Magda

Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben. (George B. Shaw)
Magda
RE: Wo sehen Sie sich in 5 Wochen, Frau Nahles? | 23.09.2018 | 12:21

Kopfnoten für Menschlichkeit. Mir wird übel. Ja, menschlich ist Merkel wirklich beschädigt worden. Aber das ist Seehofers Werk, der ist der bessere Intrigant. Das geht seit Monaten so, wenn Sie das gut finden, bitteschön.

Gerade sehe ich mir den Presseclub an, wo alle sich einig sind, dass sie von Seehofer, der noch nicht geschnallt hat, dass man das alte Bonner Tricks- und Täuschersystem im Hinterzimmer, nicht mehr anwenden kann, zerrieben worden ist.

RE: Schwanger und nicht schwanger im Kapitalismus | 22.09.2018 | 09:49

https://www.facebook.com/PRO.Familienplanung/photos/gm.1948069808746782/1662246950461529/?type=3

Also ich gehe da heute erstmal hin. Das ist das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung.

Und ich kann auch gur verstehen, dass einen manchmal der kämpferische Ton von Protestgruppen auf den Nerv gehen kann. Und, dass Argumente der Lebensschützer auch plausibel und diskussionswürdig sind. So ist das.

-- „My body, my choice“ ist richtig. Aber das ist es nur dann, wenn man diese Forderung auch im linken Diskurs in ihrer vollen Komplexität behandelt: Was heißt denn eigentlich „freie Entscheidung“? Ab wann ist eine Entscheidung wirklich frei, im Kapitalismus, im Patriarchat? --

Also, für Komplexität bin ich auch, wenigstens hin und wieder. Aber manche Grundsatzdebatten machen das konkrete Anliegen hin und wieder auch kaputt. Und richten die Aufmerksamkeit wieder mal zum Haupt- und Nebenwiderspruch. Damit kann man Leute auch verschrecken. "Der Kapitalismus" z. B. hat in solchen Zusammenhängen durchaus sehr unterschiedliche Seiten: Er kann beim §218 durchaus auch liberal sein. Und auch was die Kinderbetreuung betrifft.

RE: Gut gebrüllt, liebe Genossen! | 19.09.2018 | 16:08

Ich fange auch langsam an, mich zu fürchten. Manchmal muss man denken, Merkel hat wirklich mit dem Regieren nichts mehr zu tun. Jedenfalls nicht in der Innenpolitik. Und ich frage mich immer, was Seehofer und Maaßen da irgendwo für Trümpfe haben.

RE: Wie ein Mensch versank | 19.09.2018 | 09:13

Ich glaube die Katharina Blum mit Küblböck zu vergleichen ist ziemlich hanebüchen. Die Heldin von Bölls Roman hat die Öffentlichkeit nicht gesucht, die war absolut fern aller medialen Aufmerksamkeit und ist durch ihre Beziehung zu einem "Verdächtigen" da hineingeraten.

Bei Küblböck ist das schon anders, der hat da willig mitgewirkt. Er hat die Erfahrung gemacht, dass die Medien sowas sind wie Goethes Zauberlehrling. Die ich rief, die ´Geister, werd' ich nun nicht los". Es war ja in letzter Zeit auch ziemlich ruhig um ihn. Sein Selbstmord - wenn es einer war - hat die Medien ja erst wieder auf den Plan gerufen.

RE: Der rechte Geist wächst weiter | 18.09.2018 | 17:57

Vielen Dank für Ihren Beitrag, der sehr konkete Hintergründe schildert, auch wenn es nicht sehr ermutigend ist.

RE: Sie machen sich nicht ehrlich | 17.09.2018 | 11:12

Worin sehen Sie denn die Qualität? Im Hashtag #aufstehen, denn sich die Bewegung ja schon mit Österreich teilen muß? Wenn ich was sehe, dann in manchen medialen Beiträgen und damit meine ich nicht jene, die nur Abwehr produzieren. Es gab in letzter Zeit in den Medien ganz gute sozialkritische Beiträge. Vielleicht ist das eine gute Wirkung. Aber, das wird sich nicht immer so halten. Und die Erzeugung einer revolutionären Datenbank ist sicherlich in diesen Zeiten von Belang, wenn das aber so gehandhabt wird, dann kriegen einige, die den Newsletter bestellt haben, vielleicht auch noch Furcht. Wie auch immer - in Deutschland wird das nichts. Vor allem sind jene, die den jeweils anderen Parteigängern immer Spaltung vorwerfen, im Grunde selbst Spalter. In "drinnen und draußen" "Migranten und Nichtmigranten" Ost und West" und was weiß ich.

