Eigentlich

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Eigentlich versuche ich nur die mir eben vermittelte Verlinkungstechnik umzusetzen

Da kamen mir zwei Beiträge gerade Recht.

Ein warmes Heimatbuch

nennt Thomas Schmid in seinem Tageszeitungsorgan das neue Buch von Christa Wolf.

Mühsam erklärt er eine Ambivalenz, die man ja noch verstehen könnte, wenn man nicht wüsste, dass irgendwo auch noch ein Tritt sein muss – bei Schmid immer –und der kommt dann auch bald.

„Das Buch ist zum einen in hohem Maße ärgerlich. Nicht deswegen, weil es die DDR hochleben lässt, sondern weil es nahezu keine Gelegenheit auslässt, durchaus leitartiklerisch den Westen in kleinen, nie enden wollenden Sottisen herabzusetzen und ihm kleinlichen Geistes vorzurechnen, er sei doch gar nicht so frei, so schön, so lebenswert wie oft - von wem eigentlich? – behauptet“.

Sprache ist immer die beste Entlarvung

Pure Verantwortung

sei es gewesen, erklärte Joachim Gauck heute in der Rundfunksendung „Tacheles“, dass er sich hat aufstellen lassen als BP-Kandidat. Na, das muss man nicht vertiefen. Aber dann sagt er noch was zu Volksentscheiden

„Wenn wir uns sorgen, dass die Bevölkerung des Gefühl hat, es passiert zu viel ohne sie, ohne ihre Mitwirkung, dann müssen wir darauf achten, dass wir mehr plebiszitäre Elemente haben. Nun haben wir das in Hamburg und - hochinteressanter Vorgang - eine der Bewegungen, die von Anfang an plebiszitäre Elemente gefordert hat, nämlich die Grünen, scheitert mit einem wichtigen Politikansatz durch eben ein Element, was sie eingefordert hat, durch Volksentscheid. Aber ich plädiere für möglichst umfangreiche Mitwirkungsmöglichkeit, um dem Einzelnen das Gefühl zu geben, ihr werdet nicht nur alle vier Jahre gefragt, sondern ihr werdet zwischendurch auch einmal gefragt.

Und dann würde ich schon denken, dass wir das nicht unbedingt auf Bundesebene haben müssen. Dann würde im Grunde alles, was mit Entscheidung zusammenhängt, unendlich verzögert.“

Man muss eigentlich nur den ersten Satz lesen, um zu schnallen, dass Gauck mit „Wir“ immer die „Eliten“ meint, zu denen er sich zählt und die Bevölkerung sind jene, die man beruhigen muss – so als Elite. Die Bevölkerung ist zwar nicht da unten, aber irgendwie das Andere.

Sehr aufschlussreich. Dieses patriarchale Gewäsch kann einen glatt aus dem Sessel treiben. Er will dem Einzelnen ein Gefühl geben usw. ...Hochmut, Hochmut....

auf welcher Basis eigentlich.

17:12 24.07.2010
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Geschrieben von

Magda

Es gibt gute und schlechte Gewohnheiten. Die FC ist eine schlechte, die ich - noch nicht - überwunden habe.
Magda

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