Blogger MopperKopp zum Nachlesen. Und die EU-Wirtschafts- & Sozialpolitik kann man wohl nur über sehr gewagte Konstruktionen auf die Interessen von US-amerikanischen Monopolbourgeois reduzieren (es soll ja sogar Leute geben, die aus der Tatsache der wirtschaftlichen Unterstützung seitens nicht weniger US-Kapitalisten für die Nazis bzw. die deutschen Finanz- & Großindustriekapitalisten bis ca. 1939 geschlossen haben, man könne auch hier jegliche Verantwortung nach Westen exportieren).

wwalkie 14.06.2014 | 21:20

Jetzt habe ich mich doch tatsächlich mit einer neuen politikwissenschaftlichen Theorie beschäftigen dürfen/müssen.

Sie war mir bis dato völlig unbekannt, was an meiner Voreingenommenheit oder an meiner Inertie dem Internet gegenüber liegen mag.

Das neue Paradigma heißt also "politische Ponerologie" und wurde initiiert von einem Andreji Lobaczenski. Nie gehört? Ja logisch. Ist ja auch ein Geheimtipp. Lobaczenski hat nämlich schon vor 'zig Jahren festgestellt, dass 2-6, andere sagen 10 Prozent der Population eine "angeborene Anomalie" haben, eine "essenzielle Psychopathie". Und diese Bösen streben nach blutiger Herrschaft. Das war so und wird aufgrund der Prämisse auch immer so sein. Die Psychopathen sind halt nicht heilbar. "Schicken wir sie in die Pampa", lesen wir dementsprechend beim Honigmann, dem bekannten Faschoblog.

Und nicht nur dort, sondern auch bei Wissenschaft3000, beim netzwerk volksentscheid, bei euro-synergies und bei nicht wenigen anderen faschistischen und/oder esoterischen Blogs. Es sind die ersten, die Google beim Stichwort präsentiert.

Also seien wir vorsichtig. Das Böse kann überall sein. Es verschwört sich. Science fiction ist nonfiktional. Das Übel verstellt sich, es schleimt sich ein, macht einen Vorschlag, gibt einen Kredit. Das Übel hat viele Namen: Hitler, Stalin, FED, Finanzkapital, USA, der Westen, Merkel, Israel...

Das Böse ist auch gegen die Mahnwachen. Es fürchtet sie. Darum lässt es sie durch die Besesssenen diffamieren. Besessen sind vor allem Linke - mit Ausnahmen, versteht sich.

Ernsthafte Frage: Und diesen Stuss glauben die Mahnwächter? Nein, nicht alle! Bewahre! Aber wenige sind es auch nicht. Siehe Freitags Community.

theo 14.06.2014 | 22:53

Man muss doch nur dafür sorgen, dass die Gier und kriminelle Energie der bösen der Allgemeinheit zugute kommt und nicht nur den Milliardären. Dafür muss diese strukturelle Gewalt des aktuellen Geldsystems und das römische Bodenrecht abgeschafft werden. Wir dürfen nicht mehr alle Arbeiter gegen ihre eigenen Interessen arbeiten lassen. Nur so zum Beispiel. Es gäbe nämlich Alternativen. Nix ist alternativlos.

Theo Waldschrat

theo 14.06.2014 | 23:00

"Ditfurth: Der kleinste gemeinsame Nenner dieser höchst unterschiedlichen neurechten Gruppen ist das Motto: »Wir sind für Frieden und gegen die jüdische Weltverschwörung«. Bei diesen neurechten »Friedensdemos« treffen sich Antisemiten, Völkische, Homophobe, Antifeministen, Reichsbürger und AfD-Anhänger/innen im Einsatz, aber auch NPDler und andere Nazis."

So, ein Originalzitat aus der Juniausgabe Konkret. Pauschales Abstempeln der Demoteilnehmer, völlig Argumentationslos.

Ich bin schon in den achtzigern auf Demos gegen IF, Weltbank, Reagan und Haig in Berlin gewesen. Aber jetzt bin ich ja als Demoteilnehmer rechtsnationalen Demagogen aufgesessen?

Nein, Jutta, Du bist jetzt Kopfgeldjägerin geworden, also nimm Deine 30 Silberlinge.

drei Fragen: Was ist in Deutschland gesetzliches Zahlungsmittel?

