Bald nun ist ...Weltmännertag

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Ich weiß nicht, ich weiß nicht. Ist das nun ein gutes oder ein schlechtes Zeichen, dass die Männer ihre Tage im trübsten Monat des Jahres haben? Jedenfalls in unserer Klimazone.

Immerhin gut, dass es inzwischen ein Bewusstsein dafür gibt, dass die Männer ihre speziellen Rituale und Würdigungen brauchen. Und dass Frauen – denen ja immerhin auch ein Frauentag und ein Muttertag gewidmet sind – sensibel genug werden für diese Bedürfnisse.

Darum also: Am 3. November ist Weltmännertag.

Der ist noch gar nicht so alt. Er wurde – verrät uns der Wikipedia-Link- erst im Jahr 2000 ins Leben gerufen. Und zwar von Andrologen der Universität Wien gemeinsam mit weiteren Gremien. Michail Gorbatschow gehört immerhin zu den Schirmherren.

Aber, es gibt am 19. November auch noch einen Internationalen Männertag. Der wurde 1999 in Trinidad Tobago etabliert und beschäftigt sich mit ähnlichen Themen, zum Beispiel Männergesundheit. So ist man also doppelt begangen.

Ringvorlesung zum Thema

Nichts wie ran an die Männerprobleme sagte man sich auch an der TU Berlin und hat die diesjährige Ringvorlesung des Zentrums für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung unter das Motto: Arenen der Männlichkeit gestellt. Diese Ringvorlesung beginnt exakt am 3. November mit dem Thema: Fragil oder stabil? Männlichkeiten im gesellschaftlichen Krisendiskurs

Prof. Dr. Mechthild Bereswill, Universität Kassel

Hier gehts zur Pressestelle der TU, die hat detaillierte Infos.

Insgesamt gibt’s sieben Vorlesungen zum Thema. Man muss sich nicht anmelden und es kostet auch nix.

Ich gehe da bestimmt – vielleicht nicht zu allem – hin und das gibt ein schönes Bloggerchen.

Auffällig ist mir allerdings an dem Programm, dass bis auf ein Thema: Normalität auf Bewährung. Empirische Befunde zur Normalisierung homosexueller Männlichkeit im printmedialen Diskurs der Politiker-Outings (Dr. Andreas Heilmann, HU Berlin), nur Frauen an der Ringvorlesung beteiligt haben.


Huch, nur ein Mann dabei

Das wird wieder Klagen geben, denn Männer sind quotengeiler als Frauen, behaupte ich. Ich werde mal nachfragen, warum das so ist. Vermute aber, dass sich vielleicht nicht genügend Männer für das Thema interessiert haben, bzw. Männlichkeit nicht so gern problematisieren möchten, wie es die Medien dauernd behaupten oder versuchen. Die wollen Männlichkeit einfach weiter für das Normale halten egal in welcher Form und alles andere für abgeleitet, wenn nicht gar irregeleitet. Wer weiß, wir werden sehen.

Ich jedenfalls gratuliere noch nicht. Soll man ja nicht vorher, ich kündige aber schon mal an, dass ich eine entsprechende Würdigung pünktlich zu den entsprechenden Anlässen vorbereite. Ich schmeiße schon mal den Riemen auf die Orgel, wie man so schön sagt. Sie haben es sich verdient, die Männer.

10:15 29.10.2010
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Geschrieben von

Magda

Es gibt gute und schlechte Gewohnheiten. Die FC ist eine schlechte, die ich - noch nicht - überwunden habe.
Magda

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