RE: Wie ein Mensch versank | 16.09.2018 | 22:53

Entschuldigung. Das war natürlich ein Missverständnis. Ich meinte nicht Dich, sondern Brüggemanns Beitrag.

RE: Wie ein Mensch versank | 16.09.2018 | 22:44

Zugespitzt: Ja. Eine junge Frau mit ähnlichem Verhalten käme ganz schlecht weg.

RE: Wie ein Mensch versank | 16.09.2018 | 12:34

Was das Privatfernsehen betriff: Vor allem wurde einem gewissen Helmut Kirch in Bayern unendlich viel Kredit gewährt. Ich glaube, das war noch zu Stoibers Zeiten und das hat ihm auch sehr geschadet. Eine sehr spannende Geschichte. Private Sender gibt es überall. Ich denke, in den USA gibts schon auch noch welche, die ein bisschen auf Niveau halten.

Ich denke aber auch noch anders über die Küblböck Geschichte. Wenn eine junge Frau, ein junges Mädchen mit ähnlicher Geschichte, ähnlich tragisch enden würde, es würde nie jemand gleich die ganze Epoche bemühen, die Solidarität wäre höchst gering und der Spott umso größer. Der Tenor wäre: Selbst schuld. Eine Epoche würde da nicht gleich bemüht.

Ich fand den Küblböck immer ganz fürchterlich. Missbraucht werden viele junge Leute, die sich in diese Entertainment-Mühlen begeben. Küblböck war sehr sehr unreif, als er sich da mit diesem Menschenverschlinger und Arschloch Bohlen (man darf das ja jetzt ordentlich verwenden) eingelassen hat .

Und außerdem noch: Das geht aber nicht an Dich, sondern an den Autor: Diese Wendung vom "neu erfinden" geht mir auf den Wecker. In allen Menschen gibt es höchst unterschiedliche Seiten. Vielleicht ist der Küblböck eine Weile mal zur Vernunft gekommen, aber auf schwierige Verhältnisse gestoßen. Aber diese Neuerfindungs-Floskel - Herrgott, fürchterlich.

Mir tut der Küblböck ja auch Leid, aber langsam wird ja hier zur Ikonisierung geschritten. Bald werden sich die Kreuzfahrtschiffe - wenn sie in der Gegend sind - seiner Geschichte widmen.

Am besten wäre es, er tauchte irgendwo wieder auf. Bald wirds die ersten Storys geben. Dann wird der bald irgendwo gesichtet.

RE: Einfach nur Arschlöcher? | 15.09.2018 | 12:42

Aha, das Geheimnis von Arsch-Lochness wird hier beraten. Super. Da will ich mittun und ein bisschen Kalauer-Gewürz in die Suppe schütten.

Vor allem muss man konstatieren, dass der menschliche Arsch in Hemisphären zerfällt – das begünstigt die Aufteilung in gute oder böse Hälfte. Das ist doch schon mal was.

Ferner muss bedacht werden, dass man die Arschlöcher der anderen meist besser sieht, als das eigene. Das ist wie mit dem Splitter und dem Balken. Allein daraus erwachsen immer recht einseitige Zuschreibungen.

Aber, man kann erkennen: Wer mit dem Kopf wackelt ist meist ziemlich oll, wer mit dem Arsch wackelt meist jünger. Somit kann man sich schon durch den Anblick von Hinterteilen prima in Kenntnis setzen über den Zustand des Eigentümers desselben.

Niemand wird als Arschloch geboren, erklärt der Autor, wer hätte das gedacht. Aber, - das ist doch nur die Hälfte der Wahrheit. Wir alle sind Besitzer seines solchen.

Und da sind wir schon wieder bei einem berühmten Satz der Zeitgeschichte: Entscheidend ist was hinten rauskommt.

Die Geschichte des Arschlochs muss also nicht neu geschrieben werden, sie schreibt sich fort von Hinterteil zu Hinterteil.