Magda

Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben. (George B. Shaw)
Magda
RE: Und ganz doll mich | 16.01.2018 | 08:17

-- Nicht über Identität, sondern erst über Umverteilung komme man zu einer linken Politik .--

Ja, das ist - wie Sie schreiben - wieder der Verweis auf den Nebenwiderspruch. Ich halte diesen Pfaller für einen Zyniker, der mit "links" überhaupt nichts am Hut hat. Die Begeisterung und das mediale Interesse kommen mir ebenfalls reichlich inszeniert vor. Andererseits scheint er bestimmte - im Wesentlichen - männliche Bedürfnisse nach Kompensation zu befriedigen.

Wenn man guwillig ist, kann man konstatieren, dass er recht amüsant ist, mehr aber auch nicht.

RE: Und ganz doll mich | 16.01.2018 | 08:12

Habe ich auch gesehen. Die Seite ist aber inzwischen verschwunden

RE: Gruß und Schluss | 14.01.2018 | 08:24

Was das Gesamtbild betrifft, ist dieser Kommentarstrang ziemlich deutsch. Einen auf Tiefgang machen, philosophisch werden, sich gegen die anderen Tauchgänger absetzen und die Sache selbst aus dem Blick verlieren. Fürchterlich. Es macht überhaupt keinen Spaß mehr, sich damit auseinander zu setzen. Dieses Ich an Ich an Ich setzen, statt miteinander zu reden und dabei den hohen Bildungsgrad spazieren führen, auf dem man das alles abhandelt. Lebendig ist das nicht. Aber, leider deutsch zum Abwinken. Kein Händedruck für niemanden.

RE: Aufstand der bösen Körper | 12.01.2018 | 12:09

Ja, schon klar.

Zitat: -- "Wer Rassismus abschaffen will, muss erkennen, warum es ihn gibt. Wer die Gesellschaft im Ganzen verändern will, muss erkennen, wie sie funktioniert und wie ihre Machtstrukturen auch mit Hilfe von Diskriminierungsideologien wie Rassismus aufrechterhalten werden." --Zitatende

Gewiss, gewiss. Aber inzwischen wende ich mich - persönlich - eher von diesem Bild der Veränderung der Gesellschaft im Ganzem ab. Das gibt es nicht. Das ist eine alte llusion.

Ich sehe auch garnicht jene Kraft, die das wirklich alles bewerkstelligen will. Für mich - aber das ist bestimmt auch eine Illusion - entstehen aus den vielen emanzipatorischen Bewegungen durchaus gute Richtungen, aber kein Ende der ökonomischen, gesellschaftlichen Verhältnisse. Die kippen durch den Kapitalismus selbst. Aber, das ist ein "weites Feld".

RE: Gruß und Schluss | 12.01.2018 | 11:56

Danke für den interessanten Beitrag.

https://www.freitag.de/autoren/magda/der-pankower-handreich-konflikt

Hier habe ich schon vor einiger Zeit, den - im Beitrag erwähnten - Pankower Konflikt thematisiert. Ich bin ohnehin der Meinung, dass man bestimmte Sitten respektieren sollte. Wenn es für - manche - Muslime zu schwer ist, einer Frau die Hand zu reichen: Bitteschön.

Seltsamerweise gab es so eine Handreich-Debatte auch schon mal zwischen "Ossis" und "Wessis". Die Leute aus dem Westen fanden den Brauch des Händeschüttelns nämlich eine Weile zu exzessiv von den Ossis ausgeübt. Die Wessis fanden, es genüge ein "Hallo", vielleicht mit ein bisschen Winken mit der Hand, oder so. Jetzt - auf einmal - scheint das unverzichtbar - wofür eigentlich???

RE: Wie feiert man kritisch? | 12.01.2018 | 09:03

-- "Das ist aber eine völlig andere Frage bzw. Feststellung als die, ob eigenes Verhalten in einem wirkmächtigen Zusammenhang zu den Dingen stand, die einem Menschen widerfuhren. Diese Möglichkeit zu leugnen, wäre einfach nur dumm. Es wäre auch in einem psychologischen Sinne problematisch, weil es die Möglichkeit der Einflussnahme auf eine Situation in Gänze bestreitet und damit einen Menschen erst recht auf die bereitwillige Adaption der Opferrolle vorbereitet. "--

Das sind immer die Stellen, an denen Herr Lethe in gepflegtes Brabbeln verfällt. Ich sehe förmlich die Speichelbläschen in die Gegend fliegen.

RE: Wie feiert man kritisch? | 12.01.2018 | 08:39

Das habe ich anderswo auch schon angemerkt. Diese elende Borniertheit.

RE: Outen gestattet | 12.01.2018 | 08:19

Es wäre vielleicht auch noch anzumerken, dass im Moment zwar manche interessierten Leute so tun, als seien das alles Eröffnungen "aus heiterem Himmel". Wer die Memoiren mancher Schauspielerinnen liest, weiß, dass das offene Geheimnisse sind. Gestern hat mich jemand auf Senta Bergers Biographie verwiesen, die auch schon zum Thema allerlei geschrieben hat.

Das wurde damals einfach nicht beachtet, ein Achselzucken war die Folge. Die Betroffenen wussten, dass ihnen nichts passiert, weil das öffentliche Klima nicht so war. Jetzt, wo bekannte Aussagen skandalisiert werden, tun manche so, als träfe sie das bis ins Mark und bemühen sogar den "Rechtsfrieden" und den "Rechtsstaat".

Und - so ist es - ohne Beispiele geht das gar nicht.

RE: Neue alte Selbstverständlichkeit | 11.01.2018 | 19:10

Frau Deneuve kann gern weiter flirten

Zitat: "Mit jedem Mal, bei dem Frauen das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung fordern, erhalten sie mehr Unterstützung. Das ist gut. Doch genauso zuverlässig kommt es zum sogenannten "Backlash", dem konservativen Rückschritt. So auch bei der #MeToo-Bewegung."

Genau so ist es und manchmal ist es zum Aus der Haut fahren, aber das übernimmt ja schon Janto Ban wirkungsvoll.

RE: Neue alte Selbstverständlichkeit | 11.01.2018 | 18:26

Maximal sexualisierte Kleidung. Man denkt manchmal, es sind die fünfziger Jahre angebrochen.

Was ist denn das für eine Kategorie?

Ja, Glamour in Schwarz - das ist genau die richtige Botschaft. Was hätten sie denn anziehen sollen? In Sack und Asche gehen? Sie wollen gut aussehen- JA, denn sie sind im Showbiz, aber sie wollen deshalb nicht angetatscht werden und ein Zeichen dafür setzen, dass die Debatte noch nicht vorbei ist. Hallo - es war Oscar Verleihung.