Neujahrsempfang bei ÜPFI

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Wenn ich es einrichten kann, dann gehe ich jedes Jahr hin, denn dort treffe ich immer Bekannte, knüpfe neue oder erneuere alte Kontakte. Und dafür ist er ja gedacht, der Neujahrsempfang der "Überparteilichen Fraueninitiative Berlin - Stadt der Frauen" im Berliner Abgeordnetenhaus.

www.berlin-stadtderfrauen.de/

Traditionsgemäß eröffnet wurde der Empfang von ÜPFI-Vorstandsmitglied Carola von Braun (Foto), FDP, langjähriges Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses. http://static.twoday.net/magda/images/von-Braun.jpg

Sie begrüßte dann auch die Eröffnungsrednerin Mieke Senftleben, MdA, ebenfalls FDP.

Beide Frauen sind ein Beweis dafür, dass die FDP auch noch vernünftigere Gesichter vorzuweisen hat, als den geifernden Guido.

Mieke Senftleben nannte als Schwerpunkte aktuellen frauenpolitischen Engagements die Probleme des geraume Zeit geltenden neuen Unterhaltsrecht, von dem sie meint, dass es die gesellschaftlichen Realitäten nicht adäquat berücksichtigt. Aber ins Detail ging sie damit nicht.Weiteres frauenpolitisches Dauerthema bleibt der Kampf um gleiche Bezahlung bei gleicher Qualifikation (Equal Pay) Vehement wandte sich Mieke Senftleben gegen des geplante Betreuungsgeld, das sie gegenüber den Medien schon eimal als "total bescheuert" bezeichnet hat. http://static.twoday.net/magda/images/Kiezmuetter3-seitlich.jpg

Zu Gast beim Empfang waren diesmal die Kiezmütter von Neukölln, einem inzwischen sehr bekannten Pilot- und Modellprojektes unter der Trägerschaft des Diakonischen Werkes und ihre engagierte Projektleiterin, Maria Macher (Foto), die ihre Arbeit vorstellten.

http://static.twoday.net/magda/images/Saengerin.jpg

Musik gabs auch diesmal von der Sängerin und Schauspielerin Isabel Neuenfeldt, die mit ihrer Stimme alle bezauberte

Und dann gabs - wie immer - den heiteren Teil mit Talk an allen Tischen. Ich fragte eine bekannteSoziologin mit Schwerpunkt Gender nach ihrer Meinung über die "gläsernen Grenzen." Die wunderte sich über die Feststellung, dass Frauen in den vergangenen zehn Jahren die Männer bei der Besetzung neuer Stellen weit hinter sich gelassen hätten, aber konkretisierte diese Verwunderung nicht, sondern meinte, ihr sei die Frage zu allgemein und deshalb habe sie keine Lust, eine schnelle Antwort zu geben. Punkt und dann quatschten wir über was anderes. Eine andere Bekannte meinte, das mit den gläsernen Grenzen erinnere sie an Schneewittchen. Kurzerhand - ich brachte nichts Rechtes zustande in meinem erlahmenden Umfrageeifer.

Aber ich sah, ohne dass wir miteinander sprachen, Juliane von Friesen, Vorsitzende des Landesfrauenrates-Berlin, der sich in seiner Publikation "Wir Berlinerinnen" demnächst ebenfalls mit dem Thema beschäftigt.

www.landesfrauenrat-berlin.de/?q=node/864

Ein prima kaltes Büffett gab es auch, eine Einladung zu einem anderen Projekt und so allerlei "Wie gehts, Hallo". Das war der Neujahrsempfang, von dem ich mich dann - über öffentlich noch immer glattes ungestreutes Terrain - erfreulich angeschickert wieder aufmachte in Richtung Pankow.

Anmerkung: ÜPFI - unter dieser hübschen Abkürzung firmiert dieses seit 18 Jahren agierende Bündnis, in dem politisch engagierte Frauen aus den Fraktionen des Berliner Abgeordnetenhauses, der Landesregierung, aus Gewerkschaften, Hochschulen, Medien, Frauenprojekten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zusammenarbeiten.

11:11 18.02.2010
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Geschrieben von

Magda

Es gibt gute und schlechte Gewohnheiten. Die FC ist eine schlechte, die ich - noch nicht - überwunden habe.
Magda

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