Wer darf das ausgeben? Was ist Giralgeld, auch Buchgeld genannt und wer gibt das aus? (kann man z. B. auch in den Schulungsbriefen der Bundesbank nachlesen.)

Ich sage: das allgemeine Wissen in bezug auf die Volkswirtschaftslehre ist auf Vorschulniveau. Wie soll ich denn mit einer Rede auf einer Demo erklären, dass wir unsere Inflation in die dritte Welt exportieren? Oder dass die IWF eine monetäre Massenvernichtungswaffe ist? usw. Liebe Leute, informiert euch über Geld, und Ihr werdet sehen, Das weltweite Bankensystem ist Betrug. Wir bräuchten eine Weltkartellbehörde, dann wären alle Banken weltweit sofort als kriminelle Vereinigung abgeschafft.

Aber was Macht Jutta? Kopfgeldjagd. Danke Jutta, in die rechte Ecke gestellt zu werden als Demoteilnehmer, das tut weh, sehr weh. Ich möchte Dir nix böses, aber gefühlsmäßig bin ich schon sehr sauer.

Theo Waldschrat

Hallo Frau Gebe, hättens Sie's gewusst? Ich glaube nicht. Bitte antworten Sie doch mal. Danke

Magda 14.06.2014 | 23:30

Ums mal mit einer Umdichtung von Weckers Lied zu sagen:

Gestern ham's an Willi derschlogn,

Und heut und heut derschlogn's die Friedensbewegung.

Vielen Dank dafür Frau Magda.

Ach, Ihr seid die Friedensbewegung? Ganz allein? Na, dann wird das nichts. Und werden Sie bitte nicht so rasend persönlich. Was wissen Sie von mir außer, dass ich Ihren Scheiß für das falsche Mittel halte. So reden sonst gefährliche Sektierer.

theo 15.06.2014 | 02:37

Stimmt, bitte um Entschuldigung dafür. Immerhin engagieren Sie sich hier für Ihre Meinung und sind möglicherweise schon lange sozial oder in der Friedensbewegung aktiv oder es gewesen. Ich habe es an Respekt mangeln lassen, das tut mir leid.

Das System von Innen heraus zu verändern, der sogenannte Marsch durch die Institutionen ist seelig eingeschlafen und alle Arbeit ist nicht umsomst gewesen aber die negativen gesellschaftlichen Entwicklungen weltweit ließen sich nicht aufhalten sondern allenfalls in deren Folgen ein bischen abmildern. Und eine der tieferen Ursachen der sozialen Verwerfungen weltweit ist das Schuld-Geld-System. Aber: Wenn es gegen die Banken geht, gehts halt gegen die ... usw. Das sagte mal ein Freund zu mir. Aber mir geht es eher um die strukturelle Gewalt, die zur Umverteilung von unten nach oben führt, usw. hier z. B. http://www.swr.de/swr2/wissen/geld-bankenmacht/-/id=661224/did=12939880/nid=661224/1ff7u29/index.html%255e.

Und ich bin auf dieser Mahnwache, weil das Motto eben auch für ein "Nachhaltiges Geldsystem" ist. Ein Nachhaltiges Geldsystem löst mit Sicherheit nicht alle Probleme aber es versetzt uns vielleicht dazu in die Lage, die allerdringendsten wenigstens mal anzupacken.

Eine Idee, leider nicht von mir: Fünf Tanker mit genügend Personal und Ausrüstung fünf Jahre lang durch den Pazifik kreuzen lassen und Plastik einsammeln. Da hätte man schon immerhin mal was getan. Aber das machen wir nicht, weil wir ja Wachstum brauchen, Mist aber auch. Das würde ja kein Wachstum bringen. Dabei verstehen nicht einmal die gstudierten Betriebswirtschaftler warum wir überhaubt Wachstum brauchen. So einfach ist das.

Hm, aber was ist denn jetzt eigentlich mein Scheiß? Dass ich sage: Lasst uns aufhören an den Symtomen herumzudoktern sondern die Ursache suchen und beseitigen? Oder Montags auf die Demo zu gehen? Ich war da bis jetzt fast immer auf den Berliner Mahnwachen und habe noch nicht eine rassistische oder ausländerfeindliche Parole gehört aber auch schon überhaupt gar keine. Und wenn ich eine gehört hätte wäre ich eingeschritten.

