Flexiquotendämmerung?

Kristina Schröder Das wird lustig: Die Idee, 40 Prozent aller DAX-Aufsichtsratsposten mit Frauen zu besetzen, wird eventuell ein Koalitionskiller
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Zwei CDU-Wackelkandidatinnen für die Quoten-Abstimmung am Donnerstag: Kristina Schröder und Ursula von der Leyen
Zwei CDU-Wackelkandidatinnen für die Quoten-Abstimmung am Donnerstag: Kristina Schröder und Ursula von der Leyen

Foto: Odd Andersen/ AFP/ Getty Images

Jetzt mucken die Frauen in der Union doch auf und wollen anders abstimmen als in der Koalition abgesprochen. Und bei der FDP, diesem Laden der flippigen Jungkerle, haben die Frauen sowieso schon lange die Nase voll.
Auf einmal aber wirds ernst: Wenn so ein "Nebenthema" in das Feld der Macht rückt, dann ist der Spaß vorbei. Dann wird das auf einmal Chefsache.

Merkels Angela favorisiert die von Frauenministerin Kristina Schröder propagierte unverbindliche Flexiquote. Der Kanzlerin ist das zwar sowieso alles schnuppe, Hautpsache Fraktionsdisziplin und nicht zuviel weibliche Konkurrenz, aber, die Frauen insgesamt haben es schlichtweg satt. Ursula von der Leyen wurde von Merkel schon persönlich in dieser Sache "bearbeitet", denn auch die könnte die Fraktionsdisziplin vergessen und ist für eine verbindlichere Quote.

Da kann man gespannt sein. Die CDU und die FDP appellieren: Geschlossenheit, Geschlossenheit. Ich bin ja pessimistisch: Sie werden diese Flexiquote wohl doch bestätigen, obwohl das alles rückwärtsgewandt und antiquiert ist.

Jeder und Jede, die auf dem Feld der Geschlechterpolitik halbwegs "singen und beten" können, sieht, dass es eine Quote braucht. Die anderern randalieren, dass die Frauen jetzt wieder bevorzugt....jaja, kennt man schon. Progressiv-linke Männerkreise geben zu bedenken, dass Frauenförderung nur Eliten fördert und machen sich auf einmal zum Anwalt der armen unterprivilegierten Frauen, haha.

Ich bin gespannt. Eins wäre gut, wenn diese Flexiquote nicht bestätigt wird, dann verschwindet diese Kristina Schröder - vielleicht mitsamt ihrem Extremistenerlass - in der Versenkung.

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Geschrieben von

Magda

Immer mal wieder, aber so wenig wie möglich
Magda

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