Weihnachtliches Multitasking

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Ich würde ja überhaupt nie bestreiten, dass es Formen von Sucht gibt, die sich – zum Beispiel – in der Verabschiedung von Bulletins über die Vorgänge des Heiligen Abends in Echtzeit dokumentieren.

Seit wir diese WLAN Verbindung haben kann ich mich der Welt mitteilen, aber auch meinen Mann ermahnen, nicht soviel Bier zu trinken, ihn außerdem zwingen, mit mir mitzusingen, wenn sie erbauliche Lieder vortragen im Fernsehen (Heidschibumbeidschi obenan) und nebenher kann ich auch noch auf die kleinen Lichter am Adventskranz achten, der neben dem Laptop steht. Das ist weihnachtliches Multitasking. Der Weihnachtsstrauß sieht dieses Jahr aber aus wie die Krise.

(Aha: eben singen sie das „Transeamus“, das ist was für Katholiken und erinnert mich an meine Kindheit in der Pfarrei in Leipzig)

„Friede auf Erden“ kann ich auch noch hinschreiben, aber es hört ja keiner auf mich. Aber auf Margot Käßmann, die davon sprach, dass es keinen gerechten Krieg gibt.

Und überhaupt: Weihnachten ist ein schönes Fest, wenn man sich aufs Wesentliche beschränkt. Und bei unsereinem ist das nichts als vergnügt ein Rotkäppchen zu trinken und den Lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen. Muss er ja sein, wenn er Kinder zeugt, die irgendwo dann im Stroh rumliegen.

Frohes Fest

(Naja und nun auch noch „Stille Nacht“)

18:11 24.12.2009
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Geschrieben von

Magda

Es gibt gute und schlechte Gewohnheiten. Die FC ist eine schlechte, die ich - noch nicht - überwunden habe.
Magda

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