Also, was ist jetzt der "Scheiß" "der Wahnwichtel", wie uns Jutta ja so liebevoll auf ihrer Facebookseite nennt?

Hunter S.T. 15.06.2014 | 09:31

Natürlich habe ich schon von Andreji Lobaczenski gehört, er hat den Begriff doch schließlich geprägt. Schade, dass er seine Arbeit nicht mehr weiterführen kann. Sie hätten sich vielleicht aus anderen Quellen über das Thema informieren sollen und nicht auf Seiten, die ihrem persönlichen Paradigma nach zum Bösen gehören, weshalb sie dort aufgeführte Argumente von vornherein nicht ernst nehmen. Dazu kommt wieder die Argumentationsweise alla Jutta 'die Argumente stehen auf rechten Seiten, deswegen ist das alles falsch und jeder, der die Argumente anführt ist auch rechts'. Mal abgesehen davon, dass diese Art zu argumentieren einfach nur hanebüchen ist, haben Sie wieder eine Keule geschwungen, die ich ganz vergessen habe, die gute alte 'Esoterikkeule' bei der man so tut, als hätten jegliche im esoterischen Bereich angesiedelte Thesen das Niveau von AstroTV und am besten auch gleich rechts, weil die Nazis haben sich ja auch mit sowas beschäftigt. Wollen Sie ernsthaft behaupten, es gäbe keine intelligenten Psychopathen, die ihre Veranlagung dazu nutzen, sich in einflussreiche Positionen zu bringen?

Hunter S.T. 15.06.2014 | 09:53

Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, dass die BRD ein selbstständiger Akteur ist. Selbst Schäuble hat doch gesagt, dass die BRD nie wirklich richtig souverän war und es es deshalb besser ist, wenn sie dann ganz in der EU aufgeht. Hinzu kommen die ganzen Entscheidungen, die ständig gegen den Willen des Volkes durchgeboxt werden (z.B. In Bezug auf Krieg, GMO und Euro). MopperKopp ist mir bereits bekannt. Mit dem Begriff Vasall möchte ich auch keine Verantwortung wegschieben und auch nicht behaupten, dass die USA alles steuern. Sie mischen sich halt vor allem da ein,wo ihre geopolitischen Interessen berührt werden und bis jetzt ist die BRD doch voll auf Linie (zur Durchsetzung der Full Spectrum Dominance). Ich würde auch nicht sagen, dass die Nazis ausschließlich durch Bush und Co groß geworden sind, da gab es ja noch die Thule-Gesellschaft usw.

willibald hamster 15.06.2014 | 11:53

Nochmal: Wenn Deutschland nicht irgendwie souverän agieren würde, würde es nicht fast im Alleingang die Rest-EU seinem "Spar"diktat unterwerfen. Die EU ist heute - um es mit Max Goldt zu sagen - nix Anderes als ein Germany Plus: d.h. natürlich nicht, dass es sich bei ihr vor 2009 bzw. 1990 um ein friedensstiftendes, post-nationales oder gar um ein Wohlfahrtsprojekt gehandelt hätte, davor hatten halt die Eliten aus den anderen Mitgliedsstaaten noch mehr mitzuentscheiden, ganz in der alten Tradition der europäischen Pentarchie.

Und mit dieser EU wächst auch wieder international der ökonomische & v.a. militärische Stellenwert Europas & damit Deutschlands. Das "Wiedererstarken Deutschlands" hat sich zuerst in der ökonomischen Ausplünderung der ehem. DDR, der Slowakei, Bulgariens & des Baltikums, dann in der wirtschaftlichen Interessen folgenden Balkan-Intervention, später in der intensiveren Zusammenarbeit mit Russland & in der Ausarbeitung einer eigenen Osteuropapolitik ausgedrückt - & heute besitzen die Folgen dieses Hegemonie-Strebens in der Politik Europas oberste Priorität.

Es sei an dieser Stelle auch noch auf einen Artikel Arno Klönnes verwiesen, der auf eine interessante & bedenkenswerte Kontinuität in den europapolitischen Zielsetzungen zwischen NS-Staat & BRD aufmerksam macht.

