Kein Muff mehr

Haarentfernung Es ist doch alles ein Elend mit dem Haarentfernungs-Hype. Alles muss weg, alles - manchmal unter unzumubarem Schmerz - entfernt. Es ist ein Kulturverlust.
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Und was wird jetzt mit so schönen Chansons wie sie einst Helen Vita sang (Hier eine schöne Nachinterpretation)
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Der Muff z. B. Ohne den Gedanken, dass an den richtigen Stellen was Warmes Weiches zu finden ist, hat das Chanson gar keinen Sinn.

Oder, was ist mit einer Verszeile wie: So zwanglos lag sie da, dass er ihr Kätzchen sah. (War einst ein Schäfermädchen) Was soll das sein? Heute müsste man eher was von Nacktschnecke singen oder so, aber das ist völlig unerotisch.
Gewiss, gewiss - es gibt auch Nacktkatzen, aber die sind Entgleisungen der Züchtung wie die gesamte Haarentfernungs-Mode eine Entgleisung ist.

In der Fernsehserie "Mord mit Aussicht" nennt der Polizist Scheffer seine Frau liebevoll "Muschi". Und man weiß genau, dass Muschi auch das Lied von Maitre Dupon singen könnte, dem sie ihren Muff zur Erwärmung gern zur Verfügung stellt.

Wie konnte man nur diese wichtigen Kulturgüter entfernen.

Es ist ein Jammer.

18:38 10.09.2017
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Geschrieben von

Magda

Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben. (George B. Shaw)
Magda

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