Magda

Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben. (George B. Shaw)
Magda
RE: Was wollen die Bücher? | 13.11.2018 | 18:11

-- "Zitat - "Wer rechte Gewalt eindämmen will, muss weder rechte Bücher lesen, noch deren Verkauf problematisieren. Er muss die Ausweiterung rechter Gemeinschaftsräume unterbinden. Ganz alltagspraktisch. Es geht um rechte Konzerte, um NPD-Kinderfeste und AfD-Lehrerpranger. Lassen wir Kubitschek und Co. Bücher schreiben. Während sie das machen, können sie nichts Schlimmes anstellen.--"

Ich weiß nicht, was ein österreichischer Autor getan hat, als er "Mein Kampf" schrieb. Bestimmt "nichts Schlimmes", er hatte noch nicht so viele Leser. Wenn Sie heute darauf verweisen, dass das ja nicht radikalisiert, dann ist das auch reichlich unhistorisch.

Aber ich denke: Die Ausweitung "rechter Gemeinschaftsräume" hat auch mit Büchern zu tun, mit Buchhandlungen und Buchvertrieb ebenso. Und zwar genau, weil Bücher gar nicht so viel "wollen", aber im Rahmen der Kommunikationswege, die mit ihnen verbunden sind ,eben doch für sie eine Menge Verbreitung auch rechter Normalität sorgen können. Gerade in der Gegenwart, wo alles so ineinander übergeht. Und manchmal geht es auch um Symbolik. Die spielt bei den "Rechten" eine Rolle und da ist eine Welt, die es inzwischen für ganz normal hält, dass solche Bücher ihr Eckchen bekommen oder auch eine Ecke, nicht so gut. Vor allem, wenn eine Autorin wie Stokowski, die sich ganz explizit dagegen wendet, so übel beschimpft und abqualifizirt wird, wie ich es anderswo gelesen habe. Die will ja auch die Bücher nicht verbieten, sie will dort nur nicht lesen. Und das ist auch gut so.

RE: Geheimdiplomatie 2.0 | 12.11.2018 | 14:33

Vielen Dank für den Text. Es ist ne Menge Hysterie in der Debatte. Deutlich wird auch, dass die gezielt geschürt wird.

-- "Die nordamerikanischen Indianer standen aber angesichts der Migrationswelle aus Europa nicht einfach vor einer Herausforderung, die sie hätten meistern können. " --

Natürlich nicht, für die war das eher eine Aggressionswwelle, ein völlig neues und fremdes Phänomen. Von daher war ist das mit heutigen Zuständen und Entwicklungen kaum zu vergleichen.

RE: Die deutsche Niederlage | 11.11.2018 | 18:02

Lieber miauxx. :-)) Nun rechne nach , wie alt ich bin.

RE: „Warum nicht mal eine Wirtschaftsdemokratie?“ | 11.11.2018 | 16:56

Also, Sahra Wagenknecht hat von sich aus abgelehnt, #unteilbar persönlich zu unterstützen. Von der LINKEN waren schon eine Menge Leute da. Die Geschichte mit den Grauen Wölfen und den Islamisten ist so eine Sache. Wissen Sie, wer sich alles an #aufstehen hängt? Da sind die Organisatoren auch manchmal überfordert. Daraus gleich ein "Bündnis" zu konstruieren gehört auch zu den üblichen Diffamierungstaktiken. Einer der Organisatoren ist auch ein Unterstützer der "Roten Hilfe" - auch daraus wird ein Strick gedreht.

Die Leute, die ich dort erlebt habe, spiegelten die ganze Breite der Menschen in diesem Lande wider. Zwei ältere Damen aus Magdeburg waren extra angereist. Jung und alt, schräg und ganz konventionell. Es waren wirklich alle da.

#unteilbar trägt nicht zur Spaltung bei, sondern es hat zusammengebracht. Und es wird weitergehen. Sie sind - das schreiben sie in einem Newsletter - selbst völlig von den Socken gewesen, wie breit das Echo war und arbeiten jetzt an weiteren Organisationsschritten. Die haben einfach die Menschen erreicht. Die sind ohne "große Namen" und "Team Sahra" ausgekommen. Das ist ermutigend.

RE: Die deutsche Niederlage | 11.11.2018 | 12:52

https://www.freitag.de/autoren/magda/feldpostbriefe-ein-fremder-grossvater-1

Ich verweise mal auf meine - schon zu Beginn des 1. Weltkrieges - hier geposteten Briefe meines illegitimen Großvaters.

https://www.freitag.de/autoren/magda/feldpostbriefe-5

Da ist viel drin, was vor allem zur Entwickung nach dem Krieg zu sagen wäre.

https://www.freitag.de/autoren/magda/ein-vorfahr-und-sein-krieg-i

https://www.freitag.de/autoren/magda/ein-vorfahr-und-sein-krieg-ii

Vielleicht ganz interessant.