Ideologisch läuft auch Alles auf Hochtouren, um Deutschlands "neue Verantwortung" zu legitimieren & salonfähig zu machen, siehe die Reden unseres Pastoren-Oberhaupts oder die öffentliche Beachtung, die man den Schlafwandler-Thesen Christopher Clarks schenkt.

So passt das Alles zusammen. Die BRD & EU sind ein eigenständiger politischer, ökonomischer & militärischer Akteur, der eng an der Seite der USA steht, weil es ihm selbst mannigfach Vorteile verschafft - was nicht ausschließt, dass nicht alle getätigten Entscheidungen nur oder vorrangig von eigenem Nutzen sind, siehe die Eskalationsschraube in der Ukraine oder die Beteiligung an Interventionen im Mittleren Osten.

wwalkie 15.06.2014 | 12:05

Ach, Hunter S.T. Ihre Antwort ist leider nicht ent-täuschend, sondern entspricht dem Erwarteten. Sie "argumentieren" innerhalb des komplotttheoretischen Immunsystems:

Sie haben sich nicht mit der Primärquelle beschäftigt, ist einer der gängigen Vorwürfe. Tut mir leid, ich hab's sogar angelesen (war mir dann aber zu blöd).

Was ich bei den rechten wie linken Anhängern gefunden habe, ist zum Beispiel Folgendes:

Überall war und ist der "Terror der Geschichte" (Eliade). Wir Normalen haben ein Gefühl der Hilflosigkeit, der Angst. Überall Krieg und Zerstörung. Da nahm ich eines Tages besagtes Buch über die "politische Poneralogie" in die Hände -und es fiel mir wie Schuppen von den Augen. Meine "Blockadewahrnehmung" war wie weggeblasen. Ich erkannte (in Sekten wird immer "erkannt"):

Eiskalte Psychos Individuen beherrschen okkult die Welt: 1 Prozent "essenzielle Psychopathen" (der Adel), 5 Prozent diverse "Charakteropathen" und 12 Prozent "verformte Individuen". Ein Welt der Eiseskälte, eine Welt der Grausamkeit. Zum Gruseln. Gibt es kein Heil? Aber natürlich. Diese Psychokraten sind an ihrer Unfähigkeit zu emotionaler identifizierbar. Das erinnert natürlich schwer an Science fiction, Fernsehserien und Filme, in denen Außerirdische Menschengestalt annehmen und nur an einem Stigma zu erkennen sind. Das erklärt auch zum Teil den Erfolg solch simpler Narrative: Man will hinter das Geheimnis kommen, um die Welt vor dem Bösen zu retten.

Das wissen Sie, Hunter S.T. Ich habe es ausführlicher referiert, damit klarer wird, worin die Attraktivität auch für die Rechten liegt. Die eiskalten Psychokraten sind für sie immer auch die eiskalten "Plutokraten", denen das Schicksal des gebeutelten "Volkes" egal ist. Und die "Plutokraten" sind die FED, die Rothschilds etc. Das wird für die Rechten bestätigt durch die "Protkolle der Weisen von Zion". Für Rechte und Linke durch die Bilderberger. So einfach ist das.

Ich schwinge also weder die Antisemitismus- noch die Esoterikkeule, sondern verweise auf verifizierbare (und verifizierte) Zusammenhänge. Das Keulenargument ist in diesem, wie in vielen anderen Fällen keines. Warum zeigt Google in diesem Kontext als erstes die Fascho- und Esoterikseiten?

Wo habe ich denn abgestritten, dass es intelligente einflussreiche Psychopathen gibt? Das ist evident, nur reicht es nicht, daraus eine dermaßen simple alles erklärende Verschwörungstheorie zu entwickeln.

Der französische Komplott-Forscher Pierre-André Taguieff zitiert in seinem höchst aufschlussreichen "Imaginaire du complot mondial" (2005) Paul Valéry, der geschrieben hatte:

Gerade die Vermischung des Wahren mit dem Falschen ist falscher als das Falsche.

Er hätte heute viel Anschauungsmaterial.

