"Wie kommt das Salz ins Meer"

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

"Wie kommt das Salz ins Meer" - war eines der ersten Bücher, die ich mir nach der Wende kaufte - als rororo-Taschenbuch.



Ich erinnere mich beim Lesen, dass mir der Text so einfach, so trist und - wenngleich überhaupt nicht meine Welt - so einleuchtend erschien.


Immer wenn es einem so einfach scheint, ist es besonders gut gemacht und überhaupt nicht einfach. Wer sich ums Schreiben bemüht, weiß das.


Es geht in der Erzählung um eine junge Frau, die liebt und heiratet und andauernd das Gefühl hat, in einer Falle zu sein. Auch nicht neu, aber einmalig erzählt. Am Ende lässt sie sich scheiden, weil sie dann ihren Mann besser lieben kann, wie sie glaubt.


Die Autorin war 28 Jahre alt, als sie dieses - damals gefeierte- Buch schrieb. Verarbeitet hat sie ihre eigene unglückliche Ehegeschichte.Danach hörte man selten von ihr. Aber es folgten noch einige Bücher, die nicht mehr diesen Erfolg hatten.


Sie plagte sich all die Jahre mit psychiatrischen Erkrankungen und Lebenskrisen. Mit "Fallen lassen" hat sie dieses Leiden öffentlich gemacht.


Jetzt hat man sie in einem Seitenarm der Donau bei Wien tot aufgefunden.


Brigitte_Schwaiger 1949-2010


15:23 27.07.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Magda

Es gibt gute und schlechte Gewohnheiten. Die FC ist eine schlechte, die ich - noch nicht - überwunden habe.
Magda

Kommentare 2