RE: Schießen, dann helfen | 10.11.2018 | 14:12

Ich denke, der Migrationspakt geht nicht von "Jeder ist seines Glückes Schmied" aus, sondern von lebendigen Menschen, die Sie mit ihrem Beitrag schon fast aus den Augen verloren haben. Für Sie sind die Flüchtlingsströme offensichtlich nur "Beweismittel" für eine verabscheuungswürdige Politik. Aber, damit haben Sie keinem einzigen, einzelnen Menschen wirklich geholfen. Nun gleich noch Maggy Thatcher zu bemühen, die keine Gesellschaft kennt, ist aber eine ziemlich stumpfe Keule. Allerdings muss man schon mal erkennen, dass Menschen auf der Flucht, in der Menge, in der sie sich oft bewegen, sehr allein sind. Da ist wirklich wenig "society.

Migration hat viele viele viele Gründe und kann auch eine "Quelle des Wohlstands" sein.

-- "Provokant formuliert, mischt sich die UNO damit in die Abfolge Schießen – Migrieren – Helfen ein, indem sie Hilfe managen will, ohne am Zustandekommen dieser menschenverachtenden Spirale zu rütteln.--"

Das ist nicht provokant formuliert, sondern ziemlicher Unsinn. Die UNO mischt sich mit Resolutionen aller Art - einschließlich Friedensmissionen - permanent ein und versucht diese menschenverachtende Spirale einzudämmen. Die Liste ist lang und - ganz sicher - haben viele Resolutionen und UNO-Aktivitäten nicht den erwünschten Erfolg. Deshalb aber zu verlangen, dass ein solcher globaler Pakt mit langen Ursache-Analysen überdehnt wird, ist kurzsichtig.

Ob das Dokument nun zu weitschweifig ist oder nicht, ob darüber nicht diskutiert werden sollte, das ist eine andere Frage.

Im Grunde verlangt der Autor das Unmögliche von einem Dokument, das ja den Konsens sucht. Er sucht da eher den Konsens mit Kurz. Meine Güte, was für ein aufgeblasener Eiertanz.

RE: Armut ist kein Verbrechen | 09.11.2018 | 19:53

Ich habe nicht das Gefühl, dass man über Armut nicht spricht. Es gab doch immer wieder Bewegungen gegen Hartz IV, auch in den Medien, nicht nur in den diskriminierenden "Privaten. " - Existenzielle Bedrohungen, diskriminierende Gesetze wurden auch immer wieder in ihren Auswirkungen auf den Alltag benannt, angeprangert und dagegen protestiert.

Was mich manchmal allerdings ärgert, ist, dass Schicksale von Armen, Obdachlosen oder alleinerziehenden Armen behandelt werden wie reine Beweismittel gegen die herrschenden Politiker. Das ist richtig und wichtig, aber mitmenschlich ist es zuwenig.

Ich komme aus der DDR. Dort waren eigentlich fast alle nicht sehr reich. Aber, es war ein anders Milieu. Es war keine Schande nicht so viel zu haben, weil dlie meisten nicht so viel hatten. Für eine Klassenfahrt reichte das Geld immer, weil das nicht teuer war. Damit will ich die DDR nicht verklären, aber es war einfach so.

RE: „Warum nicht mal eine Wirtschaftsdemokratie?“ | 09.11.2018 | 14:24

Also, das Transparent, das ich fotografiert habe, war das einzige in der Runde. Soviel Anti-Sahra war da nicht. Es hängt schon damit zusammen, dass Sahra Wagenknecht und - hinter ihr - Lafontaine - einfach irgendeine "Führerschaft" anmelden und das ist dumm und unklug.

RE: (Wagen-)Knecht’sche Politik der Ressentiments | 08.11.2018 | 22:50

Sehen Sie pfeifel, ich habe gestern und heute ne Weile gar nicht einloggen können. Das war bestimmt der Moment, wo die dieses Zitat auchin die digitale pdf-Variante eingesetzt haben. Dahinter stecken immer Männer.

RE: (Wagen-)Knecht’sche Politik der Ressentiments | 08.11.2018 | 22:47

-- Kennen Sie eine bessere Theorie des Kapitalismus als die Marxsche? Dann outen Sie sich als Antimarxist. Dann können wir unsere Denkvoraussetzungen überprüfen. --

Nee, aber ich kenne viele, für die ein vereinfachter Marx sehr probat ist, um alles andere als unwesentlich oder - wie Sie schon wieder - kapitalistenfreundlich einzustufen. So kommt die Welt nicht voran.