Hunter S.T. 17.06.2014 | 01:22

'Sie haben sich nicht mit der Primärquelle beschäftigt, ist einer der gängigen Vorwürfe.' -den ich Ihnen aber nicht gemacht habe, Sie haben doch mir unterstellt Lobaczenski nicht zu kennen. 'Was ich bei den rechten wie linken Anhängern gefunden habe'- interessiert mich in diesem Zusammenhang wirklich nicht, da ich betreffende Seiten weder empfohlen noch zitiert habe. Ich begrüße aber grundsätzlich, wenn Menschen unterschiedlichste Quellen nutzen, um Informationen einzuholen. In diesem Fall scheint das für Sie allerdings wenig Sinn zu machen, da Ihnen ja schon die Primärquelle missfällt. '(in Sekten wird immer "erkannt")'- OK, 'erkennen' gleich Sekte, wieder ein neuer Trigger für die Sammlung. '1 Prozent "essenzielle Psychopathen" (der Adel)'- da haben Sie etwas missverstanden, essentielle Psychopathen werden so geboren, sekundäre Psychopathen werden erst im Laufe des Lebens dazu, hat also nichts mit dem gesellschaftlichen Stand zu tun. 'Diese Psychokraten sind an ihrer Unfähigkeit zu emotionaler identifizierbar. Das erinnert natürlich schwer an Science fiction, Fernsehserien und Filme, in denen Außerirdische Menschengestalt annehmen und nur an einem Stigma zu erkennen sind.' Ich habe dabei eher an die Doku 'ich bin ein Psychopath gedacht. Darin geht es u.a. darum, wie Psychopathen mit psychologischen Tests erkannt werden können. 'Warum zeigt Google in diesem Kontext als erstes die Fascho- und Esoterikseiten?'- Da schwingen Sie doch schon wieder Ihre Keulen, weder Lobaczenski noch meine Person haben etwas mit den von Ihnen angesprochenen Seiten zu tun. Mal abgesehen davon finde ich, dass Faschismus per se abzulehnen ist, während Esoterik ein viel zu weites Feld ist, als das man es einfach so abtun könnte (das gleiche gilt für Verschwörungstheorien, weshalb sich diese Keulen denkbar schlecht zum Schwingen eignen). 'dermaßen simple alles erklärende Verschwörungstheorie zu entwickeln.' Auch das habe ich nicht getan. Ich halte Psychopathen in einflussreichen Positionen nur für eines der Hauptprobleme der Gesellschaft, insbesondere da so wenig Menschen dieses Thema auf dem Radar haben. Taguieff ist mir noch nicht begegnet, werde ich bei Gelegenheit mal nach schauen.

Trecker 30.06.2014 | 08:29

Was der Freitag vergessen hat zu erwähnen: Nach einer Studie der TU Berlin einer Umfrage folgend sind die Teilnehmer der Montagsdemonstrationen aber eher links und Nationalismus ist bei 13 Zielen das allerletzte mit kaum messbarer Signifikanz. Rechtsextreme Inhalte fanden weniger Befürwörter als im Rest der Gesellschaft.
Also ist jeglicher Vorwurf wissenschaftlich widerlegt und sollte doch auch intellektuellen Autoren bekannt sein, oder warum nicht?
Frau D. mag damit ein Problem haben, aber doch nicht die Freitag-Autoren und deren Leser!

rainbow5412 12.09.2014 | 16:28

Jutta Ditfurth – Fall einer Ikone. Mehr ist dazu nicht mehr zu sagen.

Es ist nicht mehr zu ertragen Menschen die dieses kranke/ faschistische System ablehnen sofort in die RECHTE Ecke drängen. Geht's noch PolitikerInnen, unsere gleich-geschalteten Medien oder wer noch. Wir haben es einfach nur satt diese Politik die nicht UNSERE(weil sie nur gegen uns gerichtet ist) ist sondern von den BANKSTERN, INDUSTRIE, WIRTSCHAFT, LOBBYS, aber vor allem der selbsternannten ELITEN bestimmt wird.

Egal ob in Europa, weltweit oder bei uns, es werden uns immer mehr Rechte, Mitsprache, eigenständiges Denken etc. genommen, und wenn wir dagegen endlich aufbegehren sofort in die RECHTS-POLITISCHE Ecke zu drängen ist wird ABSURD und FALSCH!



Rothschild 1863
“Die Wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, dass aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird. Die große Maße der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmaßen, dass das System ihren Interessen feindlich ist”


.Jean-Claude Juncker

"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.Jean-Claude Juncker